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Veröffentlicht am 29.04.2021

Neue magische Pflanzen und eine spannende Aufnahmeprüfung

Der Zaubergarten – Freundschaft macht lustig
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Inhalt:
Endlich Ferien! Tilda und Anni ziehen für eine Woche in den Schuppen im Garten von Tildas Großeltern. Von hier aus können sie jeden Tag heimlich über die Mauer klettern. Im Nachbargarten von Herrn ...

Inhalt:
Endlich Ferien! Tilda und Anni ziehen für eine Woche in den Schuppen im Garten von Tildas Großeltern. Von hier aus können sie jeden Tag heimlich über die Mauer klettern. Im Nachbargarten von Herrn Bovist warten große Aufgaben auf die beiden Mädchen und ihren neuen Freund Lilian: Die Prüfung für die Aufnahme in den Kreis der Zauberblumenzüchter steht an! Da quartiert sich Tildas Schwester Leni ebenfalls im Schuppen ein und will einfach nicht mehr ausziehen. Ob dagegen auch ein magisches Kraut gewachsen ist?

Meinung:
Tilda und Anni haben Ferien und möchten daher so viel Zeit wie möglich bei Herrn Bovist und seinen magischen Pflanzen verbringen. Denn schon bald soll die Prüfung für die Aufnahme in den Kreis der Zauberblumenzüchter stattfinden. An dieser sollen die beiden Mädchen zusammen mit ihrem neuen Freund Lilian teilnehmen. Und so nisten sich die beiden Freundinnen für eine Woche im Gartenschuppen von Tildas Großeltern ein, um abends ungestört für die Prüfung lernen zu können. Doch daraus wird erst mal nichts. Denn Tildas ältere Schwester Leni kreuzt auf. Nach einem Streit mit ihrem Freund Tim möchte Leni erst einmal Ruhe haben. Das passt Tilda und Anni aber so gar nicht in den Kram. Schnell muss ein Plan her, wie Leni so schnell es geht aus dem Schuppen wieder auszieht.

Die Geschichte rund um Tilda, Anni und den magischen Zaubergarten von Herrn Bovist geht mittlerweile in die vierte Runde. Da die Geschichten größtenteils in sich abgeschlossen enden, kann man auch in der Mitte der Reihe anfangen, ohne große Verständnisprobleme zu haben. Dennoch finde ich es ratsam mit Band 1 der Reihe zu starten, da man so einen besseren Hintergrund zu den Charakteren und ihren Fähigkeiten besitzt.

In diesem vierten Band steht alles im Zeichen der anstehenden Aufnahmeprüfung. Tilda, Anni und Lilian üben fleißig mit den magischen Pflanzen und eignen sich zudem viel theoretisches Wissen an. Doch immer wieder werden die drei Freunde von Gunnar in ihrer Arbeit unterbrochen und gestört. Gunnar möchte partout nicht, dass die Kinder in den Kreis der Zauberblumenzüchter aufgenommen werden und macht ihnen das Leben daher furchtbar schwer.
Durch den unerwarteten Besuch von Leni im Schuppen der Großeltern, wird die Vorbereitung auf die Prüfung für Tilda und Anni nicht wirklich leichter.

Auch in diesem Band gibt es wieder reichlich viele magische Pflanzen zu entdecken. Autorin Nelly Möhle baut neue Pflanzen mit besonderen Fähigkeiten ein. So gibt es beispielsweise eine Zauberblumenessenz, die bei Einnahme einem ein dickes und weiches Fell wachsen lässt. Eine weitere Essenz lässt einen dank eines Flugzaubers durch die Lüfte fliegen. Und so sorgen auch die neuen Pflanzen für ordentlich viel Spaß und durcheinander.

Mir hat in diesem Band besonders gut gefallen, dass die drei Kinder zu richtig dicken Freunden werden. Lilian wird zu einem festen Bestandteil des Teams und sein Schwein Susi ist total niedlich und furchtbar neugierig.
Genauso gut fand ich es, dass dieses Mal auch Tildas Familie in Form von ihrer älteren Schwester Leni eine größere Rolle in der Geschichte einnimmt.
Und natürlich darf auch der liebevolle und gutherzige Herr Bovist genauso wenig fehlen, wie der griesgrämige Gunnar. Gerade Gunnar hatte ein paar ganz starke Szenen im Buch, die darauf hoffen lassen, dass er nicht durch und durch von schlechten Gedanken getrieben ist.

Wieder mal absolut fantastisch sind die sehr detaillierten Bilder von Illustratorin Eva Schöffmann-Davidov. Ihr Zeichenstil ist wahnsinnig intensiv und ganz besonders. Schon alleine das Cover ist ein wahres Highlight für mich!
Zudem gibt es dieses Mal auch ein niedliches Daumenkino in Form von Schwein Susi.

Fazit:
Auch das neueste Abenteuer von Tilda und Anni im wundervollen Zaubergarten von Herrn Bovist ist ein großes Vergnügen für alle Fans. Neue magische Pflanzen, der griesgrämige Gunnar und eine spannende Aufnahmeprüfung, in den Kreis der Zauberblumenzüchter, erwarten den Leser.
Freundschaft und Zusammenhalt stehen auch in diesem neuesten Band an oberster Stelle.
Von mir gibt es für diesen vierten Band 4,5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2021

Dieser Buchschatz bewegt den Leser dazu sich selbst zu hinterfragen

Versuchen
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Inhalt:
Woher weiß man, was möglich ist, wenn man es nicht versucht? Dies ist eine Geschichte für alle, die sich jemals wie Anfänger gefühlt haben, Zweifel hatten oder sich sorgten, nicht gut genug zu ...

Inhalt:
Woher weiß man, was möglich ist, wenn man es nicht versucht? Dies ist eine Geschichte für alle, die sich jemals wie Anfänger gefühlt haben, Zweifel hatten oder sich sorgten, nicht gut genug zu sein. Es ist eine Geschichte für diejenigen, die beim Ausprobieren von etwas Neuem den Schmerz erlebt haben, dass es nicht so ausgefallen ist, wie sie es sich erhofft haben. In vielerlei Hinsicht ist es eine Geschichte für jeden von uns. Denn irgendwann in unserem Leben scheitern wir alle. Misserfolg kann enttäuschend und sogar niederschmetternd sein, aber die Geschichte endet nicht dort. Weil das Scheitern so viel mehr zu bieten hat. Es ist ein notwendiger Schritt, um zu lernen, zu wachsen, besser zu werden. Es kann uns zeigen, wie sehr wir etwas wollen - und wie hart wir bereit sind, daran zu arbeiten. Es fordert uns heraus, mutig zu sein, sich ein Herz zu fassen und es erneut zu versuchen. Und ja, es wird Zeiten geben, in denen man sich selbst in Frage stellt. Vielleicht möchte man aufgeben. Aber wenn man daran glaubt, wenn man übt und weitermacht, kann man erstaunliche Dinge tun.

Meinung:
Ein Junge spricht einen Bildhauer zu seinen Werken an. Der Junge ist ganz begeistert vom Talent des Bildhauers und seinen Fähigkeiten so schöne Dinge entstehen zu lassen. Er selbst traut sich dies bei weitem nicht zu. Doch der Bildhauer ermutigt den Jungen sich auszuprobieren und immer weiter zu üben. Denn nur wer sich auch etwas traut, kann aus seinen Fehlern lernen und besser werden. Und so gibt der Junge sich eine Chance und lernt viel über sich und seine Fähigkeiten.

Von Autor Kobi Yamada und seinem Titel „Vielleicht“ hatte ich schon so viel Positives gehört, dass ich bei diesem neuen Titel nun unbedingt erfahren wollte, ob die ganzen Lobeshymnen gerechtfertigt sind.
Eigentlich war geplant das Buch mit meinem 5-jährigen Sohn zu lesen. Doch dieser war vom Zeichenstil so überhaupt gar nicht begeistert und wollte das Buch partout nicht lesen.
Und so vertiefte ich mich alleine in die Geschichte.

Nach dem Lesen der Geschichte kann ich die Altersempfehlung absolut nachvollziehen. Denn das Buch dürfte für Kinder unter sechs Jahren nur schwer zu greifen und zu verstehen sein. Ich bin mir sicher, dass mein Sohn den Sinn der Geschichte und seine tollen Botschaften nicht im richtigen Maße verstanden hätte. Von daher ist „Versucht“ ein Titel, bei dem man auf jeden Fall auf die Altersempfehlung vertrauen sollte.

Der Zeichenstil von Elise Hurst ist sehr gefühlvoll und ein wenig poetisch skizziert. Die meisten Bilder sind in schwarz-weiß gehalten, nur ab und an verirrt sich auch mal ein grüner oder roter Farbtupfer auf die Bilder. Für mich hat der Zeichenstil absolut Wiedererkennungswert.

Die Geschichte an sich erzählt viel darüber Dinge auszuprobieren. Es geht vor allem darum aus seinen Fehlern zu lernen und an ihnen zu wachsen. Nur so kann man sich stetig verbessern.
Mir hat es unglaublich gut gefallen, wie der Bildhauer den Jungen dazu ermutigt Dinge auszuprobieren. Dieser zweifelt im Verlauf der Handlung zwar immer wieder an seinem Können, doch auch hier ermutigt und prägt der Bildhauer ihn. Der Bildhauer zeigt dem Jungen, dass dieser stolz auf seine Fehler sein kann. Er zieht zudem Vergleiche dazu, wie es damals war, als der Junge versucht hat Laufen zu lernen. Denn auch dies hat nicht beim ersten Mal geklappt, sondern war ein langwieriger Prozess. Dennoch hat sich auch hier der Junge nie entmutigen lassen.

All diese wundervollen Botschaften haben mein Herz als Leser berührt und bewegt. Der Titel „Versuchen“ sagt einfach schon so viel über dieses wundervolle Buch aus.

Fazit:
„Versuchen“ ist auf jeden Fall keine leichte Kost. Dieser Buchschatz bewegt den Leser dazu sich selbst zu hinterfragen, ob man an manchen Stellen im Leben nicht zu schnell aufgegeben hat, anstatt Dinge einfach mal auszuprobieren. Für Kinder ab 6 Jahren, aber genauso für Erwachsene, hält diese Geschichte einfach sehr schöne und bedeutsame Worte parat.
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2021

Innovativer Handlungsverlauf mit vielen tollen Ideen

Verwünscht nochmal! Mein Teufel, die Schnecke und ich
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Inhalt:
Lu Isa ist neu an der „Bad Reinemacher Eliteschule für ordentliche Erziehung und exzellente Leistungen“ und wünscht sich nur eines: Freunde zu finden. Die Direktorin, Frau Powischer, und die top-angesagte ...

Inhalt:
Lu Isa ist neu an der „Bad Reinemacher Eliteschule für ordentliche Erziehung und exzellente Leistungen“ und wünscht sich nur eines: Freunde zu finden. Die Direktorin, Frau Powischer, und die top-angesagte INFLUENZA-Clique machen ihr das Leben allerdings zur Hölle – zumindest nach Lu Isas Vorstellungen von der Hölle. Doch dann begegnet sie Urian Pferdefuß: Frisch durch die Dämonenprüfung gerasselt, muss er Lu Isa jeden Tag einen Wunsch erfüllen. Nur leider ist Wünschen tückischer als gedacht ... höllisch schwierig, sozusagen! Ob Lu Isa es mit Urian an ihrer Seite schafft, Freunde zu finden?

Meinung:
Lu Isa ist mit ihrem Vater aufs Land gezogen. Dort soll sie an die Bad-Reinemacher-Eliteschule gehen. Doch ihre erste Woche an der Schule ist das pure Grauen. Lu Isa wird ziemlich fies von ihren Mitschülern gemobbt und auch die Lehrer meinen es nicht gerade gut mit ihr. Lu Isa wünscht sich daher nichts sehnlicher als einen echten Freund an ihrer Seite. Dieser Wunsch geht schneller in Erfüllung als gedacht… und ganz anders als erwartet. Denn der Junge namens Urian, der plötzlich vor ihr steht, ist ein waschechter Dämon und kann dazu noch jeden Tag einen Wunsch erfüllen. Klingt ziemlich perfekt. Doch Urian ist ein frecher und aufgeweckter Kerl und so wird die Sachen mit den Wünschen kniffliger als Lu Isa dies gedacht hätte.

Von Sabine Schoder möchte ich schon seit Ewigkeiten ein Buch lesen. Denn ich habe bereits so viel Gutes über ihre Geschichten und ihren tollen Schreibstil gehört. Als mir nun ihr Kinderbuch „Verwünscht nochmal!“ ins Auge fiel, war ich gespannt auf dieses Leseerlebnis.
Zudem klang der Klappentext höchst unterhaltsam und lustig und mal nach einer etwas anderen Geschichte.

Und die habe ich definitiv bekommen. Denn das was Urian und Lu Isa auf diesen gut 180 Seiten erleben ist wirklich sehr bemerkenswert und abwechslungsreich. Ich war vom Fortgang der Geschichte schwer begeistert. Zwar wurde das Rad nicht neu erfunden, aber das, was die Autorin sich hier ausgedacht hat, konnte mich absolut überzeugen. Gerade die Schnecken-Verwandlungsgeschichte dreht die Geschichte noch einmal in eine ganz andere Richtung.
Jedoch brauchte ich gut 50 Seiten um mich absolut wohl mit dem Buch zu fühlen. Ich fragte mich die ganze Zeit, wann denn nun endlich Urian auftaucht. Sobald der kleine Dämon in Lu Isas Leben tritt, wird die Geschichte dann aber granatenmäßig lustig und fesselnd.

Wie bereits kurz angerissen, waren die ersten 50 Seiten für mich schwer zu verdauen. Zwar geht es in vielen Kinderbüchern um das sehr aktuelle Thema Mobbing, in „Verwünscht nochmal“ nahm dies für mich jedoch ganz andere Ausmaße an. Lu Isa wird in dieser Geschichte als neues Mädchen an der Schule wirklich extrem gemobbt und das nicht nur von den Schülern. Auch die Lehrer bzw. die Direktorin sind hier keine große Unterstützung für das Mädchen. Ich finde es wichtig, dass Mobbing in Büchern thematisiert wird. So ist dieses Thema leider heute noch mehr im Fokus als vor 20 Jahren. Mir persönlich war es jedoch ein wenig zu heftig, wie die Mitschüler mit Lu Isa umgehen. So zog mich die ganze Geschichte rund um das Mobbing doch ziemlich runter. Auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass diese Situationen auch im wahren Leben so passieren.

Dies ist aber schon der einzige Punkt, den ich zu bemängeln habe. Denn der Rest der Geschichte hat mich, wie schon erwähnt, sehr begeistert. Dämon Urian Pferdefuß sorgt schon alleine mit seiner Art dafür, dass man das Buch nur ungern aus der Hand legen möchte.
Aber auch Lu Isas leicht verschusselten und liebenswürdigen Vater fand ich äußerst gelungen.

Ein besonderes Highlight sind die Illustrationen von Fréderic Bertrand. Er zählt zu meinen Lieblingsillustratoren und so freute ich mich auch dieses Mal riesig über seine Bilder. Denn seine Illustrationen stecken immer voller Witz, Charme und Intensität. Sie haben einfach einen absoluten Wiedererkennungswert.
Was mir persönlich sehr gefallen hat ist, dass es hier keine normalen Seitenzahlen gibt. Vielmehr kann man sich jede Seitenzahl anhand einer gestellten Matheaufgabe selbst errechnen. Hier auf der Erde finden viele Kinder Mathe ganz furchtbar, in der Hölle lieben sie jedoch Mathe. Ein schöner humorvoller Gag, wie ich finde.

Das Ende lässt darauf hoffen, dass wir noch mehr tolle Abenteuer von Urian und Lu Isa zu lesen bekommen.

Fazit:
Dämon Urian Pferdefuß sorgt mit seiner frechen und etwas draufgängerischen Art dafür, dass man sich als Leser mit dieser Geschichte einfach nur wohlfühlen kann. Die Geschichte glänzt für mich mit einem innovativen Handlungsverlauf und tollen Charakteren. Einzig das Thema Mobbing ging mir persönlich ein wenig zu sehr in die Tiefe, auch wenn die Darstellung des Themas (leider) absolut realistisch dargestellt wurde. Mir war das Verhalten von Lu Isas Mitschülern an mancher Stelle jedoch zu heftig.
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2021

Perfekte Unterhaltung an fremden Orten mit fantastischen Wesen

Das Wolkenschiff - Die Legende vom Feuervogel (Das Wolkenschiff 2)
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Inhalt:
Die Geschwister Arthur und Marie Brightstorm sind bereit für neue Abenteuer! Die zwielichtige Entdeckerin Eudora Vane hat eine Flotte von Wolkenschiffen organisiert, um den seit Monaten vermissten ...

Inhalt:
Die Geschwister Arthur und Marie Brightstorm sind bereit für neue Abenteuer! Die zwielichtige Entdeckerin Eudora Vane hat eine Flotte von Wolkenschiffen organisiert, um den seit Monaten vermissten Abenteurer Everest Wrigglesworth zu suchen. Arthur und Marie schließen sich der Mission an, aber sie glauben nicht, dass Eudora gute Absichten hat.
Was ist wirklich mit Everest Wrigglesworth passiert? Warum sucht Eudora ihn ausgerechnet auf den unerforschten Östlichen Inseln? Und was hat es mit den Geschichten über den mystischen Feuervogel auf sich, die man sich dort erzählt? Auf Arthur und Marie wartet eine spannende Reise zu unbekannten neuen Welten ...

Meinung:
Das nächste Abenteuer für die Geschwister Arthur und Marie Brightstorm steht kurz bevor. Denn die fiese Entdeckerin Eudora Vane hat eine Flotte von Wolkenschiffen engagiert, um den seit einiger Zeit vermissten Abenteurer Everest Wrigglesworth zu finden. Den Geschwistern ist jedoch klar, dass hinter Eudoras Hilfsbereitschaft noch etwas anderes stecken muss. Denn diese glänzt normalerweise nicht durch ihr Mitgefühl. Als es die Gruppe auf die unerforschten Östlichen Inseln verschlägt, kommen die Kinder dem wahren Ziel von Eudoras Reisegründen auf die Schliche.

Vor gut einem Jahr hatte ich wahnsinnig viel Spaß mit Arthurs und Maries Reise nach Südpolaris. Ich konnte mich dem Charme der Abenteuerreise und der Entdeckung fremder Welten sowie fantastischer Wesen einfach nicht entziehen. Daher freute ich mich sehr auf dieses zweite Abenteuer.

Dieses Mal geht die Reise zu den kaum erforschten Östlichen Inseln. Neben fremden Kulturen gibt es auch magische Wesen wie die Nachtflüsterer, den Feuervogel oder Wasserbären. Es hat auch dieses Mal wieder wahnsinnig viel Spaß gemacht all diese Wesen näher kennenzulernen. Gerade die gefährlichen Nachtflüsterer, die einem die Erinnerungen aussaugen, fand ich sehr faszinierend.

So hat Autorin Vashti Hardy auch mit diesem zweiten Band wieder eine tolle Abenteuergeschichte erschaffen.
Natürlich dürfen auch die grandiosen Nebencharaktere aus dem ersten Band in diesem zweiten Band nicht fehlen. Die Crew der Aurora ist für Arthur und Marie zu einer Familie geworden, aber auch ich als Leser habe mein Herz an Harriet, Felicitas, Welby und Co. verloren.
Aber auch der Bösewicht darf in dieser Geschichte nicht fehlen. Eudora Vane erfüllt diesen Posten mit Bravour. Ich empfinde sie als eine tolle Antagonistin, da sie immer etwas Böses im Schilde führt und auch ein gewisses Maß an Skrupellosigkeit und Selbstverliebtheit an den Tag legt.

Die Altersempfehlung ab 10 Jahren finde ich absolut gerechtfertigt. Jüngere Leser dürften möglicherweise ein paar Probleme mit dem rasanten Handlungsverlauf und den spannenden Elementen haben.
Der Schreibstil an sich ist jedoch äußerst flüssig und leicht verständlich. Auch wenn es natürlich ein paar Fachbegriffe rund um das Fliegen des Wolkenschiffes gibt.

Wie auch Band 1 endet dieser zweite Band in sich abgeschlossen. Ich habe jedoch die große Hoffnung, dass es noch weitere Abenteuer rund um Arthur und Marie geben wird.

Fazit:
Da ich ein großer Fan von Abenteuergeschichten bin und es liebe neue, fremdartige Orte zu entdecken ist die Reihe "Das Wolkenschiff" für mich perfekt. Es macht jedes Mal einfach nur riesig viel Spaß sich mit den Geschwistern Arthur und Marie in das nächste Abenteuer zu stürzen.
Ich vergebe daher 4,5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2021

Ein grandioses Finale mit tollen Charakteren und einem packenden Kriminalfall

Der Tod setzt Segel
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Inhalt:
Daisy und Hazel sind zusammen mit ihren Freunden George und Alexander in Ägypten auf einer Nil-Kreuzfahrt unterwegs. Sie freuen sich darauf, antike Tempel zu sehen und die eine oder andere Mumie. ...

Inhalt:
Daisy und Hazel sind zusammen mit ihren Freunden George und Alexander in Ägypten auf einer Nil-Kreuzfahrt unterwegs. Sie freuen sich darauf, antike Tempel zu sehen und die eine oder andere Mumie. Doch stattdessen bekommen sie es mit einem Mord zu tun.
Mit an Bord der Hatschepsut ist eine mysteriöse Gesellschaft, die sich „Der Atem des Lebens“ nennt und aus einer Gruppe vornehmer englischer Damen und Herren besteht, die sich für Reinkarnationen der alten Pharaonen halten. Am dritten Tag der Kreuzfahrt wird die Anführerin der Gruppe erstochen in ihrer Kabine aufgefunden. Den Detektivinnen ist schnell klar, dass die schüchterne Tochter des Opfers, die zum Schlafwandeln neigt, als Täterin herhalten soll. Doch innerhalb der verschrobenen Gesellschaft hätte jeder einen Grund gehabt, die Anführerin umzubringen.

Meinung:
Daisy und Hazel können es nicht glauben, aber die beiden Mädchen dürfen tatsächlich an einer Nilkreuzfahrt in Ägypten teilnehmen. Die Mädchen sind ganz aus dem Häuschen, freuen sie sich doch riesig auf die alten Pyramiden, Tempel und Mumien. Doch ein Mordfall überschattet die idyllische Kreuzfahrt und so ist es mal wieder an Daisy und Hazel den Mörder zu finden. Vor allen Dingen eine Gruppe die sich „Hauch-des-Lebens“ nennt, ist äußerst verdächtig. Schließlich halten sich die Mitglieder für Reinkarnationen der alten Pharaonen.

Vor gut drei Jahren habe ich die ersten zwei Bände der Wells&Wong-Reihe gelesen. Ich weiß noch, dass mir damals vor allen Dingen die Kriminalfälle und die Epoche, in der die Geschichte spielt, unglaublich gut gefallen haben. Denn Daisy und Hazel sind zwei junge, aufstrebende Detektivinnen. Im Jahre 1936 ist der Stellenwert der Frauen jedoch nicht in dem Maße vorhanden, als dass sie solche verruchten Dinge wie die Auflösung eines Mordes alleine durchführen dürften. Dies stört Daisy und Hazel jedoch in keinster Weise und sie ermitteln wie jedes Mal einfach drauflos.

Trotzdem mir sechs Bände bei der charakterlichen Weiterentwicklung der Mädchen gefehlt haben, bin ich sehr gut in die Geschichte hineingekommen. Gerade Daisy ist immer noch die Daisy wie man sie aus Band 1 der Reihe kennt. Hazel hingegen hat hier schon eine deutliche Charakterentwicklung durchlaufen.
Ich konnte für mich persönlich festhalten, dass es für die Geschichte von Band 9 nicht wirklich schlimm gewesen ist, dass ich sechs Bände ausgelassen habe. Dennoch weckten die vielen interessanten Nebencharaktere in mir den Wunsch auch noch die Bände 3-8 zu lesen. Dies möchte ich irgendwann auf jeden Fall nachholen.

Autorin Robin Stevens konnte mich auch mit ihrem neuesten Kriminalfall wieder sehr überzeugen. Zwar ahnte ich, in welche Richtung die ganze Sache gehen würde, letztendlich lag ich jedoch knapp daneben, was den eigentlichen Mörder angeht. Der Lösungsweg den Daisy und Hazel dabei wieder beschreiten ist jedoch absolut grandios und fantastisch. Es macht so viel Spaß die beiden Mädchen bei der Suche nach dem Mörder zu begleiten.

Dabei sind es nicht nur Daisy und Hazel, die in diesem Buch versuchen den Kriminalfall zu lösen. Auch ihre Freundin Amina, die Jungs Alexander und George sowie Hazels jüngere Schwester May helfen tatkräftig mit den Mörder zu finden. Und auch hier hat Robin Stevens wieder das absolut richtige Händchen bewiesen. Denn ich habe die Nebencharaktere abgöttisch geliebt. Es entstehen während des Lesens so viele witzige Dialoge und gerade Hazels Familie hatte es mir hier besonders angetan. Der Vater von Hazel kann einem schon ein wenig leidtun, denn seine unkonventionellen Mädels halten ihn gehörig auf Trab.

Kommen wir zu dem einzigen Punkt in der Geschichte der mir nicht gefallen hat. Und das ist leider (wie bereits in Band 1 und 2 der Reihe) Daisy. Ich komme mit ihrer herrischen, überheblichen und neunmalklugen Art einfach nicht zurecht. Ehrlich gesagt hatte ich gehofft, dass sie sich in den sechs verpassten Bänden ein wenig weiterentwickelt hätte. Mir persönlich blieb diese Entwicklung jedoch verborgen, denn ich empfand sie immer noch als anstrengend und unausstehlich. Natürlich kann ich verstehen, warum die Autorin Daisy so geschrieben hat, denn in Sachen Ermittlungen macht Daisy niemand etwas vor. Hier ist ihre unterkühlte Art oft von Vorteil, um mit dem nötigen Abstand an die Dinge heranzugehen. Nichtsdestotrotz wurde ich auch in diesem Finale nicht wirklich warm mit ihr.

Fazit:
Robin Stevens zieht im mittlerweile neunten Band der Wells&Wong Reihe alle Register und lässt uns mal wieder an einem grandios durchdachten Kriminalfall teilhaben. Die vielen liebenswerten und sympathischen Charaktere sowie das Setting der Nilkreuzfahrt bescherten mir schöne Lesestunden.
Einziger Wermutstropfen des Ganzen ist Daisy. Auch im neunten Band der Reihe konnte ich einfach keine Sympathie für sie aufbringen.
Ich vergebe daher 4,5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere