Profilbild von Hollysmum315

Hollysmum315

Lesejury-Mitglied
offline

Hollysmum315 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hollysmum315 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2017

Mittelmäßig umgesetzt

Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr...
0 0

Pikay wächst im Dschungel Indiens als "Unberrührbarer" auf. Das bedeutet das er nicht Mal zu einer der 4 Kasten in der Gesellschaft Indiens gehört. Er ist nichts und niemand. Sein großer Traum ist Künstler ...

Pikay wächst im Dschungel Indiens als "Unberrührbarer" auf. Das bedeutet das er nicht Mal zu einer der 4 Kasten in der Gesellschaft Indiens gehört. Er ist nichts und niemand. Sein großer Traum ist Künstler zu werden. Über viel Umwege und Hürden schafft er es schließlich an die Kunsthochschule in Neu Dehli. In der Großstadt schlägt er sich mit seinen Porträtzeichnungen von Touristen durch. Auch die Regierung wird auf ihn aufmerksam sodass er immer wieder auch Prominente und Politiker zeichnen darf. Nichtsdestotrotz hat Pikay oft kein Geld um sich etwas zu essen oder einen Schlafplatz leisten zu können. Er hadert mit sich und seinem Leben und nicht nur einmal denkt er über Selbstmord nach.
Lotta lebt in Schweden. Sie ist Nachkommen eines verarmten Adelsgeschlecht. Schon seit ihrer Kindheit träumt sie von Indien,ist fasziniert von den Menschen,dem Land und der Lebensweise. Eines Tages beschließt sie mit Freunden und einem alten VW Bully den Weg zu wagen.
In Neu Dehli treffen sich Lotta und Pikay an dem Ort an dem Pikay die Touristen malt. Sie erleben eine wunderschöne Zeit zusammen. Pikay nimmt Lotta mit zu seiner Familie in den Dschungel wo Pikay Vater ihnen ihren Segen gibt. Doch Lottas Zeit in Indien ist nicht für ewig und so macht sie sich auf die Heimreise mit dem Versprechen im August wieder zu kommen. Doch daraus wird nichts,denn geld ist auch in Lottas Familie knapp. Kurzentschlossen kauft sich Pikay ein Fahrrad und macht sich auf den Weg nach Schweden.


Ich bin erstaunt und berrührt zugleich wenn ich sehe welche Strapazen Menschen für die Liebe in Kauf nehmen. Die Ausarbeitung des Buchs habe ich mir persönlich jedoch anders vorgestellt. Die langen Ausführungen zu Pikay Kindheit und dem Kastensystem Indiens anfänglich haben mich gelangweilt. Ich hätte mit mehr Bericht über die Reise Ansicht gewünscht,über die Menschen und Erfahrungen die er gemacht hat. Nichtsdestotrotz Respekt vor diesem Mann der sich aller Strapazen zum Trotz auf diese Reise gemacht hat.

Veröffentlicht am 14.08.2017

Super spannend!

Samariter
0 0

Mitten in der Nacht,irgendwo im den Everglades: Faith Saunders ist mit ihrer kleinen Tochter auf dem Rückweg des Geburtstages ihrer Schwester. Sie ist aufgewühlt und angetrunken. Auf dem Geburtstag gab ...

Mitten in der Nacht,irgendwo im den Everglades: Faith Saunders ist mit ihrer kleinen Tochter auf dem Rückweg des Geburtstages ihrer Schwester. Sie ist aufgewühlt und angetrunken. Auf dem Geburtstag gab es Streit weil sich der Mann ihrer Schwester wieder Mal unmöglich aufgeführt hat. Faith reicht es und sie beschließt kurzerhand trotz hohem Alkoholkonsum und dem tobenden Sturm mit ihrer Tochter die 250 km lange Heimreise anzutreten. Als die Müdigkeit sie übermannt hält sie in einem kleinen Dorf an,das menschenleer scheint. Durch ein lautes klopfen m Fahrerfenster wird sie geweckt. Was sie sieht erschreckt sie fast zu Tode: eine junge Frau,blutend und durchnässt. Sie bittet um Hilfe. Doch Faith zögert zulange. Schon taucht ein Mann auf der das Mädchen mit sich nimmt. Zuhause geht Faith das Mädchen nicht mehr aus dem Kopf. Hat sie sich richtig entschieden? Als eines Morgens Faith kleine Tochter das Mädchen auf einer Suchanfrage im Fernsehen wieder erkennt wird eine Lawine des Grauens losgetreten.


Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. welche Auswirkungen Entscheidungen haben können ist hier erstaunlich gut erzählt. Nach und nach tun sich die Abgründe der einzelnen Charaktere hervor und man gerät immer mehr in den Sog des Buches.
Absoluter Thriller Empfehlung!

Veröffentlicht am 23.07.2017

Wunderbarer Wohlfühl-Sommerroman

Sommer unseres Lebens
0 0

Claude,Hanne und Miriam sind 25 als sie sich auf unkonventionelle Art und Weise auf ihrer Reise Richtung Portugal kennenlernen. Es entsteht eine tiefe Freundschaft. Nach einem grandiosen Sommer schwören ...

Claude,Hanne und Miriam sind 25 als sie sich auf unkonventionelle Art und Weise auf ihrer Reise Richtung Portugal kennenlernen. Es entsteht eine tiefe Freundschaft. Nach einem grandiosen Sommer schwören sie sich in 25 Jahren,zum 50. Geburtstag,eine Revival-Tour zu starten. Nun rückt der Zeitpunkt immer näher. Die drei Frauen haben den Kontakt längst verloren und jede lebt in ihrer eigenen Welt,geplagt von den großen und kleinen Problemen des Alltags. Doch nach einigem Hin und Her schafft das 'Trio-Infernale' doch den Absprung aus dem Alltag und jede der dreien macht sich auf den Weg. Der Anfang gestaltet sich holprig. Zu groß scheinen die Unterschiede in Lebensart und Weise. Außerdem trägt jede noch ein ganzes Paket an Problemen und Ängsten mit sich rum. Langsam aber sicher beginnen sich die Frauen wieder näher zu kommen. Sie merken das es wichtigere Dinge gibt,das man auch Mal loslassen muss um neu starten zu können.

Fazit: Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der Schreibstil ist locker und flüssig aber niemals klassisch schmalzig wie das so oft bei Frauen Romanen der Fall ist. Die Freundinnen sind charakterlich sehr unterschiedlich. Langsam aber sicher packt jede von ihnen mit ihren Geheimnissen und Sorgen aus und sie nähern sich wieder an. Dabei gelingt der Autorin das ganze so authentisch zu schreiben das man selbst mitfühlt und hofft und bangt das alles gut geht.
Ein toller Sommer-Wohlfühlroman der Lust auf Sonne,Meer und nen Mädelstrip macht!

Veröffentlicht am 19.07.2017

Fulminante Familiengeschichte

Herrliche Zeiten
0 0

Dieser Epos erzählt uns von der Familie Kypscholl die im aufstrebenden Nazi-Deutschland versucht etwas vom großen Kuchen abzubekommen. Vater Hermann Kypscholl leitet eine Rasierapparat-Firma die aber neuerdings ...

Dieser Epos erzählt uns von der Familie Kypscholl die im aufstrebenden Nazi-Deutschland versucht etwas vom großen Kuchen abzubekommen. Vater Hermann Kypscholl leitet eine Rasierapparat-Firma die aber neuerdings auch Wehrmacht Uniformen produziert. Mutter Elisabeth ist eher der Musik zugetan,genauso wie Sohn Otto. Für den ist ebenso die Malerei ein großer Traum,doch der Vater will nichts davon wissen. Tochter Anna studiert die Rassenkunde und will herausfinden wie sich die "Zucht" des arischen Volkes voran bringen lässt.
Im Zuge des Krieges erleben alle Mitglieder der Familie schlimme Dinge mit denen sie Mal mehr,Mal weniger umzugehen wissen.

Es war wahnsinnig schwer für mich den Einstieg zu finden. Ein Buch ohne wörtliche Rede ist im Normalfall nicht mein bevorzugtes. Doch in diesem Fall interessiert mich die Entwicklung der Familie Kypscholl. Von der tugendhaften und Rechtschreibung Anna,dem Rebell Otto,der ewigen Dame Elisabeth und nicht zuletzt Hermann. Es hat sich gelohnt durchzuhalten. Die Charaktere sind äußerst kraftvoll und ausdrucksstark. Oft habe ich den Kopf geschüttelt wegen als des Starrsins, dem Hass und der Ignoranz. Lesenswert,aber nur mit Ruhe und Konzentration!

Veröffentlicht am 19.07.2017

Mehr Krimi als Thriller

Shutter Man
0 0

Zu Anfang werden wir Zeuge eines bestialischen Familienmordes. Die Opfer werden an Stühle gefesselt und der Dame des Hauses wird das Gesicht abgezogen.
Sprung in die 70er Jahre. Eine Jungen Bande lungert ...

Zu Anfang werden wir Zeuge eines bestialischen Familienmordes. Die Opfer werden an Stühle gefesselt und der Dame des Hauses wird das Gesicht abgezogen.
Sprung in die 70er Jahre. Eine Jungen Bande lungert sich so durch den Tag und stellt allerlei Blödsinn an,wie das in dem Alter eben so üblich ist. Doch der Spaß hört auf als die kleine Catriona ermordet wird und der verstörte Des Farren ebenfalls tot aufgefunden wird. Dieser hatte sich zuvor an dem kleinen Mädchen ergötzt. Die Jungs hatten ihn erwischt und stellten ihn,nicht gerade sanft, zur Rede. Haben die Jungs etwas mit dem Mord zu tun? Und welche Verbindung gibt es zu den Morden im Jahre 2016?

Diese und viele weitere Fragen stellen sich auch immer wieder beim Lesen. Durch Zeitsprünge erfahren wir immer wieder etwas zur Familiengeschichte der Farrens. Zwischenzeitlich geriet ich mit den vielen verschiedenen Farrens etwas durcheinander. Der Autor lässt viele verschiedene Handlungsstränge parallel laufen,was mich sehr verwirrt und frustriert hat. Oft hatte ich überhaupt keine Ahnung welche Rolle die Person um die es in diesem oder jenen Kapitel ging mit der gesamten Handlung zu tun hat. Das kann durchaus spannend sein, war aber hier leider eher hinderlich. Überhaupt hat der Klappentext leider nicht gehalten was er versprach. Spannung kam nur am Anfang auf. Das fulminante Finale war mir zu überladen und gekünselt. Schade...