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Veröffentlicht am 03.12.2022

Klasse Urban-Fantasy mit toller Protagonistin!

Book of Night
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Dies ist der erste Teil einer Dilogie und es sei vorab gesagt, dass ich mich schon riesig auf den zweiten Teil freue! Holly Black ist in der Welt der Bücher definitiv eine bekannte Größe und ich mochte ...

Dies ist der erste Teil einer Dilogie und es sei vorab gesagt, dass ich mich schon riesig auf den zweiten Teil freue! Holly Black ist in der Welt der Bücher definitiv eine bekannte Größe und ich mochte bereits die Elfen-Trilogie von ihr sehr. In diesem Buch hat sie wieder einmal ihr Geschick für originelle Geschichten mit tollen Charakteren bewiesen.

Charlie ist eine so lebendige, authentische und sympathische Protagonistin, mit der es einfach nur Spaß macht die Welt der Schatten kennenzulernen. Was ich an ihr besonders mag ist, dass sie nicht auf den Kopf oder den Mund gefallen ist und für sich selbst sorgen kann, dennoch aber auch Fehler macht und nicht perfekt ist oder eine Art Superheldin. Moralisch trifft sie nicht immer die einwandfreiesten Entscheidungen, aber genau das hat sie für mich so menschlich und authentisch gemacht. Im Buch erfahren wir auch eine Menge über ihre Vergangenheit und wie sie zu einer so hervorragenden Diebin wurde. Eigentlich hat sie diesem Gewerbe ja abgeschworen, aber etliche Ereignisse zwingen sie dazu, ihre Gaben wieder einzusetzen. Das Buch ist an einigen Stellen durchaus auch ruhiger, mich persönlich hat das aber überhaupt nicht gestört, da die Autorin in dieser Zeit sowohl in die Welt der Schatten, als auch in ihre Charaktere investiert hat. Das hat mir die Geschichte und auch die Charaktere sehr viel näher gebracht und ich konnte die (teilweise recht komplexe Idee) gut nachvollziehen. Selbstverständlich gibt es auch genug actionreiche Stellen und einige sehr gute Plottwists!

Ich mag Holly Blacks ungeschönten, bildlichen, teils humorvollen Schreibstil sehr gern. Sie versteht es eine gute Geschichte aufzubauen. Besonders gefällt mir auch der düstere Touch, der in diesem Buch unablässig mitschwingt. Holly Black sollte definitiv öfter etwas für erwachsene Leser:innen schreiben! Ich mag es außerdem, dass hier keine Liebesgeschichte im Vordergrund steht und kein unnötiges, seitenlanges Angeschmachte stattfindet. Die Beziehung zwischen Charlie und Vince ist meiner Meinung nach wirklich toll und brauchte es gar nicht. Die gegenseitige Zuneigung war auch ohne viele Worte spürbar, was ich viel gelungener finde!

Deshalb gebe ich dem Buch verdiente 5 Sterne und freue mich schon auf den zweiten Teil denn der erste endet mit einem gemeinen Cliffhanger!

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Veröffentlicht am 25.11.2022

Sehr humorvolles, leichtes Leseabenteuer

Shorty
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Für mich war es tatsächlich das erste Buch des Autoren und ich wurde definitiv nicht enttäuscht! Nun kann ich dadurch nicht sagen, ob er Schreibstil sich von seinen anderen Büchern unterscheidet, aber ...

Für mich war es tatsächlich das erste Buch des Autoren und ich wurde definitiv nicht enttäuscht! Nun kann ich dadurch nicht sagen, ob er Schreibstil sich von seinen anderen Büchern unterscheidet, aber in diesem Buch ist er wunderbar leicht und vor allem humorvoll. Trotz der über 450 Seiten wurde mir an keiner Stelle langweilig und der Autor versteht es zweifellos eine originelle Geschichte zu erzählen.

Shorty ist ein sehr spannender und außergewöhnlicher Charakter. Er ist eine Art Lebenskünstler und bekommt nicht wirklich viel auf die Reihe. Was passiert nun, wenn so jemand plötzlich die Welt retten soll? Ich kann das für mich mit: eine Menge Spaß! beantworten. Neben Shorty sind auch Bluna und das Kaiserchen wichtige Protagonisten. Beide sind ebenso verrückt wie Shorty selbst, wodurch sie ein tolles Trio ergeben.

Im Buch wird nicht nur mit der Menschheit "abgerechnet", sondern es werden auch auf unterhaltsame Weise Trends aufgegriffen (und verpönt). Definitiv ein Buch für humorvolle Menschen. Auch der Abschluss hat mir gut gefallen, sodass ich das Buch sehr empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 16.10.2022

Sehr bewegend und intensiv

Als die Welt zerbrach
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Dieser Roman ist vielleicht sogar noch besser, als "Der Junge im gestreiften Pyjama". Während der erste Roman auf dem unschuldigen Bruno basierte, der Naivität und dem grundlegenden Gefühl des Schreckens, ...

Dieser Roman ist vielleicht sogar noch besser, als "Der Junge im gestreiften Pyjama". Während der erste Roman auf dem unschuldigen Bruno basierte, der Naivität und dem grundlegenden Gefühl des Schreckens, das mit dem Holocaust verbunden ist, vermittelt die Fortsetzung eine breitere Perspektive, in der sie uns durch die Augen von Gretel die brutale und anschauliche Realität der damaligen Zeit vor Augen führt.

Die Erzählerin ekelt uns mit ihren ungefilterten Enthüllungen an, die sich auf Beschreibungen ihrer Rolle als stille Zuschauerin und Befürworterin des Antisemitismus beziehen. Was wir übersehen, ist, dass Gretel jung ist und von ihren Eltern mit der Vorstellung indoktriniert wurde, dass ihre Rasse die der Juden überwiegt. Obwohl dieses Vorurteil tief in ihrer Welt der Logik verankert ist, sorgen ihr schlechtes Gewissen und ihr unerträgliches Gefühl der Reue dafür, dass sie ihr Leben lang für die Untaten ihrer Familie und ihres Landes büßen muss.

In Verbindung mit einer subtilen Romanze, einer detaillierten Betrachtung von Gretels Leben und einer unvorhergesehenen Wendung in der Handlung wurde dieses Buch natürlich zu einem meiner Lieblingsbücher in diesem Jahr. Ich konnte nicht aufhören, die Seiten umzublättern und konnte die Emotionen spüren, die aus den Seiten dieses Buches kamen. Auch wenn es teilweise sehr grausam war habe ich die Fortsetzung dieser Geschichte sehr gern gelesen und ich hoffe, ihr werdet es auch tun. 5 Sterne und eine große Weiterempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 16.10.2022

Tolle Rezepte fürs Wintergrillen

Weber's Wintergrillbibel
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Wer sagt eigentlich, dass man nur im Sommer grillen kann? Weyer beweist mit seiner winterlichen Grillbibel, dass es auch in der kalten Jahreszeit eine tolle Ergänzung des Menüplans sein kann.

Neben den ...

Wer sagt eigentlich, dass man nur im Sommer grillen kann? Weyer beweist mit seiner winterlichen Grillbibel, dass es auch in der kalten Jahreszeit eine tolle Ergänzung des Menüplans sein kann.

Neben den verschiedensten Rezepten finden sich auch eine generelle Anleitung zum Grillen im Winter (von Pflege des Grilles, über passendes Kochgeschirr bis zu den Zutaten). Besonders viel Aufmerksamkeit wird auch der Herstellung von eigenen Würzmischungen, Saucen etc. gewidmet. Das finde ich sehr schön, da man so nicht immer zur fertigen Sauce mit vielen Zusatzstoffen greifen muss. Allerdings sollte man einen Mörser besitzen.

Die Rezepte sind sehr gut durch schöne Fotos veranschaulicht. Das Layout ist modern und übersichtlich und die Rezepte werden Step by Step gut erklärt. Zu jedem Rezept finden sich auch noch Zusatzinformationen wieder, wie z. B. welche Dinge man zusätzlich zu den Zutaten braucht.

Nicht ganz gelungen finde ich teilweise die Gliederung. Ich hätte mir zum Beispiel in der Übersicht eine Kennzeichnung der Veggie-Gerichte gewünscht und teilweise finde ich die Zuordnung in die einzelnen Kategorien generell nicht so intuitiv.

Insgesamt ist es aber ein schönes, winterliches Rezeptbuch für Grillliebhaber!

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Veröffentlicht am 16.10.2022

Spannende und interessante Nacherzählung

Elektra, die hell Leuchtende
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Da ich ein Fan der griechischen Mythologie bin, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Die Geschichte selbst war mir vertraut und dennoch hat mich die Geschichte von Anfang bis Ende gefesselt. Ich ...

Da ich ein Fan der griechischen Mythologie bin, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Die Geschichte selbst war mir vertraut und dennoch hat mich die Geschichte von Anfang bis Ende gefesselt. Ich habe Klytämnestra immer als Opfer und Agamemnon als Ungeheuer gesehen, und so hat mich diese Version der Geschichte angesprochen. Ich möchte den Leser:innen, die mit der Geschichte nicht vertraut sind, nichts spoilern, aber ich habe mit allen Figuren mitgefühlt, mit so vielen Frauen, die als Spielfiguren in den Spielen der Männer und Götter benutzt wurden und darunter litten. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, vor allem wie eindrücklich und bildlich die Autorin schreibt. Das Buch wird aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt. Der Lesefluss war gut und es gab keine Abbrüche, wenn Saint von einem POV zum anderen wechselte, obwohl die fesselndsten Kapitel für mich diejenigen waren, die von Klytemnestra erzählt wurden.
Wenn man ein Fan der Mythologie oder von Nacherzählungen ist, kann ich das Buch weiterempfehlen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was sich Jennifer Saint als Nächstes einfallen lässt!

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