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Veröffentlicht am 13.02.2022

Ein kleines bisschen gruselig, aber vor allem sehr witzig

Freddy und Flo gruseln sich vor gar nix!
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Freddy und Flo ziehen mit ihrem Vater und seiner Partnerin Ulrike in ein Mehrparteienhaus um. Die zwölfjährige Flo ist davon überhaupt nicht begeistert. Ihr Bruder Freddy findet das neue Zuhause hingegen ...

Freddy und Flo ziehen mit ihrem Vater und seiner Partnerin Ulrike in ein Mehrparteienhaus um. Die zwölfjährige Flo ist davon überhaupt nicht begeistert. Ihr Bruder Freddy findet das neue Zuhause hingegen ziemlich spannend. Er merkt bald, dass hier irgendetwas ganz und gar nicht mit rechten Dingen zugeht. Nicht nur, dass plötzlich eine Hexe im Kinderzimmer landet, auch die anderen Hausbewohner scheinen keine normalen Menschen zu sein. Der Inhaber des Autoschildergeschäfts knurrt seltsam, eine weitere Bewohnerin wirkt ziemlich elfenhaft und dann gibt es da noch den bleichen Mann, der sich nicht fotografieren lässt.

Die Geschichte ist kindgemäß, witzig und gut verständlich formuliert.
Marc Uwe Klingt spricht vor allem die einzelne Figuren und die Dialoge wunderbar abwechslungsreich und unterhaltsam. Als Erzähler überzeugt er allerdings nicht durchgehend und wirkt dann etwas monoton und nicht souverän. Das Hörbuch richtet sich an Kinder ab sechs Jahren.

Was für eine bunte Figurentruppe! Der aufgeweckte Freddy, der ohne Punkt und Komma reden kann, seine muffelige Schwester Flo, die einfach aus Prinzip vieles doof findet, ein berlinernder Schilderverkäufer, der den Mond anheult, eine verpeilte Hexe, ein ständig jammerndes Gespenst und allerlei andere märchenhafte, manchmal mehr, manchmal weniger furchteinflößende Charaktere. Diese Figurenkonstellation macht einfach Spaß.

Ganz schön aufregend und spannend was Freddy in seinem neuen Zuhause erlebt. Ein bisschen Grusel-, ein bisschen Detektivgeschichte mit ganz viel Phantasie und Situationskomik. Das Ende überrascht mit einigen unerwarteten Wendungen. Ein Hörbuch für alle, die gute, einfallsreiche Geschichten mögen.

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Veröffentlicht am 09.02.2022

Die Queen zum Zweiten - herrlich unterhaltsamer cosy Krimi aus dem Umfeld des Palasts

Die unhöfliche Tote
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Ihre Majestät kann es einfach nicht lassen. Als eines ihrer verschollenen Lieblingsbilder plötzlich an ganz anderer Stelle wieder auftaucht und es im Schloss zu einem unglücklichen Todesfall kommt, ist ...

Ihre Majestät kann es einfach nicht lassen. Als eines ihrer verschollenen Lieblingsbilder plötzlich an ganz anderer Stelle wieder auftaucht und es im Schloss zu einem unglücklichen Todesfall kommt, ist der königliche Spürsinn geweckt. War die Tote wirklich so unangenehm, wie alle glauben? Elizabeth höchstselbst hatte da einen ganz anderen Eindruck. Gemeinsam mit Assistentin Rozie versucht Ihre Majestät Licht ins Dunkel zu bringen. Heimlich natürlich, aber dafür nicht minder gründlich. Ob die Queen und ihre Privatsekretärin das Verbrechen aufklären können?

Sprecherin Sandra Voss liest mit angenehmer Stimme lebendig und gut betont. Queen Elizabeth konnte ich mir aufgrund von Voss Interpretation sehr bildhaft vorstellen. Der Text ist gut verständlich, flüssig, klar und oft sehr amüsant formuliert. Very british der trockene Humor, durch den speziellen Schreibstil der Autorin S.J. Bennett wird eine authentisch wirkende Atmosphäre kreiert.

Gibt sich Elizabeth in der Realität doch recht steif und unnahbar, macht S.J. Bennett aus der Königin in ihrem Roman eine wunderbar sympathische Figur. Eine, die sich schon mal im Kleiderschrank versteckt, um sich an ihre Kindheit zu erinnern und dabei zufällig heimlich Leute belauscht. Eine, die klug, scharfsinnig und aufmerksam ist, die sich für ihre Umgebung und die Menschen interessiert und gleichzeitig so bescheiden ist und anderen den Ruhm überlässt, statt selbst im Mittelpunkt zu stehen. Mit Rozie hat sie die perfekte Partnerin, die stets professionell und kompetent bleibt und ein mindestens ebenso feines Gespür wie ihre Chefin dafür hat, wenn etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Die junge, weltoffene Rozie und die erfahrene, weise und konservative Queen. Was für ein Duo!

Ziemlich komplex, wie letztendlich alles zusammenhängt und zudem erstaunlich, was da alles ans Licht kommt. Die Auflösung ist nachvollziehbar und stimmig, aber nicht ganz einfach zu verstehen. Mich hat der zweite Fall der Queen und Rozie dennoch noch besser unterhalten als der erste. Viele humorvolle herrlich trockene und witzige Momente, nicht plump, aber feinsinnig, dazu zahlreiche spannende Dialoge. Ich möchte mir gerne vorstellen, dass die Queen auch in Wirklichkeit viel von Ihrer literarischen Figur hat. Ein netter, britisch-charmanter cosy Krimi mit einzigartiger royaler Atmosphäre, den ich sehr gern gehört habe und allen Elizabeth- und Krimifans empfehle.

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Veröffentlicht am 30.01.2022

Jack the Ripper in Hamburg? Spannender historischer Krimi mit drei interessanten Protagonisten

Die Hafenärztin. Ein Leben für die Freiheit der Frauen (Hafenärztin 1)
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„Warum heiraten, wenn man ein Leben in häuslicher Isolation führt?
Und welchen Sinn hat es, als Frau zu Hause zu bleiben, während sich draußen die Welt drehte, schneller und immer schneller“

Anne Fitzpatrick ...

„Warum heiraten, wenn man ein Leben in häuslicher Isolation führt?
Und welchen Sinn hat es, als Frau zu Hause zu bleiben, während sich draußen die Welt drehte, schneller und immer schneller“

Anne Fitzpatrick ist studierte Medizinerin und beginnt im Winter 1910 ein neues Leben in Hamburg. Sie engagiert sich im Frauenverein und eröffnet im Hafenviertel ein Frauenhaus. Dabei lernt sie Pastorentochter Helene von Curtius kennen, die mehr aus ihrem Leben machen will als die Hauswirtschaftsschule zu besuchen. Als Anne die Leiche einer Frau findet, ruft das Kommissar Berthold Reyhdt auf den Plan, der zunächst für die polizeiliche Ermittlung im Mordfall zuständig ist. Doch dann werden noch mehr Leichen entdeckt. Handelt es sich bei dem Mörder etwa um den berüchtigten, nie gefassten Serienkiller Jack the Ripper?

Autorin Henrike Engel schreibt flüssig und klar verständlich in der ersten Vergangenheit. Sie schildert abwechselnd die Handlung aus der Perspektive von Anne, Helene und Berthold. Das Cover und der Titel führen meiner Ansicht nach etwas in die Irre, medizinische Aspekte stehen im Roman nämlich weniger im Vordergrund als die Mordfälle und Anne ist nur eine von drei Hauptfiguren.

Drei ganz unterschiedliche Personen erleben das Geschehen aus ihrer Sicht. Da ist zunächst die geheimnisvolle Ärztin Anne Fitzpatrick. Sie scheint etwas zu verbergen und hat Angst, dass jemand erkennt, wer sie wirklich ist und woher sie eigentlich stammt. Anne ist engagiert, setzt sich für Gerechtigkeit, für benachteiligte, arme Frauen und für Frauenrechte ein. Ihr ist wie Helene wichtig, ein Leben in Freiheit und ohne Abhängigkeit führen zu können.
Helene versucht, aus der geschützten und langweiligen Enge des Elternhauses zu entfliehen und das echte Leben kennenzulernen. Sie möchte studieren, sich für andere einsetzen, selbstständig werden, hält es mit Lida Gustava Heymann: „Die Ehe ist der Selbstmord für die denkende Frau.“
Kommissar Berthold Rheydt interessiert sich sehr für seinen Beruf und für Fußball. Auch in seiner Vergangenheit gibt es Ereignisse, an die er sich nicht gerne erinnert. Umso ehrgeiziger und tatkräftiger präsentiert er sich im Hier und Jetzt.
Alle drei Figuren sind recht fortschrittlich, müssen mit Widerstand und Widersachern rechnen, sind sie doch so manchen Vertretern des Konservativen und der „gesitteten alten Zeiten“ ein Dorn im Auge. Die Figurenkonstellation ist recht abwechslungsreich und breit angelegt, umfasst verschiedene Gesellschaftsschichten.

Henrike Engel stellt die bedrückenden Zustände im Hafenviertel anschaulich dar, sie kreiert dabei eine authentische, dunkle Atmosphäre. Der Gegensatz zwischen wohlhabenden Bürgern und hart arbeitenden, unterprivilegierten Frauen, denen oft wenig Möglichkeiten bleibt, Geld zu verdienen, wird sehr deutlich. Das Thema der Kampf um Frauenrechte wird aus mehreren Perspektiven beleuchtet. Helene beispielsweise gerät mit ihrer Hausangestellten aneinander, die sie sicherlich mit Berechtigung naiv nennt und ihr noch mehr an den Kopf wirft: „Du? Weißt du nicht, wo du hingehörst? Bleib in deinem Schlösschen! Was unsereins für Sorgen hat, geht dich nichts an.“ Helene, die wohl behütet aufwuchs, hat hehre Ideale, kann aber sicher nicht gänzlich nachvollziehen, wie es betroffenen, armen, unterdrückten Frauen in Notsituationen wirklich geht.
Der Plot um den Mordfall packte mich, die Auflösung empfand ich als nachvollziehbar und schlüssig. Dass der Fall aus drei Perspektiven weitergesponnen wird, ist spannend und gelungen konstruiert.
Am Ende bleiben einige Geheimnisse unaufgeklärt, was mich sehr neugierig auf die Fortsetzung macht. Zudem bin ich gespannt, wie sich die Beziehung zwischen Berthold und den beiden Frauen weiter gestaltet.
Auch wenn ich dem Cover nach eine vollkommen andere Geschichte erwartet habe, hat mich der Roman überzeugt. Wer einen historischen Roman über eine Ärztin mit interessanten Details aus der Medizingeschichte erwartet hat, wird womöglich enttäuscht werden. Die Hafenärztin ist eher ein Krimi, der auch von der Emanzipation der Frauen erzählt, drei Hauptfiguren statt nur eine hat und in dem auch immer wieder Politik und Fußball eine Rolle spielen. Wer historische Krimis mit eigener Atmosphäre mag, dem wird dieses Buch allerdings sicher gefallen.

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Veröffentlicht am 30.01.2022

Arme, reiche Prinzessin - lesenswerte Romanbiographie, die einen Blick hinter die Fassade der englischen Krone gewährt

Diana (Ikonen ihrer Zeit 5)
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„Unsere Geschichte ist so komplex und deshalb schwer nachzuvollziehen. Sie ist etwas ganz Besonderes.“
„Wirklich?“, gab Carolyn zu bedenken. „Oder ist sie nicht doch im Grunde wie so viele andere Liebesgeschichten: ...

„Unsere Geschichte ist so komplex und deshalb schwer nachzuvollziehen. Sie ist etwas ganz Besonderes.“
„Wirklich?“, gab Carolyn zu bedenken. „Oder ist sie nicht doch im Grunde wie so viele andere Liebesgeschichten: Frau liebt Mann, aber Mann liebt eine andere?“

Mit gerade einmal 17 Jahren verliebt sich die Kindergärtnerin Diana Spencer in den zukünftigen König von England Prinz Charles. Ihr großer Wunsch von einem Leben an seiner Seite geht in Erfüllung und Diana wird als Charles Ehefrau weltberühmt. Doch bald schon müssen ihre Träume von einem perfekten Leben als Prinzessin der Realität weichen. Die Beziehung zu Charles entwickelt sich zunehmend kompliziert. Diana ist unglücklich und gerät in Gefahr, sich selbst zu verlieren.

Autorin Julie Heiland erzählt flüssig und gut verständlich in klarer, natürlicher Sprache. Ich hatte keine Mühe, in die Handlung hineinzufinden. Grundsätzlich geht Heiland bei der Darstellung der Ereignisse chronologisch vor, zwischendurch schildert sie aber auch Szenen, die in der Zukunft spielen und „springt“ dann in die Vergangenheit zurück, um Entwicklungen genauer zu erklären. Das Cover zeigt ein Bild von Diana in London, sie ist darauf sofort zu erkennen, trägt ein für sie typisches rosa Kleid, was auf mich aber etwas kitschig wirkt.

Diana gilt als die „Königin der Herzen“, sie ist bei den Menschen außerordentlich beliebt, zeigt sich in der Öffentlichkeit nahbar und mitfühlend und findet sofort Zugang zu Menschen. Dieses besondere Talent im Umgang mit anderen, ihre Hilfsbereitschaft und ihr Engagement für Schwächere und Benachteiligte zeichnen sie aus. Doch es existiert auch eine andere Diana, jenseits der nach außen fröhlichen, unkomplizierten Frau. Das Buch stellt Diana ebenso als hochemotionale, sensible, unsichere, einsame, oft schwache und sehr unglückliche Frau dar, die sich nach Liebe und Zuneigung sehnt und die an der Kälte des Palasts zu zerbrechen droht. Sie fühlt sich oft, als fülle sie nur eine Rolle aus oder gar „wie tot“.
Eigentlich sitzt Diana mit Charles im selben Boot, beide müssen für die Öffentlichkeit funktionieren und repräsentieren. Doch auf die Unterstützung ihres Mannes kann die junge Frau nicht zählen. Charles wurde in seine Familie unabänderlich hineingeboren, er fühlt sich unfrei und fremdbestimmt. Für Diana, die ein ähnliches Problem hat, hat er dennoch kein Verständnis, er verhält sich ihr gegenüber kühl und abweisend. Charles Herz gehört bekanntermaßen einer anderen Frau, die er nicht vergessen kann. Der Prinz hadert zudem damit, dass Diana bei den Menschen und in der Presse wesentlich beliebter ist als er selbst. Auch wenn es für Charles nicht einfach ist, ständig im Fokus zu stehen und nicht das tun zu können, was er wirklich will, kommt er doch im Roman wenig sympathisch rüber. Für ihn hatte ich deutlich weniger Mitgefühl als für Diana, aber die dargestellte Perspektive ist eben auch die ihre. Charles würde die Geschichte sicher anders erzählen.
Auch zu Queen Elizabeth, die Diana „die einsamste Frau der Welt“ nennt, entwickelte ich keinen Zugang. Sie wirkt tatsächlich wie Diana treffend formuliert, „wie aus Granit“.

Julie Heiland beschreibt sehr deutlich, wie ein Märchen zum Albtraum wird. Charles bringt es auf den Punkt: „Wach endlich auf, Diana! Das hier ist nicht das Märchen, von dem alle gesprochen haben. Das hier ist nicht mal das normale Leben! Wie sind alle nur Figuren auf einem Schachbrett, die hin- und hergeschoben werden.“
Es ist einfach nur tragisch zu lesen, wie zwei privilegierte Menschen eine so verkorkste Beziehung führen können und sich gegenseitig das Leben derart schwer machen können. Tragisch, aber aus psychologischer Sicht sehr interessant und nachdenklich stimmend. Viele Szenen kommen mir aus der Serie „The Crown“ bekannt vor, einiges ist nicht genauso geschehen, sondern fiktiv. Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass viel von Dianas persönlicher Wahrheit in dieser Romanbiographie steckt. Möglicherweise hätte aber eine etwas differenziertere, multiperspektivische Sicht auf die Figuren dem Roman auch nicht geschadet.
„Diana- Königin der Herzen“ handelt von einer außergewöhnlichen, komplizierten, ganz und gar unmärchenhaften Beziehung und von einer unglücklichen Frau, die dennoch, wo sie auftauchte, die Augen zum Leuchten brachte. Diana wird nachvollziehbar und authentisch gezeichnet, als Ikone, emanzipierte Rebellin, als Liebende, aber eben auch als einsames, verlorenes, tief verletztes Mädchen. Mich hat die Geschichte dieser vielschichtigen, bemerkenswerten Frau angesprochen, unterhalten, stellenweise auch beeindruckt, bedrückt und betroffen gemacht. Ein weiterer empfehlenswerter Band aus der Reihe „Ikonen ihrer Zeit“.

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Veröffentlicht am 27.01.2022

Schön weihnachtlich und dabei tierisch witzig

Morgen, Tiere, wird’s was geben!
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In Tierlingen macht der Winter einfach keinen Spaß, es ist kalt, es ist grau, es ist langweilig.
Dorfchefin Elfriede ist eine Elefantendame und die vergessen ja bekanntlich nicht. Elfriede erinnert sich ...

In Tierlingen macht der Winter einfach keinen Spaß, es ist kalt, es ist grau, es ist langweilig.
Dorfchefin Elfriede ist eine Elefantendame und die vergessen ja bekanntlich nicht. Elfriede erinnert sich vage daran, dass die Menschen ein Spiel namens Krippen spielen. Alle Bewohner von Tierlingen sind Feuer und Flamme. Da wollen sie unbedingt mitspielen und das Chaos ist vorprogrammiert. Ob das Spiel wirklich zur Aufführung kommt?

Autorin Gerlis Zillgens schreibt sehr gut verständlich, kindgemäß und absolut komisch mit viel Wortwitz, was sich schon an der Namensgebung ihrer Figuren zeigt. Wenn eine Kuh Nigunde heißt, da kann es nur lustig werden. Da werden die drei heiligen Königen auch schon mal zu den eiligen Königen. Katja Jäger hat zur Geschichte sehr süße, farbenfrohe, drollige Bilder gezeichnet, die großen Spaß machen und die man immer wieder gerne anschauen kann.
Die Geschichte eignet sich für zum Vorlesen für Kinder ab vier Jahren, aber auch Erwachsene haben an der originellen Handlung sicher ihren Spaß.

Die Figurentruppe ist eine ganz besondere. Elfriede als Dorfälteste und Erfahrenste richtet sich gerne zu ihrer vollen Größe auf, die ziemlich voll ist. Die Kuh Nigunde neidet ihr ihre Stellung und möchte auch einmal eine Hauptrolle spielen, die Ziege Loretta hat immer was zu meckern und die Gänse Walter und Walter wiederholen zuverlässig, was der andere gerade gesagt hat. Komplettiert wird die Gruppe von dem Pferd Schiller, das sich Texte nicht ganz so gut merken kann und der Katze Miau Miau, die Leberwurst über alles liebt. Außerdem hat auch die weise Schildkröte Wiki noch einen Auftritt. Bei dieser bunten, chaotischen Truppe ist Spaß garantiert .

Was kommt dabei heraus, wenn Tiere Krippen spielen, aber keine Ahnung haben, wie man das genau macht?
Eine tierisch lustige Geschichte mit viel Situationskomik, Wortwitz, herrlichen Missverständnissen und trotzdem reichlich echtem Weihnachtsgefühl für die ganze Familie. „Morgen Tiere wird’s was geben“ ist eine etwas andere, aber absolut lesenswerte Weihnachtsgeschichte, die für uns das Zeug hat zum Klassiker zu werden und die wir allen Weihnachtsfans nur dringend empfehlen können.

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