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Veröffentlicht am 12.07.2018

Die zwei Leben des Max King

King of New York
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Um es kurz zu machen: In „King of New York“ wurde der Liebesroman nicht neu erfunden. Max King, Inhaber von King & Associates, lässt sich mit seiner Angestellten Harper Jayne ein. Das führt konsequenterweise ...

Um es kurz zu machen: In „King of New York“ wurde der Liebesroman nicht neu erfunden. Max King, Inhaber von King & Associates, lässt sich mit seiner Angestellten Harper Jayne ein. Das führt konsequenterweise auch zu Komplikationen. Nichts Neues also.

Wie kann „Kind of New York“ dann aber trotzdem punkten? Mit Amanda und Max Doppelleben in Connecticut. Für Max steht seine Tochter Amanda an erster Stelle, was man auch sofort merkt, wenn er mit der Erzählung dran ist. Ohne zu viel verraten zu wollen, geben das familiäre Umfeld sowie auch die Umstände, wie Amandas Eltern ihre Erziehung geregelt haben der Geschichte eine besondere Note. Es braucht nicht immer Dramatik. Dieser Max hat mir jedenfalls besser gefallen als der New York-Max. Ich hätte kein Problem damit gehabt, wenn die Handlung mehr in Connecticut gespielt hätte.

Als Gegengewicht dazu gibt es die Problematik mit Harpers Vater, der für Harper nicht da war. Das beeinflusst Harper mehr als sie angenommen hat. Ich gebe zu, dass ich lieber über Amanda und ihren Dad las, akzeptiere aber auch, dass die Problematik ein Grundstein der Geschichte ist.

Der familiäre als auch der berufliche Teil sind ausgewogen und weder der einen noch der andere Teil kommen zu kurz. Und dass sie sich vermischen kann selbst ein Max King nicht verhindern

Neben Amanda, die mir gleich sympathisch war, lernt man auch Harpers Freundin Grace sowie Max‘ Schwestern Scarlett und Violet kennen, die noch ihre eigenen Geschichten haben werden. Auf diese bin ich schon gespannt, allein schon deshalb, um Harper, Max und Amanda wiederzutreffen.

Das Ende empfand ich als gelungen. Es ist weder zu kurz noch wurde es in die Länge gezogen.

„King of New York“ bekommt von mir gute vier Sterne.

Veröffentlicht am 06.05.2019

4,5 Sterne für die Geschichte von Bella und Rafe

The Ivy Years - Wenn wir vertrauen
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„Wenn wir vertrauen“ habe ich sehr gern gelesen. Bella und Rafe sind zwei tolle Charaktere und es war interessant, ihrer Geschichte zu folgen.

Häufig trifft man bei Liebesromanen das Bild an, dass der ...

„Wenn wir vertrauen“ habe ich sehr gern gelesen. Bella und Rafe sind zwei tolle Charaktere und es war interessant, ihrer Geschichte zu folgen.

Häufig trifft man bei Liebesromanen das Bild an, dass der männliche Protagonist nichts anbrennen lässt, während die Frau nur allzu gerne eine Beziehung mit ihm hätte. Hier ist es genau umgekehrt. Bella steht zu ihrem Lebensstil; eine Beziehung einzugehen, lehnt sie strikt ab. Rafe hingegen ist ein Traummann. Weniger als eine Beziehung kommt für ihn nicht in Frage.

Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Rafe und Bella entwickelt, entwickelt sich nur langsam und steht auch nicht im Vordergrund. Muss sie auch nicht. Bella hat mit anderen Problemen zu kämpfen. Ich habe mit ihr mitgefühlt, denn das, was ihr angetan wurde, …. mir fehlen hier die Worte. Wie Rafe sich um Bella gekümmert hat, hat mir gefallen. Und was den Plan angeht: Einfach nur genial

Entgegen den bisherigen Büchern spielt Eishockey hier kaum eine Rolle. Und auch Rafes Fußball steht nicht im Vordergrund. Wichtiger ist vielmehr das Projekt in Urban Studies, das sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Da ich mich auf den Sport gefreut hatte, bin ich hier ein bisschen enttäuscht. Das ist jetzt kein negativer Kritikpunkt, sondern allenfalls meiner Erwartung geschuldet.

Man trifft hier auch auf bekannte Gesichter, allen voran Graham und Rikker. Man lernt aber auch Lianne kennen, Bellas Nachbarin und Schauspielerin, die in Harkness einfach nur normal auf ein College gehen will, wie jede andere Studentin auch. Ich bin schon gespannt, sie und Dj näher kennen zu lernen. Ich denke, ihre Geschichte hat auf alle Fälle potential. Bisher gefällt mir der Charakter von Lianne ganz gut.

Ich würde sagen, „Wenn wir vertrauen“ ist eine ruhige Geschichte, die auf unnötige Dramen verzichtet. Die Geschichte hat das aber auch nicht nötig. Sie hat auch so genug Leben.

„Wenn wir fallen“ bekommt von mir gute 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 05.05.2019

berührend, emotional, romantisch - Leseempfehlung

Lass mich nicht los
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„Lass mich nicht los“ ist die Geschichte von Em und Jake. Aber nicht nur. Es ist so viel mehr.

Die Geschichte beginnt damit, dass sich Em und Jake nach sechs Jahren wieder sehen. Jake ist für den Sommer ...

„Lass mich nicht los“ ist die Geschichte von Em und Jake. Aber nicht nur. Es ist so viel mehr.

Die Geschichte beginnt damit, dass sich Em und Jake nach sechs Jahren wieder sehen. Jake ist für den Sommer nach Bainbridge Island, Washington, zurückgekehrt. Was damals passiert ist, wird nach und nach immer klarer. Es erklärt auch Ems und Jakes Verhalten.

Die Veränderung von Em und Jake im Laufe der Geschichte wurde sehr gut dargestellt. Em versteckt sich zu Beginn hinter einer Maske, lässt Jake nicht an sich heran. Man fragt sich, wie es dazu gekommen ist. Im Laufe der Zeit blitzt aber immer mehr die alte Em hervor, die man bei einem Blick in die Vergangenheit kennenlernen durfte. Jakes Geduld zahlt sich aus. Und es war eine Lesefreude, Em und Jake zusammen zu beobachten. Sie sind ein süßes Paar.

Ich will nicht verraten, was damals passiert ist. Es ist ein ernstes Thema. Die Autorin erzählt am Ende, dass sie mit der Geschichte eigene Erlebnisse verarbeitet hat. Das macht die Geschichte noch berührender, als sie es sowieso schon ist.

„Lass mich nicht los“ hat viele Hochs und Tiefs. Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, ließen mich verzweifeln, mitleiden, mitfreuen. Es war alles dabei. Vor allem gegen Ende, flogen die Seiten nur so dahin.

Genau wie die Charaktere von Em und Jake sind auch die Nebencharaktere gut gezeichnet. Allen voran mochte ich Toby am meisten. Es gab aber auch Charaktere, die meilenweit von Sympathie entfernt waren.

Die Geschichte wird abwechselnd von Em und Jake erzählt. Regelmäßig gewährt die Autorin einen Einblick in die Vergangenheit. Die einzelnen Kapitel sind recht kurz, was ich aber nicht als störend empfunden habe.

Die letzten Kapitel bzw. die Zeitsprünge dazwischen waren mir aber etwas zu überstürzt. Gerade war man noch dort und plötzlich ist man schon da. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Von mir bekommt „Lass mich nicht los“ eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

Veröffentlicht am 02.05.2019

Wenn die Liebes ins Spiel kommt, ändert sich alles

Lotus House - Lustvolles Erwachen
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Wer „Lotus House - Lustvolles Erwachen“ sollte eines Wissen: Der Titel ist Programm und er passt in meinen Augen auch sehr gut zur Geschichte.

Viv und Trent sind zwei Charaktere, die mir gleich sympathisch ...

Wer „Lotus House - Lustvolles Erwachen“ sollte eines Wissen: Der Titel ist Programm und er passt in meinen Augen auch sehr gut zur Geschichte.

Viv und Trent sind zwei Charaktere, die mir gleich sympathisch waren. Viv hat es nicht leicht, sich nach dem Tod ihrer Eltern um ihre beiden Geschwister zu kümmern. Finanzielle Sorgen belasten sie sehr. Trent ist ein Profibaseballspieler und muss eine Knieverletzung auskurieren und Viv macht hierbei mit Yoga gute Fortschritte.

Bei Viv und Trent prallen also zwei Welten aufeinander, die verschiedener nicht sein könnten. Immer wieder werden die Unterschiede deutlich. Was bei Trent eine Selbstverständlichkeit ist, ist bei Viv ein harter Kampf. Gerade was die finanziellen Sorgen angeht, wurden die Unterschiede hier sehr gut dargestellt. Viv hat mir hier auch sehr gefallen, sie nimmt nicht den einfacheren Weg und dafür hat sie meinen Respekt.

Ich lese gerne Bücher über Alphamänner und Trent gehört ganz klar in diese Gruppe. Seine Sprache bzw. seine Gedanken empfand ich allerdings als ein kleines bisschen – ich weiß jetzt nicht, wie ich es beschreiben soll – … Es hat zwar zu Trent gepasst, keine Frage. Hier gefiel mir Viv aber deutlich besser.

Man sollte sich hier auf viele erotische Szenen einstellen, ich würde aber sagen, es passt zur Geschichte und deren Verlauf. Gerade auch Trents Entwicklung hat mir hier sehr gut gefallen, wie er seine Zukunft überdacht hat.

Die Geschichte punktet bei mir vor allem auch mit Vivs Geschwistern und wie die drei zusammenhalten. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch Trents Mutter sorgte dafür, dass man sich auch als Leserin wohl fühlte.

Über das Lotus House hätte ich gerne etwas mehr erfahren bzw. die Mitarbeiter näher kennengelernt. Das war mir hier etwas zu blass. Aber es gibt ja noch ein paar Bücher, um das nachzuholen.

Das Ende wurde mir etwas zu schnell abgewickelt. Da wären ein paar mehr Seiten sicher kein Nachteil gewesen.

Im Gesamten kann ich hier dann doch vier Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 15.04.2019

Eine Liebe auf Lundy Island

Wo mein Herz schlägt
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„Wo mein Herz schlägt“ ist eine schöne Liebesgeschichte, die zum einen das Thema Organspende aufgreift und zum anderen die Trauer um einen geliebten Menschen (letzteres steht dabei mehr im Vordergrund). ...

„Wo mein Herz schlägt“ ist eine schöne Liebesgeschichte, die zum einen das Thema Organspende aufgreift und zum anderen die Trauer um einen geliebten Menschen (letzteres steht dabei mehr im Vordergrund). Denn während Claire mit ihrem neuen Herzen eine zweite Chance bekommen hat, musste auf der anderen Seite jemand sterben. Und so lebt Grant nach dem viel zu frühen Tod seines Bruders Will zurückgezogen auf Lundy Island und versucht, dessen Traum zu verwirklichen: Cottage Collins. Hierbei handelt es sich um eine kleine Pension, um die es aber nicht so gut steht.

Claire und Granz sind zwei tolle Charaktere, auch wenn Grants erster Eindruck etwas anders vermuten lässt. Seine Wandlung hat mir sehr gut gefallen und seine Ängste sind dabei gut und nachvollziehbar dargestellt. Auch Claire hat mir sehr gut gefallen, insbesondere auch wie sie immer wieder versucht hat, seine Mauern einzureißen.

Neben Claire und Grant sind auch die Nebencharaktere gut gezeichnet. Insbesondere Scarlet und Hailey haben es mir angetan und mich verzaubert. Maddy, Isaac, Lucas und Mary waren ebenfalls sympathisch, wobei ich zu Beginn irgendwie davon aus, dass Lucas und Mary eine größere Rolle spielen würden. Hierbei irrte ich mich und die beiden blieben etwas blass. Maddy und Isaac konnten hingegen punkten.

Die Autorin schafft es sehr gut, ein Feeling für Lundy Island zu vermitteln. Es ist eine kleine Insel und ich empfand es als angenehm, dass nicht ständig ein Handy geklingelt hat bzw. nach irgendwelchen Nachrichten bzw. E-Mails gesehen wurde. Das gute alte Festnetztelefon war die einzige Verbindung zum Festland. Wie es in Wirklichkeit auf Lundy Island mit dem Empfang aussieht, weiß ich nicht. Ich habe hier jedenfalls die Ruhe genossen.

Zwei Handlungspunkte haben mich nicht überrascht, da ich sie schon früh ahnte. Ich habe mich lediglich gefragt, welche der beiden umgesetzt wird oder sogar beide. Letzteres war der Fall, wobei mich das nicht gestört hat, denn den genauen Verlauf konnte ich dann wieder der Autorin überlassen.

„Wo mein Herz schlägt“ bekommt von mir gute vier Sterne.