Platzhalter für Profilbild

I_read_the_world

Lesejury-Mitglied
offline

I_read_the_world ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit I_read_the_world über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2021

"Love Paris Dance" tanzte sich in mein Herz

Love Paris Dance
2

In dem Buch „Love Paris Dance“, welches erst unter dem Namen „Kisses and Croissants“ im Englischen erschien, von Anne Sophie Jouhanneau geht es um die New Yorkerin Mia, deren größter Traum ist Profi-Balletttänzerin ...

In dem Buch „Love Paris Dance“, welches erst unter dem Namen „Kisses and Croissants“ im Englischen erschien, von Anne Sophie Jouhanneau geht es um die New Yorkerin Mia, deren größter Traum ist Profi-Balletttänzerin zu werden, weswegen sie in ein Nachwuchsprogramm des L‘Institut de l‘Opéra de Paris aufgenommen wird. Schnell merkt sie, dass das kein Kinderspiel wird, was vor allem an ihrem strengen Lehrer Dabrowski liegt, aber auch daran, dass sie mit ihrer Erzfeindin Audrey zusammenleben muss. Durch ihr herausragendes Talent wird sie in höchste Stufe befördert, wofür sie ein besonderes Trikot, welches sie nicht besitzt, braucht. So trifft sie Louis, der, ohne sie zu kennen, mit ihr auf der Vespa durch die Stadt fährt, um das Trikot zu besorgen. Mia verliebt sich sofort in ihn, aber kann sie sich es leisten an etwas oder jemand anderes als Ballett zu denken? Eigentlich hat sie ja schon genug zu tun, da sie auch noch ein mysteriöse Familienlegende lösen möchte.

Das Buch wurde in einem jugendlichen Schreibstil aus Mias Sicht verfasst, wodurch es sehr flüssig zu lesen ist. Mia, welche französisch nicht flüssig spricht, übersetzt die französischen Passagen in ihrem Kopf, es ist also nicht nötig die Sprache zu beherrschen. Leider sind kleinere Rechtschreibfehler an ein paar Stellen, jedoch stören diese nicht weiter.
Die Stadt der Liebe wird stets beschrieben, da vergisst man manchmal schon fast, dass man nicht in Paris ist.
Mit „Love Paris Dance“ wird eine recht typische Liebesgeschichte in Paris aufgegriffen, dennoch wird es nie langweilig. Teilweise ist die Handlung sehr vorhersehbar, manchmal wird man aber auch sehr von den Ideen der Autorin überrascht. „Love Paris Dance“ ist ein absolutes Wohlfühl-Buch, Richtung Ende wird es aber dann noch ein bisschen spannend.
An manchen Stellen lässt die Umsetzung zu wünschen übrig. Gerade bei dem Familiengeheimnis ist nicht alles logisch, es lässt sich aber darüber hinwegsehen.
Mia und Louis sind sehr sympathisch, jedoch erfährt man über den eher verschlossenen Louis erst langsam mehr. Dadurch, dass es nicht nur um Ballett geht und auch noch andere Charaktere eingebunden werden, ist es eigentlich ein perfekter Mix aus vielen Aspekten, die das Buch ausmachen. Wodurch man viel über Paris oder Frankreich generell und Ballett erfährt.

Die Geschichte überzeugt auf jeden Fall in Sachen Lesespaß und Gefühl. Jeder, der eine leichte Story für zwischendurch sucht, wird „Love Paris Dance“ lieben. Es ist zwar kein wirklich spannendes Buch aber das hat es auch nicht nötig, um ein tolles Lesegefühl zu vermitteln.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 31.08.2021

"Nothing but You" Schöne Story zum Abschalten

Boston College - Nothing but You
3

Worum geht`s?
In Lylas Leben gibt es nur das College, ihre Noten und ihre süße Katze Einstein, für mehr hat sie keine Zeit, denn für ein Stipendium braucht man perfekte Noten. Doch nach einer kleinen Party, ...

Worum geht`s?
In Lylas Leben gibt es nur das College, ihre Noten und ihre süße Katze Einstein, für mehr hat sie keine Zeit, denn für ein Stipendium braucht man perfekte Noten. Doch nach einer kleinen Party, bei der sie von ein paar Jungs beleidigt wird, beschließt sie eine Liste zu erstellen mit allen Dingen, die sie in diesem Semester noch erleben will und fragt ihren besten Freund Beck, den sie bei einem Chemie-Projekt kennengelernt hat, ob er ihr dabei hilft. Beck willigt ein, vielleicht auch, weil er dann nicht so sehr an seine Vergangenheit denken muss. Bei den ganzen Punkten, die sie abarbeiten möchte, kommen sie sich immer näher und die Frage ist, ob Freundschaft wirklich das Einzige ist, was die beiden empfinden. Und spätestens bei Punkt sieben müssen sie sich entscheiden, was sie wollen.

Meine Meinung:
Mit „Nothing but You“ ist der erste Teil der Reihe erschienen, wobei der eigentliche Titel „Getting Lucky Number Seven“ wohl besser passt.
Der Schreibstil ist flüssig und nicht zu eintönig, ihre Wortwahl ist gut getroffen und man kann sich so gut in die Charaktere versetzen, da das Buch abwechselnd aus Lylas und Becks Perspektive erzählt wird, wodurch man die Protagonisten sehr gut versteht.
Beck und Lyla sind sehr sympathisch und man merkt sofort, dass sie beste Freunde sind. Bei Beck erfährt man sehr viel über seine Vergangenheit, aber erst langsam, was die Story ein wenig spannend macht, während man bei Lyla fast nichts erfährt und sie so teilweise etwas blass erscheint und das Buch sehr einseitig ist.
Die Story ist recht schön, jedoch sehr vorhersehbar und zwischendurch hat man das Gefühl, die Autorin wollte einfach fertig werden, da wichtige Augenblicke nur schnell im Nachhinein beschrieben werden oder man kaum etwas von College oder Nebencharakteren mitbekommt, sie sind nur da, falls sie für die Story gebraucht werden oder als Lückenfüller agieren. So erscheint es als gäbe es nichts anderes als die Liste. Die Freundschaft spürt man irgendwann auch nicht mehr, da es so erscheint, als würden Lyla und Beck kaum noch miteinander über wichtige oder für den:die Leser:in interessante Dinge sprechen.
Das Ende kam sehr abrupt und im letzten Kapitel wurde alles noch mal so aufgerollt, dass es ein richtiges Happy-End gibt, man sich aber dort einfach noch mehr Story gewünscht hätte.

Fazit:
Das Buch ist schön geschrieben, jedoch recht oberflächlich und eher dazu gedacht ein Buch zu sein, dass man Lesen kann, ohne darüber nachdenken zu müssen ohne wichtige Themen aufzugreifen. Das, was an Story vorhanden ist, ist schön inszeniert und hätte Potenzial für mehr gehabt, Wenn man davon absieht, ist es eine schöne Love-Story, bei der man die Motivation bekommt auch mal etwas zu wagen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl