Profilbild von InadieLeserin

InadieLeserin

aktives Lesejury-Mitglied
offline

InadieLeserin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit InadieLeserin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2019

Emotional, poetisch, schön.

Dein fremdes Herz
0 0

Achtung: Eventuelle Spoiler, sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Dies ist das erste Buch, welches ich von Kati Seck gelesen habe und es hat einen guten Eindruck hinterlassen.
Das Cover ist in schlichten ...

Achtung: Eventuelle Spoiler, sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Dies ist das erste Buch, welches ich von Kati Seck gelesen habe und es hat einen guten Eindruck hinterlassen.
Das Cover ist in schlichten Farben gehalten und dennoch ein echter Hingucker. Ich war direkt verzaubert.

Der Schreibstil ist unglaublich schön und poetisch. Ich konnte mich dadurch wirklich gut in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen, was für mich beim lesen einfach dazugehört.



Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn mit Nela einfach nicht warm wurde und ich weiß nicht warum. Doch im Laufe der Geschichte ist sie mir immer sympatischer geworden und ich habe sie ins Herz geschlossen. Sie verbindet viel mit dem Meer und hat als Kind viel Zeit dort verbracht, genau wie ich, etwas was mich letztendlich doch mit ihr sympathisieren ließ.
Die Briefe haben sie verändert, aber auf eine positive Weise und was sie sich am Ende vorgenommen hat, fand ich gut, da ihre Handlung auch eine Botschaft hatte.
Interessant war ihr sofortiges Interesse an Maximilian, was nicht nur auf das Spenderherz bezogen war, sondern auf ihn als Person.


Maximilian dagegen, fand ich direkt interessant, weil er so verschlossen ist und seine Geheimnisse hat. Er ist nett, gütig aber auch teilweise zu streng mit sich selbst. Er kommt nicht gut mit sich selbst aus und macht sich immer wieder Vorwürfe. Er versucht alles zu überspielen und es gelingt ihm ganz gut, außer bei Nela. Sein Verhältnis zu ihr ist ganz anders, als das zu seiner Familie. Wenn er mit ihr redet, kommt er mehr aus sich selbst heraus. Genau wie Hannes es getan hat, wenn er mit Ellen gesprochen hat.
Mir sind öfter Parallelen zwischen Hannes und Maximilian aufgefallen. Ich habe mich schon zu Beginn gefragt, ob Maximilian gewisse Eigenschaften von Hannes durch das Spenderherz übernommen hat und etwas derartiges wurde gegen Ende auch angedeutet.
Zu Maximilian kann ich sagen, dass er ein spannender und teilweise auch mysteriöser Charakter ist, den ich ebenfalls sehr ins Herz geschlossen habe.


Durch die Briefe hat man auch vieles über Ellen und Hannes erfahren.
Hannes ist sehr in sich gekehrt und trotzdem sehr glücklich gewesen. Zumindest bis zu dem Tag, an dem er erfahren hat, dass Nela nicht seine biologische Tochter ist. Er hat seine Sachen gepackt und hat Nela und seine Ehefrau verlassen. Diese Handlng fand ich etwas fraglich. Ich konnte verstehen, dass er seine Frau verlassen wollte. Die meisten würden das tun wollen, doch er hat auch seine Tochter verlassen, die, trotzallem, sein ''Meermädchen'' war. Er hat den Kontakt zu ihr abgebrochen, obwohl er sie liebte. Aufgrund dieser Entscheidung hat er innerlich sehr stark gelitten und hat sich noch mehr zurückgezogen.
Trotz dieser Tat, war er faszinierend und ich war so gespannt darauf, ihn kennenzulernen, wie Nela.
Durch Ellen hat er gelernt, mit seinen inneren Konflikten umzugehen und durch sie wollte er am Ende doch zu seiner Tochter, um sich mit ihr auszusprechen, was ihn zum Schluss sein Leben kostete.


Ellen ist offen, eine Künstlerin und Poetin, was in den Briefen immer wieder deutlich wird. Auch sie hat mit Schuldgefühlen zu kämpfen, da sie Hannes dazu überredet hat, Nela zu besuchen. Sie und ihr Charakter werden hauptsächlich durch ihre Briefe repräsentiert. Ihre Bindung zu Hannes war unglaublich stark und sie stellt ihre Gefühle für ihn und ihren Verlust so authentisch dar, dass ich Tränen in den Augen hatte.



Das Thema des Romans ist Organspende. Ein heutzutage sehr wichtiges Thema, denn trotz moderner Medizin gibt es nicht genug Spenderorgane. Diejenigen, die das Glück haben, eines davon zu erhalten, haben es nicht leicht und auch die Angehörigen der Spender haben meistens einen großen Verlust erlitten, der unersetzbar ist. Kati Seck hat es geschafft, einen wunderschönen Roman zu schreiben, der das Schicksal, die Gefühle und das Leben beider Seiten auf einer sehr emotionalen Art und Weise beschreibt.


Beim Lesen habe ich das Gefühl von Zuhause gehabt, weil ich einen Teil meiner Kindheit, wie schon erwähnt, am Meer verbracht habe. In meinem Kopf entstand eine Szene, wie ich auf einer Bank in Strandnähe sitze und das Rauschen des Meeres hörte. Und mit einer Kuscheldecke, einer Tasse leckeren Tee und Klaviermusik im Hintergrund wurde dieses Heimantgefühl noch verstärkt.

Ich habe gelacht, geweint, philosophiert und wurde ständig zum Nachdenken angeregt. Eine bunte Mischung aus allerlei Gefühlen eben.

In diesem Buch waren so viele wundervolle Zitate, dass ich dem Drang, alle rauszuschreiben, nicht widerstehen konnte.




Fazit:

Eines der emotionalsten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Es ist so voller Gefühl, dass jeder, der gefühlvolle Bücher mag, es unbedingt lesen sollte. Ich habe es nicht bereut, mich für die Leserunde zu bewerben, denn dieses Buch wurde zu einem meiner Lieblinge.

Veröffentlicht am 02.03.2019

Schöne Geschichte mit einer starken Botschaft...

Am Ende sterben wir sowieso
0 0

Es könnten SPOILER folgen...

Meine Meinung zum Buch:

Der Klappentext machte mich sehr neugierig auf die Geschichte, da ich die Idee dahinter sehr interessant fand.
Das Cover spielte ebenfalls einen Kauffaktor, ...

Es könnten SPOILER folgen...

Meine Meinung zum Buch:

Der Klappentext machte mich sehr neugierig auf die Geschichte, da ich die Idee dahinter sehr interessant fand.
Das Cover spielte ebenfalls einen Kauffaktor, da es die Geschichte sehr gut wiederspiegelt. Zwei Jungen, denen der Tod auf der Spur ist und die an ihrem letztem Tag ein gemeinsames Abenteuer erleben wollen.

Die beiden Protagonisten sind sehr unterschiedlich. Wie heißt es so schön?
Gegensätze ziehen sich an.
Mateo ist eine ruhige Person, die viel Zeit zuhause verbringt. Sein Vater liegt im Koma und eine Mutter hat er auch nicht. Als dann der Todesbote bei ihm anruft, um ihm seinen Tod vorherzusagen, beschließt er seinen letzten Tag mit einem neuen Freund zu verbringen. Rufus.

Rufus dagegen hat eine Gruppe von Freunden, feste Freundin und eine schlimme Vergangenheit. Auch bei ihm hat der Todesbote sich gemeldet.
Er trifft die gleiche Entscheidung wie Mateo und so begegnen sie einander...

Was ich beim lesen toll fand, war, dass dieser Roman nicht nur aus der Sicht der beiden Hauptpersonen beschrieben ist, sondern auch aus der Sicht einiger Nebencharaktere. Dies gab mir einen Einblick in die Gedanken und Gefühle der Außenstehenden.

Rufus als auch Mateo machen im Laufe dieses letzen Tages eine Charakterentwicklung durch. Der sonst ängstliche Mateo wird offener und entwickelt eine starke Bindung zu Rufus.
Und auch Rufus entwickelt während seiner letzten 24 Stunden Gefühle, die nicht nur platonisch sind.

Das Buch verbreitet eine wichtige Botschaft.
Man sollte heute leben, weil morgen alles vorbei sein kann und man keine Möglichkeit mehr hat, die Fehler von gestern zu begleichen.
Die beiden sind ein gutes Beispiel dafür. Sie haben Fehler gemacht, haben noch ein paar offene Rechnungen oder haben keine Möglichkeit sich zu verabschieden. Wie die zwei damit umgehen ist für mich bewundernswert. Ich selber hätte sicherlich ganz anders reagiert.

Das Ende war für mich sehr dramatisch und es sind auch einige Tränen geflossen. Trotzdem gebe ich dem Buch fünf Sterne und bin sehr froh darüber, es gelesen zu haben.

Veröffentlicht am 30.01.2019

Tolles Buch mit ein paar schwächen...

Mondprinzessin
0 0

Dieses Buch war in meiner Drachenbox drin. Ich war von dem wunderschönem Cover begeistert und habe sofort angefangen es zu lesen. Ich möchte dieses Buch nicht schlecht bewerten. Im Gegenteil: Ich finde ...

Dieses Buch war in meiner Drachenbox drin. Ich war von dem wunderschönem Cover begeistert und habe sofort angefangen es zu lesen. Ich möchte dieses Buch nicht schlecht bewerten. Im Gegenteil: Ich finde die Idee und die Story wirklich gut, doch es hätte mehr sein können.

Der Schreibstil erinnert mich eher an eine Fanfiktion (was nicht schlimm ist). Ich hatte den Eindruck, dass das Buch in Hektik geschrieben wurde. Es fehlt einfach das gewisse etwas. Man hätte es besser beschreiben können und etwas mehr Gefühl reinbringen (zumindest am Anfang).

Die Handlung ist etwas kurzatmig. Es ging mir etwas zu schnell und die Autorin hätte es etwas mehr ausbauen können, denn die zweihundert Seiten waren einfach ziemlich knapp.

Zur Protagonistin:
Lynn war mir anfangs ziemlich unsympatisch. Sie wirkte sehr klischeehaft auf mich: Blonde Haare, helle Augen, macht Kampfsport, schlimme Vergangenheit etc.
Aber im Laufe der Geschichte, zeigte sich, dass sie doch noch etwas draufhat. Und mittlerweile habe ich sie ins Herz geschlossen.
Dies machte das Ende des Buchs noch schlimmer für mich.

Ich habe Juri von Anfang an sehr ins Herz geschlossen. Er war einer der Gründe, weshalb ich das Buch weitergelesen habe, worüber ich ziemlich glücklich bin.

Das Ende des Buches wurde oft kritisiert. Ich muss zugeben, ich war traurig darüber und habe einige Tränen vergossen, doch ich habe es irgendwie erwartet. Nach all den Rezensionen (die übrigens keine Spoiler enthielten) habe ich mir gedacht, dass etwas in der Art passieren muss. Dennoch finde ich, dass Ava etwas gnädiger sein könnte... Doch im zweiten Teil kommt eine (mehr oder weniger) überraschende Wendung, die ich jedoch nicht verraten möchte.


Fazit:

Das Buch ist gut, doch an einigen Stellen einfach zu vorhersehbar. Auch beim Schreibstil gab es einige Mängel. Im großen und ganzen jedoch eine schöne Geschichte für zwischendurch.

Veröffentlicht am 30.01.2019

Wunderbarer Abschluss

Queen of Air and Darkness
0 0

ACHTUNG: kann Spoiler zu ''Lady Midnight'' und ''Lord of Shadows'' enthalten.

Da ich nicht auf die deutsche Ausgabe warten konnte, habe ich mir die englische gekauft und gelesen. Ich war sehr gespannt, ...

ACHTUNG: kann Spoiler zu ''Lady Midnight'' und ''Lord of Shadows'' enthalten.

Da ich nicht auf die deutsche Ausgabe warten konnte, habe ich mir die englische gekauft und gelesen. Ich war sehr gespannt, wie es weitergeht, da der vorherige Teil eine ziemliche Wendung und einen großen Cliffhanger hatte.

Man kommt sehr gut in das Buch rein, da es direkt an ''Lord of Shadows'' anschließt. Man sieht die Auswirkungen von Livvys Tod. Den anderen Charakteren, vorallem Ty, fällt es schwer, den Verlust zu verarbeiten. Aber auch Alec und seine Geschwister leiden unter dem Verlust ihres Vaters. Währenddessen passiert viel in Idris und die politische Lage ist sehr unstabil.

Emma und Julian haben noch immer mit ihren Gefühlen füreinander zu kämpfen. Ich finde die Liebesgeschichte der beiden zwar sehr spannend mitzuverfolgen, doch es gab Momente, wo ich einfach nur genervt von den beiden war. Doch letztendlich shippe ich die beiden doch.
Die beiden begeben sich (wie eigentlich immer) in Gefahr und es ist unglaublich spannend und interessant zu erfahren, wie es mit ihnen, ihren Abenteuern und ihrer Liebesgeschichte ausgeht.

Meine Lieblinge sind dennoch Mark und Kieran #Fangirl. Die beiden haben ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Auch ihre gemeinsame Vergangenheit spielt während des Buchs eine große Rolle. Ich bin, genau wie Christina, sehr beeindruckt von Feen und Elben und würde dem Feenreich gerne einen Besuch abstatten.

Ich finde die Charakterentwicklung von Ty ebenfalls spannend. Er hat viel mit sich zu kämpfen und nimmt die Welt viel stärker wahr, als die anderen. Nun hat er seine Zwillingsschwester verloren und trauert. Dies wirkt sich auch auf seinen Charakter aus. Doch er ist nicht alleine. Jetzt hat er Kit als Freund gewonnen, der nun Gefühle für ihn entwickelt. Cassandra Clare hat bereits eine weitere Trilogie geplant, bei der, die beiden die Protagonisten sein sollen. Ich würde mich sehr über eine Liebesgeschichte mit den beiden freuen.

Der Schreibstil hat sich nicht wirklich verändert. Typisch Cassie halt.

Viele sagen, dass das Schattenjäger-Universum ausgeschlachtet wird, da es mittlerweile so viele Bücher davon gibt. Mir kam dieser Gedanke ebenfalls, doch ich muss sagen, dass die Bücher nun mal sehr gut und spannend sind, weshalb ich mich über weitere Reihen freue. Es sollen ja noch drei kommen. Auf die bin ich sehr gespannt.

Fazit:

Ein weiteres tolles Buch von Cassie. Ich habe gelacht und am Ende geweint, weil es vorbei war. Ich freue mich immerwieder über neue Bücher aus diesem Universum und hoffe, dass diese genausogut werden wie die bisherigen.

Veröffentlicht am 27.01.2019

Gute Idee, schwache Umsetzung

Snow
0 0

Achtung: SPOILER!

Ich hab das Buch in der Buchhandlung entdeckt und wurde direkt vom Cover angezogen. Dieses ist nämlich wunderschön gestaltet. Man sieht Snow in mitten von Eis. Auch der Klappentext ...

Achtung: SPOILER!

Ich hab das Buch in der Buchhandlung entdeckt und wurde direkt vom Cover angezogen. Dieses ist nämlich wunderschön gestaltet. Man sieht Snow in mitten von Eis. Auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht, weshalb ich mich dazu entschloss das Buch zu kaufen.
Bisher hatte ich immer gute Erfahrungen mit Coverkäufen gemacht, doch diesmal hätte ich es vielleicht lassen sollen.

Die Grundidee ist echt toll und macht Lust auf mehr, doch nach einigen Seiten merkt man, dass die Idee nicht so gut umgesetzt wurde, wie man es sich erhofft hat. Zu Beginn entdeckt man die ersten Logikfehler. Snow hat fast ihr gesamtes Leben in einer Psychiatrie verbracht. Doch weshalb? Es heißt, sie ist als Kind gegen einen Spiegel gelaufen und hätte deshalb ihre vielen Narben. Okay, das kann ja sein, aber muss man deswegen Jahre in der Psychiatrie verbringen?
Snow hat ebenfalls Probleme mit Aggressionen, die aber ebenso davon kommen konnten, weil sie ihr Leben lang eingesperrt war/ist.

Dann ist da noch Bale, ihre erste große Liebe. Er ist ebenfalls seit seiner Kindheit in dieser Anstalt. Ihn darf sie, aufgrund eines gewissen Vorfalls, seit einem Jahr nicht sehen. Dies macht ebenfalls keinen wirklichen Sinn, da es sich bei diesem Vorfall um einen Unfall handelte.

Der Schreibstil ist nicht mein Fall. Ich habe mir ziemlich schwer getan das Buch weiterzulesen und habe es nach 200 Seiten fürs erste pausiert. Vielleicht habe ich irgendwann lust drauf und werde es fertiglesen, doch fürs erste werde ich mich anderen Büchern widmen. Ich muss sagen, dass ich ein wenig enttäuscht bin.

Fazit:

Das Buch hat mir nicht allzu gut gefallen, doch ich denke, es gibt Leute, denen es gefallen wird. Ich gehöre leider nicht zu diesen Leuten. Ich konnte weder mit der Geschichte warm werden, noch mit mit den Charakteren identifizieren. Ich gebe dem Buch zwei Sterne, weil mir die Idee und das Cover gefallen.