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Veröffentlicht am 20.01.2026

Ehe und das Leben auf dem Prüfstand

Die Liebe, später
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Kora (Journalistin)und Anselm(Biologe) sind über zwanzig Jahre verheiratet, haben keine Kinder und haben die meiste Zeit eine Wochenendehe geführt. Nun ändert sich ihr beider Leben gerade komplett, während ...


Kora (Journalistin)und Anselm(Biologe) sind über zwanzig Jahre verheiratet, haben keine Kinder und haben die meiste Zeit eine Wochenendehe geführt. Nun ändert sich ihr beider Leben gerade komplett, während Anselm in Rente geht und Pläne für diese Zeit hat, stellt Kora gerade alles in Frage. Sie befindet sich in einer Krise, denn nach einer Herzoperation und sie sich dem Tode näher fühlte als dem Leben, hat sie sich zwar zurück gekämpft, aber ihr Arbeitgeber möchte sie loswerden. Jetzt blickt sie auf scheinbar privat verpasste Chancen. Sie geht Anselm räumlich aus dem Weg und folgt dem Hilferuf eines Freundes aus der Vergangenheit und irgendwann steht die Ehe auf dem Prüfstand.
Ich kann mir die beiden Menschen gut vorstellen und mich auch gut in beide hineinversetzen, wobei ich glaube, dass man als Leser dem Paar altersmäßig auch nahe sein muss. Der Erzählstil ist abwechslungsreich, weil die Autorin in die Erzählung der Gegenwart, Ausflüge in die Erinnerungen von Kora an ihre Zeit als junge Erwachsene einfügt, dann an ihre Zeit um Krankenhaus sowie der Text stets aufgelockert wird mit Fünf Fragen, Gedanken , ...über Sachen, die Kora Angst machen, über die Rente, über die Erkennungsmerkmale der Liebe, Geheimnisse, über Anselm....
Diese Fünf Punkte zu einem Thema haben mir besonders gut gefallen und mich nachdenklich gestimmt, aber mich auch zum Schmunzeln gebracht.
Manchmal stockte der Lesefluss bei mir trotzdem, da mir Kora dann ein wenig zu viel mit sich selbst beschäftigt war.
Positiv fand ich, dass ich mit der Zeit auch mehr über Anselm erfahre. Das Ende finde sehr gelungen,weil es vieles offenbart und optimistisch ist.
Ich habe den Roman gerne gelesen insgesamt vier Sterne

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Leben im Nachkriegsdeutschland

In den Scherben das Licht
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Der Roman spielt zur Nachkriegszeit 1946 in Hamburg und der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte bzw. die Person, die alle Menschen des Romans mit einander verbindet, ist die ehemalige Schauspielerin Friede ...

Der Roman spielt zur Nachkriegszeit 1946 in Hamburg und der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte bzw. die Person, die alle Menschen des Romans mit einander verbindet, ist die ehemalige Schauspielerin Friede Wahrlich, deren geerbtes Haus nur teilweise ausgebrannt ist und sie so dort wohnen kann. Im Keller ihres Hauses llebt zunächst der Jugendliche Gert, dem Friede Unterschlupf gewährt bis auch junge Gisela dort einzieht, um ein Dach über dem Kopf zu haben. Es herrscht Kälte und Hungersnot, so dass zunächst alle ums nackte Überleben kämpfen, während sie Dinge auf dem Schwarzmarkt tauschen, was gefährlich ist. Zu diesen drei Menschen, die sich anfreunden und sich gegenseitig Halt geben- eine Art Familienersatz, kommen im Laufe der Zeit noch weitere Menschen und ihre Geschichten. Der Roman erzählt von Freundschaft, Liebe, Schuld, Verzeihen, Ängsten, Familie und zwischen vielen schrecklichen und traurigen Erzählungen, scheint immer wieder ein Stück Hoffnung und Optimismus durch.
Ich habe den Roman gerne gelesen, doch mir waren es insgesamt zu viele Figuren und Hintergründe, so dass ich die "Beziehungen", die ich zu ihnen entwickelte, eher oberflächlich blieben.
Vier Sterne

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Berührende Geschichte

Mo & Moritz
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Mojad lebt als Flüchtling mit seiner Familie - Mutter, Vater, Faris dem älteren Bruder und seiner jüngeren Schwester Maryam in einer kleinen Wohnung in Wien, wo er auch zur Schule geht, bis er eben aus ...

Mojad lebt als Flüchtling mit seiner Familie - Mutter, Vater, Faris dem älteren Bruder und seiner jüngeren Schwester Maryam in einer kleinen Wohnung in Wien, wo er auch zur Schule geht, bis er eben aus dieser Schule fliegt, weil man ihm eine Unterschriftenfälschung unterstellt. Durch Zufall und Glück erhält er einen Ausbildungsplatz in einem noblen Friseursalon, wo sein Chef ihn fördert und unterstützt. Mojad geht in seiner Arbeit auf und lernt Moritz kennen/lieben, der aus einem gut situierten jüdischen Elternhaus stammt. Während Moritz' Eltern dessen Liebesleben gutheißen und seine Freunde freundlich willkommen heißen, so dürfen Mojads Eltern, der sich Mo nennt, nichts davon wissen.
Der Roman lässt sich sehr gut lesen und es werden vielen Themen wie Religion, Flucht, Sexualität, Fremdenhass, Unterdrückung, fehlende Kommunikation, Gewalt, Alkoholismus etc. angeschnitten. Trotz der Fülle und Schwere an Themen, liegt eine "Leichtigkeit" im Roman, was einerseits daher rührt, dass die Themen teilweise nur gestreift werden, andererseits die Liebe und Hoffnung auf eine bessere Zukunft siegt. Hervorzuheben als sehr positiver Sympathieträger der Chef von Mojad, der eine ganz eigene Lebensphilosophie vertritt und aktiv lebt. Gäbe es mehr von seiner Sorte, wäre die Welt eine bessere. Außerdem schimmert oft auch auch ein spezieller Humor durch, den ich sehr mochte.
Ich ziehe einen Stern ab, da mir die Story manchmal zu sehr nur an der Oberfläche gekratzt hat und ich zu gerne dort mehr erfahren hätte.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Geniale Idee ein Stück Zeitgeschichte zu erzählen und das Leben zweier Frauen zu verbinden

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Auf das Buch aufmerksam wurde ich ich durch den Namen der Autorin auf dem Cover bzw. den Aufkleber mit Hinweis auf ihr anderes Buch "Junge Frau am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid", von dem mir ...


Auf das Buch aufmerksam wurde ich ich durch den Namen der Autorin auf dem Cover bzw. den Aufkleber mit Hinweis auf ihr anderes Buch "Junge Frau am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid", von dem mir eine Freundin vorgeschwärmt hatte.
Die Art, wie die Autorin die Geschichte erzählt, in dem das Gemälde erwähnt wird, es am Ende das Leben mehrerer Frauen miteinander verbindet, was über einen langen Zeitraum von einem Jahrhundert geschieht, finde ich genial. Dies ist der dritte Teil, in dem im Mittelpunkt Marlen, gegen Ende des zweiten Weltkrieges 14 Jahre alt, steht, wobei ihre Geschichte hauptsächlich im Nachkriegsdeutschland in Güstrow spielt, wo sie von Wilma gerettet wird, die ihres Zeichens Malerin ist. Marlens Geschichte erstreckt sich bis 1961 zum Mauerbau und ab Mauerfall 1989 tritt sie kurz wieder in Erscheinung. Die Hauptfigur in der Gegenwart ist Hanna mittlerweile 34 Jahre alt, die in Berlin lebt und dies im Jahr 2023. Ich erfahre viel über ihr Leben, das gerade völlig auf dem Kopf steht, denn ihre beste Freundin und WG-Mitbewohnerin ist schwanger und zieht aus. Von ihrer Chefin wird ihr Justus, deren Neffe als Mitbewohner " aufs Auge gedrückt". Über Justus, einem Studenten, der alle typischen "Vorurteile" vom Studenten in Optik mit Manbun, sowie Yoga, Esotherik , etc. erfüllt, musste ich oft schmunzeln, denn er war einfach sehr unterhaltsam. Als Hannahs Vater, der sie laut Oma und Mutter nie kennenlernen wollte, in ihr Leben tritt, ist Hannah völlig durch den Wind.

Selten habe ich mich so genial unterhalten gefühlt und es war keine leichte Kost. Ich habe viel über das Leben damals und die Beweggründe von Menschen damals und heute erfahren, warum sie so gehandelt haben wie sie es getan haben. Ich habe Menschen in die Seele schauen dürfen, ihre Trauer gespürt, ihre Wut, ihre Angst, aber auch ihren Lebenswillen.
Obwohl ich die ersten beiden Teile nicht gelesen habe und mir sicherlich einiges fehlt, was die Entwicklung einzelner Charaktere betrifft, so konnte ich den dritten Teil auch so sehr gut lesen. Ein ganz besonderer Roman, der mich nachdenklich, aber auch hoffnungsfroh zurückgelassen hat. Sehr zu empfehlen - fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Gereimte Texte und sehr ansprechende Dialoge

Mandalu, was sagst denn du?
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Das Buch "Mandalu, was sagst denn du?" von Birgit Fuchs hat ungefähr DINA5 Format und hat 22 Seiten inklusive Einband, der wie das gesamte Buch aus beschichteter Hartpappe besteht. Es eignet sich von der ...

Das Buch "Mandalu, was sagst denn du?" von Birgit Fuchs hat ungefähr DINA5 Format und hat 22 Seiten inklusive Einband, der wie das gesamte Buch aus beschichteter Hartpappe besteht. Es eignet sich von der Größe und Machart hervorragend für kleine Kinderhände. Inhaltlich geht es um ein Märchentier namens Mandalu, was in seiner Art einzigartig ist und denkt, dass es alleine im Wald ist. Auf seinem Weg durch den Wald lernt es auf jeder Doppelseite einen anderen Waldbewohner kennen und stellt am Ende fest, dass es doch nicht alleine ist. Duch die Wiederholung der Fragestellung und die gereimten Texte lernen Kinder die Geschichte zügig auswendig. Aber auch ohne Text macht es einfach Freude das Mandalu auf seinem Weg durch den Wald zu begleiten. Es eignet sich für eine Altersgruppe von 2- 7 Jahren, wobei es darauf ankommt, was ich - der Erwachsene - für eine Erwartung an das Buch habe. Bilder anschauen, beschreiben, Inhalt, Sprache, Sprachförderung, lesen lernen, .l....
Aufgrund der Größe eignet sich das Buch nur für maximal drei Kinder, so meine Beobachtung, da mit jedem Kind mehr es schwierig wird bei einer Bilderbuchbetrachtung allen gerecht zu werden und die Kinder bei "Laune" zu halten.
Der Text ist einprägsam und die Illustrationen sind wundervoll.
Fünf Sterne

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