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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

Sehr zäher und verschachtelter Krimi

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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Für mich war es mein erster Krimi mit Commissario Gaetano, doch hat er mir leider wenig Freude beim Lesen bereitet. Ich konnte einfach keinen Lesefluss entwickeln, wobei die Story durchaus spannend anfängt ...

Für mich war es mein erster Krimi mit Commissario Gaetano, doch hat er mir leider wenig Freude beim Lesen bereitet. Ich konnte einfach keinen Lesefluss entwickeln, wobei die Story durchaus spannend anfängt und ich zu Beginn auch noch gebannt mit auf Spurensuche gegangen bin. Ich fand es interessant zu erfahren, was der Wind und die Strömung des Wassers für den Leichenfund bedeuteten. Überhaupt war es gut so nah bei den Ermittlungen dabei zu sein. Was mich aber völlig aus der Spur gebracht hat, waren neben der Familiengeschichte des Commissarios, mit der schwangeren Nichte, dem Ehemann, dem pflegebedürftigen Bruder, die anderen vielen Personen mit ihren Besonderheiten Während ich es normalerweise super finde, wenn die Region in einer Geschichte spürbar wird, war es mir hier entschieden zu viel. Angefangen von den Redewendungen, auch wenn die im Glossar übersetzt werden, sowie von dem ausschweifenden Erzählungen über die Rituale in der Osterwoche in Neapel. Irgendwann war es mir fast egal wie der Mann zu Tode gekommen ist. nur um seine kleine Tochter tat es mir leid. Dazu waren es mir zu viele weitere Tote und die Ermittlungen wurden mir zu kompliziert und irgendwie habe ich aufgrund vieler Themen, die dazu kamen, den Überblick verloren.
Zwei Sterne

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Grandioser Auftakt

Moorland. Die Zwillinge
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Der neue Thriller von Andreas Winkelmann ist nicht nur optisch ein Genuss, sondern auch inhaltlich. Wie das das Cover und der Titel schon verraten spielt sich alles rund ums Moor ab und genau dort verschwinden ...

Der neue Thriller von Andreas Winkelmann ist nicht nur optisch ein Genuss, sondern auch inhaltlich. Wie das das Cover und der Titel schon verraten spielt sich alles rund ums Moor ab und genau dort verschwinden im Nebel Nike und Jana, die einen Kanal bei Tiktok betreiben und dorthin zu einem Dreh aufgebrochen sind. Malia Gold kehrt als Kommissarin in ihre Heimat zurück und sie wird am ersten Arbeitstag auf der neuen Dienststelle mit diesem Fall betraut. Dieser Thriller hat mich sofort gepackt, denn das Moor als Tatort des Verschwindens wirkt äußerst gruselig auf mich. Ich kann den Nebel und die Feuchtigkeit spüren und den Morast unter den Schuhen. Doch nicht nur dies trägt zur Spannung bei, sondern auch das Tempo, in dem alles stattfindet, denn der Thriller bezieht sich auf einen Zeitraum weniger Tage. Malia Gold hat sich für mich als Kommissarin schon bewährt, obwohl sie im Kommissariat noch keinen eigenen Schreibtisch hat, noch offiziell ihren Kollegen vorgestellt worden ist, da gerade viele krank sind. Alles ganz anders, als ich es von anderen Thriller gewohnt bin und das hat mir sehr gefallen. Trotzdem habe ich schon einiges von ihr als Person erfahren, einiges wird über ihre familiäre Vergangenheit angedeutet und hier bin ich gespannt auf Antworten im nächsten Fall Insgesamt ein grandioser Thriller .... spannend auf jeder Seite. Fünf Sterne

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Ganz toller Roman für Kinder ab 10 Jahren

Bunt
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chon das Cover deutet darauf hin, dass es um Farben oder/ und Vielfalt geht. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zwei Jungen. Der eine ist Diego, der in seiner Klasse eher ein Außenseiter ist, denn er ...

chon das Cover deutet darauf hin, dass es um Farben oder/ und Vielfalt geht. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zwei Jungen. Der eine ist Diego, der in seiner Klasse eher ein Außenseiter ist, denn er wird von den Reizen in der Klasse geflutet. Jedes Geräusch ist bei ihm mit einer Farbe verbunden, diese Fähigkeit wird als Synästhesie bezeichnet, was aber Diego und seinen Umfeld nicht bekannt is. Für Diego bedeutet es Dauerstress, denn er kann keinem dies verständlich machen. Als Isamel in seine Klasse kommt, der Junge, der seine Klamotten farblich gar nicht aufeinander abstimmt, freunden sich die beiden Jungen an. Auch Isamel hat seine Probleme und Geheimnisse, auch wenn er nach außen hin als Supersportler sehr cool wirkt.

Es hat mir große Freude bereitet diesen Roman zu lesen, da ich mich sehr gut in Diego, Isamel, aber auch die Eltern und den Klassenlehrer hineinversetzen konnte bzw. mit die Situationen gut vorstellen konnte. Es war schön zu lesen, wie eine Freundschaft entsteht, aber auch bei der Klassenfahrt, die ja jeder von uns Erwachsenen aber auch die meisten Kinder schon erlebt haben, als Außenstehender ganz nah dabei zu sein. Ich selber kenne das Thema Reizüberflutung bei Geräuschen und auch in Räumen mit vielen Menschen sehr gut, mit Farben nur bedingt. Ich weiß, wie das mich selber auch Kinder, die ich kennen gelernt habe, gestresst hat. Mir hat die Geschichte auch deswegen gut gefallen, weil aber auch Diego seine Mitschüler anders bei der Klassenfahrt kennenlernt hat ebenso wie den Klassenlehrer, der ein ganz tolles Bild von einem Lehrer abgibt. Ein sehr gutes Kinderbuch, was Kindern wie Erwachsenen eine einfühlsame Hilfestellung, unter anderem zum Thema Synästhetik sowe das, was damit zusammenhängt, gibt.

Fünf Sterne für diesen Roman der mich sehr gut unterhalten hat und trotzdem lehrreich war.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Schwere Kost

Immergrün
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Der Roman der Autorin, in dem sie von ihrer Kindheit in Israel und Berlin erzählt, der Vergangenheit ihrer Mutter sowie der Gegenwart, in der sie die Urnen von Großmutter und Mutter nach Litauen fährt, ...

Der Roman der Autorin, in dem sie von ihrer Kindheit in Israel und Berlin erzählt, der Vergangenheit ihrer Mutter sowie der Gegenwart, in der sie die Urnen von Großmutter und Mutter nach Litauen fährt, hat mir schwere Lesestunden bereitet. Es wirkt auf mich wie eine Verarbeitung der Vergangenheit, die aber auf Ruth, dem Kind in der Vergangenheit und Ruth, der Frau in der Gegenwart, lastet. Ich spüre nichts als die schwere Last, ich sehe die zugemüllte Wohnung, die junge Ruth, die von beiden Eltern vernachlässigt wird. Obwohl das Buch mit dem Sterben der Mutter beginnt, so berührt es mich sehr, weil sie von Ruth und der Schwester im Hospiz gut begleitet wurde und zieht mich nicht runter. Der Rest des Buches beschäftigt sich in Vergangenheit und Gegenwart mit der Mutter, zu der ich keine positive Verbindung aufbauen kann und Ruth muss ihre gesamte Kindheit und Jugend sich um ihre Mutter kümmern, die unter Depressionen leidet. Ich bewundere Ruth für ihre Tatkraft und frage mich, woher sie die Energie nimmt. Es war leider so gar nicht mein Roman, sprachlich anstrengend, viele Wiederholungen und den Neubeginn, der hinten auf dem Buch erwähnt wird, habe ich vermisst. Zwei Sterne

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Spannend mit vielen Wendungen bis zum Schluss - ein absolutes Highlight!

Kalt wie die Luft
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In einer Kleinstadt in Norwegen verschwindet ein 19jähiges Mädchen auf ihrer Joggingrunde. Der erfahrerne Kriminalkommissar Jakob Weber nimmt gemeinsam mit seiner neuen Kollegin Noora Yun Sande, die von ...

In einer Kleinstadt in Norwegen verschwindet ein 19jähiges Mädchen auf ihrer Joggingrunde. Der erfahrerne Kriminalkommissar Jakob Weber nimmt gemeinsam mit seiner neuen Kollegin Noora Yun Sande, die von der Kriminalpolizei aus Oslo nach schrecklichen Erfahrungen "geflohen" ist, die Ermittlungen auf.Der Druck, der auf den Ermittlern lastet ist groß, denn der Sohn eines mächtigen Mannes ist mit dem verschwundenen Mädchen befreundet. Noch mitten am Beginn der Suche und Ermittlungen verschwindet auf einer abgelegenen Insel eine bekannte Influencerin ebensfalls auf einer Joggingrunde.. Die Kommissare teilen sich auf und überall tauchen neue Spuren auf und immer mehr Personen schesinen verdächtig.

Ich mag den Schreibstil des Autoren sehr, denn die Spannung ebbt auf keiner Seite ab und dies geschieht auf leise Art, manchmal nur indirekt, weil ich als Leserin spüre, dass was in der Luft liegt. Ich finde es klasse, wie nah ich die Ermittlungen bzw. die Befragungen, das Aufsuchen von Zeugen begleiten darf. Nebenbei werden noch Gedanken eines anderen Menschen, des Mörders?, in der Story parallel eingeflochten und sind durch ein anderes Schrifbild kenntlich gemacht. Besonders gut hat mir zudem gefallen, dass das Privatleben der Ermittler auch Erwähnung findet, so dass ich mich noch besser in sie einfühlen kann. Die Auflösung des Falls ist spektakulär und bei mir bleibt ebenso wie bei Jakob Weber das Gefühl zurück, dass noch nicht alles stimmig ist. Ich kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu lesen, damit ich dies erfahre und zudem möchte ich unbedingt wissen, wie es privat bei Jakob, Fine und Noora weitergeht.

Fünf Sterne für dieses Krimihighlight!

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