Eine Geschichte, die nachklingt
Hiding HeartsAmélie studiert Ballett am Konservatorium in Paris. Angetrieben von ihrer Familie verliert sie sich dabei immer mehr und schottet sich ab, bis sie auf Lucien trifft, der ihr wieder zeigt, was das Leben ...
Amélie studiert Ballett am Konservatorium in Paris. Angetrieben von ihrer Familie verliert sie sich dabei immer mehr und schottet sich ab, bis sie auf Lucien trifft, der ihr wieder zeigt, was das Leben alles bereithält.
Ehrlich gesagt habe ich etwas gebraucht, um mit der Protagonistin mitfühlen zu können. Zu Beginn war sie mir doch recht unsympathisch, wenngleich das ihre innere Schutzhaltung ganz gut widergespiegelt hat. Das hat sich im Lauf der Geschichte aber geändert und den Wandel, den Amélie erlebt, hat mir sehr gut gefallen.
Lucien bringt dafür etwas Leichtigkeit in die Geschichte und zeigt, wie wichtig es ist, unterstützende und liebende Menschen in seinem Umfeld zu haben. Eine absolute Green Flag.
Das Ballettthema wurde für mich richtig gut umgesetzt, es war präsent, hat sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund gedrängt. Ich konnte mir die Ballettstunden richtig gut vorstellen. An manchen Stellen war mir die Geschichte aber einfach etwas „zu viel“. Ich kann gar nicht so recht beschreiben, woran es lag. Im Gesamten fand ich das Buch emotionstechnisch recht schwer und belastend. Das ist kein Buch, das einen von der Thematik her kaltlässt. Es wird aufgezeigt, was der ständige Leistungsdruck für Folgen haben kann und wie es ist, unter einer Essstörung zu leiden. Macht euch auf Themen gefasst, die nachgehen und lest euch unbedingt zuvor die Triggerwarnung durch.