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Veröffentlicht am 13.09.2021

Hat mich sehr berührt!

Jene Nacht ist unser Schatten
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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

Vor einem Jahr sind die Brüder von Jess und Lucas bei einer Massenschießerei im Kino ums Leben gekommen. Jess und Lucas kamen mit einem gehörigen ...

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

Vor einem Jahr sind die Brüder von Jess und Lucas bei einer Massenschießerei im Kino ums Leben gekommen. Jess und Lucas kamen mit einem gehörigen Schreck und ihrem Leben davon. Als Jess einen neuen Job annimmt, um sich und ihre schwer depressive Mutter über Wasser zu halten, trifft sie Lucas und die beiden kommen sich näher.
Doch kann das mit den beiden funktionieren, obwohl sie die gleichen Wunden und dieselbe Trauer in sich tragen?

Ich bin sehr gut in die Geschichte reingekommen, der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Jess und Lucas erzählt. Gerade die Kapitellänge habe ich als sehr angenehm empfunden.

Jess und Lucas sind zwei Protagonisten, die ich sehr schnell in mein Herz geschlossen haben. Sie gehen beide sehr unterschiedlich mit ihrem Schicksal um und doch sind die beide echte Kämpfer, die sich einfach nicht unterkriegen lassen.

Die Schießerei als solche spielt in dem Buch eine nur sehr untergeordnete Rolle - sie wird nicht näher beschrieben. Einerseits fand ich dies ein wenig schade, da es mich vielleicht noch näher an die Gefühlswelt von Jess und Lucas gebracht hätte, andererseits fand ich es gut, dass das Hauptaugenmerk wirklich auf das danach gerichtet ist - denn wie auch im echten Leben, hört das Grauen nicht mit der Tat zusammen auf, sondern geht für die Angehörigen eigentlich erst los.

Die Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie waren durchweg sympathisch, einfühlsam und liebenswert. Ich hätte mich über ein paar Seiten mehr zum Ende hin sehr gefreut, um noch ein wenig mehr über den Ausgang mancher Beziehungen zu erfahren. Einige Punkte sind leider ziemlich offen geblieben.

Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Ich werde bald definitiv noch den Debütroman der Autorin lesen, da mir ihr Schreibstil und ihre Erzählweise sehr zusagt.
Es war eine süße, ruhige Geschichte, die mich sehr berührt hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.09.2021

Kein 08/15 New Adult - eine Märchenadaption mit spooky vibes!

Beyond the Sea
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Glücklicherweise habe ich vor dem Kauf dieses Buches einige Rezensionen gelesen - sonst hätte die Geschichte mich wahrscheinlich eiskalt erwischt.
Wer sich beim Klappentext denkt, "Oh, eine weitere, seichte ...

Glücklicherweise habe ich vor dem Kauf dieses Buches einige Rezensionen gelesen - sonst hätte die Geschichte mich wahrscheinlich eiskalt erwischt.
Wer sich beim Klappentext denkt, "Oh, eine weitere, seichte New-Adult-Geschichte", der sei vorgewarnt.

Nach dem Tod ihres Vaters bleibt die 18-jährige Estella bei ihrer Stiefmutter Vee zurück, die ihr das Leben zur Hölle macht. Sie zählt die Tage, bis sie endlich das Erbe ihres Vaters ausgezahlt bekommt und aus dem unheimlichen Haus Ard na Mara flüchten kann. Doch plötzlich steht Noah, die Schwester von Vee, vor ihr und stellt ihr Leben komplett auf den Kopf. Jedoch trägt ein düsteres Geheimnis in sich und zieht Estella mit in die Schatten der Vergangenheit.

Ich will nicht viel von der Geschichte verraten, damit jeder, der Interesse daran hat, genauso ein Überraschungsei vorfinden kann, wie ich es getan habe- Ich finde es etwas schwierig, dieses Buch zu bewerten und ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob ich es völlig genial oder völlig daneben finde.

Estella konnte ich überhaupt nicht richtig einordnen, sie hatte so viele unterschiedliche Seiten an sich, dass es mir schwer viel, sie zu verstehen. Eine Entscheidung, die sie mitten in der Geschichte trifft, kam für mich völlig aus dem Nichts und hat mich komplett überrumpelt.
Noah hat mich hingegen sehr fasziniert. Er war mysteriös. attraktiv und gleichzeitig sehr düster. Das Knistern zwischen den beiden ist definitiv bei mir angekommen.

Allerdings muss ich sagen, dass es mir persönlich ab dem letzten Drittel viel zu viel wurde - es wurde nicht nur überdreht und unrealistisch, auch sind mir die Gefühle von Estella die letzten Seiten total auf der Strecke geblieben. Sie reagiert auf viele traumatische Ereignisse total nüchtern und abgeklärt.

„Beyond the Sea“ lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Es wurden viele gewaltige Themen in einen Topf geworfen und einmal kräftig umgerührt. Die übernatürlichen Aspekte konnten mich einerseits fesseln, andererseits kamen sie mir häufig sehr überzogen vor. Ich kann das Buch also nur denjenigen empfehlen, die jetzt neugierig geworden und offen für was komplett anderes sind!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2021

Herzensbuch.

Der Himmel gehört uns
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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

"Der Himmel gehört uns" erzählt die Geschichte von Rob, Anna und ihrem kleinen Sohn Jack, der unheilbar an Krebs erkrankt. Diese Diagnose trifft die ...

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

"Der Himmel gehört uns" erzählt die Geschichte von Rob, Anna und ihrem kleinen Sohn Jack, der unheilbar an Krebs erkrankt. Diese Diagnose trifft die junge Familie wie ein Schlag und Rob und Annas verzweifelte Versuche, ihr Kind zu retten, beginnen. Schon bald merken sie, wie unterschiedlich sie mit der Situation umgehen und wie sehr es einen Keil zwischen sie zu treiben scheint. Schon bald trifft Rob eine folgenschwere Entscheidung...

Mit dem Anfang habe ich mich etwas schwer getan, es dauerte etwas, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt - doch als es dann so weit war, wollte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Ich fand es so unfassbar faszinierend, dass die Geschichte aus der Sicht des Vaters erzählt wird und dass ich trotzdem das Gefühl hatte, auch die Gefühle von Anna komplett zu verstehen.

Der Schreibstil generell ist unfassbar gelungen und ich ziehe meinen Hut vor Luke Allnutt - wenn dies sein Debüt war, was mag dann da noch auf uns zukommen?

Die Charaktere waren sehr authentisch beschrieben. Gerade den kleinen Jack habe ich von Anfang an in mein Herz geschlossen. Die Dialoge zwischen ihm und seinen Eltern sind herzzerreißend und lassen einem eine Bindung aufbauen, die einem im späteren Verlauf noch zum Verhängnis wird.

Ohne spoilern zu wollen:
Es ist unfassbar mitzuerleben, wie sich das Leben von Rob und Anna so plötzlich verändert. Man lernt verschiedene Versionen von beiden kennen und begreift plötzlich, wie es dazu kommen kann, dass manche Menschen ihren Halt im Leben verlieren und an den Rand der Gesellschaft getrieben werden.

Das Ende schenkt Hoffnung und tut der Seele gut. Es war ein schöner, gelungener Abschluss, der zeigt, wie nah Freude und Trauer manchmal beieinander liegen.

Ich habe es geliebt, dieses Buch zu lesen. Es hatte für mich das gewisse Etwas, das man nur in manchen Büchern findet und das sie zu Herzensbüchern werden lässt. Ich kann dieses Buch aus tiefstem Herzen weiterempfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2021

Ich habe gemischte Gefühle!

Love with Pride
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Ich freue mich immer wieder über neue LGBTQ+ Bücher und so war für mich auch sofort klar, dass "Love with pride" mit seinem wunderschönen Cover natürlich einziehen darf!

Es geht um die sehr introvertierte ...

Ich freue mich immer wieder über neue LGBTQ+ Bücher und so war für mich auch sofort klar, dass "Love with pride" mit seinem wunderschönen Cover natürlich einziehen darf!

Es geht um die sehr introvertierte Stella, die ihr Studium am College in Haydensburgh beginnt. Diesmal soll für sie alles anders laufen: Sie möchte sich nicht immer verstecken, möchte mehr aus sich herauskommen und Freunde finden! Hierfür bewirbt sich für eine ziemlich traditionsreiche Studierendenverbindung für Frauen, der Zeta-Kappa-Sigma-Verbindung, um direkt Anschluss zu finden.
Doch nicht nur das Aufnahmeverfahren stellt Stella vor ungeahnte Herausforderungen, auch eines der Mitglieder, die offene und lebendige Ellie, wird sie schon bald an ihre Grenzen bringen.

Ich habe mich mit diesem Buch etwas schwer getan.
Ich mochte das Setting sehr gerne, ich lese immer gerne von einem Neuanfang am College und den Herausforderungen, die damit einhergehen. Jedoch fand ich die Handlung an einigen Stellen etwas langgezogen - das Aufnahmeverfahren für die Studentenverbindung erstreckt sich über das ganze Buch und ließ das Ganze für mich etwas schwerfällig erscheinen.

Hinzu kam der Schreibstil der Autorin. Im Großen und Ganzen fand ich diesen ziemlich angenehm, er ist simpel und kommt ohne komplizierte, verschachtelte Sätze daher. Was meinen Lesefluss jedoch definitiv gestört hat, ist das Gendern. Gendern in einem Belletristik-Roman, noch dazu in einem amerikanischen Setting - das war leider überhaupt nicht meins.

Was mir noch aufgefallen ist - es wurde unheimlich viel wiederholt. Ja, die Zimmernachbarin von Stella ist sehr nett und unterstützend ihr gegenüber - ich glaube, das hätte man dem Leser nicht alle 3 Seiten mitteilen müssen - das ist indirekt auch klar geworden.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich das Buch gerne gelesen habe. Es war eine nette Geschichte für zwischendurch, aber ich habe leider einige Kritikpunkte, die dazu führen, dass mir das Buch letztendlich als absolut durchschnittlich im Gedächtnis bleiben wird.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 31.08.2021

Eine süße Geschichte in einem originellen Setting!

Beat it up
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Summer Price ist aufgrund ihres absoluten Gehörs als Wunderkind bekannt - kaum eine beherrscht das Klavier spielen so gut wie sie! Ihr Talent bringt leider auch eine Hypersensibilität mit, was ihr ein ...

Summer Price ist aufgrund ihres absoluten Gehörs als Wunderkind bekannt - kaum eine beherrscht das Klavier spielen so gut wie sie! Ihr Talent bringt leider auch eine Hypersensibilität mit, was ihr ein normales Teenager-Leben deutlich erschwert. Umso erstaunter ist sie von sich selbst, als sie einwilligt, ihren Bruder Xander, welcher als DJ arbeitet, auf eine Festival-Tour zu begleiten.
Dort trifft sie auf Gabriel, den größten Konkurrenten ihres Bruder, der sie schon ab der ersten Begegnung völlig aus dem Konzept bringt.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Die Kapitel waren von der Länge her für mich genau richtig und das Buch ließ sich sehr zügig lesen.

Das Setting war - gerade gepaart mit dem Aspekt der Tournee - sehr originell. Es macht richtig Lust auf Sommer, Sonne und Festivals. Durch die relativ häufig wechselnden Locations kam definitiv keine Langeweile auf.

Ein Kritikpunkt von meiner Seite aus wäre, dass mir die Charaktere teilweise etwas zu unreif waren. Gerade der Musiker Tokyo kam mir als homosexueller Charakter schon eher übergriff als flirty rüber und die Gespräche drehten sich verdächtig oft um Mädchen, Alkohol und Partys. Auch wenn sie natürlich noch relativ jung sind, hätte ich mir ein wenig mehr Ernsthaftigkeit, Tiefe und Beurteilungsvermögen gewünscht.

Der Plot-Twist des Buches war für mich ziemlich vorhersehbar und der Stelle fand ich Gabriels Verhalten auch wirklich mehr als daneben. Ich an Summers Stelle hätte mich wahrscheinlich zum Ende hin wirklich anderes verhalten, der Konflikt war (wie man es aus dem Genre gewohnt ist) sehr einfach und komplikationslos gelöst. Hier wären ein paar Seiten mehr vielleicht schön gewesen!

"Beat it up" ist eine humorvolle, locker-leichte Geschichte mit wirklich sympathischen Charakteren. Ich würde sie nach dem Lesen tatsächlicher eher dem Young Adult zuordnen, das hat meiner Freude am Lesen jedoch keinen Abbruch getan! Ich freue mich auf den zweiten Band!

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