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Veröffentlicht am 21.09.2021

eine mitreissende Geschichte zweier junger Menschen

Alle Farben des Regens
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„Alle Farben des Regens“ von Jessica Winter erzählt die Geschichte von Ayra und Kasey. Zwei Kinder, die als Nachbarn in schwierigen Verhältnissen aufwachsen. Sie haben beide keine leichte Kindheit, doch ...

„Alle Farben des Regens“ von Jessica Winter erzählt die Geschichte von Ayra und Kasey. Zwei Kinder, die als Nachbarn in schwierigen Verhältnissen aufwachsen. Sie haben beide keine leichte Kindheit, doch sie haben sich. Gegenseitig geben sie sich Kraft und sind für einander da, doch durch ein tragisches Ereignis werden sie schließlich auseinandergerissen – gerade, wo sie feststellen, dass sie mehr für einander sein könnten als nur beste Freunde.
Einige Jahre später begegne sie sich wieder, doch hat das Leben seine Spuren hinterlassen und der Zeitpunkt könnte nicht schlechter sein, Arya ist verlobt und Kasey ist seit kurzem alleinerziehender Vater.

Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf das neue Buch von Jessica Winter gefreut und der Erscheinung entgegen gefiebert – und was soll ich sagen, das Warten hat sich gelohnt.
„Alle Farben es Regens“ ist eine schöne Geschichte zweier Menschen, die es nicht leicht in ihrer Kindheit hatten. Während Kasey daheim eher mit körperlicher Gewalt zu kämpfen hatte, hatte die kleine Arya mit psychischer Gewalt zu tun. Das Thema häusliche Gewalt ist kein leichtes Thema aber ich finde, dass die Autorin es hier gut zur Geltung gebracht hat. Sie zeigt nicht nur auf, wie schlimm es sein kann körperlicher Gewalt ausgesetzt zu sein, sondern auch das Thema psychische Gewalt spielt hier eine Rolle und was für Schaden diese oder besonders diese auch noch in der Zukunft derer spielt, die sie erlebt haben.
Wie immer ist der Schreibstil von Jessica Winter sehr gut. Schon auf den ersten Seiten taucht der Leser umgehend ins Geschehen ein und wird von diesem mitgerissen. Mal wird aus der Sicht von Arya und mal aus der Sicht von Kasey geschrieben. Dadurch bekommt der Leser einen guten Einblick in die Gefühlswelt der beiden und kann sehen, wie viel Macht das Erlebte in ihrer Kindheit noch jetzt über sie hat. Es fiel mir schwer das Buch aus der Hand zu legen, da die Geschichte teilweise echt erschreckend aber auch fesselnd ist. Ich habe sehr mit den Protagonisten mitgefiebert.
Das ganz Buch ist keine leichte Kost und auf unnötiges Drama hat die Autorin verzichtet. Es wirkte auf mich als Außenstehende sehr authentisch. Die Handlungen und Gefühle der Protagonisten konnte ich gut nachvollziehen, da es auch immer wieder Rücksprünge in die Vergangenheit gibt.
Arya und Kasey sind zwei unheimlich starke Protagonisten und stehen sich in nichts nach. Es war sehr interessant zu erfahren, wie sie gelebt und mit was sie gekämpft haben und wie es sich auf sie ausgewirkt hat.

Fazit:
Als ich das Buch beendet hatte musste ich es erst einmal sacken lassen. Leichte Kost ist was anderes aber die Autorin hat dieses schwere Thema der häuslichen Gewalt gut dargestellt. Wir lernen zwei junge Menschen kennen, die einen schweren Start ins Leben habe aber sie kämpfen für ihre Zukunft – ein Lesehighlight für mich und ich empfehle es zu lesen.

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Veröffentlicht am 21.09.2021

Die Frauenrechtsbewegung geht weiter

Die Rebellinnen von Oxford - Unerschrocken
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„Die Rebellinnen von Oxford – Unerschrocken“ geschrieben von Evie Dunmore und übersetzt von Corinna Wieja ist der zweite Band der Oxford Rebels Reihe.
In diesem Band lernen Lucie Tedbury kennen, die junge ...

„Die Rebellinnen von Oxford – Unerschrocken“ geschrieben von Evie Dunmore und übersetzt von Corinna Wieja ist der zweite Band der Oxford Rebels Reihe.
In diesem Band lernen Lucie Tedbury kennen, die junge Anführerin der Frauenrechtsbewegung in Oxford. Lucie kämpft verbissen für die Rechte der Frauen und ist alles anderes als begeistert, als Tristan Ballentine plötzlich ihren sorgfältigen Plan bedroht. Doch als sie ihn zur Rede stellen will, macht dieser ihr ein unerwartet skandalöses Angebot. Lucie steckt in der Zweckmühle, gibt sie ihren Plan auf neue Leserinnen von Frauenzeitschriften für ihre Sache zu gewinnen, oder gibt sie ihm, was er will und stellt damit sich und ihre Meinung selbst in Frage.

Meine Meinung:
Der zweite Teil der Oxford Rebels Reihe vertieft sich schon etwas mehr in das Thema der Frauenrechtsbewegung, als der erste Band. Da Lucie die Anführerin ist, bekommt man einen guten Einblicke in das Leben einer Frau von damals, die versucht sich für ihres Gleichens einzusetzen. Doch fand ich, dass in diesem Band der „Gegenwind“ von den Männern und die Unterdrückung gegen die Frauen, die sich auflehnen, hier etwas besser noch zur Geltung gebracht werden könnte.
Es geht viel um die Dominanz der Männer daheim, wie sie sich ihren Frauen gegenüber verhalten. Aber wie gerade diese Männer sich gegenüber einer Anführerin der Frauenrechtsbewegung verhalten, nun ich finde, das ging hier etwas unter und hätte mich doch sehr interessiert. Was Lucie da macht ist zu deren Zeit skandalöse und doch wird sie nicht vollkommen geschnitten.
Die Protagonisten in diesem Band sind okay. Ich fand einfach, dass es Lucie so wie auch Tristan an charakterlichen „Pep“ fehlt. Da haben mich die zwei Protagonisten aus dem ersten Band einfach mehr mitgerissen. Ich kann nicht sagen, woran es genau lag aber hier bin ich weder mit Lucie noch mit Tristan so richtig warm geworden. Was ich sehr schade fand.
Auch empfand ich hier den Schreibstil als noch sehr modern aber es hat mich nicht mehr so gestört, wie im ersten Band, da ich fand, das es schon weniger geworden ist. Die Geschichte ist sehr flüssig und stimmig geschrieben, nicht ganz so „knisternd“ wie das erste Buch aber es gab genug Moment, die das Leserherz höher schlagen lassen. Auch hier wieder sehr schön, dass sowohl aus Lucies als auch aus Tristans Sicht abwechselnd geschrieben wird. Dies bevorzuge ich ja allgemein, da ich finde, dass man so die Protagonisten besser kennen und verstehen lernt.

Fazit:
Auch wenn mich dieser Band nicht so begeistert hat, wie der erste Band, hab ich mich dennoch gut unterhalten gefühlt und kann ihn jedem weiter empfehlen, der dieses Gerne gerne liest.

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Veröffentlicht am 20.09.2021

Knisternde Liebe zwischen zwei Menschen von unterschiedlichen Stellungen in der Gesellschaf

Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen
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„Die Rebellinnen von Oxford – Verwegen“ ist der erste Band der Oxford Rebels Reihe von Evie Dunmore und übersetzt von Corinna Wieja.
Der Schreibstil von Evie Dunmore hat mir sehr gut gefallen. Er ist ...

„Die Rebellinnen von Oxford – Verwegen“ ist der erste Band der Oxford Rebels Reihe von Evie Dunmore und übersetzt von Corinna Wieja.
Der Schreibstil von Evie Dunmore hat mir sehr gut gefallen. Er ist flüssig und sich stimmig. Ab und an empfand ich ihn aber als etwas zu modern für die geschilderte Zeit, was evtl. aber auch an der Übersetzung liegen könnte. Da ich das Buch selbst nicht auf englisch gelesen habe, kann ich nicht beurteilen, woher das kommt. Geschrieben wird sowohl mal aus Annabelles Sicht als auch aus Sebastians Sicht, das fand ich sehr gut, so bekommt man als Leser einen super Einblick in die Gefühlswelt beider Protagonisten.

Die Charaktere haben mir gut gefallen. Eine Bürgerliche und ein Herzog und dazu viele spannende knisternde Szenen aber auch das Thema Frauenrechtsbewegung wird aufgegriffen und thematisiert. Gerne hätte ich mir noch etwas mehr zu diesem Thema gewünscht – dies hätte der Geschichte noch etwas mehr Tiefe gegeben.
Annabelle und Sebastian sind als Protagonisten sehr charakterstark und gut ausgearbeitet aber auch die zahlreichen Nebencharakter rücken nicht in den Hintergrund. Annabelle ist eine kleine Kämpferin, die aber auch weiß, was sie zu verlieren hat und wo ihr Stand in der Gesellschaft ist, kann aber ihre Schwärmerei für den Herzog auch nicht leugnen. Sebastian selbst ist ein Herzog, der seinem moralischen Kompass folgt. Er ist ehrlich, wirkt nach außen hin, als könne ihn nicht mehr viel schockieren, überraschen oder seine Welt durch einander bringen, was mit Annabelles unerwarteten Auftreten in seinem Leben aber passiert.
Ich mochte das Buch, es gab keine unnötigen und übertriebenen Dramen und das, obwohl den beiden Protagonisten, aufgrund ihrer unterschiedlichen gesellschaftlichen Stellungen, viele Steine im Wege liegen. Die Beweggründe und Handlungen der beiden sind für den Leser gut verständlich und auch nachvollziehbar.
Am Ende ging es mir alles aber etwas zu schnell. Hier hätte ich mir doch etwas mehr Länge gewünscht. Es wirkt fast schnell runter geschrieben und wird dem sonstigen Verlauf der Geschichte nicht gerecht.

Fazit:
Eine schöne Geschichte, die das Frauenherz höher schlagen lässt und auch mal etwas anderes als die anderen üblichen Bücher, die in dieser Zeit spielen. Wenn man sich mit der teilweise modernen Sprache anfreundet ist dies auf jeden Fall ein Leseereignis, dass man nicht verpassen sollte.
Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band der Oxford Rebels Reihe

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Veröffentlicht am 04.09.2021

Infromativ, spannend und mit viel Liebe

Das Lied der Wölfe
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Inhalt:
Die junge Wolfsforscherin Kaya aus Deutschland wird vom dem Schotten Alistair MacKinley angestellt, um auf seinen Ländereien wilde Wölfe in Schottland anzusiedeln. In dem Herrenhaus des Milliardärs ...

Inhalt:
Die junge Wolfsforscherin Kaya aus Deutschland wird vom dem Schotten Alistair MacKinley angestellt, um auf seinen Ländereien wilde Wölfe in Schottland anzusiedeln. In dem Herrenhaus des Milliardärs trifft Kaya auf dessen Sohn. Navis ist genauso verschlossen, wie auch attraktive mit seinen sturmgraublauen Augen. Er ist auf dem Anwesen seines Vaters um sich von seinen Kriegsverletzungen zu erholen, doch verweigert er die Therapie. Alles andere als begeistert ins Navis von dem Projekt, dass Kaya nach Schottland gebracht hat, und torpediert es, wo er es nur kann. Kaya ist wütend und fasziniert von ihm zu gleich, ohne seine tragische Vergangenheit zu kennen und dessen Ausmaß.

Meine Meinung:

Wölfe in Schottland, ein wirklich gut und authentisch gewähltes Streitthema. Ich habe sehr viel über Wölfe und ihre Auswirkung auf die Natur in diesem Buch gelernt, vieles, worüber ich mir gar nicht so bewusst war. Man merkt, dass sich die Autorin sehr mit dem Thema auseinandergesetzt hat, weshalb die ganze Geschichte dem Leser so real vorkommt.

Rena Fischers Schreibstil ist nicht nur flüssig, stimmig, an den richtigen Stellen romantisch sondern auch lehrreich. Es hat mir gefallen, der Geschichte von Kaya und Navis zu folgen. Langweilig war mir dabei nie, dass Geschehen hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen.
Es ist keine oberflächliche Liebesgeschichte, als Leser bekommt man in viele Themen einen Einblick. Neben den Wölfen auch lernt mach auch, was PTBS ist, und diese Krankheit wird in der Geschichte nicht nur angeschnitten, sondern auch deutlich thematisiert. Alle von der Autorin aufgegriffen Themen wurden mit Ernsthaftigkeit behandelt und nicht leicht abgetan. Dies hat mir unheimlich gut gefallen.

Die Protagonisten haben mir gut gefallen. Sie waren sehr authentisch. Es kriselt und knistert immer wieder zwischen den Beiden, so dass der Leser auch einige schöne Schmetterlinge-im-Bauch-Momente hat. Die Zwei sind so gut wiedergegeben, dass es für mich reale Personen hätten sein können, dessen Geschichte hier nieder geschrieben wurde.

Mein Fazit:
Ein Buch, das informiert und auch zum Nachdenken einlädt. Nicht gerade eine leicht Kost – aber sehr gut geschrieben. Ich kann empfehlen, es zu lesen und sich auf die Themen und die Liebesgeschichte einzulassen.

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Veröffentlicht am 29.08.2021

Eine leichte Highland Geschichte

Ein Highlander für alle Fälle
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„Ein Highlander für alle Fälle“ von Lynsay Sands erzählt die Geschichte von Rory Buchanan einem highländischen Heiler und der jungen Frau Lady Elysande.

Inhalt:
Als Heiler ist Rory Buchanan viel zu ...

„Ein Highlander für alle Fälle“ von Lynsay Sands erzählt die Geschichte von Rory Buchanan einem highländischen Heiler und der jungen Frau Lady Elysande.

Inhalt:
Als Heiler ist Rory Buchanan viel zu beschäftigt, um auf Braut­schau zu gehen. Doch als er den Auftrag erhält, einen "Schatz" in die Highlands zu geleiten, stellt er überrascht fest, dass es sich dabei um eine junge Frau handelt. Lady Elysande ist übel mit­genommen aus englischer Gefangenschaft entkommen und noch immer in Gefahr. Und auch wenn Rory sich einredet, dass es lediglich seine Aufgabe als Heiler ist, sie zu beschützen und ihre Verletzungen zu versorgen, merkt er doch schon bald, dass es sein eigenes Herz ist, das am meisten der Heilung bedarf - und Elysande die Einzige, die dies zu erreichen vermag.

Meine Meinung:
Dies war der erste Roman aus der Reihe, den ich gelesen habe. Er ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den anderen Büchern gelesen zu werden. Ich hatte keine Problem der Story zu folgen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und stimmig. Es wird sowohl aus der Sicht von Rory als auch aus der Sicht Elysande geschrieben. Dies gibt dem Leser einen guten Einblick in die Gefühlswelt der Beiden.
Leider aber muss ich sagen, dass mich die Geschichte nicht mitgerissen hat. Mit Rory konnte ich wohl noch anfreunden, auch wenn er mir manchmal nicht highlandisch genug rüber kam – er war mich charakterlich zu glatt. Und mit Lady Elysande kam ich leider überhaupt nicht zu recht. Sie war mir einfach zu perfekt. Sie was Schlimmes erlebt aber man merkt ihr das nicht an. Sie wird für mich zu stark beschrieben. Starke Frauen mag ich aber sie war durch ihre Stärke, wie sie dargestellt wurde, für mich einfach nicht authentisch. Eine Frau ohne einen richtigen charakterlichen Makel, die immer die Starke und Beherrschte mimt. War für mich leider nicht nachvollziehbar.
Da ich aber Schottland Romane liebe, und ich mir die Rezessionen zu den anderen Roman durch gelesen habe, werde ich der Reihe noch eine Chance geben. Und bin gespannt, wie die anderen Bänder sind.

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