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Veröffentlicht am 10.12.2018

✎ Sarah Crossan - Apple und Rain

Apple und Rain
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Als ich 2016 "Eins" von Sarah Crossan gelesen habe, war ich hin und weg. Es war mein absolutes Jahreshighlight damals. Und noch heute denke ich hin und wieder daran zurück und kann mich noch genau an die ...

Als ich 2016 "Eins" von Sarah Crossan gelesen habe, war ich hin und weg. Es war mein absolutes Jahreshighlight damals. Und noch heute denke ich hin und wieder daran zurück und kann mich noch genau an die Geschichte erinnern. Ich denke, das hat man wirklich sehr, sehr selten.

Schon damals war mein Interesse geweckt und ich wollte unbedingt mehr von der Autorin lesen. Obwohl das vorliegende Werk nicht auf meiner Liste stand, nahm ich es dennoch zur Hand, als ich es sah.

Meine Erwartungen waren natürlich sehr, sehr hoch und mir war klar, dass ich sie eigentlich hätte runterschrauben müssen. Aber so weit runter wollte ich nicht gehen. Schließlich durfte ich schon einmal erfahren, was die Autorin drauf hat.

Es kam, wie es kommen musste: Meine Hoffnung wurde enttäuscht. Aber ich versuche, es aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Eindeutig wird mit dieser Geschichte ein junges Publikum - etwas um die 12 bis 14 Jahre - angesprochen. Daher fand ich den Erzählstil im Nachhinein angemessen. Er ist einfach und doch werden Themen angesprochen, die gerade in diesem Alter eine erste wichtige Rolle spielen.

Die Charaktere sind toll herausgearbeitet und man findet nicht nur 0815-Darstellungen. Gerade das Extreme an manchen Stellen hat mir gut gefallen. Wobei mir eine Sache teilweise zu extrem war.

Die Botschaft hinter dem Buch ist wirklich gut rübergebracht worden und in meinen Augen für Leserinnen diesen Alters mehr als nachvollziehbar. Manch ein kleines Mädchen wird sich in der ein oder anderen Situation sicher wiederfinden.

Ich denke, wenn man die Zielgruppe beachtet, dann ist dies eine gelungene Lektüre. Fast alles hat seinen richtigen Platz. Für Erwachsene würde ich sie eher nicht empfehlen. Mir hat das Gewisse Extra gefehlt, der Zauber, den ich bei ihrem ersten Buch, welches ich gelesen habe, spürte ...

©2018

Veröffentlicht am 03.12.2018

✎ Linda Cuir - Der Himmel über Ceylon

Der Himmel über Ceylon
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Dieses Buch hat zufällig den Weg zu mir gefunden - es war bei einem Stapel Überraschungsbücher dabei, den ich gewonnen habe. Dementsprechend lang lag es nun auch auf meinem ungelesenen Stapel, denn ich ...

Dieses Buch hat zufällig den Weg zu mir gefunden - es war bei einem Stapel Überraschungsbücher dabei, den ich gewonnen habe. Dementsprechend lang lag es nun auch auf meinem ungelesenen Stapel, denn ich hatte mich gar nicht näher damit beschäftigt.

Neulich hatte ich es in der Onleihe entdeckt und gedacht, dass es für abends, wenn bereits alles schläft, ich jedoch schon im Bett bin, vielleicht ganz nett ist.

Ich wurde positiv überrascht.

Oft habe ich gelesen, bis mir die Augen zufielen, weil ich es sehr spannend fand, wie die Geschichte sich entwickelte. Leider muss ich an dieser Stelle jedoch auch anbringen, dass sie für mich nicht immer ganz glaubhaft war. Der Zufall / Das Glück war viel zu oft unterwegs.

Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Vor allem gelang dies durch die tollen Landschaftsbeschreibungen. Jene haben mich auch sehr zum Nachdenken angeregt, denn früher habe ich oft Ceylon-Tee getrunken.

Das Nachwort sollte unbedingt ebenfalls gelesen werden, denn dort erklärt die Autorin noch ein wenig, wie es heute - noch immer - in diesem Teil des Landes aussieht.

Von mir gibt es eine bedingte Leseempfehlung. Ein bisschen weniger wäre an manchen Stellen mehr gewesen, aber habe ich Anjali gerne begleitet.

©2018

Veröffentlicht am 19.11.2018

✎ Paula Hawkins - Girl on the Train

Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.
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Durch Zufall ist mir dieses Buch in die Hände gefallen - und durch Zufall habe ich es als Hörbuch in der Onleihe entdeckt.

Da ich mich nicht (mehr) um Hypes schere, hatte ich keinerlei Erwartungen an ...

Durch Zufall ist mir dieses Buch in die Hände gefallen - und durch Zufall habe ich es als Hörbuch in der Onleihe entdeckt.

Da ich mich nicht (mehr) um Hypes schere, hatte ich keinerlei Erwartungen an die Geschichte. Ich wollte einfach wissen, was die Autorin hier auf die Beine gestellt hat.

Leider ist das Ergebnis ziemlich ernüchternd. Und hätte ich es nicht als gekürzte Hörbuchfassung gehört, hätte ich es wahrscheinlich abgebrochen.

Die Protagonistin fand ich sehr nervig. Wenn man sich bemitleidet, ok, aber doch nicht das ganze Buch über.

Dazu gibt es keinen Gegenpart, auf den ich mich hätte freuen können. Mir sind alle Charaktere mehr oder weniger unsympathisch - und das fand ich ein wenig viel. Wenn solch eine Menge an Personen agiert, muss wenigstens eine dabei sein, die heraussticht. Dies war hier leider nicht der Fall.

Die Auflösung war dann auch nicht mehr überraschend, denn viel zu kombinieren gab es nicht. Es war ein bisschen zu offensichtlich, was geschehen sein könnte.

Von mir gibt es an dieser Stelle daher keine Hörempfehlung.

©2018

Veröffentlicht am 05.11.2018

✎ Alex Gino - George

George
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"George" stand wirklich sehr, sehr lange auf meinem Wunschzettel. Als ich ein paar Informationen zum Inhalt eingeholt hatte, da der Klappentext kaum etwas preisgibt, war mein Interesse geweckt. Jetzt, ...

"George" stand wirklich sehr, sehr lange auf meinem Wunschzettel. Als ich ein paar Informationen zum Inhalt eingeholt hatte, da der Klappentext kaum etwas preisgibt, war mein Interesse geweckt. Jetzt, nachdem ich es gelesen habe, weiß ich nicht so ganz, was ich davon halten soll.

Ich hatte, ehrlich gesagt, übersehen bzw. vergessen, dass es sich um ein Kinderbuch handelt.

Beim Lesen war ich anfangs etwas irritiert über die (sehr einfache) Sprache, die die Autorin verwendet. Wenn man jedoch im Hinterkopf hat, dass es für ein junges Publikum geschrieben wurde, ist dieser Stil angemessen.

Ich denke, ich würde das Werk empfehlen, wenn man eine erwachsene Begleitperson hat, die auftauchende Fragen (direkt) Beantworten kann. Diese entstehen beim Lesen unwillkürlich, da wirklich sehr wenig erklärt, umso mehr aber in den Raum geworfen wird. Dies jedoch finde ich - gerade in diesem Alter - sehr wichtig. Ich möchte nicht, dass sich meine Tochter erst an den PC setzen muss, um zu schauen, was es genau bedeutet, ein Transgender zu sein.

Wenn man ein so wichtiges Thema für ein (Kinder)Buch wählt, dann, finde ich, sollte man es auch richtig angehen. Es reicht in meinen Augen nicht aus, mit Wörtern um sich zu schmeißen, einen Gedanken aufzugreifen und diesen in die Welt tragen zu wollen - auch wenn man selbst "betroffen" ist und weiß, worüber man schreibt.

Es mangelte an Tiefe und an Feingefühl. George blieb mir größtenteils sehr fremd. Aber vor allem mangelte es an Fragen und Antworten. Diese hätte ich mir von den Figuren zum Beispiel gewünscht.

Wer es lesen mag, wird sicher nichts verkehrt machen. Dennoch hätte die Lektüre ausgereifter sein können.

©2018

Veröffentlicht am 29.10.2018

✎ Bastian Sick - Zwiebelfisch 1 Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
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Obwohl ich die Möglichkeit dazu hatte, habe ich mich beim vorliegenden Buch gegen die Hörbuchvariante entschieden. Ich hatte gehofft, mir einige Stellen markieren zu können und das habe ich tatsächlich ...

Obwohl ich die Möglichkeit dazu hatte, habe ich mich beim vorliegenden Buch gegen die Hörbuchvariante entschieden. Ich hatte gehofft, mir einige Stellen markieren zu können und das habe ich tatsächlich auch zur Genüge getan.

Ich möchte behaupten, ich bin sehr fit, was die deutsche Sprache betrifft. Lesen ist seit Jahren eines meiner größten Hobbys und in der Schule war Rechtschreibung & Grammatik im Deutschunterricht meine Stärke.

Dennoch stolpere ich ebenfalls gelegentlich und bin unsicher, wie es denn nun richtig heißt.

Bastian Sick gibt in diesem Werk sehr viele Denkanstöße und erklärt so manches, was doch eigentlich klar sein sollte. Jedoch weiß und vor allem höre ich, dass es eben nicht immer so klar ist. Vor allem die heutigen Heranwachsenden scheinen manchmal ihre eigene Sprache zu sprechen.

Ebenso bin ich auf ein paar Sachen gestoßen, die sich über die Jahre bei mir eingenistet haben und die dessen ungeachtet nicht weniger falsch sind.

Mein Exemplar sieht nun aus, als hätte ich keine Klebezettel mehr im Schrank. Es wird ein Nachschlagewerk für mich sein, wenn wieder mal Fragen auftauchen.

Von mir gibt es an dieser Stelle gerne eine Leseempfehlung. Jedoch nicht an jene, die eine amüsante Lektüre erwarten, denn das ist es gewiss nicht. Durch seine kurzen Kapitel ist es ideal für zwischendurch.

©2018