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Veröffentlicht am 19.02.2018

✎ Joy Fielding - Sag Mami Goodbye

Sag Mami Good bye
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Joy Fielding ist (wahrscheinlich) die meistgelesene Autorin in meinem Bücherregal. Bereits vor etlichen Jahren habe ich begonnen, ihre Psychothriller zu verschlingen. Mal gefallen sie mir recht gut, mal ...

Joy Fielding ist (wahrscheinlich) die meistgelesene Autorin in meinem Bücherregal. Bereits vor etlichen Jahren habe ich begonnen, ihre Psychothriller zu verschlingen. Mal gefallen sie mir recht gut, mal sind sie nicht mein Fall. Beim vorliegenden Buch bin ich zwiegespalten ...

Der Anfang war noch gut. Man wird in die Situation hineingeworfen und kann alles miterleben. Man beginnt bereits, sich seine eigenen Gedanken zu machen, da man bereits aus dem Klappentext erfährt, wo das Ganze hinführen wird.

Dann aber wird es richtig langweilig. Immer wieder das Gleiche. Immer wieder im gleichen Stil. Ich war genervt. Und kurz davor, das Buch abzubrechen. Aber ich habe der Geschichte dann doch noch eine Chance gegeben, weil sie sich schlagartig änderte.

Die Autorin beschreibt die Situationen sehr gut und man kann sich super hineinversetzen. Ihr Augenmerk liegt klar darauf zu beschreiben, was solch ein Verhalten anrichten kann, welche Gefühle entstehen, wie das Verhalten sich verändert, ... Diese Phase fand ich dann auch spannend zu lesen.

Leider ist das Ende auch wieder vorhersehbar und klischeebehaftet, sodass ich in der Gesamtheit eher keine Leseempfehlung ausspreche.

©2018

Veröffentlicht am 15.02.2018

✎ Arno Strobel - Das Böse unter uns 2 Das Wesen

Das Wesen
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Arno Strobel ist vielen (Thriller)Lesern sicher ein Begriff. Auch mir ist der Name schon oft begegnet, aber erst jetzt habe ich tatsächlich zu einem Buch von ihm gegriffen.

Mit Zeitsprüngen habe ich keine ...

Arno Strobel ist vielen (Thriller)Lesern sicher ein Begriff. Auch mir ist der Name schon oft begegnet, aber erst jetzt habe ich tatsächlich zu einem Buch von ihm gegriffen.

Mit Zeitsprüngen habe ich keine Probleme, aber hier verwirrten sie anfangs ein wenig, da sie wirklich ständig angewandt werden. Kaum hat man sich auf etwas eingelassen, schon wird man wieder herausgerissen. Beim Lesen / Blättern ist dies vielleicht einfacher, beim Zuhören machte es den Einstieg nicht gerade einfach.

Sehr gut herausgearbeitet, empfinde ich das Duell zwischen dem Psychiater und dem Kommissar. Man steht so zwischen den Stühlen, dass man manchmal wahrlich nicht weiß, wem man glauben soll und ständig die Seiten wechselt. Keiner von beiden war mir sonderlich sympathisch, aber ich denke, dies wollte der Autor auch nicht bewirken.

Ein wenig stereotypisch hingegen wirken die anderen Personen. Da war ich an manchen Stellen auch hin und wieder genervt von, wenn zum gefühlt hundertsten Mal das gleiche gesagt wurde.

Sascha Rotermund macht seinen Job gut - da werde ich sicher Ausschau nach halten, was er noch so gesprochen hat.

Regelrecht überrascht war ich dann von der Auflösung. Ist sie das, was ich erwartet hatte oder doch ganz anders? Lest am besten selbst ... Jedenfalls fand ich den Schluss ein wenig konstruiert / hollywoodmäßig, den Weg dahin jedoch gut gewählt.

©2018

Veröffentlicht am 14.02.2018

✎ Annette von Droste-Hülshoff - Die Judenbuche

Die Judenbuche
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Zum Glück musste ich diese Novelle in der Schule nicht lesen, denn auch privat konnte sie mich leider nicht abholen.

Bevor man überhaupt an die Stelle kommt, die im Klappentext beschrieben wird, ist bereits ...

Zum Glück musste ich diese Novelle in der Schule nicht lesen, denn auch privat konnte sie mich leider nicht abholen.

Bevor man überhaupt an die Stelle kommt, die im Klappentext beschrieben wird, ist bereits ein Großteil der Geschichte um. Und dieser ist noch nicht mal sonderlich spannend.

Zwar stellt Annette von Droste-Hülshoff die Personen anschaulich dar und gibt einige Denkanstöße, jedoch ist dies für mich nicht ausreichend, um ein Werk wirklich gut zu finden. Ich wage zu bezweifeln, dass ich es ausgelesen hätte - bei einem Hörbuch habe ich meist mehr Ausdauer. Das ist auch dem Sprecher zu verdanken.

Dies ist ein typisches Buch, welches man im Unterricht totinterpretieren kann und ich niemanden für den privaten Gebrauch empfehlen würde - es sei denn, man steht auf diese Art der Literatur.

©2018

Veröffentlicht am 13.02.2018

✎ Ava Dellaira - Love Letters to the Dead

Love Letters to the Dead
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Dieses Buch durfte bei mir einziehen, nachdem es mir von einer Freundin empfohlen wurde. Sie hatte es jedoch auf Englisch gelesen und ich denke, dass hier das Problem liegt ...

Eigentlich habe ich kein ...

Dieses Buch durfte bei mir einziehen, nachdem es mir von einer Freundin empfohlen wurde. Sie hatte es jedoch auf Englisch gelesen und ich denke, dass hier das Problem liegt ...

Eigentlich habe ich kein Problem, wenn ein Werk in Briefform geschrieben wird. Bei diesem aber störte es mich schon nach ein paar Seiten. Es kam teilweise sehr langweilig herüber, sodass ich manchmal wenig Lust verspürte, den Lesestoff wieder in die Hand zu nehmen.
Dann kamen Passagen, die genau das Gegenteil bewirkten, nämlich dass ich es gar nicht mehr zuklappen wollte. Es war also ein Auf und Ab.

Ava Dellairas Schreibstil ist an die Umgebung und die Zielgruppe angepasst. Heranwachsende werden sich in Laurel bestimmt teilweise wiederfinden. Diese Beschreibungen fand ich sehr authentisch. Aber das waren eben nicht meine Erwartungen. Ich wollte ein außergewöhnliches Buch, bekam jedoch ein eher einfallsloses - eines, welches es zu tausenden da draußen gibt.

Ich habe mir die Zeilen ein wenig emotionaler und vor allem tiefgründiger vorgestellt und hatte bereits meine Markierzettelchen bereitgelegt, die leider nicht zum Einsatz kamen. Keine Stelle hat mich also so berührt, dass ich sie immer wieder nachschlagen wollen würde.

Jugendliche können vielleicht einiges hieraus mitnehmen. Und genau denen würde ich diese Lektüre auch empfehlen. Aber eine generelle Leseempfehlung kann ich dieser Publikation leider nicht aussprechen.

©2018

Veröffentlicht am 12.02.2018

✎ Amy Hatvany - Das Licht zwischen den Wolken

Das Licht zwischen den Wolken
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Amy Hatvany hat mich mit dem vorliegenden Buch wirklich überrascht.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und federnd, sodass man gut durch die Geschichte durchkommt und teilweise gar nicht merkt, wie ...

Amy Hatvany hat mich mit dem vorliegenden Buch wirklich überrascht.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und federnd, sodass man gut durch die Geschichte durchkommt und teilweise gar nicht merkt, wie die Seiten dahinfliegen. Leider gibt es hier und dort auch ein paar Längen, die in der Gesamtheit dann aber nicht mehr groß auffallen.

Man bekommt 3 Sichten präsentiert, die sich auch immer wieder abwechseln. Jeder Strang für sich ist interessant und mit Emotionen gespickt. Als sie dann zusammenlaufen, ergibt dies geballte Emotionalität. Ich denke, als (werdende) Mutter kann man sich hier besonders hineinfühlen.

Sowohl die Charaktere als auch die persönlichen Erlebnisse an sich werden sehr authentisch dargestellt. Man hat das Gefühl, teilweise selbst daneben zu stehen. Manchmal ertappte ich mich dabei, mein Leben, meine Reaktionen mit denen der Protagonisten zu vergleichen und Parallelen oder Unterschiede festzustellen, da es so lebensnah geschildert wurde. Nicht selten unterbrach ich die Lektüre für einen kurzen Augenblick, um meinen Gedanken nachzuhängen.

Eine Sache muss ich ganz besonders herausheben: Es ist keine 0-8-15-Geschichte und das Ende ist ebenfalls total anders, als man es beim Lesen erwartet - und das hat mir sehr gefallen.

Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung an all diejenigen, die ausdrucksvolle Familiengeschichten mögen und gern mal fernab des Mainstreams lesen.

©2018