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Veröffentlicht am 12.01.2020

Ein reizendes Buch mit Hoffnung auf mehr

Neubeginn in Virgin River
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Das Buch „Neubeginn in Virgin River“ von Robyn Carr lädt durch sein romantisch und idyllisch gestaltetes Cover zum verweilen und verlieben ein. Der Einstieg in das Buch schafft es auch schnell, den Leser ...

Das Buch „Neubeginn in Virgin River“ von Robyn Carr lädt durch sein romantisch und idyllisch gestaltetes Cover zum verweilen und verlieben ein. Der Einstieg in das Buch schafft es auch schnell, den Leser gemeinsam mit der Protagonistin Mel Monroe im Kleinstadtleben in Virgin River ankommen zu lassen, doch leider wird es dann mit jeder Seite etwas holpriger…und dabei meine ich nicht nur das Leben in Virgin River. Ein reizendes Buch, mit der Hoffnung auf mehr.

Auf die Grundidee der Geschichte habe ich mich gefreut: Frau erleidet Schicksalsschlag und möchte in einer fremden Stadt völlig neu anfangen. Dass dies natürlich nicht reibungslos verlaufen kann, sollte allen klar sein. Frau lernt dann Mann kennen und eine Liebe kann beginnen.
Theoretisch für mich ein Thema zum abschalten und genießen.
Leider hat mir die Umsetzung der Idee nicht so gut gefallen. Ich hatte ziemlich Mühe, mich im Buch zu verlieren und einen Bezug zu den Protagonisten und der Handlung aufzubauen. Wirre Sprünge zwischen mehreren Handlungen bzw. Charakteren haben bei mir mehrmals für Verwirrung gesorgt. Eventuell wären hier mehrere Kapitel von Vorteil gewesen, denn die Abwechslung wird nur durch Absätze gekennzeichnet und die Kapitel sind allgemein relativ lang gehalten.

Jack, der Barbesitzer und männliche Protagonist des Buches hat ebenfalls einiges erlebt. Seine Geschichte wird uns während der Handlung portionsweise präsentiert. Vom anfangs oberflächlichen und männlichkeitsgesteuerten Mann, lernen wir mit jeder Seite seine liebevolle und fürsorgliche Seite kennen. Als Charakter gefällt er mir sehr und ich konnte einen guen Bezug zu ihm aufbauen.
Mel, die Krankenschwester und weibliche Protagonistin des Buches hat es mir nicht so leicht gemacht. Ihre Trauer wird deutlich beschrieben und ihr Umzug in eine fremde Stadt ist für mich nachvollziehbar, jedoch kann ich mit ihrem Verhalten nicht viel anfangen. Das Luxusleben aus L.A. hat sie nicht wirklich abschütteln können und hat für mich oft oberflächlich und zickig reagiert. Sie entwickelt sich im Buch zwar, jedoch konnte sie mich nicht überzeugen.

Der Schreibstil des Buches ist theoretisch gut zu lesen und durch einen bildhaften Stil schafft er es auch, die Fantasie anzuregen, um sich das idyllischen Virgin Rivergut vorstellen zu können. Einige Wortgefechte sorgen für Unterhaltung und mysteriöse Gestalten aus dem Wald kreieren Spannung, in dem sonst eher mäßig unterhaltsamen Buch. Die Geschichte wirkt für mich langatmig und unnötig langgezogen. Mir fehlt der Nervenkitzel und die Spannung. Dramatische Ereignisse reichen für mich leider nichts aus.

Leider konnte mich die Geschichte nicht packen und ich kann dem Roman insgesamt nur ein „okay“ geben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.12.2019

Spannende Zeitreise in das Jahr 1929

Mydworth - Folge 01: Bei Ankunft Mord
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Gelesen von Demet Fey erlebe ich mit „Mydworth - Bei Ankunft Mord / Ein Fall für Lord und Lady Mortimer“ den ersten Fall für die Eheleute Mortimer in ihrem behaglichen Heimatort Mydworth. Nach ihrer Ankunft ...

Gelesen von Demet Fey erlebe ich mit „Mydworth - Bei Ankunft Mord / Ein Fall für Lord und Lady Mortimer“ den ersten Fall für die Eheleute Mortimer in ihrem behaglichen Heimatort Mydworth. Nach ihrer Ankunft in England hatten sich Harry und Kat eigentlich auf einen gemütlichen Cocktail und schöne Stunden zu zweit gefreut, doch wie so oft im Leben, passiert in dem eigentlich verschlafenen Örtchen während einer Party ein Diebstahl mit fatalen Folgen. Harry und Kat helfen der überforderten örtlichen Polizei bei den Ermittlungen und entpuppen sich hierbei als ein meisterhaft raffiniertes Ermittlerduo.

Der Schreibstil sorgt für ein wundervolles Feeling. Flüssig und mit angenehmer Länge kann man den Kapiteln folgen. Wir befinden uns zwar im Jahre 1929, können uns aber durch die gelungen Beschreibungen und die Floskeln der Charaktere alles wunderbar bildlich vorstellen. Die Epoche wird gut beschrieben und man kann sich als Leser / Zuhörer total in die Zeit zurück versetzen. Die angenehme Stimme der Sprecherin führt die Hörer dabei noch durch 224 Minuten Spannung und Aufregung. Eine wirklich spannende Zeitreise!

Die Charaktere Harry und Kat überzeugen auf ganzer Linie. Sie sind sowohl im Team als auch als Einzelperson wirklich toll gelungen. Mit Witz, Charme und Raffinesse gehen sie auf Verbrecherjagd und unterhalten den Leser / Zuhörer mit ihren intelligenten Gedankengängen. Ihre Liebe zueinander ist während der ganzen Folge spürbar und absolut authentisch. Ihre frische Liebe gibt dem Krimi insgesamt einen tollen Zusatzeffekt und ist dabei stets spürbar.

Insgesamt ist die Folge mit 224 Minuten nicht lang, aber dafür durchweg spannend und ohne unnötigen Schnickschnack. Mir hat der Auftakt dieser Krimireihe wirklich sehr gefallen und ich freue mich bereits jetzt auf neue Abenteuer mit Harry und Kat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.11.2019

Spannungsgeladene Fortsetzung mit Suchtfaktor

Prinzessin der Elfen 2: Riskante Hoffnung
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Achtung! Da es sich bei diesem Buch um den zweiten Band einer Buchreihe handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten!

Nachdem wir im ersten Band „Bedrohliche Liebe“ bereits die ersten Eindrücke der fantastischen ...

Achtung! Da es sich bei diesem Buch um den zweiten Band einer Buchreihe handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten!

Nachdem wir im ersten Band „Bedrohliche Liebe“ bereits die ersten Eindrücke der fantastischen Welt sammeln konnten, können wir nun in Band zwei, gemeinsam mit der Protagonistin Lucy, versuchen, die fremde Welt und ihre Bräuche näher kennen zu lernen.
Lucy war für 9 Jahre verschwunden und gilt als Prinzessin der Elfen als die Thronfolgerin für ihr Volk. Noch immer hat sie es nicht leicht, von ihren Mitschülern akzeptiert zu werden. Nur Daan, der Prinz der Kobolde, steht offensichtlich zu ihr. Zwischen ihnen entwickelt sich eine wahre Romeo-und-Julia-Story. Ihre Anziehung zueinander ist unfassbar groß aber schlichtweg verboten. Es ist sehr spannend ihre gemeinsamen Momente zu erleben und mit ihnen das Geheimnis ihrer Verbundenheit zu hüten.

Lucy hat sich toll entwickelt. Noch immer wirkt sie jung und blauäugig aber mit jedem Geschehnis und jedem Schicksalsschlag reift sie zu einer jungen Frau an. Ihre Persönlichkeit ist zum niederknien. Sie ist fast zu gut für die Welt und muss aufpassen, dass ihr ihre Gutmütigkeit nicht zum Verhängnis wird.
Daan durchlebt ein Wechselbad der Gefühle. Zwischen seinem Verstand, der Pflicht und seinem Herzen liegt ein riesiger Abgrund, welcher ihn fast zu verschlingen droht. Durch einige Perspektivenwechsel im Buch, erleben wir seine Zerrissenheit und können absolut mit ihm mitfühlen.

Insgesamt ist das Buch wieder aus den Perspektiven von Lucy und Daan geschrieben. Ich habe mich dadurch ihrer Geschichte, ihren Gefühlen und ihrem Schicksal noch verbundener gefühlt, als nach Band 1.
Insgesamt ist das Buch sehr detailliert beschrieben und ermöglicht einen besonderen Einblick in die Parallelwelt zur Erde.

Der Plot der Geschichte ist gut durchdacht. Darüber hinaus sorgen einige plot twists für einen unfassbar hohen Spannungsbogen, welcher sich durch das komplette Buch zieht. Das Ende raubt einem durch einen unglaublichen Cliffhanger beinahe den Verstand und die Fortsetzung kann dadurch nicht lange auf sich warten lassen.

Eine spannungsgeladene Fortsetzung, welche mehr als einmal für Aufregung sorgt!

Veröffentlicht am 04.11.2019

Die Liebe soll beflügeln

Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt
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Wenn eines nicht leicht ist, dann ist es das Scheitern und der Verlust einer Beziehung. Das Leben spielt seine eigenen Regeln und genau dies lässt die Autorin Brittainy C. Cherry ihre Protagonisten von ...

Wenn eines nicht leicht ist, dann ist es das Scheitern und der Verlust einer Beziehung. Das Leben spielt seine eigenen Regeln und genau dies lässt die Autorin Brittainy C. Cherry ihre Protagonisten von „Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt“ mehr als deutlich spüren.

Da ich bereits einiges von der Autorin gehört, aber selbst noch nie etwas von ihr gelesen hatte, war ich sehr auf dieses Buch gespannt. Alleine schon das wunderschöne Cover verspricht einiges. Der Einstieg in das Buch gelingt auch sehr gut. Mit einem gekonnt emotionalen Schreibstil, schafft es die Autorin ihren Leser von Anfang an zu packen und mit den Schicksalsschlägen der Protagonisten zu konfrontieren. Und diese gehen definitiv unter die Haut.

Aus wechselnder Sicht von Grace und Jackson erfahren wir die Gedanken und Emotionen der beiden Protagonisten. Rückblenden in die Vergangenheit werden geschickt eingebaut, um der Geschichte noch mehr Tiefgang zu geben.
Die Charaktere selbst sind wirklich gut beschrieben und dargestellt. Wir erleben bei beiden eine unglaubliche Wandlung innerhalb des Buches und dürfen miterleben, wie sehr sie mit sich selbst und dem Leben zu kämpfen haben. Ob es sich schlussendlich auch lohnt, erfahren beide am Ende.

Durch den schönen Schreibstil kann man als Leser am Ball bleiben und sich in der Geschichte verlieren. Emotionale Ausbrüche oder Herzrasen blieben bei mir jedoch aus. Taschentücher habe ich auch keine gebraucht. Mir gefällt jedoch, wie die Autorin mit den Themen der Gesellschaft umgeht und diese in ihrem Buch verpackt. So leicht und locker wie man durch die Seiten fliegen kann, sind diese Themen nämlich nicht: Oberflächlichkeit, Klatsch und Tratsch, Perfektionismus, äußeres Erscheinungsbild und die Meinung anderer sind da nur einige Punkte, welche in dem Buch aufgegriffen werden. Leider sind es oft diese Dinge, welche der heutigen Gesellschaft wichtig sind. Aber sind sie das wirklich? Wichtig?
Die Geschichte regt in diesen Punkten definitiv zum Nachdenken an und hat sich für mich dadurch auf jeden Fall einen Pluspunkt verdient.

Insgesamt können wir mit Grace und Jackson eine tolle Selbstfindungsgeschichte lesen, welche emotional berührt und während des Lesens glücklich macht. Überzeugt hat mich die Autorin durch den schönen Schreibstil und die verschiedenen Charaktere. Bei der Handlung besteht für mich persönlich noch Entwicklungspotenzial, mindert aber das Gesamtbild des Buches nur minimal. Ich wurde gut unterhalten und habe auch einige Lehren aus dem Buch ziehen können.

Auch wenn ich nicht zu 100% überzeugt war, wird die Autorin bestimmt wieder einmal mit einem ihrer Bücher bei mir zu Hause einziehen dürfen. Eine zweite Chance hat schließlich jeder verdient.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl
Veröffentlicht am 25.09.2019

Eine unfassbare Welt voller Intrigen und Gefahren

Kingdoms of Smoke – Die Verschwörung von Brigant
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Bereits das Cover und der Klappentext des Fantasy-Auftaktes von "Kingdoms of Smoke" hat mich in seinen Bann gezogen. Der rote Rauch wirkt einfach nur magisch und kräftig auf mich. Die Bedeutung hinter ...

Bereits das Cover und der Klappentext des Fantasy-Auftaktes von "Kingdoms of Smoke" hat mich in seinen Bann gezogen. Der rote Rauch wirkt einfach nur magisch und kräftig auf mich. Die Bedeutung hinter all dem Rauch, hat mich fasziniert. Aber darüber, müsst ihr selbst etwas herausfinden.

In Kingdoms of Smoke befinden wir uns in einer Fantasy-Welt der Superlative. Diese Welt beinhaltet alles, was man sich im Bereich Fantasy nur wünschen kann.  Ferne Länder, unbekannte Wesen und etwas Magie lassen uns auf eine tolle Reise gehen. Aus der Sicht unserer fünf Protagonsiten erleben wir eine epische und von Anfang an faszinierende Geschichte. 

Der Einstieg in das Buch ist sowohl faszinierend als auch schockierend zugleich. Mit einer Hinrichtung und dessen Brutalität, wird dem Leser schnell klar: Mit diesem König aus dem Lande Brigant ist nicht zu spaßen. Treue und Achtung dem König gegenüber sind das oberste Gebot, wer dagegen verstößt, dem widerfährt ein abscheuliches Schicksal. Die Erkenntnis, dass ihr Vater ein brutales Monster ist, hat auch seine Tochter Prinzessin Catherine. Sie ergibt sich ihrem Schicksal und heiratet auf den Wunsch ihres Vaters den unbekannten Prinzen von Pitoria. Und das alles mit 16 Jahren. 
Ihr Leibwächter Ambrose muss leider auch die unangenehmen Seiten seines Landes kennen lernen und wird sehr schnell zum Gejagten und dadurch zum Flüchtling. Eine falsche Entscheidung, kann bei diesem König schnell zur Hinrichtung führen. 

Der Diener March ist einer der letzten seines Volkes und ist definitiv auf Rache aus. Für diese Rache begibt er sich in fremdes Terrain und benutzt hierbei den Dieb Edyon als Schachfigur für seinen Plan. Edyon will mehr über seine Vergangenheit erfahren und nutzt die sich ihm bietende Gelegenheit und geht auf die Reise mit dem bisher unbekannten Mann March.

Das freche Mädchen Tash hat es faustdick hinter den Ohren. Als Dämonenjägerin hat sie den wohl gefährlichen Job von allen. Ihre Entdeckungen sind vor allem der Schlüssel für den gesamten Verlauf der Geschichte.

Auf eine wirklich gelungene Weise schafft es die Autorin Sally Green die einzelnen Geschichten unserer fünf Protagonisten nebeneinander herlaufen zu lassen. In keinem Moment habe ich mir gedacht, dass diese so unterschiedlichen Charaktere irgendwann aufeinander treffen oder in irgendeiner Weise zusammen gehören könnten. In welcher Verbindung dies geschieht und was sie alle schlussendlich zusammen bringt, dürft ihr selbst herausfinden. Die Auflösung ist jedoch wirklich sehr spannend. Die Feststellung, welche Andeutungen zum Schluss hin bedeutend werden, haben mich begeistert. Jedes Kapitel schafft einen neuen Knoten in der Geschichte und Verbindet die Einzelheiten zu etwas Großem und Ganzen.

Der Schreibstil hilft hierbei ungemein. Man kann nahezu durch die Kapitel fliegen und bekommt nicht genug von der Story. Detailreich und bildhaft können wir uns in der Geschichte verlieren und unserer Vorstellungskraft freien Lauf lassen. Ich persönlich habe mich oft gefühlt, als wäre ich ein Teil der Story. Fesselnd und durchweg spannend erleben wir eine Welt voller Irrungen, Wirrungen, Intrigen, Lügen, Mut, Tapferkeit und Hoffnung. 

Das Ende macht definitiv Lust auf mehr und fühlt sich auch nicht wie ein Ende, sondern eher wie der Anfang einer ganz tollen Fantasyreihe an.

Sally Green hat mit diesem Auftakt wirklich alles richtig gemacht und für mich eine Welt geschaffen, in der ich mich jederzeit wieder verlieren könnte. Sowohl die Handlung als auch die einzelnen Charaktere konnten mich zu jeder Zeit überzeugen und ich bin mir sicher, der Folgeband wird nicht weniger faszinierend sein!