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Veröffentlicht am 19.03.2020

Herzschmerz, Adrenalin und Freude pur

Gods of Ivy Hall
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Alana Falk hat es von Anfang an geschafft, mich mit „Cursed Kiss“ in ihren Bann zu ziehen. Durch die Sprecherin Katja Sallay war ich doppelt begeistert. Ihre Art, ein Buch zu lesen und zu präsentieren ...

Alana Falk hat es von Anfang an geschafft, mich mit „Cursed Kiss“ in ihren Bann zu ziehen. Durch die Sprecherin Katja Sallay war ich doppelt begeistert. Ihre Art, ein Buch zu lesen und zu präsentieren fasziniert und fesselt mich jedes Mal aufs Neue. Sie verpackt das Gelesene mit so viel Emotionen, dass man sich kaum lösen kann und voller Begeisterung der Geschichte lauschen kann.
Zu der Präsentation bildet das Schicksal der Protagonistinnen, die packende Geschichte um die Erfüllung von Pflichten und der verzweifelten Suche nach einem Entkommen die perfekte Ergänzung und machen das Buch zu einer absolut mitreißenden Story!

Gemeinsam mit der Protagonistin Erin erfahren wir, was es bedeutet, wenn ein einzelner Moment, eine einzige Entscheidung, nur ein Gedanke schon, dafür sorgen können, dass sich dein Leben und das Leben deiner Liebsten sich auf einmal komplett verändern kann.
Erin ist nämlich aus Wut einen Pakt mit dem Gott der Unterwelt eingegangen, einen wahren Pakt mit dem Teufel, denn nun muss sie als Rachegöttin Männern mit einem Kuss die Seele rauben und diese an Hades ausliefern. Und dies jede einzelne Woche aufs Neue. Was aus den Männern dann wird kann und will niemand wirklich sagen, aber eines ist Erin klar: Sich zu verlieben darf absolut nicht passieren, denn ein einziger Kuss, ein kleiner unachtsamer Moment ihrerseits und das Leben des Mannes wäre zerstört und er völlig verloren. Einfacher gesagt als getan, denn Erin hat da diesen absolut einzigartigen Typ auf einer Verbindungsparty kennengelernt. Ein Katz-und-Maus-Spiel, ein Spiel mit dem Feuer, ein Tanz auf Messers Schneide und ein wahrer Drahtseilakt beginnt.

Erin hat mich als Protagonistin sofort verzaubert. Ihre sowohl offenherzige als auch uneigennützige Art konnten mich absolut von ihr überzeugen. Ihre Prinzipien sind klar und sie steht auch offen dazu. Sie nutzt ihre Fähigkeiten als Rachegöttin nicht aus, sondern setzt sie so ein, dass der Welt vielleicht sogar etwas Gutes getan wird. Gut auf eine verdrrehte Art und Weise halt. Ich finde ihre Einstellung und ihre Prinzipien sehr löblich und kann sie dabei 100%ig unterstützen. Hier hat sie sich schon meinen vollsten Respekt verdient. Ihre Schlagfertigkeit, ihr Wesen und ihre Art, das Leben zu sehen und zu leben haben dann noch ihr Übriges getan, um eine wirklich tolle Protagonistin zu bilden.

Die Geschichte, in welcher wir und befinden, fesselt vom ersten Moment an. Man befindet sich in einer Schicksalsschlaufe, aus welcher es kein Entrinnen zu geben scheint. Kleine Lichtblicke werden durch neue Herausforderungen und Rückschläge zerstört und sorgen so für einen durchweg hoch gehaltenen Spannungsbogen. Es wird niemals langweilig und der Lesefluss (in meinem Fall Hörfluss) ist absolut gegeben. Sowohl der Humor der Protagonistin, als auch unterhaltsame und emotionale Dialoge zwischen den Hauptfiguren sorgen mehr als einmal für ein Lächeln im Gesicht. Ich selbst konnte mich der Geschichte nicht entziehen und musste unbedingt wissen, wie alles aus- und weitergeht.
Hierbei schafft es Alana Falk sowohl die Herzen ihrer Protagonisten zu quälen als auch das ihrer Leser. Meines wurde während des Hörens, mehr als nur einmal gebrochen, wieder zusammengesetzt um es dann noch brutaler zu zerstören. Ich habe wirklich gelitten. Zu den glücklichen Momenten waren es Wut, Hass, Mitgefühl und Trauer welche während des Lesens aufgekommen sind.
Das Ende?
Niemals hätte ich einen solchen Ausgang in Erwägung gezogen und ich muss wirklich sagen, dass ich erstaunt und zugleich schockiert war. Ich sage euch, eine Achterbahnfahrt der Gefühle ist noch harmlos ausgedrückt!

Der Fortsetzung fiebere ich wirklich entgegen. Ob als Buch oder als Hörbuch ist mir dabei ziemlich egal, aber ich muss es haben!!!
Wer also ein Buch lesen möchte, welches die griechische Mythologie geschickt und auf moderne Art mit der heutigen Welt verknüpft und beim Lesen (oder Hören) für Herzschmerzen, Adrenalin und Freude sogt, sollte sofort zu „Cursed Kiss“ greifen! Meine Empfehlung habt ihr zu 100%!!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.03.2020

Der Tod besiegt alles

Das neunte Haus
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Leigh Bardugo hat mit ihrem Roman „Das Neunte Haus“ einen tollen Fantasy-Thriller erschaffen. Die Kombination aus dem Leben in Studentenverbindungen von Yale und dunkler Magie gelingt ihr hierbei wirklich ...

Leigh Bardugo hat mit ihrem Roman „Das Neunte Haus“ einen tollen Fantasy-Thriller erschaffen. Die Kombination aus dem Leben in Studentenverbindungen von Yale und dunkler Magie gelingt ihr hierbei wirklich tadellos. Dass das Ganze noch um dunkle Geheimnisse, düstere Machenschaften, Verschwörungen und Machtgier ergänzt wird, macht den Reihenauftakt zu einem wirklichen Highlight.
Man kann nur sagen: Die Autorin versteht ihr Handwerk und schafft es wieder einmal ihre Leser in den Bann zu ziehen.

Für mich war der Einstieg in das Buch von „Hä“, „Was“ und „WTF“ geprägt. Als Leser wird man direkt und auf brutalste Weise in die Welt des Neunten Hauses in Yale katapultiert. Die Autorin schreckt hier vor nichts zurück und zeigt gleich, wie blutig und grausam die Welt ist, in welche wir uns begeben. Jedoch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Die Welt, in welche uns Leigh Bardugo katapultiert ist sehr komplex und muss erst einmal verstanden werden. Sobald dieser Moment überschritten wird, kann man sich der Sogwirkung des Buches kaum noch entziehen. Denn egal wie brutal und dunkel alles scheint, es kommt der Realität dabei erschreckend nahe. Themen wie Drogenmissbrauch, Gewalt und Mord machen das Buch zu keiner leichten Kost und rauben einem mehr als einmal den Atem.

Während bei der Handlung das Lesegefühl von „hä“ zu „Aha“ und „Wow“ wechselt, lernt man die Protagonistin Alex bzw. Galaxy Stern kennen. Endlich mal eine Protagonistin, welche nicht in die 08/15 Schublade passt. Ihr Charakter bietet nämlich unglaublichen Tiefgang. Sie hat ein dunkles Geheimnis, ist selbstzerstörerisch und hat eine eindrucksvolle Gabe. Sie ist ein Mädchen, welches die Gabe besitzt., Geister zu sehen. Ihre Wesenszüge werden vor allem durch Sturheit, Zynismus und Sarkasmus geprägt. Ich persönlich finde den Charakter unglaublich gut gelungen. Sie ist nahbar, unglaublich klug und trotz oder vielleicht sogar wegen ihrer Vergangenheit eine unfassbar starke Frau. Als Frischling in Yale wird sie dem Mentor Darlington zugeordnet. Er zeigt wirklich Geduld mit Alex und gemeinsam ergeben sie ein gut aufeinander angepasstes Team.
Auch alle weiteren Charaktere bieten ihre Eigenarten und Besonderheiten. Sie wirken authentisch und echt. Das Buch wird dadurch glaubwürdiger und zugleich erschreckender: Das könnte alles wirklich passieren, oder?

Der Spannungsbogen zieht sich trotz anfänglicher Schwierigkeiten durch die gesamten 528 Seiten und lassen einen kaum los. Durch geschickte Perspektivenwechsel aus Vergangenheit und Gegenwart erhält man häppchenweise Einblicke in die dunkle Magie, welche in den acht alten Verbindungshäusern von Yale praktiziert wird und lernt die Bedeutung des Hauses Lethe kennen. Die Auflösung des grausamen Mordes auf dem Campus verleihen dem Ganzen noch einen tollen Thrill-Charakter. Mit jeder gelesenen Seite sorgen Wendungen, Überraschungen und Ungereimtheiten erneut für Spannung und rauben einem dabei fast dem Atem.

Das Buch in sich ist zwar geschlossen, bietet jedoch noch so viel Raum für Folgebände. Einiges bleibt ungeklärt und wird nicht aufgelöst. Die Spannung bleibt also bestehen.

Alles in allem gehört „Das Neunte Haus“ zu einem meiner Fantasy-Highlights. Eine brutale und ehrliche Welt gepaart mit Magie machen das Buch zu einem Meisterwerk. Der Ideenreichtum der Autorin begeistert und die Brutalität darin raubt einem dem Atem. Eine unglaubliche Welt, rau und dabei erschreckend real.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2020

Was bedeutet es für die Sicherheit seine Freiheit aufzugeben? Wärst du dazu bereit?

Vront
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Yves Grevet entführt seine Leser in „Vront“ in genau eine solche Welt. Die Frage nach dem Preis der Sicherheit ist in den Köpfen der Menschen. Viele akzeptieren den Einfluss der Behörden und befürworten ...

Yves Grevet entführt seine Leser in „Vront“ in genau eine solche Welt. Die Frage nach dem Preis der Sicherheit ist in den Köpfen der Menschen. Viele akzeptieren den Einfluss der Behörden und befürworten das Überwachungssystem, schlussendlich soll es sie ja auch vor Gefahren schützen. Ein Gruppe Jugendlicher möchte diesen Preis jedoch nicht bezahlen. Sie wollen keine totale Überwachung und möchten ihr Leben genießen und frei sein. Aus diesem Wunsch entwickelt sich die Organisation VRONT.

Scott ist ein Gründungsmitglied dieser Organisation. Auf dem Radar der Behörden wird er jedoch in etwas hineingezogen, was sein Leben, das Leben seiner Familie und womöglich das Leben aller verändern wird. Nun muss nur noch herausgefunden werden: Was ist die Wahrheit hinter allem?

Aus der Sicht von Scotts Bruder Stan erleben wir den Einstieg in den Roman. Völlig unwissend von den „Machenschaften“ seines Bruders überwiegt natürlich zuerst das Entsetzen bei Stan. Wie konnte sein Bruder das alles geheim halten? Wieso hat er ihn. Nicht eingeweiht?
Das Gefühl des Entsetzens wird jedoch schnell von der Neugier abgelöst. Stan möchte wissen, in was genau sein Bruder hineingezogen wurde bzw. Welche Gruppe sich hinter all den Fragen versteckt. Durch seine Neugier, seinen Ideenreichtum und seine Intelligenz erfahren wir viel in Bezug auf die VRONT und in Bezug auf das Leben unter totalitärer Überwachung. Da wir diesen ersten Abschnitt aus der Sicht von Stan erleben, erhalten wir einen tiefen Einblick in das Innerste des kleinen Bruders. Die Liebe zu seinem Bruder ist wirklich sehr groß. Stan leidet extrem unter der Situation und versucht alles, um die Hintergründe zu entwirren und Scott zu helfen.

Der zweite Abschnitt erzählt die Geschichte aus Scotts Sicht. Hier werden einige Unklarheiten aufgeklärt und der Blick hinter die Kulissen verrät, wie tief Scott wirklich im Schlamassel steckt. Seine Gefühlswelt wird klar von Angst und Wut dominiert. Angst davor, dass seiner Familie und seinen Freunden etwas geschieht und Wut darüber, wie schlecht die Behörden arbeiten. Für seine Familie und für seine Freunde gibt er sein Leben auf und begibt sich auf einen sehr gefährlichen Pfad!

Insgesamt erhalten wir durch die verschiedenen Perspektiven einen unfassbar guten Einblick in die gesamte Geschichte. Die Spannung wird durch die vielen Unklarheiten stets hoch gehalten. Als Leser konnte ich das Buch kaum aus den Händen halten, da ich nie wusste, wohin mich das nächste Kapitel bringen wird. Die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil des Autors hat mich gefesselt und mich das Buch kaum aus den Händen legen lassen. Angenehme Satzlängen und ein inhaltlich logischer Satzbau haben mir das Lesen definitiv erleichtert. Die Sprache war gut gewählt und inhaltlich absolut passend. Spannend und inhaltlich interessant - ein wahrer Pageturner.

Aus einer Tat kann einfach so schnell ein Sog in die Tiefe werden. Sehr dramatisch und leider sehr wahr. Wie oft erleben wir es, dass aus einem kleinen Handlung eine Kette von Katastrophen wird? Dieses Buch verdeutlicht dieses Schicksal einmal mehr.

Yves Grevet hat mich durch sein Buch eindeutig auch zum Nachdenken gebracht. Wäre ich bereit meine Freiheit für mehr Sicherheit aufzugeben bzw. Einschränken zu lassen? Nein auf keinen Fall. Das Leben überrascht uns jeden Tag und nicht kann immer geplant oder vorausgesagt werden. Ich möchte keine Einschränkungen in meinem Bewegungsradius, ich möchte spontan aufbrechen und die Welt entdecken und zwar so wie es mir gefällt.

Danke an den mixtvision Verlag für dieses tolle und wirklich interessante Buch! Ich habe die Lesezeit unglaublich genossen und kann das Buch wirklich wärmstens empfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2020

Vergangenheit und Gegenwart - so nah und doch so fern

Cold Case - Das verschwundene Mädchen
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Als Fan der Fernsehserie Cold Case hat mich dieses Buch auf Anhieb angesprochen. Das Cover, die Gestaltung und der Klappentext gefallen mir sehr und haben mich auch direkt neugierig gemacht. Durch die ...

Als Fan der Fernsehserie Cold Case hat mich dieses Buch auf Anhieb angesprochen. Das Cover, die Gestaltung und der Klappentext gefallen mir sehr und haben mich auch direkt neugierig gemacht. Durch die Autorin, welche als Kriminalreporterin Expertin für nie aufgeklärte Fälle ist und sich somit in diesem Fach bestens auskennt, waren meine Erwartungen von Anfang an sehr hoch. Ob diese Erwartungen erfüllt wurden? Lest nach:

Mit „Cold Case - Das verschwundene Mädchen“ gibt die Autorin Tina Frennstedt ihr Debüt im Thrillerbereich und startet gleichzeitig eine Buchreihe rund um die sogenannten „Cold Cases“, also Kriminalfälle, welche über Jahre hinweg nicht aufgelöst werden konnten. Für mich reicht das Buch nicht aus, um in die Schiene der Thriller eingereiht zu werden. Für mich ist es dann doch eher ein Kriminalroman. Jedoch soll dies auf keinen Fall abwertend sein!

Tess Hjalmarsson ist für die Ermittlungen in dem Metier der Cold Cases die Expertin. Sie leitet das CC-Team in Malmö und erlebt mit ihren Kollegen einen wirklich unfassbaren Fall, in welchem die Gegenwart und die Vergangenheit näher zusammengehören als man auf den ersten Blick vermuten mag.
Neben der Aufklärung der der Fälle erfahren wir sehr viel über den Background der Ermittlerin. Normalerweise sind Ermittler oft sehr unnahbar oder nicht greifbar. Tess hingegen wird nahezu durchleuchtet. Man spürt sowohl ihr Engagement und ihr Herzblut für ihren Beruf als auch ihre privaten Dispute und Problemchen. Für mich wirkt die Protagonistin dadurch sehr authentisch und nahbar. Sie nimmt ihren Job auf jeden Fall ernst und gibt dem Leser das Gefühl, ein Teil der Ermittlungen zu sein.

Tina Frennstedt schreibt ihr Buch mit kurzen und knackigen Sätzen. Beschreibungen und Gespräche werden kurz und knapp gehalten. Abwechselnde Perspektiven sind dabei ebenso inbegriffen wie Zeitsprünge. Durch diesen Schreibstil und die Art der Erzählung hatte ich während des Lesens oft das Gefühl, auf der Jagd und gehetzt zu sein. Für mich war dies in diesem Fall jedoch sehr passend, da es bei der Aufklärung der Vergewaltigungen, Morde und bei dem verschwundenen Mädchen ja auch wirklich um jede Sekunde geht.

Ich habe während des Lesens wirklich versucht des Rätsels Lösung zu finden, musste jedoch bis zum Ende auf den „Aha-Moment“ warten. Viele Wendungen, Irrungen und Wirrungen sorgen für einen konstanten Spannungsbogen, welcher wirklich erst im letzten Moment seine Erlösung findet.

Alles in allem konnte mich das Buch überzeugen. Eine Ermittlerin, welche mit Herzblut ihrer Arbeit nachgeht und ein Fall, welcher bis zur letzten Seite auf seine Lösung warten lässt. Spannender kann ein Buch doch gar nicht sein, oder? Die Erwartungen wurden definitiv erfüllt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.02.2020

Ein intelligenter und durchweg spannender Thriller

Der Kastanienmann
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Der Autor Soren Sveistrup hat mit seinem Thriller „Der Kastanienmann“ ein durchweg spannendes und undurchschaubares Werk geschaffen. Bereits das Cover wirkt mit seinem düsteren Hintergrund und dem Kastanienmännchen ...

Der Autor Soren Sveistrup hat mit seinem Thriller „Der Kastanienmann“ ein durchweg spannendes und undurchschaubares Werk geschaffen. Bereits das Cover wirkt mit seinem düsteren Hintergrund und dem Kastanienmännchen sehr einnehmend und lässt einen die Geschichte kaum erwarten. Und die kompletten Seiten darauf, fesseln bis zum Ende!

Der Aufbau der Geschichte ist sehr intelligent und gut durchdacht. Diverse Handlungsstränge und mehrere Geschehnisse bilden einen unfassbaren Spannungsbogen und lassen den Leser bis zum Ende im Ungewissen. Die Atmosphäre im Buch ist durchweg düster und undurchschaubar. Trotz der Länge des Buches verliert die Geschichte nie an Nervenkitzel und Aufregung und überzeugt dadurch von Anfang bis zum Ende.

Die Ermittler der Morde wirken auf den ersten Blick sehr undurchsichtig und merkwürdig. Doch genau ihre komplexen Wesenszüge und ihre Eigenarten machen ihre Ermittlungen zu einer wirklich speziellen Angelegenheit. Einen wirklichen Bezug konnte ich zwar zu keinem der beiden Ermittler aufbauen, aber dennoch hat mir ihre Art und Weise sehr gefallen. Ich kann mir gut vorstellen, dass weitere Ermittlungen mit Naia Thulin und Mark Hess folgen werden und wir dann auch noch mehr die Hintergründe der beiden erfahren können.

Alles in allem erleben wir mit „Der Kastanienmann“ einen durchweg intelligenten und spannungsgeladenen Thriller, welcher bis zur letzten Seite den Atem anhalten lässt und mit seiner Auflösung mehr als überrascht! Ich war von dem Buch durchweg überzeugt und kann es jedem Thriller-Liebhaber ebenfalls ans Herz legen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere