Isabell Schönhoff: Das Erbe der Greiffenbergs – Zu neuen Ufern
Das Erbe der Greiffenbergs - Zu neuen UfernAuch wenn „Zu neuen Ufern“ bereits der zweite Teil der Greiffenberg-Saga ist, konnte ich dem Geschehen gut folgen, ohne den ersten Band zu kennen. Klar, es wird an einige Ereignisse aus Teil 1 angeknüpft ...
Auch wenn „Zu neuen Ufern“ bereits der zweite Teil der Greiffenberg-Saga ist, konnte ich dem Geschehen gut folgen, ohne den ersten Band zu kennen. Klar, es wird an einige Ereignisse aus Teil 1 angeknüpft – etwa in Bezug auf den verschwundenen Vater oder die familiären Spannungen – aber vieles wird ausreichend erklärt, sodass man nicht völlig im Dunkeln tappt.
Im Mittelpunkt steht Pauline von Greiffenberg, die versucht, das angeschlagene Familienunternehmen über Wasser zu halten. Gleichzeitig sorgt ihr Bruder Ferdinand für Chaos – zuerst als Stuntman auf Abwegen, später durch seinen Klinikaufenthalt am Chiemsee, wo er auf die lebensfrohe Christina trifft. Die Begegnung bringt frischen Wind in die Geschichte, auch wenn einige Entwicklungen schon sehr zufällig und ein bisschen dick aufgetragen wirken.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, die Kapitel kurz gehalten – perfekt für zwischendurch. Es gibt einige schöne Szenen, vor allem rund um den Chiemsee, aber auch Dramatik, Intrigen und Familienzwist sind dabei. Was mir ein wenig gefehlt hat, war echter Tiefgang – manche Konflikte wurden recht schnell abgehandelt, und nicht jede Wendung war für mich ganz nachvollziehbar.
Fazit: Auch ohne Vorkenntnisse ein gut lesbarer Roman mit solidem Unterhaltungswert. Kein Highlight, aber eine ganz nette Geschichte für zwischendurch – und der Cliffhanger am Ende macht doch ein kleines bisschen neugierig auf Teil 3.