Guter Start, der Mittelteil plätschert vor sich hin, starkes Ende
Der FundWer suchet, der findet.
Wer gefunden hat, was er nicht sucht,
wird vielleicht um sein Leben kämpfen.
Wieder ein neuer Bernhard Aichner, mit seiner unverwechselbaren Art. Allein das schlichte Cover, ...
Wer suchet, der findet.
Wer gefunden hat, was er nicht sucht,
wird vielleicht um sein Leben kämpfen.
Wieder ein neuer Bernhard Aichner, mit seiner unverwechselbaren Art. Allein das schlichte Cover, mit seinem gelben Buchschnitt, hatte mich schon. Kaum angefangen mit der Geschichte, war ich Teil davon.
Gleich zu Beginn weiß der Leser, dass Rita, die Hauptprotagonistin, sterben wird. Sie hat in dem Supermarkt, in dem sie arbeitet, eine Bananenkiste geöffnet und dabei etwas gefunden, was sie mit nach Hause nimmt. Ein folgenschwerer Fehler, denn ab nun sind ihre letzten Tage gezählt.
Dann ist Rita tot!
Der Leser landet in einem Verhör, die Art von Dialogen, die man vom Autor kennt und liebt.
Allerdings hatte ich hier, ab ca. der Mitte, irgendwann das Gefühl, nicht mehr ein Teil davon zu sein, sondern eher ein Betrachter von weitem und die Distanz zwischen der Geschichte und mir, wurde von Seite zu Seite größer. Zeitweise kam es mir nicht so vor, dass es sich hier um einen Thriller handelt.
In dieser Geschichte gilt es herauszufinden, wer Rita auf dem Gewissen hat, doch irgendwann war mir das fast egal. Ich wollte nur noch das Buch beenden...
Doch was tatsächlich zum Ende noch geschah, ließ mein Herz für Bernhard Aichner, wieder höher schlagen. Super inszeniert! Auch, wenn es was nicht neu Erfundenes ist, für mich kam es total überraschend.
Fazit:
Super Idee, aber eine etwas zu langweilig gestaltete Umsetzung im Mittelteil, Das Ende war grandios und überraschend, sodass ich eine eingeschränkte Leseempfehlung vergebe.