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Veröffentlicht am 09.10.2025

Mehr als nur Geheimnisse

Tell Me Secrets (Harrington University)
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In "Tell me Secrets" von Ava Rubin geht es um mehr als nur Geheimnisse. Es geht um Zusammenhalt. Um Freundschaft. Darum einander zu vertrauen, auch wenn es vielleicht nicht einfach scheint, denn an der ...

In "Tell me Secrets" von Ava Rubin geht es um mehr als nur Geheimnisse. Es geht um Zusammenhalt. Um Freundschaft. Darum einander zu vertrauen, auch wenn es vielleicht nicht einfach scheint, denn an der Harrington University geht definitiv nicht alles mit rechten Dingen zu und das wird besonders Liv, nach dem tragischen Tod ihrer Mutter bewusst. Und dann gibt es da auch noch Alex, der in ganz anderen Bereichen als sie verkehrt. Doch was, wenn sie ihm Vertraut und beide zusammenarbeiten?

Mit ihrem Schreibstil schafft Ava Rubin es, dafür zu sorgen, dass man das Buch nur selten aus der Hand legen kann. Sie schafft es eine durchgängige Spannung zu erzeugen, auch wenn einzelne Dinge vielleicht vorhersehbar sind. In Kombination mit einer Lovestory, entwickelt sich eine ganz besondere Atmosphäre, die das Buch und die Protagonisten umgibt.

Die Protagonisten wie Liv und Alex lernt man im Verlauf der Geschichte immer besser kennen. Ihre Handlungen und Motive sind durch die Perspektivwechsel und die Einblicke in ihre Gedankenwelt super nachvollziehbar. Man spürt förmlich, wie sie sich weiterentwickeln. In Kombination mit Livs Freunden ergibt sich so eine interessante Konstellation. Dennoch ist mir das zwischen Liv und Alex in manchen Teilen etwas zu schnell gegangen und hier und da habe ich in ihrer Beziehung auch etwas die Tiefe vermisst. Das aber nur als kleine Info. Denn das was wirklich gezählt hat, war das was die Beiden zusammen geleistet haben.

Die Arbeit der gesamten Gruppe wurde sehr anschaulich beschrieben und es blieb zu keiner Zeit eine Frage offen, wie sie denn an das und das rangekommen sind. Generell war die Story - wie gesagt - mehr als unterhaltsam. Wer als ein Buch sucht, das Vieleis zu bieten hat, der ist bei "Tell me Secrets" und an der Harrington University genau richtig!

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Wirklich beste Zeiten?

Beste Zeiten
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In "Beste Zeiten" rollt Jenny Mustard das Leben der 21 und bald 22 Jahre alten Sickan auf, die zum Studieren nach Stockholm gezogen ist. Sie erzählt von Freundschaften, der Liebe, Familie und den Zweifeln, ...

In "Beste Zeiten" rollt Jenny Mustard das Leben der 21 und bald 22 Jahre alten Sickan auf, die zum Studieren nach Stockholm gezogen ist. Sie erzählt von Freundschaften, der Liebe, Familie und den Zweifeln, die einen durch das Leben begleiten.

Durch ihre Aufarbeitung des Lebens von Sickan mit allen Höhen und Tiefen schafft Jenny Mustard es, Sickans Leben äußerst realistisch darzustellen. Durch die Gedanken und Emotionen, die aufgeschrieben wurden, ist es oftmals ein leichtes, die Reaktionen von Sickan nachzuvollziehen, was zudem besonders bedingt ist durch den Schreibstil. Die einfache Wortwahl und der unkomplizierte Satzbau mit einfachen Dialogen lässt es ein leichtes werden, nur so durch die Seiten zu fliegen.
Allerdings haben mich die zwischenzeitlichen Sprünge in Sickans Kindheit aus dem Konzept gebracht, da sie nie wirklich klar gekennzeichnet wurden und ich mich so beim Lesen, erstmal wieder zurechtfinden musste. Die Rückblenden tragen allerdings dazu bei, Sickan als Charakter besser zu verstehen. So bleibt sie bei weitem nicht so blass, wie die Nebencharaktere, die sie durch ihr Leben begleiten.

Durch diese Geschichte fühlt man sich nicht mehr allein, gerade wenn man sich in seinen Zwanzigern befindet. Die sollen bekanntlich die beste Zeit sein im Leben, aber das ist einfach nicht immer so. Und das zeigt Jenny Mustard mit diesem Buch auf eindringliche Weise: Es ist okay, mal nicht zu wissen wohin mit sich. Zweifel zu haben, wohin man gehen soll. Zu hinterfragen, ob Freunde wirklich Freunde sind – und was ist das eigentlich mit der Liebe? Man fühlt sich verstanden.

Deshalb ist dieses Buch eine Empfehlung für alle, die sich im Leben und in ihren Zwanzigern mal verloren fühlen. Es ist normal Zweifel zu haben und nicht zu wissen, was gerade eigentlich abgeht.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Phasenweise zu oberflächlich

Silver Elite
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"Silver Elite" von Dani Francis ist ein Buch, das uns in eine andere Welt entführt. Eine Dystopie, deren dunkle Seiten nach und nach aufgedeckt werden. Eine Liebesgeschichte, die nicht immer den Anschein ...

"Silver Elite" von Dani Francis ist ein Buch, das uns in eine andere Welt entführt. Eine Dystopie, deren dunkle Seiten nach und nach aufgedeckt werden. Eine Liebesgeschichte, die nicht immer den Anschein einer Lovestory erweckt. Wir stürzen uns mit den Protagonisten in ein Abenteuer in eine Eliteeinheit, aus der nicht jeder lebend wieder herauskommt.

Mit der Silver Elite hat Dani Francis eine Eliteeinheit kreiert, die viele verschiedene Facetten hat und deren hartes Training man erstmal überstehen muss. Manchmal war es eine Qual, wenn man gelesen hat, was Wren alles durchmachen musste.
Wren als Protagonistin selbst ist selbstbewusst und entwickelt sich besonders nach einem schweren Schicksal zu einer Kämpferin. Ihre Beziehung zu Cross entwickelt sich auch mit der Zeit. Allerdings geht es besonders hier, sehr oberflächlich zu und tiefe Emotionen und Gefühle sind ganz klar Fehlanzeige über zwei Drittel des Buches. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen zu den andren Protagonisten bleiben oft auf der Strecke und so richtig viel erfährt man über sie auch nicht wirklich.

Dafür hält die Geschichte aber die ein oder andere Wendung parat, mit der man nicht wirklich rechnet. So wird es besonders gen Ende richtig spannend. Ergänzend durch den Schreibstil ist es dann nur schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Denn der Schreibstil ist sehr anschaulich und durch die leichte Wortwahl fliegt man nur so durch die Seiten. Gerade auch die Entwicklung der Mods, der sich Dani Francis gewidmet hat ist ihr gut gelungen. Die Telepathie wird in den passendsten Momenten ins Spiel gebracht und generell haben die verschiedenen Fähigkeiten mehr Variation ins Spiel gebracht.

Fest steht auf jeden Fall, dass ich auf den zweiten Band sehr gespannt bin, da noch viele Fragen unbeantwortet geblieben sind. Wer sich also in eine neue Dystopie stürzen möchte und kein Problem damit hat, dass die Geschichte Phasenweise absolut nicht tiefgreifend ist, was besonders die Lovestory angeht, der ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Steine des Lebens

Drei Tage im Schnee
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"Drei Tage im Schnee" von Ina Bhatter ist ein Buch, das zum Nachdenken und Reflektieren anregt. Auf gerade mal 170 Seiten schafft Ina Bhatter es uns Lesern zu verdeutlichen, wie wichtig es ist zu Leben. ...

"Drei Tage im Schnee" von Ina Bhatter ist ein Buch, das zum Nachdenken und Reflektieren anregt. Auf gerade mal 170 Seiten schafft Ina Bhatter es uns Lesern zu verdeutlichen, wie wichtig es ist zu Leben. Wie wichtig es ist, sich daran zu erinnern, was man als Kind so besonders geliebt hat.

Mit Hannah und Sophie hat sie zwei Protagonistinnen erschaffen, die sic gegenseitig zum Leuchten bringen. Hannah, die eine Auszeit von ihrem stressigen Alltag und der Arbeit braucht und versucht wieder zu sich selbst zu finden. Sophie, das kleine Mädchen mit dem roten Schneeanzug, das neugierig in das Leben geht und einfach alles entdecken möchte. Sie öffnet Hannah die Augen. In den kurzen Kapiteln, entstehen viele einzelne Geschichten und Momente aus Hannahs Leben werden aufgegriffen.
Hannah ist einfach authentisch geschrieben. Sie wirkt echt und realistisch. Man erkennt sich in ihr wieder.

Das hängt auch mit dem Schreibstil zusammen, der nicht gestellt ist, sondern voller Gefühl und manchmal wird einem auch mit etwas Wucht die Realität vor Augen geführt.
Da kommt dann auch wieder das Glas mit den Steinen ins Spiel, das über das gesamte Buch hinweg immer wieder auftaucht. Besonders die Steine als Metapher in dem Glas bleiben hängen und sind ein Detail, das nachhaltig im Gedächtnis bleibt.

Generell ist dieses Buch – auch beeinflusst durch das Setting – ein Buch, das jeden daran erinnert, was man nicht aus den Augen verlieren soll. Eine Empfehlung für alle, die mehr als nur drei Tage im Schnee verbringen wollen. Für alle, die sich auch wieder in den Schnee legen und Schneeengel machen wollen.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Herbstlich und cozy

Copenhagen Cinnamon 1. Delicate
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"Copenhagen Cinnamon" ist der Inbegriff von Herbst. Wer sich nach einem gemütlichen Setting, Blättern die von Bäumen fallen und einfach nach einer gemütlichen Stimmung sehnen, sind hier richtig. In diesem ...

"Copenhagen Cinnamon" ist der Inbegriff von Herbst. Wer sich nach einem gemütlichen Setting, Blättern die von Bäumen fallen und einfach nach einer gemütlichen Stimmung sehnen, sind hier richtig. In diesem Buch treffen wir auf Jonna und Mads, deren Leben unterschiedlicher nicht sein könnte. Nach und nach lernen wir sie besser kennen und erfahren das ein oder andere verborgene Detail aus ihrer Vergangenheit.

Doch zuerst einmal das Setting: herbstlich, cozy und einfach nur zum Wohlfühlen. Das Café, die Stadt und alle anderen Schauplätze harmonieren einfach perfekt zusammen und durch die guten und bildlichen Beschreibungen ist es ein leichtes, sich alles vorzustellen. Der Schreibstil von Stefanie Neeb ist super authentisch und lässt die Protagonisten wirklich lebendig werden. Wenn man einmal im Buch angekommen ist, dann fliegt man nur so durch die Seiten und die ein oder andere Länge erscheint vielleicht nicht mehr ganz so lang.

Im Laufe der Geschichte werden zudem die Protagonisten immer vielschichtiger. Besonders die Vergangenheit von Mads hat mich in ihren Bann gezogen und nach und nach habe ich ihn und sein Verhalten immer besser verstehen können. Jonnas Vergangenheit und Zukunft waren dagegen schon recht schnell klar – die Zukunft besonders, wenn es nach ihrem Vater ging. Hervorzuheben sind aber auch die Dialoge zwischen Jonna und Mads die einfach nur Spaß gemacht haben. Es war einfach schön zu sehen, wie die Zwei miteinander agieren. Die Nebenprotagonisten haben die Geschichte noch bunter gestaltet und auch ein bisschen angehoben.

Insgesamt hat mich die Geschichte wirklich positiv überrascht und einfach perfekt in den Herbst gepasst – das sieht man ja alleine schon am Cover.
Es ist dementsprechend eine Empfehlung für alle, die sich nach einer Liebesgeschichte in einem herbstlichen Wohlfühlsetting sehnen.

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