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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2026

Amüsante Geschichte mit vielen Ideen, setzt aber zu viel Wissen über den ersten Teil voraus

Der Duft von Ingwerkeksen
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Mir hat sehr gut gefallen, wie Jodi Taylor durch ihre Story führt. Ihre vielen Einfälle zur Handlung und zu den Dialogen bereichern die Geschichte mit interessanten Kleinigkeiten, machen sie abwechslungsreich ...

Mir hat sehr gut gefallen, wie Jodi Taylor durch ihre Story führt. Ihre vielen Einfälle zur Handlung und zu den Dialogen bereichern die Geschichte mit interessanten Kleinigkeiten, machen sie abwechslungsreich und lebhaft. Dabei wird trotzdem der Rote Faden verfolgt und die Geschichte stringent erzählt. Ich fand sie amüsant auch durch das Verhältnis der Figuren zueinander, das den etwas dominanten, aber liebenswerten Hausherrn durch kleine Gesten seiner Mitmenschen frech eingrenzt. Der Esel, der in dieser Story eine tragende Nebenrolle hat, hat zudem einigen Unterhaltungswert. Schade fand ich, dass zu viel an Wissen vorausgesetzt wird. Man kann die Geschichte durchaus verstehen, ohne den vorausgehenden Roman gelesen zu haben. Mich hat allerdings einiges irritiert, weil ich den ersten Teil nicht kenne. Zwar ließ ich mir egal sein, wer da in der ersten Szene genau am Tisch sitzt. Als jedoch die Rede von Thomas war, was er gesagt hätte und dass er nun nicht mehr da sei, wollte ich schon wissen, wer da wohl gestorben ist: niemand - Thomas ist der unsichtbare Freund der Hausherrin Jenny, der erstmals auftrat, als Jenny 13 Jahre alt war, die Gestalt eines großen goldenen Pferds hatte, nach Ingwerkeksen duftete, und verschwand, als Jenny die schweren Zeiten überwunden hatte. So spielt der Titel nicht nur auf die Weihnachtszeit an, in der die Story anberaumt ist, sondern auf einen verlorenen Freund. Ich gebe dieser Geschichte 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Lebhafter, effizienter Schreibstil, realistische, glaubwürdige Farstellung

Auf diese Art zusammen
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Mir hat diese Kurzgeschichte sehr, sehr gut gefallen. Die Autorin Jojo Moyes hat eine Art, einerseits gleichzeitig effizient und anschaulich, andererseits auch überraschend zu erzählen. Es gibt keine detaillierten, ...

Mir hat diese Kurzgeschichte sehr, sehr gut gefallen. Die Autorin Jojo Moyes hat eine Art, einerseits gleichzeitig effizient und anschaulich, andererseits auch überraschend zu erzählen. Es gibt keine detaillierten, langatmigen Beschreibungen z. B. von Handlungen, welche die Vorstellung des Lesers unnötig lenken. Die Autorin erzählt, was auf der Ebene darüber passiert, und eröffnet damit, während die Situation dargestellt wird, Einblicke in Gedanken und Gefühle der handelnden Figuren. Ihre Dialoge haben kleine Einschübe, die auflockern, aber zudem helfen, die Figuren zu charakterisieren. Sehr glaubwürdig beschreibt Jojo Moyes die schwierige Situation des Lockdowns, welche die Hauptfigur Lou einerseits von ihrem Mann trennt, sie andererseit zu einem Leben mit den Eltern zwingt. Angst, der Wille, das Problem zu überwinden, und die Belastungen und Absurditäten der Pandemie werden deutlich. Die Autorin hat es geschafft, dies in überwingend munterem Ton zu schreiben. Wo es traurig wird, konnte sie dem Ganzen einen Anstrich von Zuversicht zu geben, und ist dabei realistisch und glaubwürdig geblieben. Das Ende fand ich etwas hastig. Nur aufgrund der Kürze des Textes vergebe ich keine 5 Punkte, sondern nur 4.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Nichts Besonderes, klingt bekannt, am Ende abgeschnitten

Herzklopfen im Cottage am Strand (Teil 1)
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Das ... leitet in die Irre, denn an der Stelle ist Schluss und wer wissen möchte, wie es weitergeht, muss die anderen drei Teile lesen. Der Roman wurde nämlich unschön aufgeteilt und man hat es hier nicht ...

Das ... leitet in die Irre, denn an der Stelle ist Schluss und wer wissen möchte, wie es weitergeht, muss die anderen drei Teile lesen. Der Roman wurde nämlich unschön aufgeteilt und man hat es hier nicht mit einem Kurzroman zu tun, der irgendeine Form des Abschlusses hätte. Weder inhaltlich noch sprachlich ist der Text etwas Aussergewöhnliches. Eher hatte ich den Eindruck, dass es Ähnlichkeiten gibt zu den Romanen einer anderen Autorin, die ich eben gelesen hatte. Es wirkt alles austauschbar und konventionell. Wieder haben wir eine Frau vor uns, die ganz toll ist, obwohl sie selbst nicht daran glaubt. Ihre Bescheidenheit und Selbstzweifel nervten mich genauso wie das dicke Lob, das sie von allen Seiten bekommt. Wieder sind die Männer, die Merry trifft, die schönsten überhaupt und man muss sich nicht anstrengen, ihre liebenswerte Seite zu entdecken. Es knistert aber Null, weil mir das zu wenig ist, dass ein Typ wie Clark Kent oder ein Wikinger aussieht, und weil Sie sich wieder gegen die Liebe sperrt, die Liebe angeblich keine Zukunft hat. Die Szene, in der Sie von Ihm kalt-böswillig im Lokal verlassen wird, kam mir ebenso bekannt vor - wie 100x gesehen oder gelesen. Und als Merry über die Trennung dachte, ihr Ex würde angekrochen kommen und um Vergebung betteln, mochte ich sie schon nicht mehr, weil das mehr nach verletztem Stolz als nach gebrochenem Herz klang. Die Nachbarin Sheila machte mich neugierig, die mit 80 immer noch joggt und ein Buch mitgehen lässt. Beschreibungen bedienen sich der üblichen Bilder, die sich zudem öfter wiederholen. Allerdings fand ich interessant, was zu Orkney und den Nachbarinseln bzw. deren Sehenswürdigkeiten berichtet wurde. Die Sätze sind tendenziell eher lang. Trotzdem lässt sich der Text flüssig lesen. Ich gebe ihm 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Solide Unterhaltung, lebhaft und abwechslungsreich

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 1: Das vergiftete Fest
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Zunächst erinnerte mich der Klappentext an den Inhalt zweier Krimis, welche ich im letzten Jahr gelesen hatte und die mir nicht gefallen hatten. Doch der Roman überraschte bald positiv. Einerseits sprachlich, ...

Zunächst erinnerte mich der Klappentext an den Inhalt zweier Krimis, welche ich im letzten Jahr gelesen hatte und die mir nicht gefallen hatten. Doch der Roman überraschte bald positiv. Einerseits sprachlich, da sich der Text geschmeidig lesen ließ. Die Bilder sind zwar oft konventionell, konnten teils aber auch überraschen. Andererseits fand ich die Geschichte sehr gut koordiniert. Die einzelnen Aspekte der Handlung sind für meinen Geschmack geschickt mit einander verwoben worden. Innerhalb eines Kapitels gehen sie fließend in einander über und der Text wird dadurch lebhaft und abwechslungsreich. Die Story an sich fand ich einfach: eine junge Frau kommt in einen kleinen Ort und wird alsbald des Mordes verdächtig. Aber nicht so sehr, dass sie nicht selbst ihre Nase in die Angelegenheit stecken könnte. Der Kommissar ist muffig, aber auch attraktiv. Seine Untergebenen sind Typ Dietmar und Bärbel (siehe "Mord mit Aussicht"). Es gibt verschiedene Andeutungen auf die Vergangenheit, welche sich jedoch in diesem ersten Band der Reihe "Vino, Mord und bella Italia" nicht entwickeln. Daher ist die Story nicht besonders komplex. Eigentlich hätte ich recht bald den Mörder gefunden, wenn, wie ich im Rückblick feststellte, der Realität keine Verschnaufpause verordnet worden wäre. Ob schriftstellerische Freiheit oder Unwissenheit, das hat mir nicht gefallen. Ich finde es unsportlich, wenn dem Leser verwehrt wird, auf die Lösung zu kommen. Die war übrigens eine recht klassische. Allerdings fand ich den Roman trotzdem bis auf das Ende recht gut gemacht. Zum Schluß wird es überdramatisch und unrealistisch (hat sich jemand eine Tabasco-Flasche überhaupt einmal angesehen). Es kommt jedoch zu einem runden Abschluß und es gibt dezente Andeutungen auf den Fortgang der Serie (eine Frau zwischen zwei Männern). Gestört hat mich, dass eine Frau Nicola hieß, obwohl Nicola wie Andrea im Italienischen männlich ist. Im Text wurden so viele italienische Wörter und Redewendungen verwendet, dass es schade ist, dass dieses Detail übersehen wurde. Die italienischen Ausdrücke kann man gut verstehen, weil sie unmittelbar übersetzt wurden. Allerdings fand ich diesen Kunstgriff, um italienisches Flair zu erzeugen, zu gewollt; bei mir hat es nicht gewirkt. Insgesamt war die Unterhaltung aber solide; der erste Band hat durchaus neugierig auf die Fortsetzung gemacht und ich bewerte den Roman daher mit 3 Sternen.

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Veröffentlicht am 10.12.2025

Abgebrochen, weil absurd und uninteressant weitschweifig

Mindmachines (Mensch++: Buch 1)
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Inhalt: Mike/Misha Cohen ist sehr reich und deshalb kann er seine Mutter, deren Gehirn durch einen Unfall beschädigt wurde, in einer experimentellen Studie unterbringen. Eine Injektion mit Brainozyten ...

Inhalt: Mike/Misha Cohen ist sehr reich und deshalb kann er seine Mutter, deren Gehirn durch einen Unfall beschädigt wurde, in einer experimentellen Studie unterbringen. Eine Injektion mit Brainozyten soll ihre Gehirnfunktion verbessern. Obwohl Mike mit der Studie und dem Wissenschaftler-Team bestens vertraut ist, sorgt er sich, dass bei diesem Eingriff etwas schief gehen könnte. Und tatsächlich passiert etwas. Allerdings in gänzlich unterwarteter Form.

Bewertung: Ich hatte bereits ein Buch des Autors gelesen, welches ich "interessant, aber zu detailreich" gefunden hatte. Und in der vorliegenden Geschichte gab es nun dermaßen viele Details, dass ich sie im 5. Kapitel abgebrochen habe. Der Anfang gefiel mir bereits nicht: ein Traum, und dagegen habe ich grundsätzlich etwas. Meist wirkt auf mich so ein Traum in einem Roman wie ein Füllsel. Hier meinte der Autor vermutlich, dass er am Anfang einen Knaller/Action bräuchte, weil sich die drei folgenden Kapitel fast ereignislos darstellen. Es wird viel erzählt von Mike, von seiner Familie und von einzelnen Figuren im Projekt und wie Mike zu ihnen steht. Mir war das alles zu ausführlich, zu weitschweifig und es hat mich bald nicht mehr interessiert. Ich entwickelte eine Abneigung, diesen Roman zu lesen, und musste mich mehrmals überwinden, weiterzulesen, bis ich ins 5. Kapitel kam, wo dann endlich etwas geschieht: Mike wird niedergeschlagen und es kommt zu einer Verfolgungsjagd. Ich hatte gelesen, dass die Geschichte schwer in Fahrt kommt, dann aber durchaus noch spannend wird - für mich leider nicht: Die Spannung wird aufgerieben in den Details, die kein Mensch braucht. Ich fand es beispielsweise geradezu absurd unrealistisch, dass Mike, als er eins auf die Nase bekommt und eigentlich hinter dem Angreifer hinterher will, überlegt, ob er sich wie in Boxer nach dem KO fühlt. "Ich entscheide jetzt und hier, ich würde jeden Beruf, sogar Politiker, dem eines Boxers vorziehen." denkt er, als er sich sortiert, um den Angreifer verfolgen zu können. Kurz danach läuft er auf seiner Jagd durch ein Treppenhaus und erzählt dem Leser, dass sein T-Shirt voller Blut ist (ok), dass er als Kind häufig Nasenbluten hatte (okee), dass er am MIT wegen der trockenen Heizungsluft häufig Nasenbluten hatte (???), dass er am MIT von seinem Mitbewohner wegen seines "großen Zinkens" immer aufgezogen wurde und sein Conter darauf der mit der Nase eines Mannes und dessen Johannes gewesen ist - da stimmt doch was nicht mit Mikes Gedankengang oder der Erzählweise des Autors, wenn man sich dermaßen weit vom Gegenstand der Situation (eine Verfolgung) entfernt. Als Mike sich dann ins Auto setzt und sein elektronischer Fahr-Assistent schlimmer als jeder Beifahrer Mikes Fahrkünste kommentiert, war ich raus. Ich fand das Null lustig und erneut zu tiefst unrealistisch, dass man bei einer Hetzjagd die Nerven hätte, sich mit einem Blechdeppen zu unterhalten. Daher habe ich das Buch endgültig abgebrochen. Weil ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, wie ich die beiden weiteren Bände dieser Trilogie schaffen sollte, gebe ich diesem Roman 1 Stern.

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