Amüsante Geschichte mit vielen Ideen, setzt aber zu viel Wissen über den ersten Teil voraus
Der Duft von IngwerkeksenMir hat sehr gut gefallen, wie Jodi Taylor durch ihre Story führt. Ihre vielen Einfälle zur Handlung und zu den Dialogen bereichern die Geschichte mit interessanten Kleinigkeiten, machen sie abwechslungsreich ...
Mir hat sehr gut gefallen, wie Jodi Taylor durch ihre Story führt. Ihre vielen Einfälle zur Handlung und zu den Dialogen bereichern die Geschichte mit interessanten Kleinigkeiten, machen sie abwechslungsreich und lebhaft. Dabei wird trotzdem der Rote Faden verfolgt und die Geschichte stringent erzählt. Ich fand sie amüsant auch durch das Verhältnis der Figuren zueinander, das den etwas dominanten, aber liebenswerten Hausherrn durch kleine Gesten seiner Mitmenschen frech eingrenzt. Der Esel, der in dieser Story eine tragende Nebenrolle hat, hat zudem einigen Unterhaltungswert. Schade fand ich, dass zu viel an Wissen vorausgesetzt wird. Man kann die Geschichte durchaus verstehen, ohne den vorausgehenden Roman gelesen zu haben. Mich hat allerdings einiges irritiert, weil ich den ersten Teil nicht kenne. Zwar ließ ich mir egal sein, wer da in der ersten Szene genau am Tisch sitzt. Als jedoch die Rede von Thomas war, was er gesagt hätte und dass er nun nicht mehr da sei, wollte ich schon wissen, wer da wohl gestorben ist: niemand - Thomas ist der unsichtbare Freund der Hausherrin Jenny, der erstmals auftrat, als Jenny 13 Jahre alt war, die Gestalt eines großen goldenen Pferds hatte, nach Ingwerkeksen duftete, und verschwand, als Jenny die schweren Zeiten überwunden hatte. So spielt der Titel nicht nur auf die Weihnachtszeit an, in der die Story anberaumt ist, sondern auf einen verlorenen Freund. Ich gebe dieser Geschichte 4 Sterne.