Eine Frau geht ihren Weg
Weit hinterm HorizontZum Inhalt:
Bremerhaven, Ende des 19. Jahrhunderts: Die junge Clara Elkart träumt seit jeher davon, ihren Onkel in Hawaii zu besuchen, der dort eine Plantage führt. Als ihr Vater sie mit einem preußischen ...
Zum Inhalt:
Bremerhaven, Ende des 19. Jahrhunderts: Die junge Clara Elkart träumt seit jeher davon, ihren Onkel in Hawaii zu besuchen, der dort eine Plantage führt. Als ihr Vater sie mit einem preußischen Offizier verheiraten will, flieht sie aus ihrem Elternhaus und reist mit Hilfe ihrer Tante nach Hawaii. Bei ihrer Ankunft erfährt sie jedoch, dass ihr Onkel vor Kurzem gestorben und sie seine Alleinerbin ist. Mithilfe des faszinierenden Hawaiianers Komo gelingt es ihr, die Plantage zu neuer Blüte zu bringen. Doch das Inselkönigreich ist in Gefahr, und bald schon gerät Clara zwischen die Fronten eines lange schwelenden Konflikts, der sie alles kosten könnte, was sie sich aufgebaut hat.
Die Hauptfigur, Clara Elkart, ist eine sympathische und mutige junge Frau, die mit ihrem Vater bricht und sich allein auf die Reise nach Hawaii aufmacht. Dort angekommen wird sie vor vollendete Tatsachen gestellt und ist gezwungen, sofort eine Entscheidung über den weiteren Verlauf ihres Lebens zu fällen - auf und mit der Plantage einerseits, ihres Liebeslebens andererseits. Clara übernimmt Verantwortung, folgt ihrem Herzen, geht ihren eigenen Weg und lässt sich auch durch Schwierigkeiten, Anfeindungen und Drohungen nicht davon abbringen. Mitunter getrieben vom Mut der Verzweiflung beweist sie - auch mit Unterstützung einiger Freunde - ein Durchsetzungsvermögen und eine Konsequenz, die in der damaligen und vor allem durch Männer dominierten Zeit Anerkennung verdient haben.
Die Autorin Tara Haigh versteht es geschickt, in die Geschichte Informationen zum damaligen politischen Geschehen sowie zum gesellschaftlichen Leben, insbesondere der ausgewanderten Deutschen, auf Hawaii einfließen zu lassen. Detailreiche Schilderungen von Land und Leuten komplettieren das Bild.
Das Lesen dieses Buches hat Spaß gemacht. Der historische Roman ist unterhaltsam und abwechslungsreich, da er von Mord über Intrigen, Freundschaft und Liebe alles beeinhaltet - und das Familiengeheimnis fehlt natürlich auch nicht.