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Veröffentlicht am 02.08.2019

Das war wohl nichts...

Wild Hearts - Kein Blick zurück
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Sorry not sorry. Das war nichts. Was für eine Liebesgeschichte war das bitte? Der Plot?? Der grauenhafte eklige Protagonist?? Ich habe seit langem kein Buch mehr gelesen, welches ich so schrecklich fand. ...

Sorry not sorry. Das war nichts. Was für eine Liebesgeschichte war das bitte? Der Plot?? Der grauenhafte eklige Protagonist?? Ich habe seit langem kein Buch mehr gelesen, welches ich so schrecklich fand. Der Plot an sich hätte etwas werden können, was daraus letztendlich gemacht worden ist, ist ?.

Ein paar Punkte zu dem Protagonisten Finn, der ja auch so gut aussieht und sooooo nett ist:
1.) Der Typ bricht bei ihr ein. Einfach so. Mitten in der Nacht. Sie nimmt es einfach hin.
2.) Der Typ sagt ihr, dass er sie wann immer er will küssen darf, obwohl sie ihm NEIN sagt.
3.) Der Typ sagt ihr, dass sie ihm gehöre. Sie sagt ihm, dass sie niemanden gehört. Keine zwei Sätze weiter schreit sie, dass sie doch im gehört. WFT?!
4.) Der Typ überfährt sie beinahe und es ist ihm völlig egal. Ist ja nichts dabei, wenn man betrunken am Steuer sitzt und jemanden fast umbringt. Die Protagonistin regt sich darüber vielleicht fünf Minuten auf. No big deal.
5.) Seine Ex hatte ein Drogenproblem. Seine Lösung: Die Ex bei sich für eine Woche einsperren. Der Typ war sooo stolz, dass er dafür gesorgt hat, dass sie nach einer Woche(!!!!) clean geworden ist.

Und das sind nur ein paar Punkte, die mir über den Protagonisten Finn und die Protagonistin Sawyer einfallen.

Da gibt es noch die Polizistin Josh, mit der sich Sawyer sofort anfreundet. Mit Josh möchte ich gar nicht erst anfangen, denn da gibt es auch noch einige Punkte, die mich an ihr unglaublich gestört haben.

Allgemein: NEIN. NEIN ZU DIESEM BUCH. UND NEIN ZU DER AUTORIN.

Veröffentlicht am 22.04.2019

Eine Geschicht mit viel Potenzial

Magisterium
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Callum Hunt hat eins von seinem Vater gelernt: Betrete unter keinen Umständen das Magisterium. Doch als Callum zur magischen Prüfung antritt und alles mögliche tut um durchzufallen, geschieht etwas ganz ...

Callum Hunt hat eins von seinem Vater gelernt: Betrete unter keinen Umständen das Magisterium. Doch als Callum zur magischen Prüfung antritt und alles mögliche tut um durchzufallen, geschieht etwas ganz Eigenartiges: Obwohl er als Schlechtester abschneidet, wird er trotz allem ausgewählt das Magisterium zu besuchen. Dort wird er von Master Rufus als Magier ausgebildet. Doch irgendetwas scheint nicht zu stimmen... irgendetwas Bösartiges scheint die Magier zu bedrohen.

Cover:
Das Cover kann man mit einem Wort beschreiben: Wunderschön. Wenn man das Buch auf den Kopf stellt, sieht man, dass der Titel 'Magisterium' ein Ambigramm ist. Das heißt, dass man ihn auch Kopf über lesen kann. Das Cover ist mit kupferfarbener Schrift bedruckt. Der Buchschnitt ist einfach ein Traum! Er ist nämlich auch in Kupfer und glitzert total schön.

Meine Meinung:
Viele kennen wahrscheinlich die Autorinnen dieses Buches. Cassandra Clare ist berühmt für ihre Schattenjäger-Reihe und Holly Black für ihre Spiderwick-Reihe. Man kann also nur eine sensationelle Geschichte erwarten, oder nicht?!

Am Anfang war es für mich leider etwas schwer reinzukommen. Der Schreibstil der Autorinnen ist flüssig und leicht zu verstehen, aber meiner Meinung nach vom Leser eher distanziert. Das heißt, ich konnte mich nicht immer in Callum hineinversetzen und mit ihm mitfühlen. Nach ein paar Kapiteln habe ich mich, aber daran gewöhnt und konnte mich der Geschichte ganz hingeben.

Callum hat ein lahmes Bein und ist nicht gerade der perfekte Held. Er redet frei nach Schnauze, was ihn allzu oft in sehr verzwickte Situationen bringt. Er brachte mich sehr oft zum Schmunzeln. Mit seinen Freunden Tamara und Aaron meistern sie den magischen Alltag.

Viele vergleichen Magisterium mit Harry Potter, aber die einzige Parallele, die ich finde konnte ist, dass die Handlung in einer Zauberschule stattfindet. Und da möchte ich noch hinzufügen, dass das Magisterium unterirdisch ist und das Zaubern auf Elementen beruht.

Die erste Hälfte des Buches war nicht gerade spannend, die zweite Hälfte hingegen war einfach spitze! Ich habe am Anfang gedacht, ich weiß worauf das ganze hinausläuft, aber da lag ich vollkommen falsch. Cassandra Clare und Holly Black wissen einfach, wie sie ihre Leser in die Irre führen. Das Ende lässt viele Frage offen und ich kann jetzt schon verraten: Nicht alles ist so wie es scheint.

Fazit:
Magisterium ist ein gut gelungener Auftakt einer magischen Reihe. Es steckt sehr viel Potenzial in der Geschichte, das in den nächsten Bänden ausgeschöpft werden kann. Das Buch ist einem jüngeren Publikum gewidmet ( Altersempfehlung: ab 12 Jahre), dennoch ist es auch ein spannendes Abenteuer für junge Erwachsene

Veröffentlicht am 22.04.2019

Ein Buch mit Message

Margos Spuren
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Quentin ist der Nachbar von Margo Roth Spielman. Er ist seit Kindheitsjahren in Margo verliebt. Margo selber zieht immer ihr Ding durch. Abenteuer erleben und ein paar Tage vom Erdboden verschluckt zu ...

Quentin ist der Nachbar von Margo Roth Spielman. Er ist seit Kindheitsjahren in Margo verliebt. Margo selber zieht immer ihr Ding durch. Abenteuer erleben und ein paar Tage vom Erdboden verschluckt zu sein, ist ganz normal für sie.
Eines Nachts erscheint Margo in Quentins Zimmer. Margo fordert ihn auf mit ihr durch die Nacht zu streifen. Nach einer Nacht voller Abenteuer denkt Quentin, dass er es endlich geschafft hat, Margos Interesse zu wecken. Doch am nächsten Morgen ist Margo verschwunden. Mit den Hinweisen, die sie hinterlegt hat, soll Quentin Margo finden.

Meine Meinung:
John Green ist ein Meister in seinem Gebiet! Ich muss gestehen, dass ich unheimlich hohe Erwartungen an das Buch hatte und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Nicht umsonst gehört John Green zu meinen Lieblingsautoren.
John Greens Schreibstil lässt sich unglaublich schnell lesen. Man verliert sich in der Geschichte und ist total gefesselt. Von der ersten Seite an konnte ich mir alles bildlich vorstellen: die nächtliche Entführung Quentins von Margo, die Pausen in der Cafeteria mit Quentin und seinen Freunden und viele, viele mehr.
Margos Spuren ist nicht nur ein Jugendbuch, es ist lehrreich und zeigt, dass kein Mensch ein Wunder ist. Ein Mensch ist ein Mensch mit positiven und negativen Seiten. Kein Mensch ist perfekt und das macht einen Menschen aus, auch wenn man es am Anfang denken mag, sobald man hinter die Fassade eines Menschen blickt, dann merkt man, dass auch er ein Päckchen Traurigkeit und Sorge in sich trägt.
John Greens Geschichten sind voller Poesie und Weisheiten. Ich habe mir sehr viele Stellen im Buch markiert, weil sie mich so berührt haben.

Die Charaktere sind der absolute Wahnsinn. Margo hebt sich von allen ab. Sie ist total eigen, trotzdem mochte ich sie sehr gern. Margo ist voller Rätsel. Man weiß nicht, wie man sie einschätzen soll. Quentin oder Q schwärmt auf höchstem Niveau von ihr. Er bezeichnet sie als Wunder und ist von den Geschichten, die man über Margo erzählt geradezu besessen. Seit dem plötzlichem Verschwinden von Margo, ist Q besessen davon sie zu finden und denkt an nichts anderes.
Quentins Freunde sind so liebenswert und ich würde mich sehr gerne zu den Nerds gesellen.
Die Dialoge zwischen den Charakteren sind teilweise so lustig, sodass ich öfters auflachen musste. Auch während meiner Zugfahrt konnte ich kein Lachen verkneifen.

Die Geschichte war echt spannend und man hat sich die ganze Zeit gefragt, was für Spuren Margo hinterlassen hat, um von Q gefunden zu werden. Es ist ein kleines Abenteuer für Quentin und auch für mich als Leser gewesen.

Veröffentlicht am 22.04.2019

Hmm, naja...

Night School 5
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Inhalt:
Allie ist am Boden zerstört. Ihre Oma und ihre Freundin Jo sind ermordet worden und ihre große Liebe Carter ist von Nathaniel entführt worden. Wenn die Forderungen von Nathaniel nicht erfüllt werden, ...

Inhalt:
Allie ist am Boden zerstört. Ihre Oma und ihre Freundin Jo sind ermordet worden und ihre große Liebe Carter ist von Nathaniel entführt worden. Wenn die Forderungen von Nathaniel nicht erfüllt werden, dann muss Carter mit seinem Leben bezahlen. Ganz Cimmeria ist in höchster Alarmbereitschaft. Nur zusammen können sie Nathaniel besiegen und Carter befreien.

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, dass mich der finale Band der Reihe total enttäuscht hat. Es ist kaum Handlung vorhanden. Es dreht sich die ganze Zeit nur darum, wie Allie und ihre Freunde versuchen Carter von Nathaniels Klauen zu befreien.
Man hätte das ganze um einiges kürzen können.
Fangen wir doch erst einmal bei Allie an. Ich mochte Allie in den ersten drei Büchern total gern. Doch ab dem vierten Band wurde mir die ganze Sylvain-oder-Carter-Geschichte zu viel. Ich finde einfach, dass Allie in dem fünften Band total egoistisch geworden ist und keine Rücksicht auf die Gefühle ihrer Mitmenschen nimmt und wenn sie mal bemerkt, dass sie etwas falsch gemacht hat, dann versucht sie es zu unterdrücken und verdrängt es. Das hat Allie unglaublich unsympathisch gemacht. Was ich aber dennoch an ihr bewundere ist, dass sie eine Kämpfernatur ist. Sie versucht alles um Carter zu retten. Auch bei Rückschlägen lässt sich Allie nicht unterkriegen.
Die Nebencharaktere sind mir dennoch in diesem Band sehr blass geblieben. Ich hätte wirklich mehr von Zoe erfahren, denn sie gehört zu meinen Lieblingen. Auch Sylvain ist einer meiner Lieblinge in der Reihe und ich hätte wirklich mehr von ihm in diesem Band lesen können.

Der Schreibstil von C. J. Daughtery lässt sich mal wieder sehr schnell und flüssig lesen, da alles sehr simple gehalten ist.

Ich muss sagen, dass das Ende für mich viel zu simpel gewesen ist. Diese Lösung hätte man auch vor Jahren finden können. Außerdem ist das Ende recht offen gehalten, was ich aber eigentlich ganz in Ordnung finde, denn dann kann man sich als Leser ausmalen, wie es weitergehen könnte.

Fazit:
Die Idee und die Umsetzung sind eigentlich richtig gut, aber meiner Meinung nach ist Allie kein Sympathieträger mehr, vor allen Dingen in diesem Band. Dennoch kann ich sagen, dass das letzte Buch dieser Reihe zufriedenstellend ist. Ich selber würde liebend gerne die Cimmeria besuchen und mich mit Sylvain und Zoe in den Pausen unterhalten. Die Night School würde ich dann natürlich auch gerne besuchen.

Veröffentlicht am 17.04.2019

Tolle Märchen-Adaption

Das kalte Reich des Silbers
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Mirjem ist es Leid im kalten Winter zu frieren und zu hungern. Ihr herzensguter Vater arbeitet als Geldverleiher, jedoch verlangt er das verliehene Geld nie zurück, deshalb beschließt Mirjem seine Arbeit ...

Mirjem ist es Leid im kalten Winter zu frieren und zu hungern. Ihr herzensguter Vater arbeitet als Geldverleiher, jedoch verlangt er das verliehene Geld nie zurück, deshalb beschließt Mirjem seine Arbeit zu übernehmen. Sie befreit ihre Familie von der Kälte und dem Hunger. Doch mit dem Geld kommen auch noch andere Probleme. Die Staryk hören von der Tochter des Geldverleihers und verlangen nun, dass sie Silber in Gold verwandelt. Und wenn nicht, dann wird sie den nächsten Tag nicht erleben.


Meine Meinung:
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht mit der Anmerkung, dass das eine Rumpelstilzchen Adaption ist? Rumpelstilzchen ist zwar nicht mein Lieblingsmärchen, aber dennoch hat mir „Das Reich des Silbers“ sehr gut gefallen. Ich muss gestehen, dass ich mich echt erschreckt habe, als ich das Buch in den Händen hielt. Es ist ein dicker Wälzer und noch dazu klein geschrieben. Es hat mich also nicht gewundert, dass es sich hier und da ein wenig gezogen hat.

Der Schreibstil ist sehr wortgewannt und mir kam es so vor, als ob ich ein Märchen von den Grimm Brüdern lesen würde. Die Autorin weiß einfach, wie sie mit ihrem magischen Schreibstil, ihre Leser in den Bann zieht. Ich kam am Anfang sehr langsam voran, da viel beschrieben wird und kaum wörtliche Rede vorhanden ist. Außerdem wird die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt und es steht leider nirgendwo, wer am Erzählen ist. Das hat mich zwar am Anfang irritiert, aber die Autorin hat jedem Charakter seine eigene Stimme verliehen, sodass sich die anfänglichen Schwierigkeiten schnell gelegt haben.

Die Charaktere fand ich echt klasse. Sie sind mir alle ans Herz gewaschen, insbesondere die Staryk. Sie sind nicht gerade ungefährliche Geschöpfe, die neben den Menschen leben. Die Staryk lieben alles, was Gold ist, da passt es wohl gut, dass Mirjem eine Geldverleiherin ist. Sie behauptet nämlich von sich, dass sie Silber zu Gold verwandeln kann. Keine kluge Aussage, wenn die Staryk sie hören können.

Die Spannung baut sich langsam auf, die Mitte zieht sich ein wenig und das Ende ist dagegen wieder sehr spannungsgeladen. Die Liebesgeschichte entfaltet sich auf den letzten Seiten. Das hat mir besonders gut gefallen. Im Vordergrund stehen die unglaublich starken Protagonistinnen, die keinen Prinzen auf einem weißen Pferd benötigen.

Fazit:
Ich hatte eine Menge Spaß mit dem Buch, auch wenn es sich an einigen Passagen gezogen hat. Wer Märchen-Adaptionen liebt, ist hier genau richtig. Naomie Novik ist gut in ihrem Handwerk und verführt ihre Leser in eine düstere und dennoch märchenhafte Welt!