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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannung gepaart mit einer Portion Sozialkritik

Todesengel
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Ein Engel, der immer dann auftaucht, wenn irgendwo in der Stadt Unschuldige verletzt werden und ein Reporter, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, für die Opfer einzutreten, da diese in der Gesellschaft ...

Ein Engel, der immer dann auftaucht, wenn irgendwo in der Stadt Unschuldige verletzt werden und ein Reporter, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, für die Opfer einzutreten, da diese in der Gesellschaft immer vergessen werden und sich mehr für die Täter interessiert wird.

Das Buch ist sehr facettenreich, die verschiedenen Erzählstränge laufen parallel und so nach und nach fügen sich die Puzzleteile zu einem Großen Ganzen zusammen.
Eschbachs Schreibstil ist flüssig, die Geschichte spannend erzählt und man kann sich gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen.
Ein spannender Krimi gewürzt mit einer ordentlichen Portion Sozialkritik.
Einfach Klasse!

Veröffentlicht am 19.08.2017

Eine Geschichte, die mich sehr bewegt und nachdenklich gestimmt hat.

Wenn du dich traust
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Das Buch „Wenn du dich traust“ von Kira Gembri ist 02.01.2017 erschienen.

Lea leidet unter einer Zwangsneurose. Ihr Leben ist bestimmt von Zahlen, Ritualen und festen Regeln. Als ihre Eltern mit ihrer ...

Das Buch „Wenn du dich traust“ von Kira Gembri ist 02.01.2017 erschienen.

Lea leidet unter einer Zwangsneurose. Ihr Leben ist bestimmt von Zahlen, Ritualen und festen Regeln. Als ihre Eltern mit ihrer Art nicht mehr klar kommen, fängt sie eine Therapie in einer psychiatrischen Klinik an. Schnell wird ihr klar, dass sie da nicht bleiben will, aber zurück zu ihren Eltern kann sie auch nicht. Als sie Jay kennenlernt, einen jungen Mann, der nur auf Partys und Mädels aus ist und es mit den Gesetzen nicht so genau nimmt, bietet sich eine günstige Gelegenheit. Sie hilft ihm aus der Patsche, dafür zieht sie bei ihm ein. So unterschiedlich wie die beiden sind, ist schnell klar, dass das nicht gut ausgehen kann – oder doch?

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Lea und von Jay geschrieben. Leas Gedankengänge sind anfangs manchmal etwas irritierend und schwer nachvollziehbar aufgrund ihrer Erkrankung. Im Laufe der Geschichte versteht man sie und den Grund für ihre Handlungen aber immer besser. Das Thema Zwangsneurosen wird durch Lea anschaulich beschrieben. Ihre Ängste und Probleme werden für den Leser nachvollziehbar dargelegt.

Jay ist am Anfang ziemlich egoistisch, eingebildet und vorurteilsbehaftet. Im Laufe der Geschichte macht er aber eine positive Entwicklung durch und kann sogar zu Lea vordringen und ihr helfen – ebenso wie Leas Art einen positiven Einfluss auf Jay hat.

Jays Freunde und Leas Eltern sind für mich ziemlich negativ behaftet. Besonders Alex‘ Verhalten Lea gegenüber empfinde ich als sehr schäbig.
Aber auch Leas Eltern haben sich meiner Meinung nach verantwortungslos Lea und ihrem Bruder gegenüber verhalten. Deren Beweggründe werden allerdings nicht näher erläutert, so dass sich der Leser da lediglich seine eigenen Gedanken zu machen kann.

Der Schreibstil gefällt mir gut. Man taucht schnell in die Geschichte ein und fiebert mit den beiden Protagonisten mit. Besonders die Szene im Restaurant hat mich sehr bewegt. Leas Panik ging mir richtig nahe und Jay war in dem Moment einfach nur spitze.

Das Cover mit dem schaukelnden Mädchen und dem Jungen im Hintergrund hat mich gleich angesprochen und neugierig gemacht. Leider passt es nicht so ganz zur Geschichte. Eine Hollywoodschaukel wäre da passender gewesen.

Fazit:
Für mich eine wundervolle Geschichte, die mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt hat. Definitiv eines meiner Lesehighlights 2017.

Veröffentlicht am 11.08.2017

Deutlich besser als der erste Teil

Taste of Love - Küsse zum Nachtisch
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Der zweite Teil der „Köche von Boston-Reihe“ „Taste of Love – Küsse zum Nachtisch“ von Poppy J. Anderson ist am 16.02.2017 erschienen.

Nick O’Reilly ist der neue Küchenchef des Nobel-Restaurants „Knights“. ...

Der zweite Teil der „Köche von Boston-Reihe“ „Taste of Love – Küsse zum Nachtisch“ von Poppy J. Anderson ist am 16.02.2017 erschienen.

Nick O’Reilly ist der neue Küchenchef des Nobel-Restaurants „Knights“. Er ist sehr ehrgeizig und ist davon überzeugt, die Welt mit seinen Kreationen zu erobern. Als die Gastrokritikerin Claire Parker-Wickham seine Gerichte in der Luft zerreißt, ist sein Ehrgeiz geweckt. Er will sie von seinen Fähigkeiten überzeugen – und nicht nur von seinen Kochkünsten, sondern auch von seinen Verführungskünsten, somit fordert er sie zu einer Feinschmeckerwette heraus.

Nachdem mich der erste Band nicht so wirklich vom Hocker gerissen hat, hat mich der zweite Teil doch positiv überrascht. Der Schreibstil erscheint mir wesentlich angenehmer und flüssiger. Die Wiederholungen von Beschreibungen, Andeutungen und Phrasen sind zwar immer noch vorhanden, halten sich aber mehr in Grenzen. Auch die Dialoge wirken spritziger und kommen besser rüber.

Nick und Claire sind mir beide auf ihre Art sympathisch. Nick, der aufsässige Rebell, der so gar nicht in die feine Welt der Upper Class passen will und Claire, die wohlerzogene, leicht arrogante Feinschmeckerin, bilden ein schönes Paar gespickt mit vielen Gegensätzen und doch auch einigen Gemeinsamkeiten, so dass sie sich gut streiten, anstacheln, ergänzen und inspirieren können.

Drew und Brooke, die beiden Protagonisten aus dem ersten Teil, sind teilweise auch wieder mit von der Partie und kommen hier wesentlich besser rüber als im Vorgänger. Auch in diesem Buch wird wieder die Protagonisten für den dritten Band kurz vorgestellt, während die anderen Charaktere mehr im Hintergrund bleiben.

Die Rezepte am Anfang und Ende des Buches sind wieder ganz schön, auch die Gestaltung des Covers gefällt mir.

Fazit:
Das Buch hat mich angenehm überrascht, war ich doch vom ersten Teil nicht so überzeugt. Aber dieses Buch hat mir doch ein paar schöne Lesestunden beschert, und ich bin froh, dass ich mir gleich beide Bände auf einmal gekauft habe, sonst hätte ich dieses Buch, nachdem mich der erste Teil nicht so begeistert hat, sicher nicht gelesen.

Veröffentlicht am 11.08.2017

Konnte leider nicht so ganz überzeugen

Taste of Love - Geheimzutat Liebe
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Das Buch „Taste of Love – Geheimzutat Liebe“ von Poppy J. Anderson ist der erste Teil der „Köche von Boston-Reihe“ und ist am 13.01.2017 erschienen.

Andrew (kurz Drew) Knight ist ein junger, sehr erfolgreicher ...

Das Buch „Taste of Love – Geheimzutat Liebe“ von Poppy J. Anderson ist der erste Teil der „Köche von Boston-Reihe“ und ist am 13.01.2017 erschienen.

Andrew (kurz Drew) Knight ist ein junger, sehr erfolgreicher Küchenchef und Besitzer eines noblen Restaurants in Boston. Um einen Burn-out zu umgehen, macht er kurzentschlossen Urlaub und entflieht allen Verpflichtungen. In Maine begegnet er der kratzbürstigen Brooke Day, die in einem ziemlich heruntergekommenen Restaurant, allerdings mit hervorragender Küche arbeitet. Gemeinsam überlegen sie, wie sie das Restaurant wieder auf Vordermann bringen können. Dabei entdeckt Drew wieder den Spaß an seiner Arbeit. Als Brooke allerdings herausfindet, wer er wirklich ist, ist der Ärger vorprogrammiert.

Der Schreibstil kann mich nicht wirklich begeistern. Die Dialoge sollen zwar spritzige Wortgefechte zwischen den beiden Kampfhähnen darstellen, kommen aber eher gestellt und wie gewollt, aber nicht gekonnt rüber. Ebenso stören mich die häufigen Wiederholungen von Gedankengängen, Phrasen und Beschreibungen.

Die beiden Protagonisten Drew und Brooke sind voller Vorurteile dem anderen gegenüber, was auch immer wieder hervorgehoben wird. Dadurch wirken sie auf mich nicht sonderlich sympathisch, das ändert sich auch nur geringfügig im Laufe des Buches. Drews Motive, seine wahre Identität zu verbergen, sind nicht wirklich nachvollziehbar, ebenso empfinde ich Brooke Reaktion auf die Erkenntnis ziemlich überzogen.

Über die anderen Charaktere wird nicht viel erzählt, lediglich auf den Souchef wird etwas neugierig gemacht, da er ja Bestandteil des zweiten Teils ist.

Die Idee mit den Rezepten am Anfang und Ende des Buches ist ganz schön, auch die Gestaltung des Covers gefällt mir.

Fazit:
Die Geschichte ist ganz nett, kann mich aber nicht wirklich überzeugen.

Veröffentlicht am 04.08.2017

Konnte leider nicht so ganz überzeugen

Teufelsgold
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Der Thriller „Teufelsgold“ von Andreas Eschbach ist am 09.September 2016 erschienen.

Hendrik ist ein durchschnittlicher junger Mann, mit einem durchschnittlichen Job. An ihm ist nichts Besonderes. Bis ...

Der Thriller „Teufelsgold“ von Andreas Eschbach ist am 09.September 2016 erschienen.

Hendrik ist ein durchschnittlicher junger Mann, mit einem durchschnittlichen Job. An ihm ist nichts Besonderes. Bis zu jenem Tag, an dem er eine Tagung vertretungsweise führen soll. Dieser Tag verändert alles. Denn er entdeckt zuvor in einem Antiquariat ein altes Buch über den Stein der Weisen. Der Anfang der Geschichte fesselt ihn so sehr, dass er kurzer Hand das Buch stiehlt. Beschwingt durch die Geschichte nimmt die langweilige Tagung eine überraschend erfolgreiche Wendung. Ebenso die folgende Nacht, die er mit einer heißblütigen Frau verbringt, die ihm dann allerdings wiederum das Buch stiehlt.

Die Geschichte um den Stein der Weisen, das in den Jahren der Kreuzzüge damit hergestellte Gold und die damit verbundenen Todesfälle lassen Hendrik trotzdem keine Ruhe. Er entwickelt für sich seine eigene Form der Alchemie, bringt sein Leben auf einen neuen erfolgreichen Kurs. Dabei stößt er immer wieder auf neue Geschichten über den Stein der Weisen, die sich mit der ersten ergänzen. Gibt es den Stein der Weisen wirklich? Hendrik ist versucht mit Hilfe seines Bruders, alles daran zu setzen, diesen zu bekommen und zu beweisen, dass die Geschichten wahr sind. Welches Geheimnis birgt der Stein? Bringt er den Menschen das Gute oder ist es doch Teufelsgold?

Eschbachs Schreibstil ist angenehm und das Buch liest sich flüssig. Der Erzählstrang ist klar, und die Handlung baut sich nachvollziehbar auf. Allerdings hat das Buch für mich doch ziemliche Längen gehabt. Die gestaltliche Unterscheidung zwischen der Gegenwartshandlung und der alten Geschichten finde ich sehr gelungen. Zum einen ist der Übergang damit sehr klar, aber man hat auch gleich das Gefühl, selber ein altes Buch in den Händen zu halten.

Mit den Charakteren bin ich leider überhaupt nicht warm geworden. Hendrik hat sich im Laufe des Buches von einem Durchschnittstypen zu einem echten Ekelpaket hin entwickelt, der sein Gewissen erst auf den letzten Seiten wieder findet. Und sein Bruder ist ein gefühlskalter, arroganter Besserwisser. Hendriks Frau und Tochter bleiben sehr im Hintergrund. Und die Alchemisten in den alten Geschichten sind auch nicht unbedingt Sympathieträger.

Das Cover ist sehr reizvoll. Die goldene Schrift mit den silbernen Applikationen spiegelt die Eigenschaft des Teufelsgoldes sehr gut wieder und trifft damit den Kern der Geschichte.

Fazit:
Als großer Eschbach-Fan war dieses Buch für mich ein Muss. Allerdings konnte mich dieses Buch leider nicht überzeugen. Die Geschichte ist gut erzählt und enthält auch wieder viele interessante Fakten über das Thema, aber vor allem die Charaktere und deren Entwicklung konnten mich nicht ansprechen, so dass ich mich nicht komplett ins Buch vertiefen konnte.