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Veröffentlicht am 21.07.2021

Nicht ganz so stark wie die Teile zuvor, aber trotzdem noch große Klasse!

What if we Trust
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Inhalt: Er verbirgt sein Gesicht vor der Welt. Doch vor ihr kann er sich nicht verstecken
Kaum jemand in Vancouver weiß von der Fanfiction über den maskierten Sänger PLY, für die Hope ihre ganze Schulzeit ...

Inhalt: Er verbirgt sein Gesicht vor der Welt. Doch vor ihr kann er sich nicht verstecken
Kaum jemand in Vancouver weiß von der Fanfiction über den maskierten Sänger PLY, für die Hope ihre ganze Schulzeit verurteilt wurde. Bis ein Verlag sie veröffentlichen möchte. Kurz darauf steht Scott Plymouth vor ihr. Sein Blick aus unergründlich blauen Augen ist Hope erschreckend vertraut – durch eine Maske. Was Hope nicht weiß: In ihrer Geschichte kommt sie Scotts dunkelstem Geheimnis viel zu nah, und schon bald wird die ganze Welt davon lesen können ...

Meine Meinung:

Cover: Die Farben des Covers sind bei What if we Trust zwar nicht so meins, aber ich liebe es, wie sie sich mit den anderen zu einem Bild zusammenfügt. Es ist schön, dass die Buchrücken weitergeführt wurden und sich das Band über alle Drei Bücher schlängelt. Insgesamt gefallen mir die What if Cover sehr gut und in diesem Fall ist einfach die Farbe nicht so meins. Vielleicht liegt es daran, dass sie auf dem Bildschirm deutlich dunkler wirkt als die restlichen beiden.

Schreibstil: Den Schreibstil von Sarah Sprinz liebe ich auch weiterhin und war dementsprechend etwas überrascht das ich zu Anfang wirklich Probleme hatte in die Geschichte reinzukommen. Es war zwar ein wenig wie nach Hause kommen, aber so ganz in den Bann ziehen wie in dem letzten Band konnte sie mich leider nicht. Doch nach einigen Kapiteln ging es dann wieder und es war der typische What if – Bann, der mich erfasste. Sarah Sprinz schafft es wirklich jedes Mal, dass ich bis spät in die Nacht lese, nur weil ich wissen will, ob die beiden ihr Happy End bekommen. Wie sie das schafft? Ich habe keine Ahnung! Wahrscheinlich ist es die Mischung aus Charakteren, die genau so gerade in Kanada sitzen könnten und den normalen Problemen, mit denen sie sich rumschlagen müssen. Gefühlt hat sie dabei auch eine Leichtigkeit entwickelt, welche mich durch ihre Bücher leitet und mich dadurch in den Bann zieht.

Handlung: Die Handlung war für mich leider die schwächste der Reihe und trotzdem war sie sehr gut. Ich glaube mein Problem mit diesem Buch war, dass es nicht so nah an der Realität geschrieben war wie die Teile eins und zwei. Trotzdem hat mich die Handlung nach einigen Startschwierigkeiten verzückt. Das Zusammenspiel von Hope und Scott ist in einer tollen Spannungskurve angelegt und an einer Stelle musste ich wirklich mitbangen was jetzt passiert. Es ist Sarah Sprinz gut gelungen die zwei Welten der beiden Charaktere in einer Handlung zu vereinen. Sie hat es geschafft, dass es abwechslungsreich geblieben ist und der Leser immer mit neuen Gegebenheiten beschäftigt war. Auch wenn die Handlung meiner Meinung nach ein wenig schwächer war als die anderen, hat Sarah Sprinz sich ein großes Lob verdient.

Charaktere: Fast denke ich, das meine anfänglichen Probleme mit Hope und Scott zusammenhängen. Irgendwie wurde ich erst recht spät mit den beiden warm. Vielleicht liegt es daran das Hope das totale Gegenteil von mir ist und ich nicht sofort eine Verbindung zu ihr aufbauen konnte, wie ich es zum Beispiel bei Amber konnte. Beide kannte ich ja schon aus den vorherigen Teilen und mir kam diese Kombi von Anfang an nicht wirklich wahrscheinlich vor. Das könnte an Scotts Star dar sein liegen und das ich mir nicht vorstellen kann, dass sowas im wahren Leben passieren könnte. Trotzdem mochte ich die beiden hinterher sehr gerne und war wirklich traurig als die Geschichte endete. Scott an sich, seine Geschichte und die Maske haben mich irgendwie stark an einen deutschen Künstler erinnert, besonders die Maske.

Fazit: What if we Trust bekommt genau wie die anderen Bänder der What if Reihe eine klare Leseempfehlung von mir. Sarah Sprinz hat sich mit diesen Büchern selbst übertroffen und ich finde jeder sollte an diesem Meisterwerk teilhaben. Besonders ihr flüssiger, realitätsnaher Schreibstil konnte mich überzeugen. Ich hatte zwar anfangs einige Probleme mit den Charakteren und dem Zugang zu ihnen, aber nachdem das überwunden war, war ich in den Bann gezogen. Mit What if we Trust hat es Sarah Sprinz mal wieder geschafft mir den Schlaf zu rauben und mich bis an die Grenzen meiner Nerven zu bringen. Sobald der Leser denkt es ist alles in trockenen Tüchern und das Buch steuert so langsam dem Ende zu, schafft sie es doch noch eine Wendung einzubauen, die den Leser fesselt. Ich habe mit Hope und Scott gebangt, mich für sie gefreut und mich auch gefragt was ich in ihrer Situation machen würde. Es hat mich wirklich gefreut die Geschichte von den beiden zu lesen und sie auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.
Insgesamt gebe ich What if we Trust, neben der klaren Leseempfehlung, 4,5 von 5 Sternen. Einzig die Distanz zwischen mir und den Charakteren merke ich als Kritikpunkt an, denn alles andere, vor allem der Schreibstil, war für mich perfekt.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den LYX – Verlag und Netgalley.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Cover: 4,5 von 5 Sternen
Schreibstil: 5 von 5 Sternen
Handlung: 5 von 5 Sternen
Charaktere: 4,5 von 5 Sternen

Sollte die Vergabe von halben Sternen nicht möglich sein, runde ich grundsätzlich auf.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2021

Ich liebe dieses Buch !!

What if we Stay
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Inhalt: Amber Gills hat alles verloren: ihren Studienplatz, den Respekt ihrer Eltern und sämtliche Hoffnung, jemals genug zu sein. Nur durch die Beziehungen ihres Vaters erhält sie die Chance, ihren Abschluss ...

Inhalt: Amber Gills hat alles verloren: ihren Studienplatz, den Respekt ihrer Eltern und sämtliche Hoffnung, jemals genug zu sein. Nur durch die Beziehungen ihres Vaters erhält sie die Chance, ihren Abschluss zu retten. Als sie sich im Gegenzug im Architekturbüro ihrer Eltern beweisen soll, bietet Emmett ihr seine Hilfe an. Er ist engagiert, zuvorkommend, ein Vorzeigestudent - und damit das exakte Gegenteil von Amber. Dass ihr Herz in seiner Gegenwart schneller klopft, kann Amber dennoch nicht verhindern. Was sie nicht ahnt: Mit dem gemeinsamen Projekt setzt sie nicht nur Emmetts Vertrauen aufs Spiel ...

Meine Meinung:
What if we Stay ist definitiv mein Lieblingsteil der Reihe. Amber und Emmet sind mir von Anfang an sympathisch gewesen und ich habe viel von mir in den beiden wiedergefunden. Vielleicht liegt es an ihrem Studiengang, aber ich habe es geliebt den beiden zuzusehen, wie sie sich ineinander verlieben und dabei auch wachsen. Mir hat der Schreibstil von Sarah Sprinz sehr sehr gut gefallen. Schon lange ist mir kein Buch mehr untergekommen, dass so flüssig und ansprechend geschrieben worden ist wie dieses. Sie schaffte es, dass ich das Gefühlt hatte mit Amber und Emmett in der Vorlesung zu sitzen, mit ihnen zusammen ihr Projekt zu erarbeiten und ihre Probleme mit ihnen zu lösen. Das ist äußerst selten der Fall und mir bisher nur bei wenigen Autoren untergekommen ist. Amber und Emmett waren für mich die perfekten Charaktere. Sie waren nahbar, hatten ihre Probleme und haben mir gezeigt, wie toll Freundschaft und das Studentenleben sein soll. Ehrlich gesagt kann ich meine Gefühle zu diesem Buch kaum zusammenfassen und ausdrücken. Es ist für mich rundum gelungen und machte mir unglaublich viel Spaß beim Lesen. Am Ende war ich unglaublich zerrissen, denn auf der einen Seite habe ich mich über den Ausgang gefreut, doch die andere Seite war unfassbar traurig das der Fokus nun nicht mehr auf den beiden liegen wird. Ich danke Sarah Sprinz dafür, dass sie uns diese wunderbare Geschichte geschenkt hat. Insgesamt kann ich nicht anders, als Amber, Emmett und Sarah 5 von 5 Sternen zu geben. Sie haben es alle 3 geschafft mich zu verzaubern und mich einige Stunden aus meinem Alltag zu entführen.

Cover: 4,5 von 5 Sternen
Schreibstil: 5 von 5 Sternen
Handlung: 5 von 5 Sternen
Charaktere: 5+ von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.07.2021

Romantisch, sexy und nerdig - Endlich geht es um Rebecca und Nate

The Brooklyn Years - Wovon wir träumen
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Inhalt: Nate Kattenberger hat alles, wovon andere nur träumen können: eine Villa in Brooklyn, mehrere Millionen Dollar auf dem Konto und ein eigenes NHL-Team, das einen Rekord nach dem anderen bricht. ...

Inhalt: Nate Kattenberger hat alles, wovon andere nur träumen können: eine Villa in Brooklyn, mehrere Millionen Dollar auf dem Konto und ein eigenes NHL-Team, das einen Rekord nach dem anderen bricht. Doch all das bedeutet dem CEO und Besitzer der Brooklyn Bruisers nichts. Denn es gibt etwas, das er sich mehr wünscht als alles andere. Beziehungsweise jemanden: Rebecca Rowley, die Managerin des Teams - und damit die Frau, die er nicht haben kann!

Meine Meinung:
Cover: Die Farben in welchem das Cover gestaltet wurde, sind meine Favoriten dieser Reihe. Das Blau erinnert mich stark an das Eis, welches alle Teile verbindet. Ausnahmsweise gefällt mir das E-Book Cover sogar besser als das des Printexemplars. Das liegt daran, dass dieses direkt zeigt um welchen Charakter es in diesem Buch geht. Genau das ist schwer erkennbar bei dem schlichteren Cover. Beide sind jedoch wunderschön gestaltet und sind definitiv meine Liebesten aus dem Sarina Bowen Repertoire bei LYX.

Schreibstil: Im ersten Kapitel hat Sarina Bowen mich wirklich überrascht. Nach drei Bänden mit zugegeben gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, hat die Autorin, Band 4 in einer völlig neuen Perspektive geschrieben. Persönlich gefiel mir dieser viel besser als der Ursprüngliche. Mir kam es so vor als wäre ich näher an den Charakteren dran als noch in den Teilen davor. Ich mochte sowohl die wechselnde Perspektive als auch die Rückblicke in die Anfangszeit der Firma. Der Schreibstil war definitiv einfacher zu lesen und ich bin sehr schnell in die Handlung eingestiegen. Besonders gut hat mir die Detailverliebtheit in manchen Szenen gefallen. Dadurch wurde es einfach, sich das Geschehen wirklich vorzustellen und mit den Charakteren mitzufühlen. Das Buch war so gutgeschrieben, dass ich es in einem Rutsch durchlesen konnte, ohne mich an einer Stelle zu langweilen.

Handlung: Für mich brachte dieses Buch meine lang ersehnte Handlung rund um Rebecca und Nate. Eigentlich hatte ich schon in Band 3 mit den beiden gerechnet, musste mich dann allerdings noch ein wenig gedulden. Diese Geduld hat sich zum Glück ausgezahlt. Nate und Rebeccas Geschichte wird durch die oben genannten Rückblicke von Anfang an erzählt und gewährt somit auch Eindrücke wie lange sich die Gefühle schon aufgestaut haben. Am Anfang hat mich die Handlung ein wenig verwirrt, da sie parallel zu Lauren und Mikes Geschichte spielt und der Leser dadurch die Handlung Stränge grob kennt. Trotzdem spielt sie komplett losgelöst von den alten Handlungen.
An sich war die Handlung zwar vorhersehbar, hat es aber geschafft mich nie zu langweilen. Die gesamte Zeit hatte ich das Gefühl, dass es einen roten Faden gibt, der sich durch das gesamte Buch zieht und niemals außer Acht gelassen wird.

Charaktere: Nate und Rebecca waren mir von Anfang an total sympathisch. Auf ihre Geschichte habe ich mich schon lange gefreut und es war mir von vorneherein klar, dass ich die zwei einfach nur mögen kann. Durch dieses Buch lernt man die beiden sehr gut kennen und das nicht nur aus der heutigen Perspektive. Gerade die beiden in der Vergangenheit zu erleben hat es mir einfach gemacht sie zu mögen. Neben den beiden hab ich mich gefreut auch die anderen Charaktere wieder zu sehen. Eine wunderbare Idee war meiner Meinung nach die KI in Nates Haus. Die Interaktion mit ihm hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Fazit: Mir hat „The Brooklyn Years – Wovon wir träumen“ gut gefallen. Auch wenn die Handlung an manchen Stellen vorhersehbar war, habe ich mich zu keiner Zeit gelangweilt. Unterstützt durch den roten Faden, welcher sich durch das gesamte Buch zieht, ist es ohne Probleme möglich das Buch in einem durchzulesen. Positiv überrascht hat mich der Schreibstil. Mir hat es gut gefallen beide Meinungen zu hören und sowohl Rebeccas als auch Nates Sicht der Dinge erklärt zu bekommen. Dabei wurden sie mir immer sympathischer und ich konnte mich vollkommen in sie hineinversetzen. Gerade die Rückblicke mochte ich sehr gerne, da dem Leser bisher kaum etwas aus dieser Zeit bekannt war.
Auffällig war es wie schnell ich dieses Mal in der Handlung einsteigen konnte und wie wenig Probleme ich dabei hatte. Ich führe das auf den geänderten Schreibstil zurück und hoffe das auch der letzte Teil in dieser Art und Weise geschrieben ist.
Insgesamt gebe ich „The Brooklyn Years – Wovon wir träumen“ 4,5 von 5 Sternen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den LYX-Verlag und Netgalley.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Cover: 4,5 von 5 Sternen
Schreibstil: 5 von 5 Sternen
Handlung: 4 von 5 Sternen
Charaktere: 5 von 5 Sternen

Sollte die Vergabe von halben Sternen nicht möglich sein, runde ich grundsätzlich auf.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.07.2021

Eine tolle Reise geht zu ende

Night of Crowns, Band 2: Kämpf um dein Herz
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Inhalt: Schwarz oder weiß?
Welche Seite wählst du in diesem Spiel um Liebe und Tod?
Alice hat das magische Spielfeld verlassen, doch dem Fluch, der auf Chesterfield und St. Burrington lastet, kann keiner ...

Inhalt: Schwarz oder weiß?
Welche Seite wählst du in diesem Spiel um Liebe und Tod?
Alice hat das magische Spielfeld verlassen, doch dem Fluch, der auf Chesterfield und St. Burrington lastet, kann keiner entkommen. Je verzweifelter Alice nach Antworten sucht, desto mehr düstere Geheimnisse kommen an die Oberfläche. Trotzdem kann sie den dunklen König Jackson nicht vergessen und der weiße König Vincent verfolgt sie selbst bis in ihre Albträume. Die Schicksale der drei scheinen undurchdringlich miteinander verwoben zu sein. Damit nicht Zug um Zug weitere Spieler fallen, muss Alice sich dem Fluch stellen. Selbst wenn das bedeutet, sich selbst schachmatt setzten zu lassen.

Meine Meinung:
Ich bin begeistert von Stella Tacks Schreibstil. Spannender geht es kaum und die kurzen mit Liebe versehenen Episoden runden das gesamte Bild nochmal ab. Sie hat so viel Liebe gerade in die kleinen Details gesteckt, dass man es wirklich merkt, wie wichtig ihr es war hier ihr Können zu beweisen. Dieses Können hat sie auf jeden Fall unter Beweis gestellt und ich kann gut verstehen das sie mehrere Ausgänge für die Reihe auf dem Schreibtisch hatte. Es ist unglaublich wie wandelbar ihr Schreibstil ist und wie scheinbar mühelos sie von Szenen, die zum Totlachen sind zu Szenen springt, in denen die Spannung zum Zerreißen ist.
Besonders ihre Charaktere konnten mich, neben dem Schreibstil wieder mal überzeugen. Weiter finde ich, dass Cruse einer der besten Charaktere ist die Stella Tack erfinden konnte. Er ist charmant, hat Witz und seine eigenen kleine Geheimnisse, welche ungemein wichtig für den Plot sind. Deswegen hoffe ich wirklich, dass sie es wahr macht, was in der Danksagung steht und irgendwo nochmal eine weiße sprechende Katze auftaucht. Aber auch die anderen Charaktere sind unglaublich gut gelungen. Die gesamte Zeit über habe ich mich wie ein Teil des Buches gefühlt habe. Mir werden die Charaktere ein wenig fehlen und ich hoffe irgendwann in meinem Leben so gute Freunde zu haben und vielleicht auch meinen persönlichen Jack zu finden.
Es ist wirklich schwierig eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben, ohne zu spoilern. Denn die Handlung lebt vor allem durch unvorhersehbare Geschehnisse und Ideen. Stella Tack hat es geschafft, einen zweiten Teil so zu gestalten, der spannend bleibt und fast schon besser ist als der erste Teil. Ausgehend von der Handlung ist Kämpf um dein Herz definitiv stärker als der erste Teil. Das liegt wahrscheinlich an den bereits geklärten Spielregeln und dem dadurch einfacheren Einstieg für die Leser.
Insgesamt muss ich sagen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich bin froh, dass es mir empfohlen wurde und ich direkt Night of Crowns – Kämpfe um dein Herz zur Hand hatte.
Ich würde dem Buch genau wie seinem Vorgänger 4,5 von 5 Sternen geben, wobei dieses hier deutlich näher an die 5 Sterne heran kommt.
Am Schluss möchte ich noch Stella Tack danken, dass sie trotz ihrer Hassliebe zu diesem Buch und eines turbulenten Jahres diese Reihe für uns zu ende geschrieben hat. Es wird definitiv nicht das letzte Buch von ihr sein, welches ich lese.

Cover: 4,5 von 5 Sternen
Schreibstil: 4,5 von 5 Sternen
Handlung: 5 von 5 Sternen
Charaktere: 5 von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2021

Ein würdiger Abschluss für diese Reihe.

Der Traum von Freiheit
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Inhalt: Hamburg Ende der 30er Jahre. Hakenkreuzfahnen wehen über der Hansestadt. Mina ist als erste Frau an der Kaffeebörse zugelassen worden, die Geschäfte laufen gut. Doch heimlich hilft sie ihrem Jugendfreund ...

Inhalt: Hamburg Ende der 30er Jahre. Hakenkreuzfahnen wehen über der Hansestadt. Mina ist als erste Frau an der Kaffeebörse zugelassen worden, die Geschäfte laufen gut. Doch heimlich hilft sie ihrem Jugendfreund Edo, flüchtige Juden außer Landes zu bringen. Dabei bringt sie nicht nur die Firma, sondern auch sich selbst in große Gefahr.

Meine Meinung:

Cover: Wie schon bei den bei den beiden anderen Teilen ist bei „Der Traum von Freiheit“ das Cover toll gestaltet. Mir gefällt das man erkennt, dass Mina älter und erwachsener wird. Dieses Mal ist es in gelb und orange Tönen gehalten und wirkt auf mich wie ein Sonnenuntergang. Alleine an den kleinen Details erkennt der aufmerksame Betrachter einige Geschehnisse beziehungsweise wird ganz dezent darauf vorbereitet. Gerade solche Details machen die Covergestaltung besonders, obwohl ich finde das die Reihe im Regal leicht untergehen kann. Gerade die Buchrücken sind meist eher in pastellfarben gehalten und stecken dadurch gar nicht erst heraus. Dennoch finde ich, dass das Cover gerade im Vergleich zu anderen historischen Romanen äußerst modern gestaltet ist. Besonders gerne mag ich die oben genannten Details, die einem meist erst nach dem Lesen richtig ins Auge fallen.

Schreibstil: Fenja Lüders hat mich in diesem Teil mit ihrem Schreibstil eindeutig überrascht. Während sie in den vorherigen Teilen gerne und viel auf Details geachtet hat, fallen dieses nun komplett hinten über. An manchen Stellen kam es mir regelrecht so vor, als wolle sie zu viele Ideen und Handlungsstränge noch unterbringen und diese vor allem noch beenden. Mir persönlich wäre ein vierter Teil lieber gewesen, als die ganzen Zeitsprünge die wir in „Der Traum von Freiheit“ vorfinden. Trotz der Zeitsprünge die teilweise fast 10 Jahre betrugen konnte mich die Autorin aber wieder in die Welt von Mina entführen. Gerade die Kriegstage hat sie so detailliert beschrieben, dass ich das Gefühl hatte mit Mina in diesem Keller zu sitzen und abzuwarten. Genau solche Details haben mir im restlichen Buch gefehlt, denn sie waren für mich immer das Beste an den Büchern.

Handlung: Etwas in Mitleidenschaft gezogen durch die großen Zeitsprünge wurde auch die Handlung. An manchen Stellen wäre ich ohne die neue Zeitangabe gar nicht mehr klargekommen und das hat häufig zu einigen Fragezeichen in meinem Kopf geführt. Man merkt die ganze Zeit über, das Fenja Lüders bemüht war die Handlung so gut an die Zeit anzupassen, wie es ging. Durch ihre Bemühungen wirkte leider die Handlung manchmal etwas unwahrscheinlich. Besonders im puncto Strafen, Verfolgung, Zerstörung und Verlust sind Mina und ihre Familie ziemlich glimpflich davongekommen. Für mein Dafürhalten schon fast zu glimpflich. Trotz allem mochte ich die Handlung. Fast alle Charaktere sind zu ihrem verdienten Happy End gekommen und es wurde so gut wie nie langweilig. Die Autorin hat es geschafft mich immer auf Trapp zu halten und mir immer etwas Neues zum Rätseln gegeben.

Charaktere: Mir sind die Charaktere so sehr ans Herz gewachsen, das ich schon fast nichts mehr schlechtes über sie sagen kann. Ich bin einfach nur froh, dass sie alle in ihrer eigenen Art und Weise Frieden und Freiheit gefunden haben. Gefreut habe ich mich nach anfänglichem Mistrauen über eine neue Person auf die ich, um Spoiler zu vermeiden nicht weiter eingehen werde. Diese Person hat es auf jeden Fall geschafft die Familie zu komplettieren. Schwierig war es allerdings für mich mit der Zeit Schritt zu halten. Auch am Ende des Buches war für mich Ella immer noch die kleine süße zweijährige aus dem zweiten Band und keine über 20-jährige Mutter. Dieses Problem führe ich allerdings auf die Zeitsprünge zurück, welche es mir persönlich teilweise schwer gemacht haben.

Fazit: „Der Traum von Freiheit“ ist ein würdiges Finale der Speicherstadt – Saga. Zwar hätte ich mir einen weiteren Teil gewünscht, damit einige Geschehnisse detaillierter erzählt werden könnten und die Charaktere eine langsamere Entwicklung durchleben könnten. Zudem waren einige Handlungsstränge meiner Meinung nach nicht wirklich notwendig und hätten durch ihr fehlen mehr Spielraum für andere Dinge gelassen. Wunderbar fand ich den Epilog. Dieser bezieht sich eindeutig auf den Prolog im ersten Teil und schlägt damit eine Brücke zwischen allen Teilen. Diese Brücke schlagen glücklicherweise auch die Charaktere, welche uns bis zum Schluss erhalten geblieben sind. Gerade das hat mir geholfen immer wieder zurückzukehren. Insgesamt gebe ich „Der Traum von Freiheit“ von Fenja Lüders 4 von 5 Sternen. Einzig die vielen Zeitsprünge und das überhastete Ende beeinträchtigen meine Bewertung.
Als ich diese Reihe begonnen habe hätte ich nie gedacht, das ich eine historische Romanreihe so in mein Herz schließen könnte. Vor allem da es eigentlich absolut nicht mein Genre ist. Doch irgendwie hat es Fenja Lüders geschafft mich in den Bann zu ziehen und es zu einer besonderen Reise zu machen. Es wird mir definitiv fehlen nach Hamburg zu reisen um Mina im Kontor zu besuchen und den ein oder anderen Ratschlag von ihr zu erhalten. Aber wer weiß vielleicht wird ihre Geschichte ja doch noch fortgesetzt. Ich würde es mir zumindest wünschen.

Cover: 4 von 5 Sternen
Schreibstil: 3,5 von 5 Sternen
Handlung: 4 von 5 Sternen
Charaktere: 5 von 5 Sternen

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