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Kobina

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

"Nadya war von der Göttin des Todes erwählt, sie hatte nie unschuldig sein können."

Das schwarze Herz des Winters – Unholy
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Ich gebe zu, vermutlich hätte auf dem Klappentext alles stehen können und ich hätte es bei dem Cover gekauft 😅
Es war das erste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe und ich berichte heute davon, weil ...

Ich gebe zu, vermutlich hätte auf dem Klappentext alles stehen können und ich hätte es bei dem Cover gekauft 😅
Es war das erste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe und ich berichte heute davon, weil übermorgen der zweite von drei Bänden auf Deutsch erscheint.
An der Stelle: Ich versuche, englischsprachige Bücher nach Möglichkeit in der Originalfassung zu lesen, aber ich lebe nun einmal in Deutschland und Impulskäufe enden somit in der Regel auf Deutsch. (Und innerhalb einer Reihe werde ich danach nicht mehr wechseln, weil mein innerer Monk sonst die Krise kriegt^^")
Der Schreibstil sagte mir tatsächlich nicht sonderlich zu. Allerdings ist es an der Stelle gut möglich, dass es tatsächlich an der Übersetzung lag, da manche Formulierungen auf mich etwas eigenartig wirkten.
Dafür gefiel mir das Worldbuilding umso besser. Die verschiedenen Orte und Gebiete, die Konflikte und Ansichten der unterschiedlichen Völker und deren andersartigen Kulturen konnten mich direkt überzeugen und fesseln. Besonders leicht haben es mir da die Kapitelanfänge gemacht, denen immer ein Auszug aus den heiligen Schriften der Protagonistin vorangeht.
Die Erzählperspektive wechselt immer zwischen der Sicht einer auserwählten Klerikerin und der Sicht des verfeindeten Kronprinzen. Dabei setzen sich die Puzzleteile für den Leser viel schneller und natürlicher zusammen, als im Verlauf der Geschichte für die Charaktere. Ich bin ein großer Fan von dieser Art von Erzählung und freue mich jedes Mal, wenn ich sie irgendwo finden kann.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Großartiges Jugendbuch

Elbendunkel 1: Kein Weg zurück
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Inzwischen habe ich den ersten Band von Elbendunkel von Renate Fischer gelesen (näheres dazu unten) und muss sagen, dass mir insbesondere der Schreibstil der Autorin wirklich gut gefällt. Er ist an den ...

Inzwischen habe ich den ersten Band von Elbendunkel von Renate Fischer gelesen (näheres dazu unten) und muss sagen, dass mir insbesondere der Schreibstil der Autorin wirklich gut gefällt. Er ist an den richtigen Stellen verschnörkelt und ansonsten sehr klar formuliert, sodass Lesefluss und Lesefreude miteinander einhergehen.
Häufig habe ich das Problem, dass ich Wendungen in der Handlung zu früh kommen sehe, aber gerade da konnte mich Elbendunkel direkt an zwei Stellen überraschen. Beide Male war es ursprünglich sehr klassisch aufgebaut und hatte dann doch noch eine Wendung, was mich sehr erfreut hat.
Genretechnisch dürfte es sich im Bereich der Science Fantasy ansiedeln. Je nachdem, ob die Science oder die Fantasy an erster Stelle stehen, bin ich ein großer Fan oder eben nicht so. In diesem Fall, wo beides recht soft angelegt ist und es zur Fantasy tendiert, ist es ganz nach meinem Geschmack.
Das Buch ist aus der Sicht von drei Charakteren geschrieben; Lux, Niall und Darel. Lux und ich werden in diesem Leben vermutlich keine Freunde mehr, da sie leider wirklich nicht die Hellste ist und häufig sehr unüberlegte Entscheidungen trifft. Ihre Abschnitte sind dadurch manchmal etwas anstrengend zu lesen.
Die anderen beiden Charaktere, Niall und Darel, sind dafür das komplette Gegenteil von ihr. Ihre Abschnitte habe ich regelrecht verschlungen. Ihre Gedankengänge sind jeweils gut ausgebaut und nachvollziehbar, ihre Motive und Beweggründe einleuchtender als die von vielen anderen Charakteren, die mir in meinem Leben bisher so begegnet sind.
In dem daraus resultierenden Lovetriangle bin ich zum ersten Mal in meinem Leben tatsächlich auf der Seite vom ‘Goodguy’, Niall. Im Laufe des Buches hat er sich sogar zu meinem Lieblingscharakter gemausert. Eine weitere spannende Wendung, wenn auch nur für mich persönlich, die ich so nicht erwartet hätte. Normalerweise hätte Darel deutlich besser in mein Schema gepasst^^ (Womit Niall vermutlich dem Untergang geweiht ist, da ich einen Hang dazu habe, alle meine Lieblingscharaktere sterben zu sehen, aber hey!)
Den zweiten Band habe ich bereits angefangen und freue mich tierisch auf jedes weitere Kapitel :)

Nachdem ich auf Instagram vom zweiten Band von Elbendunkel schrieb, den ich ausversehen vor dem Ersten kaufte, passierte etwas, womit ich nicht gerechnet habe; @renafischer hat mich angeschrieben und mir angeboten, mir ein signiertes Exemplar des ersten Bandes zuzuschicken. Das hat mich wahnsinnig gefreut und tut es noch immer. Danke dafür!
Und generell vielen, vielen lieben Dank für den Anstoß, der Dilogie noch eine zweite Chance zu geben. Ich hätte ansonsten echt was verpasst :)

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Ups

Elbendunkel 2: Kein Weg zu dir
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Nachdem ich vergangene Woche das Buch, das ich mit zusammen mit dem Weihnachtosaurus gekauft habe, beendete (dazu wird die Tage auch noch ein Post kommen, aber ich benötige noch etwas Zeit, um mir sicher ...

Nachdem ich vergangene Woche das Buch, das ich mit zusammen mit dem Weihnachtosaurus gekauft habe, beendete (dazu wird die Tage auch noch ein Post kommen, aber ich benötige noch etwas Zeit, um mir sicher zu sein, was ich darüber denke), stand ich vor dem Problem, dass wir den 30. Dezember am Nachmittag hatten und kein weiteres Buch neben mir lag. Geschwind machte ich mich also mit @dorkyembi und seinem Freund auf den Weg, um dies zu ändern!
Wie das Leben allerdings so spielt, kamen wir erst eine Viertelstunde vor Ladenschluss in der Buchhandlung an. Funfact: Haiko und ich sind unabhängig voneinander ständig bei DENSELBEN Büchern stehen geblieben, es war schon sehr amüsant :D
Nun, unter einigen anderen spannenden Titeln erblickten wir "Elbendunkel" von Rena Fischer. Der Titel entsprach meinem Geschmack, der Klappentext erst Recht und um das Ganze abzurunden, war das Cover auch noch lila. Flink war es gekauft.
Als ich es zuhause aus seiner Folie befreite, verschaffte mir jedoch der zweite Klappentext auf der Innenseite bereits den Eindruck, dass ich mich hier vergriffen haben könnte. Nachdem ich mich durch die ersten Seiten geschlagen habe, vertiefte sich jener. Irgendwie ging alles viel zu schnell und das Worldbuilding wurde in einem Affenzahn auf wenigen Seiten abgehandelt.
Erst, als ich das Buch zu googlen begann, wurde mir gewahr, dass es sich hierbei um den zweiten Teil einer Serie handelte. Zu viert untersuchten wir das Buch und stellten fest: Ich war nicht blind, es war schlichtweg nicht ersichtlich und wurde mit keinem Wort irgendwo erwähnt.
Vermutlich dürfte sich der Band deutlich angenehmer lesen, wenn man den ersten bereits kennt, da damit der schnelle Durchlauf auf den ersten Seiten wahrscheinlich nur noch ein "Was bisher geschah" sein dürfte. Zumindest vermute ich das.
Bestellen werde ich es mir vorerst nicht, da wir nach dieser Erkenntnis dem Ludwig im Kölner Hauptbahnhof einen Emergency-Besuch an Neujahr abstatteten und ich nun anderweitig beschäftigt bin :D
Merke aber: Lieber einmal zu viel als zu wenig googlen 😅

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Wunderschöne Zeichnungen und Geschichte

Der Weihnachtosaurus – Ein Dino zum Fest
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Auf dem langen, beschwerlichen Weg mitten im Weihnachtsgeschäft zur Kasse, fiel mein Auge auf ein Bilderbuch. "Der Weihnachtosaurus". Für alle, die es nicht wissen: Ich habe einen Hänger für das lila Farbspektrum ...

Auf dem langen, beschwerlichen Weg mitten im Weihnachtsgeschäft zur Kasse, fiel mein Auge auf ein Bilderbuch. "Der Weihnachtosaurus". Für alle, die es nicht wissen: Ich habe einen Hänger für das lila Farbspektrum und ich habe einen Hänger für Dinosaurier (und andere Kreaturen, die vor unserer Zeit lebten).
Auch, wenn ich inzwischen über zwanzig Jahre über der Altersgruppe, die mir diesen Buch angesprochen werden soll, liege, konnte ich nicht anders, als das gleich mit zu kaufen. Und nun, was soll ich sagen, es hat mich der Diabetes ein Stückchen näher gebracht ;)

Besonders schön fand ich, dass das Menschenkind im Rollstuhl saß - und zwar einfach so, ohne, dass das groß thematisiert wurde und das Kind in erster Linie über seinen Rollstuhl charakterisiert wurde. Dem Ganzen wurde nicht mehr Beachtung geschenkt als zum Beispiel einer Brille. Es war einfach vollkommen normal.
Dass dieser Zustand hingegen so unnormal ist, dass ich mich dazu hinreißen lasse, darüber zu berichten, ist hingegen eher traurig. Zu oft wird in Filmen oder Serien ein:e Charakter:in nur darüber definiert, dass er/sie behindert ist - und die meisten seiner/ihrer Eigenschaften werden automatisch diesem Zustand zugeschrieben.
Insbesondere dadurch, dass es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt, trägt der "Weihnachtosaurus" seinen kleinen Teil dazu bei, dies zu ändern. Es ist verdammt cool, möglichst früh möglichst einfach mit auf den Weg geben zu können, dass es deutlich mehr Menschen gibt als nur dich und mich! :)

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Liest sich wie diverse Kurzgeschichten

Die Mitternachtsbibliothek
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Vor ein paar Stunden beendete ich das Buch ‘The Midnight Library’ von Matt Haig. Normalerweise bin ich die Art von Mensch, die Sympathie gegenüber einer Geschichte verliert, wenn sie das Ende vorausgesagt ...

Vor ein paar Stunden beendete ich das Buch ‘The Midnight Library’ von Matt Haig. Normalerweise bin ich die Art von Mensch, die Sympathie gegenüber einer Geschichte verliert, wenn sie das Ende vorausgesagt hat. Zwar war dies bei diesem Buch der Fall, jedoch muss ich dieses eine Mal sagen, dass manchmal gar kein aufregendes Ende vonnöten ist, sondern einfach ein passendes.
In ‘The Midnight Library’ geht es um die depressive Protagonistin Nora, die nach einer Reihe von Schicksalsschlägen und vermeintlich schlechten Entscheidungen beschließt, ihrem Dasein ein Ende zu setzen. In einer Art Afterlife befindet sie sich in einer Bibliothek, die gefüllt ist mit Büchern über Leben, die sie hätte führen können. Auf der Suche nach einem Leben, in dem sie glücklich werden kann, blättert sie sich durch die Regale.
Am liebsten würde ich das Buch in den nächsten Tagen jedem an den Kopf werfen, der mir über den Weg läuft. Es ist nicht nur weirdly wholesome, sondern auch ein wunderschöner Shoutout an all die Möglichkeiten, die sich im Leben vor einem erstrecken und auch eine Erinnerung daran, wie viel Einfluss man nicht nur auf sein eigenes Leben, sondern auch auf das seiner Mitmenschen haben kann.
Tatsächlich war es das erste Buch seit über einem Jahr, das ich mal wieder komplett gelesen habe. Letztens überkam mich einfach das Bedürfnis, in einen Buchladen zu rennen und das Werk mitzunehmen, das mich am meisten anlächelt. Meine Entscheidung hätte nicht besser sein und gerade in meiner jetzigen Situation - neuer Job und neue Wohnung - hätte kaum passender sein können. Aber auch allen, die inzwischen schon länger ihren Platz in der Welt gefunden haben, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

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