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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2025

Unverbrauchtes Thema

Seven Ways to Tell a Lie
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Colin Hadlers Seven Ways To Tell A Lie hat mich sofort mit seinem auffälligen, modernen Cover gecatcht – und auch inhaltlich hat der Roman einen aktuellen Nerv getroffen. Der Umgang mit Deepfakes und digitaler ...

Colin Hadlers Seven Ways To Tell A Lie hat mich sofort mit seinem auffälligen, modernen Cover gecatcht – und auch inhaltlich hat der Roman einen aktuellen Nerv getroffen. Der Umgang mit Deepfakes und digitaler Manipulation ist spannend, relevant und wurde hier auf eine frische, zeitgemäße Weise erzählt. Auch, dass es dabei nicht zu abgedreht war, tat in dem aktuellen Stadium der Realität sehr gut daran, sich einfinden zu können.

Der Schreibstil ist angenehm locker, das Tempo hoch – man fliegt förmlich durch die Seiten und hat definitiv Spaß dabei. Gerade für Leser*innen, die auf kurzweilige Spannung stehen, ist das Buch ideal.

Allerdings: So sehr mich das Konzept begeistert hat, hätte die Geschichte von mehr Tiefe profitiert. Viele der angedeuteten Geheimnisse wirkten nur oberflächlich angerissen, fast wie Skizzen, die nie richtig ausgemalt wurden. Hier hätte ein paar zusätzliche Kapitel oder sogar ein zweiter Band gutgetan, um den Figuren und ihrer Vergangenheit/Gegenwart mehr Raum zu geben.

Auch die Auflösung konnte das starke Setup leider nicht ganz einlösen. Besonders das letzte Video, das den Protagonisten selbst betraf, wirkte eher enttäuschend und konnte den emotionalen Impact nicht liefern, den ich mir erhofft hatte.

Trotzdem mochte ich den Ausgang der Geschichte – der Mix aus Happy und Sad End war genau richtig gewählt: nicht zu kitschig, aber auch nicht gnadenlos düster.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Ein Snack für Zwischendurch

Elian und Lira – Das wilde Herz der See
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Es hat mich zwar nicht aus den Socken gehauen, war aber ganz nett zu lesen. Dabei handelt es sich quasi um ein Enemies-to-Lovers zwischen einer Sirene, die sich "Prince' Bane" nennt, und einem Prinzen, ...

Es hat mich zwar nicht aus den Socken gehauen, war aber ganz nett zu lesen. Dabei handelt es sich quasi um ein Enemies-to-Lovers zwischen einer Sirene, die sich "Prince' Bane" nennt, und einem Prinzen, der sich als "Siren Slayer" tituliert.
Sehr viel kreativer wird es im Laufe des Buches leider auch nicht. Die Geschichte ist nach dem Prinzip dreier Akte aufgebaut und um der Romanze Willen etwas vorhersehbar.
Potential trägt das Universum auf jeden Fall. Es werden verschiedene Königreiche angerissen und grob etwas von ihnen erzählt. Auch ist die Lore der übernatürlichen Wesen sehr spannend. Über mehr als nur einen Band hätte ich mich sehr gefreut.
Fazit: Man verpasst nichts, wenn man es nicht liest. Wenn man aber wie ich ein Freund von Meerjungfrauen, Sirenen und generell allem Aquatischen hat, kann man durchaus mal reinschnuppern.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Verdrehte Märchen \o/

Die Chroniken von Peter Pan - Albtraum im Nimmerland
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Schon oft hatte ich im Buchhandel ein Band der dunklen Chroniken in der Hand. Genau so oft habe ich es wieder weggelegt und mir versprochen "Aber das hole ich mir noch!". Schließlich entschied ich mich, ...

Schon oft hatte ich im Buchhandel ein Band der dunklen Chroniken in der Hand. Genau so oft habe ich es wieder weggelegt und mir versprochen "Aber das hole ich mir noch!". Schließlich entschied ich mich, "Die Chroniken von Peter Pan - Albtraum im Nimmerland" als Hörbuch zu erwerben.
Irgendwie habe ich es im Zuge dessen geschafft, mir das Cover nie genauer anzusehen und den Klappentext sowieso nicht zu lesen (letzteres vermeide ich, wenn es möglich ist, generell, da es oft einiges der Spannung nimmt). So war ich mir tatsächlich nicht bewusst, dass der Roman die Geschichte von Captain Hook erzählt.
Das dadurch entstandene Erlebnis war, so vermute ich, noch einmal intensiver, als wenn ich gewusst hätte, worauf die Erzählung hinausläuft. Zwar wurde recht schnell klar, worum es geht, aber es gab doch noch immer letzte Zweifel und deutlich mehr Möglichkeiten eines kommenden Endes.
Die Formulierungen waren bereits spannend, doch der Synchronsprecher Tim Schwarzmaier hat es erst atemberaubend gemacht. Es war so schön vorgelesen, dass ich nach dem Buch nachgeschaut habe, ob mir nicht noch eines der anderen von ihm gelesenen Werke zusagen könnte.
Auch, wenn das gedruckte Buch sehr hübsch ist und sich gut im Schrank macht, kann ich dank dem Sprecher nur das Hörbuch wärmstens ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Zweiter Teil ist zwar am Schwächsten, aber noch immer stark

Das Flüstern des Zwielichts
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Ich bin ähnlich begeistert wie beim ersten Teil, auch wenn ich jenen deutlich besser fand. Der Zweite fühlt sich ein bisschen wie eine Art Lückenfüller an, doch das hat dem Lesefluss keinen Abbruch getan.
Die ...

Ich bin ähnlich begeistert wie beim ersten Teil, auch wenn ich jenen deutlich besser fand. Der Zweite fühlt sich ein bisschen wie eine Art Lückenfüller an, doch das hat dem Lesefluss keinen Abbruch getan.
Die Hauptstory macht nur marginale Fortschritte, während eine Sidestory sehr ausführlich erzählt wird. Diese ist dafür sehr spannend und erfrischend erzählt, sodass es sich hierbei nicht unbedingt um eine Klage handelt ;) Außerdem wird mein Lieblingscharakter dabei stark thematisiert, was ebenfalls ein dicker Pluspunkt ist.
Der Schreibstil, in den ich mich bereits im ersten Band verliebte, wird schön fortgeführt und mit Worten regelrecht gemalt.
Weiterhin eine absolute Empfehlung meinerseits für jeden, der gerne Highfantasy liest und sich zudem mal auf etwas Ungewöhnlicheres einlassen möchte.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Ein Bisschen zum Nachdenken

This Love has no End
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Passend zum Dienstag habe ich eben "This love has no end" (oder auch: "Thanks for the Trouble") von Tommy Wallach beendet.
Von mir aus hätte ich etwas, dass sich augenscheinlich derart auf die Liebe fixiert, ...

Passend zum Dienstag habe ich eben "This love has no end" (oder auch: "Thanks for the Trouble") von Tommy Wallach beendet.
Von mir aus hätte ich etwas, dass sich augenscheinlich derart auf die Liebe fixiert, vermutlich nie gekauft, aber eine Freundin schob es mir ungefragt unter und ich bin recht froh darum.
Zwar geht es auch um die Liebe, aber eigentlich ist dies gar nicht der Fokus. Die Handlung wird aus der Sicht des 17-jährigen (warum sind die immer alle 17?) Schreiberlings Parker erzählt. Er vegetiert mehr vor sich hin, als dass er wirklich lebt, und ist sich dessen nur peripher bewusst.
Bis er schließlich auf Zelda trifft, die von sich selbst behauptet unsterblich zu sein und somit so einiges über das Leben zu wissen scheint.
Trotz des mehr als ernsten Themas Selbstmord, ist es Wallach in meinen Augen gelungen, ein Buch zu schreiben, das sich vergleichsweise leicht lesen lässt. Es hinterlässt ein angenehmes Gefühl und ließ mich oft lachen. Zudem fühlte sich das Ende sehr rund an.
Wer aber eine gewisse Verbindung zu dieser Thematik hat, sollte es jedoch nur mit Vorsicht zur Hand nehmen.

Ich für meinen Teil stelle immer mehr fest, dass ich Geschichten, die auch das Schreiben an sich zum Thema haben, sehr anziehend finde. Vermutlich kaum verwunderlich, da mich Tintenherz damals selbst zum Schreiben animierte.

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