Zäh
When Shadows Darken the SunDie Tag-und-Nacht-Spiele stehen wieder an, bei dem der Schattenhof gegen den Lichthof antritt und darum kämpft für dreißig Jahre über den dritten Hof zu herrschen. Cass erscheint dort als Zofe ihrer Licht-Primarin ...
Die Tag-und-Nacht-Spiele stehen wieder an, bei dem der Schattenhof gegen den Lichthof antritt und darum kämpft für dreißig Jahre über den dritten Hof zu herrschen. Cass erscheint dort als Zofe ihrer Licht-Primarin und gemeinsam mit einem kleinen Team reisen sie mit ihren Lichtwölfen an den Schattenhof, wo sie relativ schnell auf Nox, dem Primar des Schattenhofes, und sein Gefolge treffen. Schon das erste Aufeinandertreffen zeigt, wie es auch weiterlaufen wird. Nox wirkt etwas überheblich, aber Cass stellt sich ihm relativ schnell entgegen. Schon da fand ich sie ziemlich frech und etwas zu forsch. Doch bei der Begegnung geschieht noch etwas Unerwartetes. Denn ein Lichtkrieger wird aus dem Nebel angegriffen und mitgenommen. Cass eilt direkt hinterher, der Rest nicht. Auch hier wieder, was ist mit den anderen Kämpfern des Lichthofes. Dass die Schattenkrieger nicht loslaufen, ist klar.
Bevor die eigentlichen Spiele beginnen, gibt es ziemlich viel Vorgeplänkel. Tatsächlich sind die Spiele leider ziemlich schnell am Ende abgehandelt. Viel eher geht es um die Zeit vor den Spielen und die ganzen Machtkämpfe. Denn natürlich will der Schattenhof die Primarin vorführen und verunsichern. Ständig geht Cass dazwischen, was ich einfach zu viel fand. Als Zofe ist sie denkbar ungeeignet. Ich fand aber eben auch dieses Machtgehabe ziemlich drüber und eher langweilig. Es hat sich extrem gezogen. Ich wurde von dem Buch nicht gefesselt. Dazu wurden ziemlich viele Nebenaspekte beschrieben, die die Story einfach nicht weitergebracht haben. Lieber hätte ich mehr über die Kräfte selbst erfahren, denn das war bis zum Ende für mich ein großes Fragezeichen. Und dann ging es auch noch für Cass und Nox auf eine Mission, um den verletzten Soldaten zu retten. Ja, ich weiß, dass diese Mission die beiden zusammenschweißen sollte. Sie reden viel mehr miteinander, merken, wie der andere drauf ist, lernen viel über den anderen Hof und natürlich kommen sie sich durch Gefahren und gemeinsames Kämpfen näher. Alles sehr nette Ideen. Aber auch das hat mich leider total gelangweilt. Erst mal war es leider absolut kein Enemies to lovers, weil die zwei eigentlich nie richtige Feinde waren und es sehr schnell in die Richtung Schwärmerei ging. Es wirkte alles plump runtergeschrieben und die Kämpfe hatten keinen richtigen Spannungsbogen. Dazu war die Annäherung mir viel zu klischeehaft und mit zu viel Schwärmerei. Es wurde ständig erwähnt, wie mutig Nox Cass doch findet. Dann teilen die sich ein Bett und wachen natürlich kuschelnd auf. Kitschig. Also ich habe leider absolut kein Kribbeln geschweige denn Funken gespürt.
Als dann endlich die eigentlichen Spiele anstehen, gibt es natürlich noch ein Drama. Denn nach der Annäherung stehen sie sich nun als Feinde gegenüber. Wer hat wen nun getäuscht? Und was steckt dahinter? Können die ihre Mission hinter sich lassen und so tun als wäre nichts gewesen? Die Spiele selbst sind mir leider viel zu schnell abgehandelt. Gerade das hätte glaube ich noch richtig Spannung in das Buch bringen können.
Fazit:
Für mich war das Buch leider wirklich langweilig und zäh. Ich musste mich stellenweise zwingen weiterzulesen. Das Vorgeplänkel vor den Spielen hat die Spannung nicht erhöht, sondern das Buch künstlich in die Länge gezogen. Ich weiß, dass Nox und Cass sich in der Zeit näherkommen sollen, aber das wirkte sowieso so unglaublich konstruiert und klischeehaft, dass man sowieso kein Kribbeln spürte. Kein richtiges Enemies-to-lovers. Daher hätte man das deutlich kürzen können. Generell wirkte vieles einfach zu nebensächlich, dafür wurden die Kräfte eher als gegeben angesehen und kaum näher erläutert.
2/5 Sterne