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Kuckerneese

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2025

Enttäuscht!

Mit kalter Hand
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Eines vorweg: Ich bin einer der größten Fans von Michael Tsokos und besitze komplett alle Bücher von ihm und seinen Mitautoren. Bisher habe ich jedem Buch entgegengefiebert. Aber dieses Buch ist ein totaler ...

Eines vorweg: Ich bin einer der größten Fans von Michael Tsokos und besitze komplett alle Bücher von ihm und seinen Mitautoren. Bisher habe ich jedem Buch entgegengefiebert. Aber dieses Buch ist ein totaler Reinfall und ich erkenne nicht so richtig die Handschrift vom Autor. Im Gegenteil: Dieses Buch liest sich wie ein forensisches Lehrbuch. Es fehlt an wörtlicher Sprache, an natürlichen und spannenden Absätzen, einfach an allem, was ein gutes Buch ausmacht. Es kam mit stellenweise so vor, als wenn eine KI gefüttert wurde und dieses Buch ausgespuckt wurde.

Auf den ersten Blick klang die Geschichte spannend: ein Pferderipper, eine zerstückelte Leiche – das übliche Buchcover ließ mich auf den gewohnten Nervenkitzel, versetzt mit Spannung und vielleicht sogar ein Miträtseln hoffen. Doch schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass die Handlung sehr sachlich und nüchtern bleibt. Natürlich ist es interessant, mehr über den Alltag der Rechtsmedizin zu erfahren, und das Buch vermittelt hier auch wieder einige aufschlussreiche Details. Trotzdem finde ich, dass ein Werk, das als Thriller verkauft wird und den Namen Tsokos trägt, früher mehr zu bieten hatte als eine medizinische Dokumentation.

Schade, aber das nächste Buch werde ich auf keinen Fall blind kaufen. Ich werde mir die Zeit im Buchladen nehmen, um kurz reinzulesen und durchzublättern. Lieber nicht jedes Jahr ein Buch schreiben, nur das die Kasse klingelt, sondern lieber alle zwei Jahre ein richtig gutes Buch rausbringen.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Großartiges Thriller-Debüt!

Love, Mom
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Der Thriller „Love, Mom“ der Autorin Ilianer Xander hat mich von der ersten Seite an "mitgenommen" und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Ich habe selten ein Buch so schnell durchgelesen, weil ...

Der Thriller „Love, Mom“ der Autorin Ilianer Xander hat mich von der ersten Seite an "mitgenommen" und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Ich habe selten ein Buch so schnell durchgelesen, weil ich einfach wissen musste, wie die Story ausgeht.

Die Hauptfigur McKenzie hat mich nachhaltig berührt. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern eine junge Frau, die mit ihrer komplizierten Beziehung zu ihrer Mutter und den plötzlichen Enthüllungen klarkommen muss. Gerade diese Verletzlichkeit macht sie so nahbar – ich konnte mich oft in ihre Gedanken und Ängste hineinversetzen und habe oft überlegt, wie ich den Umstand gemeistert hätte.

Die geheimnisvollen Briefe und Tagebucheinträge haben mir richtig Gänsehaut bereitet. Ich habe beim Lesen ständig überlegt, was wohl dahintersteckt, und trotzdem hat mich die Geschichte mit ihren Wendungen immer wieder überrascht. Dazu kommt die enge Freundschaft mit EJ, die für mich ein schöner Gegenpol zu all der Spannung war.

Am meisten beeindruckt hat mich, dass die Autorin die Spannung bis ganz zum Schluss aufrechterhält und den Leser bis zur letzten Seite mitnimmt, ohne dass es je langweilig wird. Ich habe regelrecht mitgefiebert, wem McKenzie vertrauen kann – und wer ein Verräter ist.

Für mich ist „Love, Mom“ nicht nur ein Thriller, sondern auch eine emotionale Reise über Familie, Vertrauen und Geheimnisse. Ein Buch, das mich noch lange beschäftigen wird. Das Buchcover sprang mich im Buchladen förmlich an! Die Autorin kommt jedenfalls auf meine persönlich Best-Liste und ich freue mich schon jetzt auf Nachschub.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Zwischen den Welten

Die Farbe des Schattens
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Von ib

Ich wünsche mir ganz einfach mehr von diesen Büchern. Mehr von Büchern, die diese Zeit widerspiegeln, sie stets in Erinnerung bleibt und niemals nicht vergessen wird. Speziell die Zeit vor und ...

Von ib

Ich wünsche mir ganz einfach mehr von diesen Büchern. Mehr von Büchern, die diese Zeit widerspiegeln, sie stets in Erinnerung bleibt und niemals nicht vergessen wird. Speziell die Zeit vor und nach der Wende. Dort liegen viele Brutstätten, die heute ihre negativen Früchte tragen.

Dankbar bin ich für dieses Buch der Autorin Susanne Tägder. An manchen Stellen erscheint es dröge, aber wer zwischen den Zeilen lesen kann wird das Herz schwer. Dieses Buch zeigt fast haargenau diese Zeit "zwischen den Welten" wieder. Eine Zeit, die ich persönlich nie wieder erleben möchte und doch Erklärung für so manchen im Heute ist.
Das Buch spielt 1992 in Land Mecklenburg Vorpommern. Ein Junge - inmitten einer trostlosen Plattensiedlung - ist spurlos verschwunden und wird wenige Tage später im Keller eines leeren Hauses ermordet aufgefunden. Kommissar Groth und sein wegen seiner Stasivergangenheit entlassener Kollege Gerstacker machen sich auf die Suche nach dem Mörder.
Die Autorin hat es sehr gut verstanden, den Leser mit in die Vergangenheit zu nehmen. Es kamen beim Lesen in mir keine guten Erinnerungen aus, die ich mit der Zeit erfolgreich verdrängt habe. Ich werde mir zeitnah den Band 1 kaufen und hoffe auf viele weitere Bücher der Autorin.
Von mir bekommt diese Buch eine klare Kaufempfehlung sowie fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Willkommen in der Berliner Blase!

Aufsteiger
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Das Buch "Der Aufsteiger" vom Autor Peter Huth ist mein erstes Buch, dass ich von ihm gelesen habe und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mein letztes Buch gewesen sein.

Willkommen im realen Leben ...

Das Buch "Der Aufsteiger" vom Autor Peter Huth ist mein erstes Buch, dass ich von ihm gelesen habe und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mein letztes Buch gewesen sein.

Willkommen im realen Leben oder sollte man Berliner Leben oder Berliner Blase sagen?! Felix Licht geht davon aus, die vakante Stelle des neuen Chefredakteurs angeboten zu bekommen. Wer sollte diese Stelle denn sonst bekommen, schließlich hat er sich bis zur absoluten Erschöpfung jahrelang täglich aufgeopfert. Doch an diesem "alten weißen Mann" zieht wie Phönix aus der Asche plötzlich seine ehemalige und 20 Jahre jüngere Praktikantin Zoe vorbei. Sie bekommt die Stelle, denn sie ist jung, gutaussehend, links/grün angehaucht und mega hip. Man hofft das von ihrem Flair etwas auf das altbackene Magazin abfärbt. Und nun beginnt sich das Rädchen zu drehen und die Story nimmt an Fahrt auf.

Ich fand das Buch so perfekt getroffen, das ich hier keine richtigen Worte finde. Genauso läuft es nicht nur in Verlagen ab, sondern in vielen anderen "Job-Communities". Wir mich ist alles vom Anfang bis zum Ende schlüssig.

Die Wortwahl von Peter Huth ist von genial bis perfekt. Einfach großartig! Ich könnte mir vorstellen, dass das Buch nicht den Geschmack von jedem Leser trifft und manche denken, dass dies eine völlig ausgesponnene Story ist. Sie ist hier in der Berliner Blase absolut realistisch.
Ich habe mich perfekt unterhalten gefühlt. Konnte alle Ort nachvollziehen, da an den jeweiligen Orten auch wohne und arbeite.

Ich freue mich auf weitere Bücher und Peter Huth steht jetzt auf meiner festen Lieblingsautoren-Liste. Danke für dieses hervorragende Buch.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Enttäuschung des Jahres

Adlergestell
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Nach der Leseprobe habe ich sofort das Buch in meiner Buchhandlung vorbestellt. Als es endlich auf meinem Tisch lag, konnte ich kaum erwarten mit dem Lesen zu beginnen.

Dieses Buch ist meine persönliche ...

Nach der Leseprobe habe ich sofort das Buch in meiner Buchhandlung vorbestellt. Als es endlich auf meinem Tisch lag, konnte ich kaum erwarten mit dem Lesen zu beginnen.

Dieses Buch ist meine persönliche Enttäuschung des Jahres!

Die Autorin bemüht sich die Nachwendezeit aus den Augen eines Kindes zu beschreiben. Da ich das Adlergestell als Ostberlinerin kenne und nur ein paar Jahre älter bin, macht mich dieses Buch sprachlos. Ich habe mich stellenweise über den konfusen Inhalt geschämt! Was müssen die Leser denken, die dieses Buch lesen?
Doch die Krönung sind die Erzählungen über ihre Arbeit im Bundestag und dem Mitarbeiter der Bundestagsverwaltung. Ab da an wusste ich dieses Geschreibsel für mich persönlich einzuordnen. Ich arbeite nun mehr als 25 Jahre im Bundestag und bin entsetzt, das dieser Inhalt einfach so der Menschheit freigegeben wird.

Sollten Sie ein Buch über die Nachwendezeit oder ähnliches suchen, kaufen Sie dieses Buch nicht. Es gibt wirklich lesenswertere Bücher.

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