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Veröffentlicht am 02.05.2026

Betty und die Spontanität

Croissants im kleinen Café in Cornwall
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Nachdem Betty keine Wohnmöglichkeit mehr hat, zieht sie kurzerhand in das Feriencottage ihrer Schwester und ihres Schwagers. Was ihr Schwager ihrer Schwester aber nicht erzählt hat, Miles, ein Freund des ...

Nachdem Betty keine Wohnmöglichkeit mehr hat, zieht sie kurzerhand in das Feriencottage ihrer Schwester und ihres Schwagers. Was ihr Schwager ihrer Schwester aber nicht erzählt hat, Miles, ein Freund des Paares wohnt ebenfalls im Cottage. Nur Betty kann Miles nicht ausstehen, nachdem er sie auf der Hochzeit ihrer Schwester brüskiert hat.
Dennoch machen die beiden einen gemeinsamen Ausflug ins Backgewerbe.

„Croissants im kleinen Cafe in Cornwall“ ist ein Roman der Autorin Jane Linfoot, deren Geschichten durchaus mit denen von Jenny Colgan mithalten können.
Wie fand ich diesen Roman? Diese Frage ist schwierig zu beantworten.
Vielleicht beginne ich mit dem Rahmen: Die Autorin entführt die Leser zurück ins fiktive St. Aidan in Cornwall. Stammleser werden hier die ein oder andere bekannte Figur, wie z.B. die Meerjungfrauen wiederfinden (Plum, Clemmie etc.). Sowas trifft voll meinen Geschmack, weil ich in eine bekannte Atmosphäre zurückgeführt werden und mich dadurch „heimisch“ fühle.
Die weibliche Protagonistin Betty würde ich als verrückte Nudel bezeichnen. Sie ist zurückhaltend, freundlich und lieb und was ihren Kleidungsstil angeht, ein bisschen verrückt und durchgedreht. Sie hat allgemein Angst vor Verantwortung und geht aus gutem Grund Beziehungen zu Männern aus dem Weg. Was sie sehr sympathisch macht, ist ihr süßes Pony Pumpkin, mit dem sie regelmäßig am Stand unterwegs ist.
Miles ist ebenso ein sehr zurückgezogener Charakter. Er ist erfolgreicher Geschäftsmann, der jedoch mehr aus dem Homeoffice führt und sich neuerdings als Bäcker betätigt, was ihm Pluspunkte bei Pumpkin einbringt, der ihm dennoch mit einer gewissen Skepsis begegnet.
Dieses Duo aus Miles und Betty hat mich allerdings nicht richtig erreichen können. Miles hat m.E. Betty einerseits nie richtig ernst genommen, aber auf der anderen Seite war er auch zu väterlich zu ihr. Irgendwie hat mir hier das richtige Verhältnis gefehlt.
Bettys Art Miles zu begegnen, war mitunter aber auch sehr anstrengend. Leider kann ich nicht so wirklich sagen, was ich daran so anstrengend fand. Irgendwie harmonieren die beiden für mich nicht miteinander.

Alles in allem dennoch ein schöner Roman für zwischendurch, der bei mir aber nicht hängen bleiben wird, weil die Figuren meiner Meinung nach nicht wirklich zueinander gepasst haben. Hier fehlte für mich ein bisschen Romantik. 
Ich gebe dem Roman 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Zwischen Wahrsagerei, Hormonen und einer Brandserie

Böse Aussicht
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Andreas und Ariane sind wieder zusammen unterwegs. Während der gestandene Andreas wie ein verliebter Teenager mit den Frauen zu kämpfen hat, hat Ariane etwas an ihrer ungewohnten WG und Katjas Plänen zu ...

Andreas und Ariane sind wieder zusammen unterwegs. Während der gestandene Andreas wie ein verliebter Teenager mit den Frauen zu kämpfen hat, hat Ariane etwas an ihrer ungewohnten WG und Katjas Plänen zu knabbern. Da kommt es nur recht, dass Andreas auf der Suche nach Finn ist und Katja ihn nicht nur dabei unterstützt, sondern auch auf der Suche nach Brandstiftern.

„Böse Aussicht“ von Alexandra Kui und Peter Godazgar ist ein Cozy Crime, der im wunderschönen Harz spielt. Es ist der Nachfolgeband von „Harz aber herzlich“.
Während ich mich mit dem ersten Band wirklich schwer getan habe und nicht wusste, ob die Autorin den Leser veralbern wollen, ich zeitweise das Buch in die Ecke werfen wollte, aber es doch ein gewisses Etwas hatte, nachdem ich mit Ironie und Sarkasmus Frieden geschlossen hatte, besuchte ich mit einer Freundin eine Lesung der Beiden. Fazit: Nach dem ich einen genaueren Einblick, gegeben durch die Autoren, in die Charaktere der beiden bekommen habe, bin ich nun ein Fan von Andreas und Ariane (nicht zu vergessen, auch von Frau Krause und Woody).
Ariane ist nun nicht mehr so überrumpelnd. Sie wirkt reflektierter, aber auch nachdenklicher. Ihr Job steht nicht mehr so sehr im Fokus, viel mehr lernt man eine andere Ariane kennen.
Andreas wiederum wirkt frisch und fröhlich und nicht mehr so zurückgezogen. Der Umgang mit Ariane hat ihn offener gemacht, aber auch die Tatsache, dass er sich mit seinem Sohn auseinandersetzen muss.
Der Krimi fängt ganz leicht an, ist aber durch Andreas’ neue Liaison sehr mit seiner Person verknüpft. Geht es erst nur um das Verschwinden eines bekannten Teenagers, kommen nach und nach weitere Verknüpfungen und Steigerungen dazu. Parallel dazu muss sich Andreas um eine Reihe von Laubenbränden im beschaulichen Düsterode kümmern. Während ganz Düsterode eine Menge Infos hat, tappt Andreas im Dunkeln und sämtliche Informationen gehen an ihm, der doch eigentlich alles am besten wissen müsste, vorbei.

Fazit: Zwischen Pendel, Regenbogenfahne, pubertierenden Teenagern und vielem mehr stürzen sich Ariane und Andreas wieder in Ermittlungen und begegnen dabei auch wieder einem unbequemen Bekannten. Wer sich an Schlagfertigkeit, Ironie und Sarkasmus schnell gewöhnt, schließt die beiden schnell wieder ins Herz und ermittelt in Gedanken mit den beiden und Frau Krause inmitten des Gebietes der Harzer Schmalspurbahn mit. Meinerseits gibt es 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Der dritte Bruder

Love will stay
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Willow ist Fotografin und versteckt sich hinter der Lautstärke und dem Trubel New Yorks. Als sie den Auftrag bekommt eine Fotoserie über die Adirondacks zu machen, muss sie über ihren Schatten springen ...

Willow ist Fotografin und versteckt sich hinter der Lautstärke und dem Trubel New Yorks. Als sie den Auftrag bekommt eine Fotoserie über die Adirondacks zu machen, muss sie über ihren Schatten springen und in die Einsamkeit dieser Berglandschaft reisen. Begleitet wird sie dabei ungeplanterweise von Sam Griffin, einem Tierarzt, der sich genau wie Willow versteckt.

Isabell Bennetts „Love will stay“ ist der dritte Band der „Mountain Dreams“-Reihe. Es handelt sich hierbei um ein Buch mit einem wunderschönen Cover und Farbschnitt und einer liebevollen inneren Gestaltung.
Der Roman wird aus den Perspektiven der beiden Protagonisten Willow und Samuel erzählt.
Samuel ist der dritte der Griffin-Brüder und wer bereits die beiden Vorgängerbände kennt, kennt auch deren Liebesgeschichten. Da ich diese bereits kenne, war es für mich ein Zurückkommen nach Berryfield. Was ich immer sehr schön finde.
Willow und Sam sind beide auf ihre Weise verschlossene, aber sehr umgängliche Charaktere. Aber ich habe es über den gesamten Roman nicht geschafft, zu ihrer Geschichte eine ähnliche Nähe zu entwickeln, wie zu den zwei vorangegangenen Bänden. Die Geschichte wirkte auf mich sehr vorhersehbar und kreativlos. Es war ein stetiges Auf und Ab, das man immer wieder voraussehen konnte und logischerweise war dann das Ende auch so zu erwarten.
Beim Ende habe ich sogar gezweifelt, ob ich das Buch schon einmal gelesen habe, weil mir dieses Ende, also Sams Geschichte, sehr bekannt vorkam, als hätte ich es schon gelesen.

Mein Fazit daher: Das Buch ist sehr vorhersehbar, es mangelt an Kreativität, ist aber dennoch sehr liebevoll geschrieben. Wer also die ersten beiden Romane kennt, sollte diesen gerne auch noch lesen und ansonsten ist es hier wie immer, reine Geschmacksache. Mich hat es nicht überzeugen können.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Verbindungen

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Als Luisa Menkhoff am Tag ihrer letzten bestandenen Prüfung die Uni verlässt, wird sie auf ein Plakat mit einer Vermisstenanzeige aufmerksam. Innerhalb von Sekunden wird Luisa in ihre Vergangenheit katapultiert. ...

Als Luisa Menkhoff am Tag ihrer letzten bestandenen Prüfung die Uni verlässt, wird sie auf ein Plakat mit einer Vermisstenanzeige aufmerksam. Innerhalb von Sekunden wird Luisa in ihre Vergangenheit katapultiert. Als sie sich auf die Spur der Vermissten begibt, setzt sich der Albtraum ihrer Kindheit weiter fort.

Wer Arno Strobels vergangene Romane kennt, der stolpert vielleicht gleich am Anfang über den Namen Menkhoff. Der Autor greift in seinem neuesten Roman „Ungelöst-Die erste Zeugin“, auf die Verbindung zu einem seiner früheren Thriller zurück.
Dieses Buch soll der Auftakt zu einer neuen Cold-Case-Reihe des Autors sein.
Ich bin vor ein paar Monaten durch Zufall auf Arno Strobel aufmerksam geworden und lese bzw. höre seine Thriller mittlerweile super gern. Diesen habe ich als Hörbuch gehört und konnte dabei der bereits vertrauten Stimme Dietmar Wunders lauschen. Ich verbinde seine Stimme mittlerweile standardmäßig mit den Büchern Strobels.
Aufgrund dessen, dass ich bereits den Thriller um Luisas Vater kannte, war ich gespannt, was mich hier erwartet und habe es auch als kleine Reise in die Vergangenheit angesehen, wenn über Bernd Menkhoff berichtet wurde.
Der neue Ermittler Ramin Brunner wirkt absolut zielstrebig, erfolgreich, aber auch bodenständig. Sein Ermittlerpendant wiederum sorgt am Anfang für Skepsis, ich fand ihn aber den richtigen Mann an der richtigen Stelle.
Der Verlauf des Hörbuchs ist spannend und ich konnte die Kopfhörer kaum abnehmen.
Was mich etwas stutzig gemacht hat, ist der Strang um die Aachener Ermittler, die sich gegenseitig verdächtig machten und dafür, dass sie standardmäßig zusammenarbeiteten, sich doch sehr schlecht kannten.
Die Verbindungen, die hier geschaffen wurden, erinnerten mich oft an die Schreibweise a la Simon Beckett, sodass man fast bis zur letzten Seite keine Ahnung hat, wie sich die Verflechtungen ergeben.

Fazit: Spannung, Neugier, aber auch Skepsis stehen hier im Fokus. Cleverness und Coolness geben der Geschichte das gewisse Etwas. Wer Arno Strobel also kennt und mag, sollte auch dieses Buch unbedingt lesen und für all jene, die ihn nicht kennen, könnte es ein guter Einstieg sein.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Geheime Pfade

Möwen, Seegang, falsche Fährte - Anni Gade und die Fördemorde
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Anni arbeitet als Gästeführerin in Flensburg. Doch sie schafft es auch immer wieder in brisante Kriminalfälle in ihrer Heimatstadt verwickelt zu werden. So wird dieses Mal ihre Freundin Nele während sie ...

Anni arbeitet als Gästeführerin in Flensburg. Doch sie schafft es auch immer wieder in brisante Kriminalfälle in ihrer Heimatstadt verwickelt zu werden. So wird dieses Mal ihre Freundin Nele während sie Fotos von der alten Mühle macht, entführt. Anni versucht mit Jans Hilfe rauszufinden, was passiert ist und wo Nele sich befindet.

„Möwen, Seegang, falsche Fährte - Anni Gade und die Fördermorde“ von Inga Schneider ist Band 3 aus der Reihe.
Es handelt sich bei diesem Krimi um Cosycrime und gerade das hat mir richtig gut gefallen. 
Für mich ist es der erste Teil aus der Reihe gewesen.

Anni und Nele fand ich von Anfang an klasse. Anni ist Protagonistin hat mir mit ihrer authentischer Art und ihrer Hartnäckigkeit richtig gut gefallen. Sie ist sich ehrlich und treu. Auch wenn sie hartnäckig ist, merkt man ihr doch immer ihre menschliche Seite und ihren Hang zum Familienmenschen an. Ihre Mutter ist da fast das Gegenteil mit ihrer kulturellen Art, die schon fast ins Hippie-Dasein übergeht.
Mich hat die Schreibweise der Autorin absolut überzeugt und vor allem hat sie mich mit der Regionalität vollkommen überzeugt. Ich kenne und liebe Flensburg und fand deswegen die Beschreibungen der ganzen Lokalitäten und die regionalen Fakten über die Stadt, die sie auch noch nebenbei vermittelt, super schön und konnte quasi vor meinem inneren Auge die Strecken mit fahren, laufen oder hatte Bilder vor Augen.
Der Verlauf des Krimis ist am Anfang sehr seicht, aber ab der Mitte wird’s spannend und ich hatte zwar einen guten Riecher, wie es sein könnte, dennoch bin ich immer mal auf die falsche Fährte gelockt worden.
Hin und wieder haben mir vermutlich ein paar Details aus den Vorgängerbüchern gefehlt, dennoch denke ich, dass man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen oder hören kann.

Fazit: Wer Cozy Crime mag, Flensburg liebt oder gerne mal einen spannenden Urlaubsausflug machen will, der ist hier absolut richtig!!

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