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Veröffentlicht am 26.05.2026

Chipster und Graf Dracula

Mont Lacroix (Band 2) - Falling for Adelaide
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Addi ist für ihr Praxissemester nach Hause zurückgekehrt. Doch leider scheint ihr Projekt dafür zu scheitern, da ihr Sportpartner abgesprungen ist. Als sie zufällig am Klavierzimmer im Hotel vorbeikommt ...

Addi ist für ihr Praxissemester nach Hause zurückgekehrt. Doch leider scheint ihr Projekt dafür zu scheitern, da ihr Sportpartner abgesprungen ist. Als sie zufällig am Klavierzimmer im Hotel vorbeikommt und jemanden spielen hört, ahnt sie nicht, dass es Graf Julian von Lindenburg ist, dem sie schnell den Spitznamen Graf Dracula verpasst. Schnell kommt zum Vorschein, dass die beiden sich gegenseitig sehr nützlich sein können.

„Mont Lacroix - Falling for Adelaide“ von Alexandra Flint ist Band 2 der Reihe „Mont Lacroix“.
Ich habe bereits Band 1 gelesen und war daher sehr gespannt, wie es weitergehen wird. Was mir hier gleich wieder gefiel, sind die Kapitelanfänge. Die fiktiven Definitionen von Neologismen lockert jedes Kapitel auf und findet sich im Verlauf auch wirklich in der Geschichte wieder. Ich war regelrecht gespannt, wie die Autorin den Bogen zum jeweiligen Wort spannen würde.
Adelaide als Protagonistin dieses Bandes war für mich nicht unbekannt, da sie auch schon im ersten eine Nebenrolle gespielt hat. Daher wusste ich, dass sie mir sympathisch ist.
Die Geschichte der Adoptivkinder der Lacroix’ spinnt sich wie ein roter Faden durch die Gesamtstory und macht neugierig auf die jeweilige Geschichte des jeweiligen Lacroix-Kindes. Auch Adelaides Geschichte war vor diesem Band nicht bekannt und lange Zeit bleibt sie auch ein großes Geheimnis. Der Weg dahin ist eher spekulativ und auf die Auflösung wäre ich so nicht gekommen, daher war es ein spannender Überraschungsmoment, als die Wahrheit ans Licht kam.
Julian von Lindenburg ist ein absoluter Familienmensch. Für seine große Schwester würde er alles tun. Zu seinen Eltern hat er zwar eher ein gespaltenes Verhältnis, ich glaube jedoch, dass das lediglich mit seiner Zwangsverlobung zusammenhängt und das Verhältnis normalerweise liebevoll ist.
Besonders gefallen haben mir die Schlagabtausche zwischen ihm und seinem besten Freund Theo. Theo hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen, aber auch er tut alles für seinen besten Freund, genau wie umgedreht.
Auch das liebevolle und enge Verhältnis der Familie Lacroix ist wieder deutlich erkennbar. Ein bisschen überrascht war ich über Dante. Er wirkte sehr in sich gekehrt und reflektiert. Das kam mir im ersten Band noch anders vor.
Aus diesem Grund bin ich umso gespannter, was es im dritten Band mit seiner Geschichte auf sich haben wird.
Addi und Julian passen wirklich wie die Faust aufs Auge und ergänzen sich echt gut. Die Sprachnachrichten und sonstigen Nachrichten wirken sehr authentisch, aber so manches Mal auch intensiv.

Mein Fazit: Eine wunderschöne Fortsetzung des zweiten Bandes und damit eine tolle Liebesgeschichte mit allen Höhen und Tiefen, aber auch einer Menge Überraschungen, sodass es nicht langweilig wird.
Wer Young Adult mag und auch den ersten Band bereits verschlungen hat, sollte dies auch mit diesem Band machen.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Nachhaltiger Umgang

Wo das Feuerkraut blüht (Die Norrland-Saga, Bd. 2)
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Einige Jahre sind vergangen und Siv und John haben eine Familie gegründet, im Mittelpunkt ihr Sohn Nils, dessen leiblicher Vater Nila ist. Letzterer schwebt nach wie vor durch Sivs Gedanken und auch wenn ...

Einige Jahre sind vergangen und Siv und John haben eine Familie gegründet, im Mittelpunkt ihr Sohn Nils, dessen leiblicher Vater Nila ist. Letzterer schwebt nach wie vor durch Sivs Gedanken und auch wenn Siv John nicht die Wahrheit gesagt hat, ahnt er doch, dass Nils nicht sein Sohn ist.
Eva und ihr Sohn sind nach wie vor bestrebt ihr eigenes Waldgrundstück zu retten, doch jeder auf seine Weise und dabei kollidieren ihrer beider Ansichten nicht gerade wenig. Eva ist trotz allem weiter auf den Spuren ihrer Großmutter Siv.

„Wo das Feuerkraut blüht“ von Ulrika Lagerlöf ist Band 2 der „Norrland-Saga“.
Band 1, „Wo die Moltebeeren leuchten“ hat mir super gut gefallen. Es war ein leichter Roman und einer, der bei mir beim Lesen auf eine besondere Art für Entspannung gesorgt hat. Bei diesem Band ging es mir aber komplett anders. Er war so trüb und berückend. Ich musste mich regelrecht durch das Buch durchquälen.
Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, 1950 und 2022. Die Zeitebene 1950 ist die Erzählebene von Siv und die 2022 die von Eva. Das Buch ist in vier Teile unterteilt.
Siv trägt ihr Schicksal mit sich rum, ohne jemanden an sich ranzulassen und wirkt völlig verwirrt, als ihr Nila wieder begegnet und sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird. Das fand ich wirklich schade, da es gar nicht zu der Siv passte, die ich im ersten Band kennengelernt habe.
Eva wiederum wirkte deutlich verletzlicher als im ersten Band. Sie hat sich zu einer Kämpferin entwickelt, die nach wie vor auf den Spuren ihrer Großmutter und damit auf der Suche nach ihrer eigenen Geschichte ist.
Aufgrund der Schwere, die zwischen den Zeilen liegt, haben es mir die langen Kapitel nicht leichter gemacht, beim Lesen voranzukommen. Spannung war auch nicht wirklich vorhanden, vielmehr wirkte es auf mich, als würde die Frustration bei Siv, Nils, John, Nila, Eva und Vilgot immer größer werden.

Mein Fazit: Ich hatte mich riesig auf die Fortsetzung des ersten Teils gefreut und musste zugeben, dass ich eher enttäuscht wurde, da die Leichtigkeit des ersten Bandes verloren gegangen ist. Es handelt sich jedoch um eine Familiengeschichte, die ungeschönt und realistisch wiedergegeben wird und als Nebenbotschaft den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt vermittelt.
Ich vergebe daher 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Zwischen Jugend und Alter

Sylt oder Sehnsucht
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Rein in den Porsche und via Fähre ab nach Sylt, angepasst an die Reichen und Schönen - So startet Steffi zu ihrem Klassentreffen, 35 Jahre nach dem Abschluss. Man muss ja schließlich zeigen, was man nicht ...

Rein in den Porsche und via Fähre ab nach Sylt, angepasst an die Reichen und Schönen - So startet Steffi zu ihrem Klassentreffen, 35 Jahre nach dem Abschluss. Man muss ja schließlich zeigen, was man nicht hat. Als sie auf dem Treffen den jüngeren Bruder ihrer ehemals besten Schulfreundin kennenlernt, beginnt bei Steffi das Grübeln über eine Liebe, die es ihrer Meinung nach aufgrund des Altersunterschieds nicht geben sollte.

„Sylt oder Sehnsucht“ von Claudia Thesenfitz knüpft mit der Thematik an bereits vergangene an. Eine Frau in den besten Jahren, auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens während dieses einfach an ihr vorüber plätschert und sie sich mit diesem anspruchslosen Dasein abgefunden hat.
Steffi steht dabei auch wieder stellvertretend für viele Frauen, die sich in den Wechseljahren oder vielleicht auch schon an deren Ende befinden und sich fragen, was das Leben ihnen bisher gebracht hat und was noch vor ihnen liegen mag.
Steffi ist dabei pragmatisch, lustig, aber auch direkt. Im Umgang mit Yannick lernt man eine völlig neue Steffi kennen, während sie bei ihrem Partner Bernd meist den Weg des geringsten Widerstands wählt.
Ich finde dieses Thematik immer super spannend und wichtig und finde es daher umso besser, dass sich die Autorin diesem Thema annimmt. Auch das Thema Altersunterschied spielt in Beziehung oft eine große Rolle.
Aber auch wenn Claudia Thesenfitz hier die ungeschönte Wahrheit aufzeigt, konnte mich dieser Roman dieses Mal nicht begeistern. Das lag aber hauptsächlich an Yannick Rolle. Seine übertriebene Sprache und diese neuen Ausdrucksweisen fand ich sehr anstrengend. Ja, es mag sein, dass die jüngere Generation heute so spricht, aber Yannick ist nur wesentlich jünger, als ich selbst und ich kenne in meinem Umkreis niemanden, der so spricht, sondern kenne es nur von Personen, die deutlich jünger sind (da ist er wieder, der Altersunterschied). Das war mir wirklich viel zu überspitzt und Steffis Unsicherheit, wie man Nachrichten an ihn schreibt oder sich ihm gegenüber verhält, passte eher zu einem verliebten Teenie als zu einer gestandenen Frau. Das war für mich ein Widerspruch zu dem, was die Autorin vermutlich vermitteln wollte.

Mein Fazit: Ein netter Liebesroman über Liebe, die kein Alter kennt, über Thema, die oft ein Tabu darstellen und der aber dennoch hin und wieder Klischees bedient.

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Veröffentlicht am 21.05.2026

Pflanzen und Wahrheiten

Brombeerblaue Tage
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Elisa arbeitet als Landschaftsarchitektin in Berlin und hat sich damit einen Kindheitstraum erfüllt, der entstand, als ihre Oma ihr sämtliches Wissen über Pflanzen beibrachte. 
Eines Tages erhält sie einen ...

Elisa arbeitet als Landschaftsarchitektin in Berlin und hat sich damit einen Kindheitstraum erfüllt, der entstand, als ihre Oma ihr sämtliches Wissen über Pflanzen beibrachte. 
Eines Tages erhält sie einen Anruf ihres Vaters, mit dem sie sonst nur an Weihnachten und Geburtstagen Kontakt hat. Elisa bricht nach Rügen auf, um ihn zu unterstützen. Während sie auf sein Haus aufpasst und er in der Klinik ist, lernt sie auf eine etwas andere Art eine etwas andere Seite ihres Vaters kennen.

„Brombeerblaue Tage“ von Simone Veenstra ist ein Familienroman über unausgesprochene Wahrheiten und den Kampf um ein Leben nach den eigenen Vorstellungen.

Pflanzen sind gerade jetzt, kurz vor Beginn der Sommerzeit, ein sehr schönes und passendes Thema, weshalb ich die Einleitung in die Kapitel toll fand. Hier werden Pflanzen und ihre Herkunft vorgestellt - spannende Zusatzinfos.
Die Kapitel waren mir im Allgemein ein bisschen zu lang. Ich mag es eher, wenn Kapitel relativ übersichtlich, über 10 bis maximal 15 Seiten sind oder in Unterkapitel aufgeteilt sind.
Das Buch ist von seiner Seitenzahl auch sehr überschaubar gehalten, sodass man relativ schnell vorankommt, was durch den angenehmen Schreibstil unterstützt wird.
Ich gebe zu, ich hatte meine Schwierigkeiten mit Elisa und bis zum Schluss war sie eine absolut unnahbare Person für mich. In gewissem Maße konnte ich ihr ihre Emotionen anmerken, aber größtenteils wirkte es auf mich, als hätte sie eine hohe Mauer um sich. Ihre Nachforschungen waren wirklich interessant, aber auch dass hat sie für mich nicht nahbarer gemacht.
Ich fand diesen Strang mit den Nachforschungen zu ihren Eltern gut und auch was die früheren Frauen auf dem Gut betraf, aber bei beiden Strängen fehlte mir die Tiefe. Das hätte noch viel tiefer und gründlicher ausgebaut werden. Es war alles nachvollziehbar, aber dennoch hätte ich mir mehr Details gewünscht.
Auch fehlen durch diese Oberflächlichkeit so eine Art „Aha-Momente“, spannende Entwicklungen, spannende Wahrheiten, aber hier ist es doch eher eine Geschichte auf einer Spannungsebene, ohne große Ausreißer nach oben oder unten.
Auflockernd sind die tierischen Mitbewohner, ob nun der Hund von Elisas Vater oder die Schafe auf den Weiden der Reeses.

Fazit: Ich hatte mir von diesem Buch etwas mehr erwartet und bin enttäuscht über die fehlende Detailtiefe und Gefühle. Ja, es gibt eine Annäherung zwischen Vater und Tochter, aber der Weg dahin ist doch eher kühl.
Wer sich gerne mit Pflanzen und Gärten beschäftigt oder Familiengeschichten mag, kann mit diesem Buch sein Glück versuchen.

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Das kleine WIR im Alltag

Hör mal (Soundbuch): DU und ICH und unser WIR
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Wir kannten das kleine WIR bisher noch nicht, sind aber Fans von Soundbüchern.
Unser kleiner liebt es, die Touchfunktion zu aktivieren und zu hören, was erzählt wird. So ist es auch bei „DU und ICH und ...

Wir kannten das kleine WIR bisher noch nicht, sind aber Fans von Soundbüchern.
Unser kleiner liebt es, die Touchfunktion zu aktivieren und zu hören, was erzählt wird. So ist es auch bei „DU und ICH und unser WIR“
Das Buch zeichnet sich durch kindgerechte, einfache Zeichnungen aus und spiegelt Alltagssituation aus dem Leben eines Kleinkinds wider. Das kleine WIR begleitet bei Pflanzen auf dem Balkon, beim Spielen im Regen bis hin zum Einschlafen. Untermalt wird das von den dazugehörigen Alltagsgesprächen und -geräuschen.
Was ich dabei als besonders gut für ganz junge Kinder empfand, sind die einfachen und vor allem kurzen Dialoge. Somit müssen kleine Entdecker nicht zu lange stillhalten bis das Erzählte zum Ende ist. Wunderbar ist auch die sanfte Stimmmelodie, die für alle Charaktere angewendet wird. Es wirkt auf unser quirliges Kind sehr beruhigend.
Die liebevollen Reime sind kurz und knapp gehalten, was den Soundteil ansprechend ergänzt.
Die Funktion des Buches ohne Batterien, zum Laden finde ich klasse, weil es einfacher für die Eltern ist und sicherer für die Kinder.

Wir sind begeistert vom kleinen WIR und es wird sicher nicht unser letztes Buch aus der Reihe gewesen sein.

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