Profilbild von Kyra112

Kyra112

Lesejury Star
offline

Kyra112 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kyra112 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2026

Touchdown für die Liebe

Coach - Gegen alle Regeln
0

Milli ist eine stellvertretende Sportdirektorin an der Treasure State University. Die Uni, an der sie selber ihren Abschluss gemacht hat und an der sie ihren besten Freund Ford, kennen und lieben gelernt, ...

Milli ist eine stellvertretende Sportdirektorin an der Treasure State University. Die Uni, an der sie selber ihren Abschluss gemacht hat und an der sie ihren besten Freund Ford, kennen und lieben gelernt, aber auch an eine andere Frau verloren hat. Fast 10 Jahre später steht dieser nun als neuer Trainer der Footballmannschaft vor ihr. Für Milli beginnt ein innerer Kampf.

Devney Perrys Roman „Coach gegen alle Regeln“ ist der Auftakt der Reihe „Treasure State Wildcats“ .
Ich liebe Romane, die in Amerika, speziell an amerikanischen Highschools oder Unis spielen, da dort einfach eine ganz andere Atmosphäre herrscht als an solchen Institutionen in Deutschland.
Devney Perry hat mich sportlich frisch von der ersten Minute mitgenommen und der Perspektivwechsel zwischen Ford und Milli gibt einen guten Einblick in die Überlegungen und Beweggründe beider.
Was mir richtig gut gefallen hat, dass Ford zwar das typische Klischee eines Footballers erfüllt, aber es dennoch nicht bedient. Er ist ein Mann, der sich offen zeigt, seine Ansichten nicht versteckt und für seine Liebe kämpft.
Milli wiederum merkt man deutlich ihren inneren Kampf und Zwiespalt an. Ihre Überlegungen und Handlungen sind gut nachvollziehbar. Sie hat aber auch eine ganz besondere Art mit Menschen umzugehen, was man sowohl an der Beziehung zu ihren Sportlern, an der zu ihren Kollegen und speziell an der zu Joey merkt.
Bei Ford gefällt mir seine Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit. Er hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und so kommt es nicht zu einem typischen Missverständnisse wie in sämtlichen anderen Liebesromanen.

Fazit: Ein toller Sportroman über eine zweite Chance, über familiäre Beziehung, aber vor allem über die große Liebe. Eine Empfehlung für alle Young Adult-Fans, Sportfans und Fans der großen Liebe!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.05.2026

Ein Leben für das Grandhotel

Hotel Vier Jahreszeiten – Der Glanz des neuen Morgens
0

Das Hotel „Vier Jahreszeiten“ ist nach wie vor Luises Lebensmittelpunkt.
Luise ist auch weiterhin verlobt, dennoch wirkt sie darüber nicht glücklich. 
Als dann auch noch politisch schwierige Zeiten auf ...

Das Hotel „Vier Jahreszeiten“ ist nach wie vor Luises Lebensmittelpunkt.
Luise ist auch weiterhin verlobt, dennoch wirkt sie darüber nicht glücklich. 
Als dann auch noch politisch schwierige Zeiten auf das Land und damit das Hotel zukommen, ist Luise gefragter denn je, den Hotelbetrieb am Laufen zu und auch ihr Herz über Wasser zu halten.

Anja Marschall knüpft mit „Hotel Vier Jahreszeiten - Glanz des neuen Morgens“ an den ersten Band der Dilogie an.
Wer den ersten Band gelesen hat, trifft hier auf viele alte Bekannte und vor allem auf eine erwachsenere Luise, die alles für dieses Haus und die Familie Haerlin tun würde. Man merkt ihr an, dass sie nach wie vor mit vollster Überzeugung zum Haus steht und dafür auch zurückstecken würde.
Gerade beim Thema Liebe hatte ich daher auch eine andere Vermutung, als es letzten Endes ausging. Luises willensstarken Charakter merkt man vor allem an der Tatsache, wie sie mit dem Kapitän umging. Da fand ich sie teilweise wirklich borniert.
Es sind auch einige spannende Elemente eingebaut, vor allem was den Umgang mit ihrem Vater betrifft.
Aber auch zum Ende hin hat Luise mich mehr als überrascht, denn mit dem Ausgang hätte ich so niemals gerechnet.
Die Geschichte war insgesamt nur ziemlich gepresst, mit vielen historischen Elementen und einem großen Zeitabschnitt auf wenig Seiten.

Fazit: Ein wunderbares Zusammenspiel von Realität und Fiktion - Ein Luxushotel, eine Familie und Angestellte, die für das Haus leben. Hier erfährt man einiges über die Geschichte eines großen Hauses. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil und mit Luise eine charakterstarke Persönlichkeit geschaffen, die den roten Faden der Geschichte bildet.
Meinerseits gibt es daher 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2026

Inselliebe

Sommer ist mein Lieblingsort
0

Cilli ist Tierheiminhaberin und dabei ständig im Sinne der Tiere am arbeiten. Als ihr alles zu viel wird, begibt sie sich auf mit ihrem Wohnibert auf eine Reise. Als sie dabei auf einem einsamen Parkplatz ...

Cilli ist Tierheiminhaberin und dabei ständig im Sinne der Tiere am arbeiten. Als ihr alles zu viel wird, begibt sie sich auf mit ihrem Wohnibert auf eine Reise. Als sie dabei auf einem einsamen Parkplatz auf einen vermeintlich rücksichtslosen Camper trifft, flüchtet sie, doch Roman verfolgt sie und langsam nähern sich die beiden an.

„Sommer ist mein Lieblingsort“ von Lotte Römer, die unter dem Pseudonym Franziska Blum schreibt, beschreibt eine Geschichte über Erinnerungen, Neuanfänge und Liebe.
Cillis Tierheim ist die Pfoteninsel. Die Belegschaft und die Tiere sind Cillis Familienersatz, in deren Schoß sie nach dem Tod ihres Großvaters flüchtet. Hier kämpft sie für tierische Schicksale, aber vor allem ums Überleben ihres Lebenstraums.
Franziska Blum erzählt die Geschichte einer Frau, die stellvertretend für ein Problem der heutigen Zeit steht, den Spagat zwischen Arbeit und Wohlempfinden. Cillis Beispiel zeigt, wie man mit Überforderung umgehen kann und welche Lehren man daraus ziehen kann.
Ich muss jedoch zugeben, dass ich dabei mit der Protagonistin bis zum Ende nicht komplett klargekommen bin. Cilli hat für mich eine sehr schwierige Art, mit der sie auch gerne einmal vorverurteilt und in deren Umkreis es Menschen, die nicht tierlieb sind, schwierig haben.
Wiederum fand ich die Annäherung mit Roman leicht realitätsfremd, denn erst fand die Vorverurteilung statt und dann war plötzlich alles in Butter. Das ging mir etwas zu schnell, aber brach dann auch wieder ganz schnell ab.
Im letzten Viertel der Geschichte werden auch ein bis zwei Handlungsstränge in die Geschichte eingeflochten, die so recht keine Auflösung finden.
Ich empfand Roman am Anfang etwas anstrengend. Ich hätte mir bei ihm jedoch noch mehr Informationen gewünscht. Man erfährt zwar, was es mit einem Teil seines Lebens auf sich hat, aber dennoch hätte ich mir hier noch mehr Information über die Person gewünscht. Das war mir doch etwas zu oberflächlich.
Was mir wirklich am besten gefallen hat, war die familiäre Atmosphäre und auch das Ende passte vollkommen.

Fazit: Ein schöner Sommerroman vor maritimer Kulisse, der sich durch eine familiäre Atmosphäre auszeichnet. Bei den Figuren hätte ich mir eine fundiertere Beschreibung gewünscht, um ihnen näherzukommen. 
Daher gibt es von mir vier Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2026

Ein bärenstarker Roman

Wandering Hearts
0

Tara studiert Tiermedizin. Sie möchte jedoch aus den heimischen vier Wänden ausbrechen und über den Tellerrand hinausblicken, fern der elterlichen Tierarztpraxis. Es verschlägt sie nach Kanada in eine ...

Tara studiert Tiermedizin. Sie möchte jedoch aus den heimischen vier Wänden ausbrechen und über den Tellerrand hinausblicken, fern der elterlichen Tierarztpraxis. Es verschlägt sie nach Kanada in eine Auffangstation. Hier trifft sie auf den grimmigen Jamie. Die beiden liefern sich ständig Auseinandersetzungen, bis sie lernen müssen, miteinander auszukommen.

„Wandering Hearts“ von Josie Wismar ist Band 1 der Dilogie „Wild Hearts“. Im Mittelpunkt der Dilogie stehen Tara und Jamie, zwei Gegensätze, die sich letzten Endes anziehen.
Tara gefiel mir von Anfang an. Sie hat zwar eine unsichere Art, ist aber dennoch nicht aus den Mund gefallen.
Jamie wiederum ist ein totaler Griesgram, dessen Laune man zu Anfang nicht so recht nachvollziehen kann. Auch seine Vorverurteilungen sind ziemlich anstrengend.
Die Geschichte ist interessant und sehr emotional auf allen Ebenen. Es ist nicht nur die Geschichte um Tara und Jamie, die mitreißt, sondern auch die Thematik um Flora und Fauna. Auch das Thema Freundschaft kommt nicht zu kurz, was man vor allem an Mila und Tara merkt. Auch die Beziehung zwischen Matty und Tara ist zwar besonders, aber nicht typisch klischeehaft.
Ich habe den Roman als Hörbuchvariante verfolgen dürfen. Ich hatte am Anfang richtig Probleme der Geschichte zu folgen, da ich die Redeweise der Sprecherin, die gleichzeitig die Autorin ist, leider sehr monoton fand. Das war für mich echt anstrengend und glich einer Schlaftablette. Ich habe mich zwar dran gewöhnt, habe aber auch schon deutlich bessere Sprecherinnen erlebt. Jamies Sprecher, Piet Gampert, war wiederum sehr angenehm.
Der Strang mit Taras Eltern führt durch das ganze Buch. Leider fand ich diesen wirklich sehr schade. Tara tat mir teilweise echt leid und ich habe mich gefragt, welche Eltern so reagieren würden. Den Preis für die tollsten Eltern werden sie nicht bekommen haben.

Alles in allem muss ich sagen, das Buch ist schön, aber den Hype darum kann ich nicht wirklich verstehen. Auch das Ende war sehr abrupt, was nicht schlimm ist, aber es ist realitätsfern. 
Ich gebe dem Buch daher 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2026

Empty Nest und Freundschaft

Zeit der Freundinnen
0

Julia ist Goldschmiedin und wohnt mit Mann und ihrem Sohn aus erster Ehe im Münchner Stadtteil Haidhausen. Ihr Sohn ist gerade dabei den Schulabschluss zu machen und das familiäre Nest zu verlassen. Gleichzeitig ...

Julia ist Goldschmiedin und wohnt mit Mann und ihrem Sohn aus erster Ehe im Münchner Stadtteil Haidhausen. Ihr Sohn ist gerade dabei den Schulabschluss zu machen und das familiäre Nest zu verlassen. Gleichzeitig zieht Julias frühere Studienfreundin wieder zurück nach München. Sie lassen ihre Freundschaft langsam wieder aufleben, doch irgendwas schwebt dennoch über den Freundinnen.

„Zeit der Freundinnen - Wundertütentage“ von Tanja Huthmacher ist der erste Band der „Zeit der Freundinnen“-Reihe.
Es handelt sich hier um einen Gegenwartsroman, der geprägt ist von den drei Freundinnen Julia, Sophie und Helen. Julia ist in diesem Band der Hauptcharakter.
Alle drei Freundinnen haben ein Kind bzw. Helen Zwillinge. Die vier Kinder verlassen gerade ihre Elternhäuser, um eine Lehre durchzuführen, zu studieren oder die Welt zu entdecken. Diese Tatsache ist der Angelpunkt der Geschichte. Ich fand diese Thematik am Anfang gut, da ich denke, dass viele Frauen mit diesem Schritt ihrer Kinder in die Selbstständigkeit haben - das Empty Nest Problem. Leider kaut die Autorin auf diesem Thema so doll herum, dass es für mich auf Dauer zu viel des Guten war.
Die Freundschaft zwischen Julia und Sophie ist ausgelassen und ehrlich und die Tatsache, dass sie auch Schwägerinnen sind, macht diese Freundschaft umso tiefer. Als aber Helen dazustößt, wurde es für mich schwierig. Die Freundschaft zwischen Helen und Sophie wächst schnell, während Julia als drittes Rad am Wagen fungiert. Zwischen Helen und Julia empfand ich auch die ganze Zeit eine Distanz, sodass ich bis zuletzt nicht mit Helen warm wurde.
Überhaupt muss ich sagen, dass ich am Anfang gut in das Buch reinkam, aber je weiter die Geschichte voranging, desto weniger konnte mich die Autorin mitnehmen. Die Geschichte plätschert vor sich hin. Immer, wenn ich dachte, jetzt kommt das Highlight, wurde es wieder weich gespült und noch weicher.
Auch habe ich den Fakt der tiefen Freundschaft vermisst. Oberflächlichkeit war hier an der Tagesordnung.
Hinzukommt, dass Julia im Laufe der Geschichte beginnt, ihren Vater zu suchen. Hier werden immer mal Details eingestreut, dann verliert es sich wieder, dann wirkt es, als ob es erwähnt werden muss, damit es in der Geschichte verbleibt, aber so richtig Tiefe kommt auch in diesen Zweig der Geschichte nicht rein.

Fazit: Ein netter Versuch, über Freundschaft und familiäres Loslassen zu berichten, aber leider fehlt Tiefe, Spannung und ein gewisser Funken Ehrlichkeit. 
Daher gebe ich dem Buch 3,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Thema
  • Cover