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Veröffentlicht am 09.04.2026

Geheime Pfade

Möwen, Seegang, falsche Fährte - Anni Gade und die Fördemorde
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Anni arbeitet als Gästeführerin in Flensburg. Doch sie schafft es auch immer wieder in brisante Kriminalfälle in ihrer Heimatstadt verwickelt zu werden. So wird dieses Mal ihre Freundin Nele während sie ...

Anni arbeitet als Gästeführerin in Flensburg. Doch sie schafft es auch immer wieder in brisante Kriminalfälle in ihrer Heimatstadt verwickelt zu werden. So wird dieses Mal ihre Freundin Nele während sie Fotos von der alten Mühle macht, entführt. Anni versucht mit Jans Hilfe rauszufinden, was passiert ist und wo Nele sich befindet.

„Möwen, Seegang, falsche Fährte - Anni Gade und die Fördermorde“ von Inga Schneider ist Band 3 aus der Reihe.
Es handelt sich bei diesem Krimi um Cosycrime und gerade das hat mir richtig gut gefallen. 
Für mich ist es der erste Teil aus der Reihe gewesen.

Anni und Nele fand ich von Anfang an klasse. Anni ist Protagonistin hat mir mit ihrer authentischer Art und ihrer Hartnäckigkeit richtig gut gefallen. Sie ist sich ehrlich und treu. Auch wenn sie hartnäckig ist, merkt man ihr doch immer ihre menschliche Seite und ihren Hang zum Familienmenschen an. Ihre Mutter ist da fast das Gegenteil mit ihrer kulturellen Art, die schon fast ins Hippie-Dasein übergeht.
Mich hat die Schreibweise der Autorin absolut überzeugt und vor allem hat sie mich mit der Regionalität vollkommen überzeugt. Ich kenne und liebe Flensburg und fand deswegen die Beschreibungen der ganzen Lokalitäten und die regionalen Fakten über die Stadt, die sie auch noch nebenbei vermittelt, super schön und konnte quasi vor meinem inneren Auge die Strecken mit fahren, laufen oder hatte Bilder vor Augen.
Der Verlauf des Krimis ist am Anfang sehr seicht, aber ab der Mitte wird’s spannend und ich hatte zwar einen guten Riecher, wie es sein könnte, dennoch bin ich immer mal auf die falsche Fährte gelockt worden.
Hin und wieder haben mir vermutlich ein paar Details aus den Vorgängerbüchern gefehlt, dennoch denke ich, dass man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen oder hören kann.

Fazit: Wer Cozy Crime mag, Flensburg liebt oder gerne mal einen spannenden Urlaubsausflug machen will, der ist hier absolut richtig!!

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Ein Sommer in St. Ives

Summer Tides
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Scarlett ist auf der Suche nach ihrem „eigenen“ Leben und versucht sich als Kioskbesitzerin in Cornwall. Als das gründlich schief geht, versucht sie es auf andere Art und Weise. Dabei hilft ihr der eingeschworene ...

Scarlett ist auf der Suche nach ihrem „eigenen“ Leben und versucht sich als Kioskbesitzerin in Cornwall. Als das gründlich schief geht, versucht sie es auf andere Art und Weise. Dabei hilft ihr der eingeschworene Kreis in St. Ives, aber vor allem Rettungsschwimmer Jonah, der ihr noch aus Kindheitstagen bekannt ist.

„Summer Tides“ ist ein Sommerroman von Sarah Fulmar und der Auftakt der „Seasons by the Sea - Die St. Ives-Reihe“.

Die Optik des Buches ist sehr auffällig und sowohl außen als auch im Inneren toll gestaltet.

Schon der Einstieg in das Buch erschien mir etwas suspekt und naiv. Von nun an hatte es Scarlett schwer, mich von sich zu überzeugen. Wichtig ist hierbei, sich auf sie einzulassen und ihre Geschichte abzuwarten. Auch wenn ich das getan habe und ich sie besser verstehen konnte, muss ich zugeben, dass mich die Geschichte nicht ganz überzeugt hat.
Während Scarlett sehr naiv rüberkommt und sich unberechtigt klein machen lässt, trägt auch Jonah sein Päckchen mit sich herum. Hier konnte ich auch nicht nachvollziehen, warum genau er sich seine Geschichte so zu Herzen genommen hat und warum so viele Jahre innerhalb der Familie nicht miteinander darüber gesprochen wurde.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist der Zusammenhalt zwischen den eingeschworenen Menschen in St. Ives. Hier herrscht eine Vertrautheit und Unkompliziertheit, die auch auf Menschen übertragen wird, die nicht von dort stammen. Gleiches gilt für die Herzlichkeit von Jonahs Familie.

Das Ende der Geschichte hat mir wiederum sehr gut gefallen und wirkte sehr versöhnlich. Hier hätte ich gern erfahren, wie es so weitergeht, aber vielleicht erfährt man das in den nachfolgenden Bänden noch.

Mein Fazit: Ein Sommerroman, dem man eine Chance geben muss. Wer jedoch nicht zum pragmatischen und zur Abgeklärtheit neigt, sondern gerne verträumt oder romantisch geprägt ist, der ist hier absolut richtig. 
Meinerseits gibt es 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Erwartungen nicht erfüllt

Ein Buchclub zum Verlieben
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Sloane liebt ihren Job als Bibliothekarin. Als sie den knurrigen Arthur kennenlernt, kommt es zu einem steten Gesprächsduell der Beiden. Während die meisten Bibliotheksangestellten vor Arthur flüchten, ...

Sloane liebt ihren Job als Bibliothekarin. Als sie den knurrigen Arthur kennenlernt, kommt es zu einem steten Gesprächsduell der Beiden. Während die meisten Bibliotheksangestellten vor Arthur flüchten, sieht Sloane den Mensch dahinter.
Eine etwas merkwürdige Freundschaft beginnt.

„Ein Buchclub zum Verlieben“ von Lucy Gilmore soll ein humorvoller, aber tiefgängiger Roman sein.
Was hab ich erwartet? Ich habe eine Mischung zwischen „Der Buchspazierer“ und einer sich entwickelnden Liebesgeschichte erwartet, die sich auch ähnlich wie „Ziemlich beste Freunde“ entwickelt.
Was bekommt man? Einen Roman, der aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, aus der Perspektive der Mitglieder des Buchclubs, Sloane, Maisey, Matheo, Arthur und Greg. Jeder dieser Menschen hat eine tiefere Geschichte, die es zu ergründen gilt. Leider schafft es die Autorin nicht, diese Tiefe darzustellen. Sie kratzt mehr an der Oberfläche und das auch ziemlich langwierig.
Der Titel „…zum Verlieben“ ist auch eine leichte Irreführung. Der englische Titel lautet „The Lonely Hearts Book Club“, also der Buchclub der einsamen Herzen. Dieser Titel ist zutreffender als der deutsche.
Ich habe mich beim Lesen wirklich schwer getan und mich durch die Geschichte duschgequält, wollte dem Ganzen aber eine Chance geben. Mir war beim Lesen schon schleierhaft, wie Sloane, die das verbindende Element der Handlung ist, ihr Leben führt. Eine Beziehung zwischen verlobten in unterschiedlichen Wohnungen, in denen Sloane eher als Projekt von ihrem Verlobten Brett behandelt wird, in der sie sich auch nicht wohlfühlt, führt sie immer weiter. Auch so manche Aussagen zu ihrer Beziehung haben mich nur den Kopf schütteln lassen vor lauter Unglaubwürdigkeit. 
Arthur hat zwar auch mit seinen Aussagen immer den Nagel auf den Kopf getroffen, jedoch die Art und Weise, wie das abgelaufen ist und dass es die anderen so einfach akzeptiert haben, hat mich immer wieder verwundert. Es war teilweise schon arg verletztend.

Fazit: Dieses Buch hat mich absolut nicht abgeholt. Die Ideen der Autorin waren sehr gut, allerdings hat es an der Umsetzung gescheitert. Der Roman lässt an Tiefgründigkeit vermissen, obwohl die Ansätze deutlich erkennbar sind.
Meinerseits gibts dafür drei Sterne.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Rudolphes Visionen

Lindt & Sprüngli (Lindt & Sprüngli Saga 2)
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Als der junge Lindt sich verträumt über den Marktplatz seiner Heimatstadt bewegt, überlebt er einen Unfall nur knapp. Es ist ein Unfall, den sein persönliches Leben nachhaltig beeinflussen wird und gleichzeitig ...

Als der junge Lindt sich verträumt über den Marktplatz seiner Heimatstadt bewegt, überlebt er einen Unfall nur knapp. Es ist ein Unfall, den sein persönliches Leben nachhaltig beeinflussen wird und gleichzeitig die Basis für eine Neuentwicklung im Schokoladenbusiness.

„Lindt & Sprüngli: Zwei Rivalen, ein Traum.“ ist Band 2 um die Lindt & Sprüngli-Trilogie von Lisa Graf.
Es ist die Geschichte einer jungen Generation von Chocolatiers, die sich bemühen, den Markt um die Schokolade zu verändern. Eine Generation, die versucht, den Genuss des Kakaos in die europäischen Haushalte zu bringen.
Es ist die Geschichte des jungen Rudolf Lindt, seinen Ideen und Vorstellungen, seiner Wanderschaft, aber auch seiner Familiengeschichte, aber vor allem einer besonderen Freundschaft, die vermutlich die Basis für unseren heutigen Schokoladengenuss bildet.
Rudolf ist ein Visionär, der sich gegen alle Bedenken auflehnt, eine Fabrik im ärmeren Viertel Berns gründet und sich der Unterstützung der Bewohner dieser Gegend aufgrund der Freundschaft zu Binia sicher sein kann.
Es ist der Beginn der Lindtschen Schokoladenproduktion, der auch die Familie Sprüngli, die man bereits im ersten Band kennengelernt hat, aufhorchen lässt.
Rudolf, später Rudolphe, zeigt mit seiner Geschichte aber auch gleichzeitig, dass es sich lohnt, durchzuhalten, zu kämpfen und sich auch gegen die eigene Familie durchzusetzen.
Er war für mich manchmal etwas schwierig zu greifen, denn er ist ein Träumer, ein Macher, aber auch jemand, dem Standesgrenzen egal sind.
Binia wiederum ist sein Fels in der Brandung, der ihn fördert, der an ihn glaubt, sich aber selber nicht die Butter vom Brot nehmen lässt, obwohl auch bei ihr manchmal ein Hauch von Unsicherheit auftritt.

Während ich nach dem Lesen des ersten Bandes noch die Verbindung zur Firma Lindt gesucht habe, bringt dieser Band nun Licht ins Dunkel und da auch ein dritter Band schon angekündigt wird, bin ich nun beruhigter, dass wir nach und nach erfahren werden, wie sich die Schokolade, die für uns meist das Highlight an Weihnachten und Ostern bildet, aber auch im alltäglichen zu finden ist, entwickelt hat.

Wer also neugierig ist, was sich hinter dem kleinen Lindt-Hasen verbirgt und wie sich die Firma Lindt entwickelte, sollte auch diesen zweiten Band lesen und mit Vorfreude auf Band 3 warten.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Süßes Amrum

Der Klang von Wind und Wellen
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Auf den Spuren von Opas Hinterlassenschaften verschlägt es Julia nach Amrum. Mit ihm Gepäck hat sie ihre Leidenschaft zum Backen und ein altes Fundstück aus dem Erbe.
Für Julia beginnt eine Reihe von ...

Auf den Spuren von Opas Hinterlassenschaften verschlägt es Julia nach Amrum. Mit ihm Gepäck hat sie ihre Leidenschaft zum Backen und ein altes Fundstück aus dem Erbe.
Für Julia beginnt eine Reihe von zufälligen Entdeckungen und zu Aufklärung, was dazu führt, dass Julia vor der Wahl steht, ihr Leben zu verändern oder wieder zurück in die heimische Anonymität zu verschwinden.

„Der Klang von Wind und Wellen“ von Anne Barns war das dritte Buch der Autorin für mich. Ihr Schreibstil wirkte wieder wie eine Einladung in den Duft von gebackenen Köstlichkeiten und einen Kurzurlaub am Strand einer wunderschönen Nordseeinsel.

Die Geschichte um Julias Familie wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Es geht um die Vergangenheit Amrums, die Anfänge des Tourismus und der jungen Mina, die diesen Neuanfang vorantreibt und es gibt die Zeitebene Julias, die in der Gegenwart spielt. Ich habe lange Zeit nach den Verbindungen der beiden Zeitebenen gesucht und sie recht spät gefunden. Auch muss ich zugeben, dass ich mit dieser Verbindung zu Julias Familie nicht gerechnet hatte. Ich hatte vollkommen andere Ideen.

Ich liebe die Zeit abseits der Saison an der See. Einer Zeit, der Gemütlichkeit, in der sich die Menschen zurückziehen, sich aber gleichzeitig gern den Wind um die Ohren pusten lassen und man die Schönheit der Insel abseits der touristischen Ströme ganz anders genießen kann. Genau dieses Flair hat die Autorin gewinnbringend eingesetzt und gleichzeitig Julias Bücherliebe hervorgehoben, sodass sich, diese Geschichte lesende Bücherwürmer, gleich mit der Protagonistin verbinden können. Gleiches gilt für die Leckermäulchen unter den Lesern, wozu ich mich auch zähle. Bei der Beschreibung des Nougats ist mir förmlich das Wasser im Mund zusammengelaufen und ich hätte mich am liebsten mit in die Kaffeerunde gesetzt.
Ich fand es sehr schön, bereits bekannten Charakteren aus dem vorherigen Roman begegnen zu dürfen, was eine Art „Nachhausekommen“ impliziert.
Auch Julia ist nach Hause gekommen, in die Inselwelt Amrums und mitten ins Herz ihrer Bewohner.

Alles in allem ist Anne Barns mit dieser Geschichte wieder ein süß-salziges Highlight mit einem Hauch von Nordseewind gelungen. Wer also Insel- und Liebesgeschichten mag und dazu gerne ein bisschen Nougat nascht, ist hier vollkommen richtig.

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