Profilbild von Ladylike0

Ladylike0

Lesejury Profi
offline

Ladylike0 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ladylike0 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2025

Ein gefährliches Palastspiel voller Intrigen - für alle Hexenliebhaber.

Zwillingskrone
0

Das Buch „Zwillingskrone“ ist unfassbar schön geschrieben. Ein bisschen altmodisch und höfisch, aber insbesondere bildreich. Es schleicht sich immer wieder ein trockener Humor mit ein, der zum Schmunzeln ...

Das Buch „Zwillingskrone“ ist unfassbar schön geschrieben. Ein bisschen altmodisch und höfisch, aber insbesondere bildreich. Es schleicht sich immer wieder ein trockener Humor mit ein, der zum Schmunzeln bringt. Abrundend bedienen sich die Autorinnen einem Stilmittel, der ein hohes Spannungslevel aufrechterhält.

Magische Elemente und Details wurden schön ausgearbeitet. So blieb mir z. B. insbesondere die Szene vor Augen, als eine Gewitterhexe mit Hilfe von Wind und Feuer ein Schattenspiel an die Wand warf, um die Geschichte einer vergangenen Königin zu erzählen. Gewitterhexen können mit einem Windhauch Stürme weben, während andere Hexen mit Sand und Reimen oder dem Nachthimmel als Unterstützung ihre Magie wirken. Doch sie sind von Menschen gefürchtet und gejagt.

In dieses übernatürliche Setting schickt die Autorin ihre Hauptcharaktere Wren und Rose. Die Geschichte beginnt damit, wie Wren in den Palast einbricht, um ihre Zwillingsschwester Rose entführen zu lassen und ihren Platz einzunehmen, um als Hexe gekrönt zu werden.

Wren nimmt den Platz im Schloss ein und sieht sich konfrontiert mit der Schwierigkeit nicht aufzufliegen gegenüber einem Verlobten, der besten Freundin von Rose oder sonst jemanden im Palast. Währenddessen wird Rose queer durch die Wüste verschleppt, fühlt das erste Mal Hunger und Durst und muss sich mit der politischen Meinung ihres Entführers auseinandersetzen.

Ich fand die Beiden total gut ausgearbeitet. Entsprechend ihrer Lebensgeschichte, erkennt man authentische Züge an ihnen. Wren ist ein wenig aufbrausend, rebellisch gar und weiß sich zu verteidigen, was als gejagte Hexe gut gepasst hat. Währenddessen ist Rose noch ein wenig naiv gegenüber der Welt, da sie behütet und ein wenig eingesperrt aufgewachsen ist. Gleichzeitig ist sie höfisch gut ausgebildet und besitzt etwas mehr Ruhe. Ein interessantes Gespann, über das ich gerne gelesen habe. Vor allem, da die Zwei jederzeit nachvollziehbar handeln.

Die Kapitel werden in abwechselnder Perspektive geschrieben, beide befinden sich im Getümmel aus Intrigen und in Lebensgefahr. Jedes Kapitel beginnt und endet spannend. Es war eine Ansammlung an Cliffhangern, so viele hatte ich schon lange nicht mehr. Ich war regelrecht begeistert vom Spannungslevel.

Fazit:

Die zwei Autorinnen schreiben mit einem grandiosen Schreibstil, der das Flair im Palast auffängt, den Leser mal schmunzeln und immer wieder bangen lässt. Mit dieser Grundlage werden die Abenteuer und ein großes Täuschungsmanöver absolut authentischer Zwillinge beschrieben. Durch viele brenzlige Situationen, der Beschreibung magischer Details und kleinen Plottwists wird ein stetiges Spannungslevel geschaffen.

Ein Lesehighlight im Fantasy-Bereich mit toller Kombination aus Hexen-Elementen und dem Palastleben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2025

Romantasy Empfehlung

Burning Paris 2
0

Diesem Buch habe ich nach dem tollen Auftakt schon sehr entgegengefiebert. Zum Glück mussten wir nicht lange auf die Fortsetzung warten und so liegt die Geschichte bei mir nicht lange zurück. Trotzdem ...

Diesem Buch habe ich nach dem tollen Auftakt schon sehr entgegengefiebert. Zum Glück mussten wir nicht lange auf die Fortsetzung warten und so liegt die Geschichte bei mir nicht lange zurück. Trotzdem habe ich mich über kleine Wiederholungen der Geschehnisse aus Band 1 gefreut, die es mir deutlich vereinfacht haben wieder im Plot anzukommen.

Hier ging es auch erst Mal gemächlicher los. Die Charaktere sind noch sehr geschwächt und brauchen eine Durchschnaufphase. Während sich im Auftakt die Geschehnisse überschlagen und die Spannung keine Grenzen kennt, wird hier eher eine Bremse eingetreten. Der Fokus schwankt zunächst auf die Charaktere, das Zwischenmenschliche und auch stark auf die Funken zwischen den Protagonisten. Für mich persönlich hätte der Lovestory-Fokus aber auch gerne etwas weniger sein können.

Dennoch darf man sich hier auch auf viele Enthüllungen, Antworten, neue Feinde und mächtige Kämpfe freuen. Es kommt zu starken Showdowns, einiges an Strategie und Planung. Je weiter man liest, desto stärker nimmt der Spannungsbogen zu. In Magiermorgen konnte ich zudem die Charaktere noch etwas näher kennenlernen.

Was ich bei Sabines Büchern immer wieder faszinierend finde, ist, wie viele Charakter-Lieblinge sie entwerfen kann. All ihre Ecken und Kanten, es gehören Fehler und Kanten zu ihnen und dann auch viel Reflektion und Empathie. Es war so ein schöner, gesunder Umgang unter den Charakteren.

Die ausgeglichene Olunder-Hexe Blanche durfte ich bereits im 1. Band stark ins Herz schließen. Der Love-Interest wiederum durfte sich nun dazugesellen. Ich bin ein totaler Fan davon geworden, wie er auf zwischenmenschlicher Ebene agiert. Er gibt so viel für seine Liebsten, ist entgegenkommend, aufopferungsvoll, voller Liebe und spannender Geheimnisse. Durch seine offene und risikofreudige Art, schenkt er Blanche auch eine völlig neue Sicht auf die Magiewelt und offenbart ihr sowie dem Leser schöne Details dieser Fantasy-Welt. Total hängen geblieben sind mir dieses Mal insbesondere der Drachen-Clan der Stadt.

Auch habe ich mich richtig gefreut, dass eine meiner Lieblinge in diesem Roman so viel mehr Auftritte hatte. Mittlerweile bin ich ein Riesenfan der Leiterin des Pariser Hexenzirkels. Mit ihrem alternativen Auftreten, den vielen Piercings, dem Sidecut und natürlich auch mit ihrer Pflanzenliebe, wurde meine Neugier auf sie geschürt. Ihre Art habe ich zu lieben gelernt. Sie ist eine Hexe mit viel Macht und Emotionen, die sie extrem stark und gerne auslebt und das in einem Maß, dass es mit ihr immer wieder zu toller Situationskomik kommt. Für mich ein absolutes Highlight.

Fazit:

Ein ruhigerer Start in den Abschluss mit einem großen Showdown. Große Gefühle, viele Enthüllungen und mächtige Kämpfe warten auf den Leser hier. Es baut sich ein schöner Spannungsbogen auf, es sprühen Funken und auf zwischenmenschlicher Ebene legt die Autorin hier richtig hin. Fantasy-Elemente kommen nicht zu kurz, die Situationskomik sorgt für einige Lacher und die Lovestory spitzt auf ihren Höhepunkt zu. Die Dilogie wird mir sehr positiv in Erinnerung bleiben und ist für Romantasy-Bookies eine absolute Empfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2025

Makaber

Stalking Jack the Ripper
0

Makaber. Das ist die beste Art und Weise dieses Buch zu beschreiben. Hier sollte man keine Berührungsängste mit Leichen-, Blut- und Organbeschreibungen haben, was man sich bei dem Titel sicherlich schon ...

Makaber. Das ist die beste Art und Weise dieses Buch zu beschreiben. Hier sollte man keine Berührungsängste mit Leichen-, Blut- und Organbeschreibungen haben, was man sich bei dem Titel sicherlich schon denken kann. In den ersten Sätzen schneidet die Protagonistin eine Leiche auf und führt eine Obduktion durch. Nicht sehr Ladylike für die damalige Zeit, doch sie ist fasziniert davon, was sie vom Körper eines Verstorbenen erfährt.

Audrey Rose ist feministisch angehaucht und interessiert an Bildung, Blutspritzer und Mordfällen. Sie verkleidet sich als Junge, allein um bei den Unterrichtsstunden ihres Onkels teilnehmen zu können. Von ihrem Vater und der Gesellschaft ist das gar nicht gern zu sehen, weshalb sie von der Familie gehütet wird wie ein Augapfel. Das macht sie jedoch nur aufmüpfiger, wodurch sie eine der Ersten ist, die die Morde von Jack the Ripper auflösen will.

Ich fand sie sehr spannend als Hauptfigur. Sie steht für sich ein, hat einen originelles Handwerk und gibt interessante Informationen über damalige Ermittlungstechniken mit.

Über den Serienkiller Jack the Ripper wird über die Geschichte ebenfalls viel Wissen weitergegeben. Die Hintergründe wurden gut recherchiert und wiedergegeben. Die Namen der Opfer stimmen überein, Briefe vom Ripper wurden mit eingearbeitet und ein paar Details des damaligen Täterprofils. Was ich persönlich ziemlich spannend fand. Natürlich lässt sich die Autorin ein wenig künstlerische Freiheit für ihren Roman, wodurch man als Leser ein wenig miträtseln und ermitteln kann. Ich selbst bin leider ein wenig zu früh auf einige Plottwists gekommen, was insbesondere durch mein Vorwissen über Jack the Ripper unterstützt wurde.

Trotzdem ist es schwierig das Buch aus den Händen zu legen. Der Schreibstil ist ein wenig brutal, ein wenig unheimlich, aber auch faszinierend. Zusätzlich aber auch atmosphärisch. Das wird unterstützt von den Dialogen - altmodisch, britisch, was den Leser schnell ins alte England versetzt.

Fazit:

Krimi- und Ripper-Fans, die gerne eine taffe Protagonistin wollen, können guten Gewissens nach „Stalking Jack the Ripper“ greifen. Es wird einiges an Wissen weitergegeben, die Seiten fesseln und man taucht in die Straßen Londons ein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2025

Wer ist das Monster?

Broken Blade – Die Klinge des Königs
0

Die Ankunft in die Welt von Protagonistin Keera ist düster. Die Autorin entwirft ein Fantasy Konstrukt mit Elfen, Faen, Menschen und Halblingen als Völker. Nur Halblinge, Mischwesen, sind in dieser Welt ...

Die Ankunft in die Welt von Protagonistin Keera ist düster. Die Autorin entwirft ein Fantasy Konstrukt mit Elfen, Faen, Menschen und Halblingen als Völker. Nur Halblinge, Mischwesen, sind in dieser Welt nichts wert. Sie werden versklavt, misshandelt, zum Sterben verurteilt und im Dreck zurückgelassen. Ihre Behandlung ist brutal und grausam.

Halbling Keera stellt ihr Leben der Krone zur Verfügung, indem sie andere Leben nimmt. Die Klinge des Königs ist die beste und bekannteste Assassine. Talentiert, stark, mächtig und insgeheim gebrochen. Sie sieht das Blut an ihren Händen, ertrinkt ihre Schuld im Alkohol und tut Buße, indem sie jeden unschuldigen Toten namentlich in ihre Haut ritzt.

Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich im Geschehen angekommen bin. Bei einer Assassine habe ich mit einer düsteren Geschichte gerechnet. Das Ausmaß hat mich dennoch erst Mal niedergerungen und beim Lesen immer wieder schlucken lassen. „Broken Blade“ ist keine simple Geschichte, sie ist nichts für schwache Nerven. Mit Keera lernte ich die dunkelsten Grauschattierungen eines Charakters kennen. Sie selbst sieht sich als Monster und reflektiert die genommenen Leben. Ab wann ist man ein Monster? Welche Beweggründe sind nachvollziehbar? Wo sind da die Grenzen? Aus meiner Sicht eine absolut spannende Person und moralische Betrachtung des „Danachs“, wenn man töten „musste“. Ob Monster oder nicht, sie ist der Bösewicht in vielen Geschichten. Nur wenige Schützlinge wissen, was sie zu tun bereit ist, wenige sehen es als Bürde, die sie sich auflastet.

Alles Gute, was sie sich aufgebaut hat, droht jedoch zu wanken als der Schatten auftaucht. Er zeigt dem Volk Stärke und lässt ihren Status gefährlich wanken. Auch ihr Leben hängt davon ab, ob sie seinen Kopf zurückbringen kann oder nicht.

Mit einem neuen Auftrag im Gepäck, nimmt das Abenteuer langsam seinen Lauf. Es erfordert viel taktisches Denken, zeigt den Umgang mit Intrigen im Palast und was Macht in grausamen, intelligenten Händen anrichten kann. Es führt zu klareren Momenten bei Keera und schnitzt sie zu einer interessanten Persönlichkeit. Ihr Abenteuer habe ich gerne verfolgt. Ab einem bestimmten Punkt im Buch, war es schwierig es noch aus der Hand zu legen. Ihre Betrachtung von verschiedenen Handlungen, ihre Reue und Reflektion und Lektionen, die sie mit anderen teilt, haben mich beeindruckt zurückgelassen.

Durch ihr Abenteuer entwickelt sich die anfängliche Düsternis im Buch zu einem leichten Schimmer der Hoffnung. Die Fantasy-Welt zeigt sich mit weiteren spannenden Details abseits der blanken Grausamkeit. Alles ist magischer, Lebensspannen erstrecken sich teilweise über Jahrtausende und Pflanzen unterhalten sich mit Magiebegabten. Leichte Romanze-Elemente lassen sich erblicken, aber so slow burn, dass sie der Handlung selbst nicht die Show stehlen. Was ich persönlich immer ganz angenehm finde.

Fazit:

Ich kann mir kaum vorstellen, dass es leicht gewesen ist dieses Buch zu schreiben. Das Buch setzt sich so stark mit den eigenen Grenzen und Abgründen auseinander, so dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Viele Details haben mich an die Seiten gefesselt und beeindruckt. Mir gefiel die Fantasy-Welt, die moralische Betrachtung unmoralischer Handlungen und die Vielschichtigkeit der Charaktere. Insgesamt hat mir Keeras morally grey Charakter am meisten zugesagt. Man muss dem Buch jedoch Zeit geben. Insbesondere der Start ist auch sehr düster. Das muss man fürs Lesen des Buches auch abkönnen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2025

Märchenhafte Social Media

Im Schatten des Elfenspiegels
0

Wolltest du immer schon wissen, wie sich soziale Medien in der Märchenwelt machen würden? Ich wusste nicht, dass ich das unbedingt wissen möchte, bis ich den Klappentext von „Im Schatten des Elfenspiegels“ ...

Wolltest du immer schon wissen, wie sich soziale Medien in der Märchenwelt machen würden? Ich wusste nicht, dass ich das unbedingt wissen möchte, bis ich den Klappentext von „Im Schatten des Elfenspiegels“ das erste Mal gelesen habe.

Der Leser begleitet Hauptfigur Aileen in die Elfenwelt, die ihr gar nicht so wohlgesonnen ist. Als Halbelfe wird sie nicht gern gesehen und wird von der beliebtesten Elfe über die magischen Spiegel schlecht geredet. In der Hitze eines Gefechts zwischen den Beiden, beschließt Aileen sich bei dem Wettbewerb für die nächste beliebteste Elfe des Jahres zu bewerben. Das bedeutet: Eigenpräsentation in den sozialen Medien bzw. den Elfenspiegeln.

Mit viel Humor, Magie und Kritik, geht die Autorin an das Thema „soziale Medien“ heran. Probleme, wie Hasskommentare, Fake News oder „Das Netz vergisst nie“ werden aufgegriffen. Aber es wird auch aufgezeigt, was man damit bewirken kann.

Aileen wirbelt das Netz gehörig durcheinander. Sie zeigt nicht das Paradebild, was man von sich selbst gerne im Internet zur Schau stellt. Sie ist tollpatschig, entspricht nicht den Schönheitsidealen der Elfen, mal aufbrausend, mal stotternd vor der „Kamera“ und mal einfach zu ehrlich.

Gerade das machte sie für mich absolut erfrischend. Ihre Ecken und Kanten, macht sie authentisch und sympathisch. Sie bringt damit Originalität in die Spiegelwelt der Elfen. Mit ihrer Tollpatschigkeit geht sie super um und reagiert flexibel, so dass sie damit teilweise Neues für sich und die Märchenwelt entdeckt. Zum Beispiel stolpert und verrenkt sie sich einmal so sehr und bringt unter Schmerzen ein „Oh Ah“ raus, dass die Elfen an Yoga herangeführt werden.

Begleitet werden die Teilnehmer teilweise vom Elfenprinzen, der sich als Soldat ausgibt. Auch er hat seine Vorurteile, doch lernt er die Gesichter hinter den Masken aller Teilnehmer kennen. Ich fand es super, dass er dabei auch sich selbst besser kennenlernt und reflektiert. Doch beim Lesen möchte man immer wieder ein Hühnchen mit ihm Rupfen, wenn er vorschnell urteilt.

Die Thematik Diskriminierung, Vorurteile und Mobbing fand ich außerdem sehr gut aufgegriffen. Die Ausgrenzung von Aileen ist durch die Seiten total spürbar, machen traurig und frustrieren. Man hofft auf Personen, die für sie eintreten und sie so verstehen, wie sie wirklich ist. Trotz heftiger Thematik, zieht die Lektüre nicht runter, was an dem humorvollen Schreibstil der Autorin liegt und verleitet insgesamt zur Selbstreflexion. Der Part hat mir sehr gut gefallen.

Der einzige Punkt, an dem ich mit den Charakteren gehadert habe, war im Konfliktmanagement. Gerade Aileen flüchtet gerne in der Hitze des Gefechts und vermeidet es sich zu erklären. Es ist nicht unrealistisch mit ihren Erfahrungen, trotzdem hätte ich mir manchmal gewünscht, dass die Charaktere mehr miteinander reden. Ich bin ein Fan von Aussprachen statt mehr Drama, weil man sich nicht hingesetzt und geredet hat. Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Charaktere im Laufe der Geschichte mehr in die Richtung hin entwickeln.

Fazit:

Eine absolut geniale und neuartige Idee für die Märchenwelt. Immer wieder her mit solch tollen Ideen, Jacqueline! Die Auswirkungen von sozialen Medien, was sie anrichten, aber auch was sie erreichen können, werden wunderbar aufgegriffen. "Im Schatten des Elfenspiegels" zeigt sich kritisch und greift wichtige Themen auf. Dabei verliert die Autorin nicht ihren Humor und stellt wieder total authentische Charaktere vor. Insbesondere Aileen konnte mich mit ihren Ecken und Kanten von sich überzeugen, wenn gleich ich mir bei ihr ein paar mehr Aussprachen im Streit gewünscht hätte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere