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Veröffentlicht am 04.01.2025

Mean Girls meets Banshee

Fallen Princess
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Mona Kasten hat es mal wieder geschafft. Ich bin beeindruckt. Sie kann eindeutig nicht nur New Adult, sondern auch Fantasy (mit New Adult). Ihren Schreibstil kenne und liebe ich bereits. Sie schreibt immer ...

Mona Kasten hat es mal wieder geschafft. Ich bin beeindruckt. Sie kann eindeutig nicht nur New Adult, sondern auch Fantasy (mit New Adult). Ihren Schreibstil kenne und liebe ich bereits. Sie schreibt immer so, dass es eine gewisse Sogwirkung auf mich entfaltet. Im Laufe der Geschichten habe ich an den Seiten geklebt, wie Kaugummi an der Schuhsohle.

Zunächst muss ich sagen, dass mir eine Geschichte zu einem Volk voller Sagengestalten richtig gut gefallen hat. Vor allem, waren darunter viele Wesen der Todeswelt (Banshee, Reapers, etc.), die selten so einen positiven Touch in Geschichten erhalten. Das Buch steuert auf jeden Fall den Hintergrundgedanken bei, dass alles eine Frage der Perspektive ist und düstere Wesen einen schönen Wert haben können. Gerne mehr davon in den Folgebänden.

Hauptfigur Zoey hat mich am Anfang ein wenig an eine Starfigur aus Mean Girls erinnert: wunderschön, beliebt, DAS High Society Girl und bissig. Nur kam bei ihr mit ihrer Todesgabe schnell der Fall.

Trotzdem ist sie nicht unsympathisch. Wie jeder Mensch, hat auch ihr Charakter eine Grauschattierung. Es gab eine gewisse Fläche, die Entwicklung geboten hat und die sie auch durchwandert. Ich mochte ihre Perspektive und wie sie sich immer mehr Gedanken um sich und ihre Umwelt gemacht hat.

Richtig genial fand ich auch die Nebencharaktere. Ich fand alle richtig lebendig, habe Viele ins Herz geschlossen oder innerlich verflucht. Insbesondere die eigensinnigen Charaktere in Zoeys neuem Campus fühlten sich schnell nach einem Zuhause an - Dylan mit der hohen Mauer, die süße Maus Kenna und der schalkhaften Murphy. Sie sind wirklich vielschichtige Charaktere.

Was mir auch sehr gefiel waren die romantischen Parts. Nicht alle sind rosig. Einige davon fühlten sich an wie Dornen. Es geht aber auch viel um Vertrauen. Darum, dass es manchmal schwierig ist Vertrauen zu erkämpfen oder zu schenken, was es uns aber auch geben kann.

Letztendlich wird der Genre-Mix abgeschlossen mit einer interessanten Mord-Ermittlung. Das Abenteuer bietet Gefahr. Vielleicht gibt es hier keine so starken Thrill-Elemente, wie in anderen Krimis, dennoch hat es aus meiner Sicht zur Spannungskurve gut beigetragen.

Fazit:

Das Abenteuer weiß mit einem gelungenen Genre-Mix zu überzeugen. „Fallen Princess“ ist ein New Adult-Fantasy-Krimi-Roman voller interessanter Sagengestalten mit Sogwirkung. Insbesondere auf düstere Wesen der Todeswelt, bekommt man hier einen neuen Blickwinkel. Zoey ist keine perfekte Protagonistin, eher voller Fehler doch auch mit stetiger Charakterentwicklung. Ich mochte sie und einige der Nebencharaktere total gerne, besonders die vielschichtigen Campus-Freunde.

Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Skurrile Mordermittlung

Magic Sparks
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„Magic Sparks“ bietet eine etwas ungewöhnliche Art von Ermittlung. Denn in dem Buch ermittelt die Hauptfigur über ihren eigenen Tod, nachdem sie unverhofft wieder zum Leben erwacht. Letztendlich wird es ...

„Magic Sparks“ bietet eine etwas ungewöhnliche Art von Ermittlung. Denn in dem Buch ermittelt die Hauptfigur über ihren eigenen Tod, nachdem sie unverhofft wieder zum Leben erwacht. Letztendlich wird es zu einem immer größer werdenden Fall. Gleichzeitig erfolgen mehrere Ermittlungsstränge und Fragen, die es zu ergründen gilt. Mich hat natürlich besonders interessiert: Wer ist der Täter? Und warum lebt die Hauptfigur noch?

Erlebt habe ich die Geschichte durch ein Hörbuch. Da es nur eine Erzählerperspektive gibt, gibt es auch keinen Sprecher-Wechsel. Größtenteils empfand ich die Sprecherin Marylu Poolman als sehr angenehm, so dass ich die Fortsetzungen auch noch von ihr hören möchte. Nur hin und wieder hat sie den Satz eines Charakters im Dialog anders betont, als den nächsten Satz. Da dachte ich daher, es spricht schon eine andere Buchfigur. Das hat mich beim Hören manchmal verwirrt.

Den Plot fand ich mega genial und skurril. Er findet statt in einer Urban Fantasy-Welt mit Vampiren und Werwölfen sowie einem Supernatural-Squad – Polizeifraktion für Übernatürliches. Doch selbst in diesem Weltenentwurf ist es ungewöhnlich, dass jemand von den Toten erwacht. Als Leser folgt man Emma bei ihrem Start ins Polizeiteam und in den übernatürlichen Bereich. Ab Beginn habe ich also mitgerätselt: Was hat sie wohl mitbekommen? Wer hat etwas gegen sie?

Nach ein paar Seiten kamen einige Täter für mich in Frage. Emma ist nämlich ein kleiner Hau drauf-Charakter und bringt sich gern in Gefahr. Über die Welt der Werwölfe und Vampire weiß sie nicht viel, weshalb sie gerne in ein Fettnäpfchen trottet. Dadurch hatte ich nur umso mehr Freude daran mit ihr die Welt kennenzulernen. Um ihren Fall zu lösen, brauchte es auch ihre übereifrige und mutige Persönlichkeit. Letztendlich hat es mir aber auch gefallen, dass sie nicht unverletzbar ist – immerhin stirbt sie auf den ersten Seiten. Oft sind Hauptfiguren, die die Gefahr nicht scheuen ungewöhnlich gute Überlebenskünstler. Deswegen war das eine gelungene, skurrile Abwechslung.

Neben ihr gab es noch einige andere Charaktere, die sehr spannend waren. Insbesondere der Supernatural-Squad und die Oberhäupter der Fantasy-Wesen haben mein Interesse geweckt. So haben sie in gefährlichen Situationen oder Fehltritten, alle ihre eigene Politik und Handhabe. Über die Buchfiguren und die Welt der Werwölfe und Vampire möchte ich in den Folgebänden unbedingt noch mehr lesen.

Die Ermittlungen haben Spaß gemacht, was sicherlich auch den ungewöhnlichen Umständen mit einer ursprünglichen Toten zu recherchieren geschuldet ist. Größtenteils geht es darum, alle Antworten zum Fall herauszufinden. Hin und wieder gibt es jedoch auch brutale Beschreibungen.

Auf die Auflösung bin ich nicht gekommen, wodurch es für mich zu einem absoluten Plottwist geworden ist. Lediglich das Motiv fand ich etwas schwach. Es war nicht der logischste Grund, sondern eher vom typischen Charakterprofil eines Psychos. Damit war es für mich persönlich nicht das befriedigendste Motiv, aber auch nicht weniger realistisch. Am Ende erhält der Leser viele Antworten, aber es bleiben noch ein paar Handlungsstränge offen, die Lust auf die Fortsetzung machen.

Fazit:

Ein spannender Fall mit originellen Plot-Elementen. Mir hat es total viel Spaß gemacht durch die Augen des Mordopfers zu ermitteln. Sie selbst eckt schnell an und eröffnet damit einige potenzielle Täter, überzeugt aber auch mit ihrem Mut und kann sich damit in der Welt des Übernatürlichen behaupten. Die Auflösung konnte überraschen, aber schwächelte für mich ein wenig im Motiv.

Den Weltenentwurf, seine Politik und die Wesen – insbesondere die Oberhäupter – fand ich spannend gemacht und ich freu mich auf eine neue Runde mit Allen in Band 2.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Interessante Ansätze

Wendy, Darling – Dunkles Nimmerland
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Hast du dich schon Mal gefragt, wie die Geschichte von Wendy und ihren Brüdern nach Nimmerland weitergeht? Mit einem „Sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ oder? A.C. Wise beschäftigt sich in „Wendy, ...

Hast du dich schon Mal gefragt, wie die Geschichte von Wendy und ihren Brüdern nach Nimmerland weitergeht? Mit einem „Sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ oder? A.C. Wise beschäftigt sich in „Wendy, Darling“ mit dieser Frage und ihre Antwort ist klar und deutlich: Nein.

In diesem Roman warten zwei Handlungsstränge auf den Leser. Wendys Vergangenheit nach ihrem Nimmerland-Abenteuer – in der Psychiatrie und ihrer Gegenwart, in der sie ihre Tochter Jane retten möchte, vor Nimmerland, vor Peter. In der weiterführenden Geschichte von A.C. Wise glauben die Menschen in Wendys Umgebung, dass sie Fantasie und Realität nicht auseinanderhalten kann. Nimmerland? Ein Hirngespinst von ihr. Doch sie findet Stärke in ihrer Wahrheit, bis sie letztendlich auch stark sein muss. Für ihre Tochter.

Für mich hatte „Wendy, Darling“ eine unterschwellige Spannung. Es gibt sehr wenige Dialoge, eher viele Gedanken und Beschreibungen. Die Geschichte spielt größtenteils im Kopf der Charaktere und doch konnte mich gerade der Stil hier abholen. Der Schreibstil war bildhaft, düster und qualitativ hochwertig.

Damit war ich dann auch neugierig auf die drei Hauptcharaktere: Wendy, Peter, Jane.

Ich mochte insbesondere die erwachsene Wendy richtig gerne. Trotz ihrem Alter ist sie abenteuerlustig, erklimmt Hügel, zieht ihre Schuhe aus, um den Sand zwischen ihren Zehen zu spüren oder möchte den Sebel durch die Luft sausen lassen. Ihre Perspektive weckt Lust, selbst ein Abenteuer zu bestreiten oder wie ein Kind Sandburgen zu bauen. Gleichzeitig versucht sie an ihren Erfahrungen zu wachsen und verantwortungsbewusst durchs Leben zu gehen.

Peter ist wiederum DAS Mysterium des Buches für mich gewesen. Über ihn wollte ich möglichst alle Hintergründe wissen. So wird schnell klar, dass er die Abenteuerlust in Wendy wecken konnte, aber auch ein paar toxische Seiten an sich aufweist.

Jane wiederum ist eher rational und möchte in ihren jungen Jahren bereits Wissenschaftlerin werden. Gerade mit ihrem Wissen über unsere Welt, hinterfragt sie die Gegebenheiten und Ungereimtheiten in Nimmerland sofort. Denn in Nimmerland scheint nichts zusammenzupassen.

In Nimmerland berühren sich Schein und Sein auf Messers Schneide. Ich habe die Beschreibungen des Settings geliebt. Gerade, wenn Wendy sich an eines ihrer Abenteuer mit den Piraten oder den schillernden Beschreibungen der Flossen von den Meerjungfrauen erinnert. Es gibt nur Extreme, wunderschön oder unheimlich. Es verspricht Abenteuer, Erlebnisse, aber auch Gefahr und Blut. Und was Peter sagt, ist Gesetz.

Ich fand, dass insbesondere durch die Zeit in der Psychiatrie und durch die zwei Gesichter von Peter und Nimmerland Spannung aufkam. Die Ideen fand ich super, hätte aber in allen Punkten mehr Tiefe-Potenzial gesehen. In der Psychiatrie hätte ich mir auch Gespräche mit Wendy gewünscht, in der es um eine Aufarbeitung ihrer engen toxischen Freundschaft zu Peter geht. Zudem habe ich mir insbesondere vom Ende erwartet, dass es mehr Worte, Seiten, Infos zum – Wie? Wieso? Weshalb? – gibt. Eine ausführlichere Auflösung, ein größeres Fantasy-Konstrukt mit allen Zusammenhängen. Es kommen auch Erläuterungen zu Peter, aber etwas zusammenhangslos, kurz, oberflächlich. Er, seine Geschichte oder Legende wurde mir zu wenig „erklärt“.

Fazit:

Für den Plot und das Spannungslevel hätte ich noch ganz viel mehr Potenzial gesehen. So hat die Autorin doch schon einige richtig geniale Ansätze. Im Roman zeigt uns die Autorin ihre Version der Zukunft von den Darling-Geschwistern und entwirft dabei eine starke, abenteuerlustige Wendy sowie einen toxischen Peter. Es ist ein Roman mit unterschwelliger Spannung, den man nur lesen sollte, wenn man wenigen Dialogen nicht abgeneigt ist.

Zitat:

"Peter war und ist ein Teil von ihr; Nimmerland ist ein Teil von ihr." - Wendy

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Miträtseln auf hohem Niveau

The Inheritance Games - Der letzte Schachzug
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Für mich sticht diese Reihe insbesondere in einem Punkt sehr hervor, nämlich mit ihrer Rätselwelt. Das Herrenhaus mit all seinen versteckten Geheimfächern, Geheimgängen oder versteckten Rätselelementen, ...

Für mich sticht diese Reihe insbesondere in einem Punkt sehr hervor, nämlich mit ihrer Rätselwelt. Das Herrenhaus mit all seinen versteckten Geheimfächern, Geheimgängen oder versteckten Rätselelementen, ist ein Besuchsort, den ich immer wieder gerne aufsuche. Es wird gespielt, es wird gerätselt, verstrickt und das auf einem hohen, intelligenten Niveau. Für seinen letzten Schachzug hat sich Tobias Hawthornes noch ein verzwicktes Spiel für seine Enkel und seine Erbin ausgedacht.

Ich war immer wieder fasziniert davon, wie mehrdimensional, vorausschauend und kalkulierend der alte, verstorbene Milliardär gedacht hat. Bei seinen Spielen hat er so vieles bedacht und erst im Anschluss die kleinen, bewussten Manipulationen entdeckt. Sein komplexes Zusammenspiel habe ich mir wie ein Knäuel aus zahlreichen, roten Fäden vorgestellt über das er den kompletten Überblick behalten hat. Vor ihm habe ich so meinen Hut gezogen sowie vor der Autorin, die sich das alles ausgedacht hat und die es selbst überblicken musste.

Bei vielen Details konnte ich miträtseln, so dass ich ein wenig an ein Mitmachbuch erinnert wurde. In anderen Momenten war ich komplett raus und einfach nur beeindruckt von den intelligenten Personen. Ich liebe ja intelligente Buchcharaktere. Protagonistin Avery sticht dabei besonders heraus. Sie enträtselt Unmengen über die Reihe hinweg und lernt so viel von den Spielmakern. Es war grandios in diesem Band zu beobachten, wie sie langsam selbst anfing das Spiel zu lenken und es zu ihrem eigen zu machen. Trotzdem musste ich beim Lesen aufmerksam dabei bleiben, um den Anschluss bei den Überlegungen und beim Enträtseln nicht zu verlieren.

Die Lovestory war für mich persönlich weiterhin eher uninteressant, aber der Fokus war da nicht allzu sehr darauf. Stattdessen wurde das letzte Rätsel spannend aufgezogen und viele Enthüllungen präsentiert, die es mir nicht ermöglicht haben, dieses Buch freiwillig aus der Hand zu legen.

Im 3. Band gibt es einen neuen Widersacher, der die Strippen zieht, Geheimnisse aufwirbelt und gefährliche Wahrheiten aufdeckt. Die Autorin zeigt zudem mit dem Finale, dass sie aus allem ein Rätsel machen kann. Auch wenn es um Leben und Tod geht, auch wenn es um Mord und Leichen geht. Für mich wirkte der neue Widersacher, wie ein Nachahmungstäter des alten Herren, der die Spiele auf ein gefährliches Level anhebt. Auch hier sehe ich die Reihe noch nicht als Thriller an, aber als Jugendkrimi sticht sie definitiv hervor.

Fazit:

Gefühlt nehmen die Rätsel in „The Inheritance Games“ nie ein Ende. Das komplexe Zusammenspiel, die intelligenten Charaktere und die Sogwirkung durch die gefährlichen Spiele, sind einfach grandios. Im letzten Schachzug begleitet man Avery noch einmal im Wettbewerb gegen den alten Herrn, bei dem sie über sich hinauswächst und selbst zum Spielmaker wird.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Er ist eine 10/10, aber der Schurke der Stadt und dein Boss.

Assistant to the Villain
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Der Humor in diesem Buch ist so absurd und skurril. Ich liebe es. Die Geschichte muss man schmunzelnd lesen.

Evie ist Assistentin ihrer Boshaftigkeit. Sie ist super süß, verquasselt, stolpert regelmäßig ...

Der Humor in diesem Buch ist so absurd und skurril. Ich liebe es. Die Geschichte muss man schmunzelnd lesen.

Evie ist Assistentin ihrer Boshaftigkeit. Sie ist super süß, verquasselt, stolpert regelmäßig und verbreitet gut Laune wie eine Superpower. Ein Sonnenschein auf zwei Beinen und sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Grübchen ihres Chefs hervorzuholen. Der Schurke ist böse, die Dunkelheit erzittert vor ihm, er ist fasziniert vom Glitzern in den Augen seiner Assistent... er ist BÖSE.

Die Autorin hatte mit dem Grundplot eine wirklich geniale Idee und hat sie unfassbar lustig umgesetzt. Mir ist so viel Witz und trockener Humor begegnet. Dabei geht sie auf klassische Fantasy-Klischees ein und dreht sie 1x um. Wie im Märchen gibt es ein Schloss, an der Decke baumeln jedoch die Köpfe der Feinde. Die Hauptfigur der Geschichte sieht verboten gut aus, verboten sind aber auch seine Alltagstätigkeiten. Statt dem Prinzen auf dem weißen Pferd, gibt es den Schurken mit einem Drachen. Die Welt ist keine zu komplexe Fantasy-Welt, aber gut durchdacht und stimmig. Ich fand jede Märchenwendung genial und habe den Einblick dazu, für den Bösewichten zu arbeiten, genossen.

Ohne viel Spice, sorgt die Schwärmerei der zwei Hauptfiguren für ein ordentliches Prickeln. Die Kombi aus Sunshine und Grumpy ist so gegensätzlich und doch passen ihre Persönlichkeiten, wie Arsch auf Eimer. Man muss sie einfach shippen.

Neben dem vielen Witz und der slow burn Romanze, kommt über die Seiten auch Spannung auf durch den Büroalltag im Schurken-Büro. Intrigen, Verräter, Angriffe auf den beliebten König… das gehört zum Alltagsgeschäft. Das Buch lebt aber auch von ihren Charakteren.

Bei den Angestellten des Schurkens kam schnell Familien-Charakter auf. Originelle Persönlichkeiten, wie die Heilerin mit endlos pinken Kleidern und Schleifen, dem tierlieben Drachenzähmer oder der zankigen Bürorivalin von Evie, schließt man schnell ins Herz. Sie empfand ich auch alle als sehr tiefgründig, weil jeder eine Geschichte hat, die dazu führt für einen Bösewichten zu arbeiten. Grauschattierte Charaktere, mal aus einem anderen Blickwinkel.

Fazit:

Hannah Nicole Mahrer hat ganz tief in der Märchenkiste gegraben, Fantasy-Elemente hinzugepackt und möglichst viele Klischees umgedreht. Eine tolle Idee, dessen Potenzial auch komplett ausgenutzt wird.

10/10 für die Idee, die Umsetzung und für den Humor.

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