Profilbild von Langeweile

Langeweile

Lesejury Star
offline

Langeweile ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Langeweile über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2021

Original oder Fälschung

Fälschung à la Provence
0

Inhalt übernommen:

Eigentlich lebt Dorfgendarm Pascal Chevrier in der Provence, weil er die regionale Küche und das ruhige, pittoreske Leben schätzt. Doch die Idylle findet ein jähes Ende, als im Picasso-Schloss ...

Inhalt übernommen:

Eigentlich lebt Dorfgendarm Pascal Chevrier in der Provence, weil er die regionale Küche und das ruhige, pittoreske Leben schätzt. Doch die Idylle findet ein jähes Ende, als im Picasso-Schloss eine junge Kunsthistorikerin ermordet aufgefunden wird. In exklusiven Kreisen sucht Chevrier nach Hinweisen und trifft auf exzentrische Kunstsammler und Galeristen, die alle mehr oder weniger verdächtig wirken. Aber nicht nur der verzwickte Fall in der spätsommerlichen Hitze des Luberon treibt ihm den Schweiß auf die Stirn. Audrey von der Police nationale, für die er mehr als kollegiale Gefühle hegt, macht alles noch viel komplizierter ...

Meine Meinung:

Als im Picasso Schloß eine junge Kunsthistorikerin ermordet wird, sind Pascal und seine Kollegin Audrey im Einsatz. Je tiefer sie in die Kunstszene eintauchen, umso mehr kriminelle Machenschaften kommen zu Tage und dadurch finden sie immer mehr Leute, die ein Tatmotiv haben. Als eine weitere Leiche auftaucht, spitzen sich die Ereignisse zu. Letztendlich hilft dem Kommissar sein guter Instinkt bei der Aufklärung.

Neben der Krimihandlung nimmt sich der Autor auch Zeit, dem Leser die schöne Landschaft, das gute Essen und Trinken, kurz gesagt die französische Lebensart etwas näher zu bringen. Mir hat der gelungene Mix aus diesen Themen ebenso gut gefallen, wie die Einblicke in das Privatleben der Ermittler.

Gerne würde ich mich von neuen Fällen mit diesem sympathischen Kommissar unterhalten lassen.

Eine kleine Anmerkung hätte ich noch. Mir hätte es gut gefallen, wenn es für die vielen französischen Begriffe eine Übersetzung gegeben hätte.

Veröffentlicht am 14.07.2021

Imker leben gefährlich

Imkersterben
0

Inhalt übernommen:

Imkern ist der neueste Trend – und ein gefährliches Geschäft? Als sich Imker Kurt Tietjen auf seinem Moped wegen eines über den Feldweg gespannten Drahtes das Genick bricht, spielt ...

Inhalt übernommen:

Imkern ist der neueste Trend – und ein gefährliches Geschäft? Als sich Imker Kurt Tietjen auf seinem Moped wegen eines über den Feldweg gespannten Drahtes das Genick bricht, spielt die Polizeiführung den Fall herunter. Doch Kommissar Oke Oltmanns spürt, dass mehr dahinter steckt. Dann findet er heraus dass Tietjens Honig mit Glyphosat verseucht war. Als es ein weiteres Opfer aus der Bienen – Branche gibt, ist Oke sich sicher, dass an der Küste neben dem Bienen sterben dass Imkersterben beginnt..

Meine Meinung:

Das Thema Imkerei fand ich sehr interessant, es gab viele Informationen dazu. Jedoch waren wir manche zu spezifisch gefasst und wohl nur für Fachleute in dieser Branche verständlich und interessant.

Die Geschichte wurde in kurze Kapitel aufgeteilt, die jeweils mit dem Namen einer vorkommenden Person überschrieben waren. Der Anfang war spannend, jedoch kamen neben mehreren Morden,im weiteren Verlauf ständig neue Themen dazu (gepanschter Honig,Diebstähle auf dem Campingplatz, Ferienkurse im Sargbauen,vegane Ernährung usw.)Dadurch wurde die Geschichte ziemlich unübersichtlich und die Spannung ging etwas verloren.

Dennoch waren mir Kommissar Oke Oltmann und seine Frau sympathisch, ich würde auch weitere Fälle mit ihm lesen wollen,auf seinen Kölner Kollegen könnte ich aber verzichten.

Veröffentlicht am 13.07.2021

Wie definiert man Glück

Das Glück am Ende der Straße
0

Inhalt übernommen:

Die herzerwärmende Geschichte zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht leben könnten. Die unkonventionelle Elli hat schon lange keine feste Bleibe mehr und muss täglich aufs Neue ...

Inhalt übernommen:

Die herzerwärmende Geschichte zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht leben könnten. Die unkonventionelle Elli hat schon lange keine feste Bleibe mehr und muss täglich aufs Neue um ein würdevolles Leben auf der Straße kämpfen. Lisa ist eine gut situierte, aber dauergestresste Ehefrau, Mutter dreier Kinder und Teilzeitredakteurin bei einem Lifestyle-Magazin. In einem Park lernt Elli zufällig Lisas Kinder kennen und freundet sich mit ihnen an. Sie hat Zeit und immer ein offenes Ohr. Wie eine Art Ersatzoma hilft sie den dreien heimlich immer wieder in schwierigen Situationen. Und die Kinder verraten ihre neue Freundin nicht. Bis Elli eines Tages selbst dringend Hilfe benötigt

Meine Meinung:

Der Autorin ist es erneut gelungen, mich mit ihrem Buch sofort in ihren Bann zu ziehen.

Am Beispiel der Protagonistin Elli, die als Obdachlose jeden Tag den Lebenskampf aufnimmt und sich dabei trotzdem ihre Würde bewahrt und Lisa, einer gut situierten Mutter dreier Kinder, die im Dauerstress lebt,könnte kaum größer sein.Als sich durch die Begegnung mit Leonie, der jüngsten Tochter von Lisa,ihre Wege öfter kreuzen,ergibt sich für alle nach und nach eine Wendung.

Mit sehr viel Feingefühl, aber auch einigem Humor gibt die Autorin in wechselnden Abschnitten, einen Einblick in die verschiedenen Lebensumstände. Während sich in den Kreisen von Lisa jeder überwiegend um sich selbst kümmert, gibt es in Ellis Leben einen größeren Zusammenhalt. Obwohl hier alle mit ihren eigenen Problemen ausreichend beschäftigt sind,nehmen sie sich Zeit füreinander,auch wenn es nicht immer konfliktfrei verläuft.

Zwischendurch wechselt die Geschichte auch immer wieder in die Vergangenheit von Elli und man erfährt, wie sie nach und nach in diese Situation geraten ist.Dadurch wird einem erneut bewusst(was im Grunde bekannt ist)wie schnell jeder in so eine Situation geraten kann.

Das Buch hat mich tief beeindruckt, es wird noch eine Weile in meinem Gedächtnis bleiben.

Veröffentlicht am 11.07.2021

Reise der Erkenntnis ist

Und im Gepäck das Leben
0

Inhalt übernommen:

Für Abbie, die ihr perfektes Leben im Griff zu haben scheint, geht die Welt unter, als ihre beiden Söhne von zu Hause ausziehen und ihr Mann zu ihr auf Abstand geht. Plötzlich steht ...

Inhalt übernommen:

Für Abbie, die ihr perfektes Leben im Griff zu haben scheint, geht die Welt unter, als ihre beiden Söhne von zu Hause ausziehen und ihr Mann zu ihr auf Abstand geht. Plötzlich steht sie ganz allein da in ihrer durchgestylten Stadtwohnung. Doch statt zu verzweifeln, rafft sie sich auf und folgt ihrem Sohn auf den Jakobsweg. Dort lernt sie besondere Menschen kennen wie Rasa, die iranische Flüchtlingshelferin, die nur im Untergrund arbeiten kann. Oder Caroline, die eine Reportage über Pilger schreiben will und dabei von den Schatten ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Gemeinsam erleben sie, dass die Herausforderungen der Wanderschaft sie an das Wesentliche ihres Lebens heranführen und manchen hochfliegenden Zukunftsplan infrage stellen  …

Meine Meinung:

Der Jakobsweg übt schon seit vielen Jahren eine besondere Faszination auf die Menschen aus. Ich habe schon mehrere Bücher dazu gelesen und jedes ist auf seine Art etwas anders.

In diesem Buch hat sich die Autorin im Besonderen auf vier Menschen fokussiert,die sich aus unterschiedlichen Beweggründen auf diesen Weg begeben. Sie tauchen in die Gemeinschaft der Pilger ein und machen dabei viele positive Erfahrungen. Wildfremde Menschen helfen einander, erzählen ihre Lebensgeschichten und hören anderen Menschen zu.Alle haben einen mehr oder weniger starken Bezug zum Glauben, der ihnen dabei hilft, die physischen und psychischen Anstrengungen dieser Reise zu überstehen.

Von den Protagonisten profitiert jeder auf seine Weise von dieser Reise.Die größte Entwicklung hat in meinen Augen Abbie gemacht,durch ihre neugewonnenen Erkenntnisse fügt sich in ihrer Familie alles zum Positiven. Auch wenn das Ende einen kleinen kitschigen Touch hatte, gefiel mir das Buch sehr gut. Ich spreche eine Lese Empfehlung aus und vergebe vier Sterne.

Veröffentlicht am 09.07.2021

Wer ist gut - wer ist böse?

Wenn der Glaubenberg schweigt
0

Inhalt übernommen:

StaatsanwältinDie Luzerner Staatsanwältin Eva Roos wird von ihrer Vergangenheit eingeholt: Ihr schlimmster Feind Viktor Kasakow ist zurück. Der Kunsthändler und Multimillionär, der ...

Inhalt übernommen:

StaatsanwältinDie Luzerner Staatsanwältin Eva Roos wird von ihrer Vergangenheit eingeholt: Ihr schlimmster Feind Viktor Kasakow ist zurück. Der Kunsthändler und Multimillionär, der für ein russisches Syndikat arbeitet, bringt Eva in seine Gewalt. Ihr Ehemann, Ermittler Cem Cengiz, ist bereit, für seine Frau bis aufs Äusserste zu kämpfen. Unterstützt wird er von einem Agenten, den ihm der russische Geheimdienst zur Seite stellt. Doch in diesem undurchsichtigen Netz aus Intrigen, Verrat und Mord spielt jeder sein eigenes Spiel

Meine Meinung:

Die Autorin hält sich nicht mit langem Vorgeplänkel auf, es gibt schon ziemlich schnell die erste Leiche und von da an überschlagen sich die Ereignisse. Eva wird entführt und wieder freigelassen und immer wieder taucht „Frau Ella“ auf,was weiß sie und wer ist der „Böse Wolf“? Geschickt werden immer wieder falsche Fährten gelegt und mir als Leserin wird viel Raum für eigene Ermittlungen gegeben. Es bleibt durchgehend spannend, bis sich am Schluss alle Fragen klären. Das Buch hat mich gut unterhalten, ich freue mich auf weitere Fälle mit den sympathischen Ermittlern.