Spannender Umwelt-Thriller, der wahrscheinlich sehr Nahe an der Realität spielt
EDEN - Wenn das Sterben beginntEden -wenn das Sterben beginnt, hat mich gleich von der ersten Seite an gepackt. Auch wenn die ersten Kapitel sehr kurz und durch die verschiedenen Perspektiven der Charaktere etwas ruckartig zu lesen ...
Eden -wenn das Sterben beginnt, hat mich gleich von der ersten Seite an gepackt. Auch wenn die ersten Kapitel sehr kurz und durch die verschiedenen Perspektiven der Charaktere etwas ruckartig zu lesen waren. Irgendwann war ich dann voll drin in der Geschichte und hätte das Buch gerne gar nicht mehr aus der Hand gelegt. Wer „Blackout“ von Marc Elsberg gelesen hat, kann sich ungefähr vorstellen, wie der Roman gestrickt ist, und ich denke, wer den ersten Roman von dem Autor mochte, wird „Eden genauso spannend finden. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Protagonist Piero Manzano aus „Blackout“ in diesem Buch wieder eine tragende Rolle spielt.
Diesmal ist das Thema aber der Klimawandel und wie viele kleine Veränderungen der Umwelt in eine Katastrophe münden können.
Dabei verknüpft Marc Elsberg die Themen KI, Umwelt, Politik und Wirtschaft zu einer interessanten Gemengelage und erklärt auch komplizierte Zusammenhänge so, dass man es als Außenstehender und Nichtexperte gut verstehen und nachvollziehen kann.
Nichtnachvollziehen kann man beim Lesen dabei einige Handlungen der Charaktere, die sich sehenden Auges von einer Fehlentscheidung zur anderen hangeln. Nur um vielleicht wiedergewählt zu werden oder noch mehr Profit zu machen. Mit Spannung verfolgt man aber die Entwicklung des Influencers Linus, der sich von einem Spaß Content Creator zu einem Umwelt-Influencer wandelt und zusammen mit der Meeresbiologin Sarah damit ins Visier von einigen mächtigen Wirtschaftsbossen gerät.
Manchmal, vor allem im letzten Drittel des Buches hatte ich beim Lesen schon das Gefühl, dass es mit den ganzen schlimmen Entwicklungen etwas überhandnimmt, aber andererseits ist dieses Buch ja ein Umwelt-Thriller und ist dann eben auch etwas zugespitzt. Nichtsdestotrotz denke ich, dass der Autor schon sehr dicht an der Wahrheit schrammt mit seiner Geschichte und das ist es, was einem beim Lesen auch so fesselt. Diese Ungerechtigkeit und das Gefühl, dass es immer nur um Profit und nie um das Wohl der Menschen geht. Es hat ein bisschen was von „Game of Thrones“ wo man auch immer nicht glauben konnte, dass die „Guten“ den „Bösen“ ständig unterlegen sind. Mein letzter Gedanke, als ich das Buch fertiggelesen hatte, war, dass eigentlich jeder der dieses Buch gelesen hat zum Umweltaktivisten werden müsste, denn es hinterlässt schon einen gewissen Eindruck.
Normalerweise spreche ich Leseempfehlungen ja immer für Fans bestimmter Kategorien aus, aber ich denke, „Eden“ sollte jeder einmal gelesen haben. Denn es zeigt auf, was mit unserer schönen Erde passieren könnte, wenn wir alle einfach so weiter machen, und vielleicht regt es so manchen an, sich mehr Gedanken über die Umwelt zu machen.