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Veröffentlicht am 10.10.2021

Es ist nicht das, wonach es aussieht

Du hast mir gerade noch gefehlt
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Der Roman "Du hast mir gerade noch gefehlt" verfasst von Mhairi McFarlane handelt von Eve, die schon seit ihrer Jugend in ihren besten Freund Ed verliebt ist. Dieser hat jedoch schon seit Uni-Tagen ...

Der Roman "Du hast mir gerade noch gefehlt" verfasst von Mhairi McFarlane handelt von Eve, die schon seit ihrer Jugend in ihren besten Freund Ed verliebt ist. Dieser hat jedoch schon seit Uni-Tagen eine feste Freundin, die weder Eve, noch der Rest der Vierer-Clique Susie und Justin, leiden können und zu allem Überfluss verlobt Ed sich an einem Abend mit seiner langjährgen Freundin Hester. Eve ist am Boden zerstört und weiß noch nicht, dass sich ihr Leben bald auch noch durch eine tragische Wende und das Auftauchen von Susies Bruder grundlegend verändern wird.

Es war der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen habe und ehrlich gesagt habe ich etwas anderes erwartet. Das Cover verleitet zu der Annahme, dass es sich um einen schönen, leichten Liebesroman handelt. Allerdings ist Eves Geschichte sehr viel ernster und tiefgründiger, als man im ersten Moment vermuten möchte. Die Protagonistin und ihre Freunde Ed, Justin und Susie haben eine wunderschöne Freundschaft, jedoch werden auch die Probleme, die auch in einer so engen Freundschaft auftauchen können, nicht verschwiegen. Eves Charakter ist zunächst gewöhnungsbedürftig und ich konnte mich nur teilweise mit ihr identifizieren, dennoch hat dies die Geschichte auch spannender und abwechslungsreicher gestaltet.
Im Gegensatz zu dem, was man von einem Buch mit einem solchen Cover erwartet, war die Geschichte nicht durchgehend vorhersehbar und hält einige, wenn auch teilweise unschöne Überraschungen für Figuren und Leser bereit.
Gut gefallen hat mir, dass die Figuren sehr realistisch dargestellt und ihre jeweiligen Charaktere nicht beschönigt wurden. Denn jeder Mensch hat seine Fehler und Geheimnisse und niemand ist perfekt. Dadurch, dass die Fehler der Figuren offen zur Sprache gebracht wurden, wirkten sie echter.
Trotzdem muss festgehalten werden, dass der Roman, zumindest entgegen meiner Erwartung, mehr eine Geschichte über die Freundschaft der Vierer-Clique Eve, Susie, Ed und Justin darstellt, als eine reine Liebesgeschichte.

Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen, jedoch würde ich jemandem, der eine leichte Liebesgeschichte sucht von der Lektüre eher abraten. Einem Leser, der zwar eine Liebesgeschichte lesen möchte, aber auch etwas mehr über die Hintergründe der Freunschaft und über die jeweiligen Charaktere erfahren möchte und auch mit etwas ernsteren Themen zurechtkommt, ist eine Lekütre des Romans aber zu empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.09.2019

Bekanntes Thema der Liebe außergewöhnlich umgesetzt

Die schönste und die traurigste aller Nächte
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Der Roman "Die schönste und die traurigste aller Nächte" verfasst von Mauricio Gomyde handelt von dem Protagonisten Victor und seiner Liebe zu seiner Jugendfreundin Amanda. Nach einem Kuss auf dem Schulball, ...

Der Roman "Die schönste und die traurigste aller Nächte" verfasst von Mauricio Gomyde handelt von dem Protagonisten Victor und seiner Liebe zu seiner Jugendfreundin Amanda. Nach einem Kuss auf dem Schulball, verlieren die beiden sich aus den Augen, da das Mädchen mit ihren Eltern nach Kenia zieht. Durch die Nachricht eines schweren Unfalls von Amandas Familie, zieht sich Victor schließlich, in der Auffassung seine Jugendliebe sei gestorben, auf sein Weingut im Süden Brasiliens zurück, und lebt ein eher einsames Leben. Doch 20 Jahre nach ihrem ersten Kuss treffen sich die beiden Protagonisten auf ihrem Klassentreffen wieder und werden von ihren Gefühlen übermannt. Ihnen stellen sich aber mehrere Probleme in den Weg, so auch, dass Victor je nachdem ob er glücklich oder traurig ist, Momente noch einmal erlebt oder in die Zukunft springt. Aber dies bleibt nicht die einzige Hürde, die Victor und Amanda zu überwinden haben.

Der Autor schafft mit seinem Roman eine wunderschöne Geschichte und Protagonisten, mit denen man sich sehr gut identifizieren kann. An manchen Stellen hätte die Situation noch ausführlicher beschrieben werden können und andere hätten kürzer gefasst werden können, denn meiner Meinung nach waren teilweise die falschen Momente in die Länge gezogen beziehungsweise zu sehr verkürzt dargestellt. Dies stellt aber den einzigen Kritikpunkt am Roman dar, da er mir ansonsten sehr gut gefallen hat. Besonders schön finde ich, dass das bekannte Thema einer Liebesgeschichte durch die Zeitsprünge des Protagnisten in eine außergewöhnliche Geschichte verwandelt wurde. Dadurch entstanden nämlich neue und unvorhersehbare Situationen, wodurch der Leser und auch die Charaktere überrascht und vor neue Probleme gestellt wurden. Alles in allem ist die Geschichte meiner Meinung nach gut gelungen, weil man mit den Protagonisten mitfühlt. Des Weiteren ist der Roman gut und flüssig zu lesen, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.

Zusammenfassend kann ich festhalten, dass der Autor einen wunderschönen Roman geschaffen hat, den ich besonders Lesern empfehlen würde, die gerne Liebesgeschichten lesen. Doch durch die besondere Thematik der Zeitreisen ist das Buch auch eine gute Lektüre für jeden, der gerne über etwas außergewöhnliches liest.

Veröffentlicht am 28.10.2018

Märchenhaft schön

Die wundersame Mission des Harry Crane
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Das Buch "Die wundersame Mission des Harry Crane" verfasste von Jon Cohen handelt von Harry Crane, der in seinem Leben fast noch nie Risiken eingegangen ist, außer als er seine Frau Beth geheiratet hat. ...

Das Buch "Die wundersame Mission des Harry Crane" verfasste von Jon Cohen handelt von Harry Crane, der in seinem Leben fast noch nie Risiken eingegangen ist, außer als er seine Frau Beth geheiratet hat. Als diese überraschend stirbt verliert Harry den Sinn für sein Leben, bis er in den Wald, zu seinen geliebten Bäumen fährt und dort die zehnjährige Oriana trifft. Das Mädchen hat ihren Vater verloren, glaubt dass dieser sich verwandelt hat und sie diejenige ist, die ihn retten muss, weshalb sie unzählige Märchenbücher liest, um herauszufinden, was sie tun muss. Als Harry plötzlich in ihrem Wald auftaucht, glaubt sie, dass er der Schlüssel ist und auf einmal muss Harry nicht nur über seine eigene Trauer hinwegkommen, sondern diesem kleinen Mädchen helfen, ihr Märchen wahr werden zu lassen und so Oriana von ihrer Trauer zu befreien.

Die Geschichte des Harry Crane beginnt ungewöhnlich und es dauert eine kurze Weile, bis man sich in die Geschichte eingefunden hat. Aber ziemlich schnell kann man sich gut mit dem Hauptcharakter identifizieren und fühlt mit ihm seine Geschichte. Besonders außergewöhnlich ist, dass sich Harrys Leben hauptsächlich um Bäume dreht und der Autor deshalb viel über das Thema Bäume, auch unter Verwendung von Fachbegriffen, schreibt. Doch er schafft es, dass dies nicht langweilig wird, sondern bringt den Leser dazu die Bäume genauso zu würdigen, wie Harry es tut. Doch nicht nur er ist wichtig für die Geschichte, sondern es folgen unzählige Personen, die das Geschehen beeinflussen. Der Autor schafft es jede dieser Personen gut genug vorzustellen, damit der Leser sie kennenlernt, aber gleichzeitig nicht zu lange von der eigentlichen Geschichte abzuweichen. Es ist schön, dass so viele Charaktere eine Rolle spielen und diese könnten unterschiedlicher nicht sein. Trotzdem kann man sich mit jeder dieser Personen identifiziern oder sie wenigstens verstehen. So lernt man beispielsweise auf der einen Seite die Gedanken eines normalen Erwachsenen und auf der anderen Seite die fantasierenden Gedanken eines Kindes kennen, wodurch die Geschichte umso lesenswerter wird. Außerdem sind die Ausflüge in die Märchenwelt durch Oriana, aber auch durch andere Personen besonders gut in die Geschichte eingearbeitet.
Zudem ist der Schreibtstil des Autors sehr besonders, denn auch während den einzelnen Kapiteln springt er plötzlich zwischen den Gedanken und Wahrnehmungen der Einzelnen Charaktere hin und her, schaffte es aber durch seinen außergewöhnlichen Stil den Leser mitzunehmen und ihn nicht durch diese Sprünge zu verwirren.
Doch das wichtigste ist, dass die Handlung des Buches auf der einen Seite so verrückt und außergewöhnlich ist, man sich aber auf der anderen Seite trotzdem sofort in der Geschichte verliert und in sie eintauchen möchte. Besonders schön an Jon Cohens Buch ist, dass er zudem das Thema Der Bücher aufnimmt und diese ganz besonders in seine Geschichte einarbeitet. Er schafft es in seine eigentliche Handlung das Thema einzubauen, dass immer weniger Menschen lesen und wieder Lust auf das Lesen und die unterschiedlichsten Geschichten zu machen.

Meiner Meinung nach ist "Die wundersame Mission des Harry Crane" ein ganz besonderes Buch, das jeder lesen sollte, da es den Leser, obwohl es viele alltägliche Probleme behandelt, in eine märchenhafte Welt entführt.

Veröffentlicht am 18.02.2018

Trauerbewältigung auf schöne und verrückte Weise erzählt

Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente
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Das Buch "Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente" geschrieben von Peter Bognanni im Jahr 2017 handelt von einem Mädchen namens Tess und ihrem Freund Jonah. Das Besondere an ihrer Beziehung ist, ...

Das Buch "Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente" geschrieben von Peter Bognanni im Jahr 2017 handelt von einem Mädchen namens Tess und ihrem Freund Jonah. Das Besondere an ihrer Beziehung ist, dass die Beiden sich nur einmal auf einer Party treffen und die folgenden sieben Monate nur noch per Computer miteinander in Kontakt bleiben. Als Tess dann von Jonahs Selbstmord erfährt ist sie am Boden zerstört und verwirrt. Sie sendet weiterhin Nachrichten an ihren Freund und wird überrascht, als sie irgendwann tatsächlich eine Antwort von jemandem erhält.

Zunächst einmal sind der Titel und das Cover meiner Meinung nach sehr ansprechend und machen das Buch interessanter.
Ich finde, dass der Autor das äußerst schwierige und immer aktuelle Thema der Trauerbewältigung sehr gut darstellt, da die Personen alle echt und authentisch wirken. Im ersten Moment kann es sein, dass man etwas verwirrt ist, weil die Figuren anfangs eher komisch wirken. Doch meiner Meinung nach macht genau das, die Echtheit der Geschichte aus. Jeder der schon einmal einen nahestehenden Menschen verloren hat, kann sich dadurch sehr gut mit der Hauptperson identifizieren. Ich finde es schön, dass Peter Bognanni in seinem Buch zeigt, dass es jedem zusteht sich nach so einem Verlust komisch zu verhalten und jeder mit dieser Trauer anders umgeht. Des Weiteren kommen meiner Meinung nach die Beziehungen zwischen den einzelnen Personen gut zum Ausdruck. Schön finde ich, dass nicht nur die Beziehung zwischen Tess und Jonah, sondern auch das schwierige Verhältnis zwischen dem Mädchen und ihrem Vater thematisiert wird.
Interessanter wird das Buch außerdem durch die Einbindung des Themas Internet. Tess und Jonah haben ihre Beziehung, wie heutzutage einige Jugendliche, fast nur über ihren Computer geführt, was einige Probleme mit sich bringt. Meiner Meinung nach ist es spannend diese beiden Themen zu verbinden.

Zusammenfassend kann ich festhalten, dass das Buch für jeden zu empfehlen ist, jedoch meiner Meinung nach besonders spannend für Jugendliche. Es ist gut und wichtig über das Thema Tod zu sprechen und dazu finde ich diese Geschichte sehr passend.