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Veröffentlicht am 25.10.2020

The Age of Darkness

The Age of Darkness - Feuer über Nasira
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Titel: Feuer über Nasira (Bd. 1)
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Buchreihe: The Age of Darkness
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Autorin: Katy Rose Pool
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Genre: Fantasy
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Verlag: cbj
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Erscheinungsdatum: 21. September 2020
-
Seitenzahlen: 576


Klappentext:
Fünf ...

Titel: Feuer über Nasira (Bd. 1)
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Buchreihe: The Age of Darkness
-
Autorin: Katy Rose Pool
-
Genre: Fantasy
-
Verlag: cbj
-
Erscheinungsdatum: 21. September 2020
-
Seitenzahlen: 576


Klappentext:
Fünf Schicksale, eine Prophezeiung, ein Auserwählter: Nur einer kann die Welt retten – oder in den Untergang stürzen ...Einst lenkten sieben Propheten die Welt, doch sie sind längst verschwunden. Geblieben ist nur ihre letzte, geheime Prophezeiung. Sie sagt ein Zeitalter der Dunkelheit voraus und die Geburt eines neuen Propheten, der die Welt entweder retten oder ihr Untergang sein wird. Fünf junge Menschen führt die Prophezeiung zusammen: einen Prinzen in der Verbannung, eine Mörderin, die ihre Opfer mit der »Blassen Hand« zeichnet, einen getreuen Paladin zwischen Pflichtgefühl und Herz, einen Spieler mit der Gabe, alles und jeden zu finden, und ein sterbendes Mädchen, das kurz davor ist, aufzugeben. Einer von ihnen hat die Macht, die Welt zu retten – oder sie in den Untergang zu stürzen.

Rezension:

Aufbau/ Schreibstil:
Fünf Charaktere, die durch eine Prophezeiung miteinander verbunden sind – der verbannte Prinz Hassan, die Mörderin oder auch die blasse Hand genannte Ephyra, ihre todgeweihte Schwester Beru und der Paladin Jude, dessen Bestimmung es ist den Spieler Anton mit der Gabe des Sehens zu schützen. Die Geschichte wird insgesamt aus fünf verschiedenen Perspektiven erzählt, was ziemlich viel erscheint und einen zunächst überfordern mag, jedoch im Verlauf besser verständlich wird und für Spannung sorgt. Anfangs hat man nicht die Gelegenheit die Personen genauer kennenzulernen, denn die Erzählperspektiven wechseln zwischen relativ kurzen Kapiteln. Der Schreibstil ist sehr detailreich, sodass die Welt, die Charaktere und die Handlung sehr lebendig und gut vorstellbar waren. Vor allem das Worldbuilding der Autorin war sehr anspruchsvoll, aber auch beeindruckend.

Protagonisten:
Hassan ist der Prinz von Nasira, der aus seiner Heimatstadt fliehen musste, als der Hierophant gewaltsam die Macht an sich riss, drohte die Stadt zu zerstören und die Begabten komplett zu vernichten. Er ist zwar ein Unbegabter, aber für ihn steht sein Volk an erster Stelle, weshalb er auch von seinem Vater zum Thronfolger ernannt wurde. Nach seiner Flucht suchte er Schutz bei seiner Tante in Pallas Athos, wo er auf Menschen traf, die ihm seine Hoffnung zurückbrachten und wieder dazu brachten für seine Heimat zu kämpfen, gemeinsam mit neuen Verbündeten machte er sich auf den Weg Nasira zurückzuerobern.

Ephyra wurde mit der Gabe des Blutes geboren, doch ihre Fähigkeit des Heilens hat eine Schattenseite, denn, um das Leben ihrer Schwester zu retten, muss sie ein Anderes nehmen. Schon früh hat sie erkannt, in welcher Gefahr die Personen in ihrer Nähe standen, weshalb sie flohen und sich versteckten. Bekannt und gefürchtet als die Blasse Hand raubt sie Menschen ihre Lebenskraft. Ephyra hat sich immer vorgenommen nur Schuldigen das Leben zu nehmen, doch für ihre Schwester würde sie jede Grenze überschreiten, selbst, wenn das heißt die ganze Welt der Dunkelheit zu überlassen.

Beru ist Ephyras Schwester und kann ohne die Lebenskraft, die Ephyra für sie raubt nicht leben. Als Kind bekam sie erstmals eine unheilbare Krankheit, die sie immer weiter schwächte. Als nach der Heilung die Krankheit wieder auftauchte und noch schneller und tödlicher wurde, sah sie keine Hoffnung mehr. Ihr Leben gegen dem Anderer stand jedes Mal wieder auf dem Spiel und ein mysteriöser Kelch soll ihre letzte Rettung sein. Aber die Schuldgefühle, die Beru auf jedem Schritt verfolgen plagen sie ins Unermessliche und lassen sie Denken, dass es falsch ist am Leben zu sein, denn sie ist gegen alle Gesetze der Natur einst dem Tod entrissen wurde, doch wie viele Leben bleiben ihr noch?

Anton ist ein echter Spieler, ein Begabter mit der Gabe des Sehens, doch dieses eine Spiel, in dem es um alles geht, kann er einfach nicht gewinnen. Seit seiner Kindheit fürchtet er sich vor seinem Bruder und wird von allen als wichtig und wertvoll betrachtet, aber seine Gabe ist für ihn mehr ein Fluch als ein Segen. Jedes Mal, wenn er seine Kräfte benutzen möchte, fühlt er sich in die Vergangenheit zurückversetzt, gezwungen seinen schlimmsten Albtraum immer wieder zu durchleben – in dem kalten See zu ertrinken. Schon lange führt er ein Leben auf der Flucht, auf der Flucht vor seinem Bruder, vor der Wahrheit und vor seinem unausweichlichen Schicksal.

Jude ist ein Paladin des Ordens des letzten Lichts. Ihm wurde das Amt seines Vaters als Hüter der Botschaft übertragen, um den letzten Propheten zu finden und mit allen Mitteln zu beschützen, notfalls sogar mit seinem eigenen Leben. Sein Leben ist komplett auf den Orden ausgerichtet, er wuchs in keiner richtigen Familie auf, wurde auf diese eine Aufgabe vorbereitet und kennt kein anderes Leben. Er muss nach einem strikten, ehrenhaften Kodex leben, der keine Gefühle und andere Gedanken erlaubt. Doch dieses Mal kommt ihm sein Herz in die Quere, selbst, wenn das seinen Tod bedeutet wählt er einen Weg, aus dem es kein Zurück mehr gibt.

Story:
Fünf junge Menschen, mit unterschiedlichen Kräften und Intentionen, deren Schicksale miteinander verbunden sind. Eine dunkle Prophezeiung, die die Zeit der Dunkelheit ankündigt und eine Welt, die vor diesem Schicksal bewahrt werden muss.

Es hat doch sehr lange gedauert in die Geschichte reinzufinden, da man zuerst die gesamten Charaktere, Orte, Namen und Strukturen, sowie Machtpositionen kennenlernen und verstehen musste, was nicht immer ganz einfach war. Das Buch beinhaltet definitiv außergewöhnliche Charaktere, viele verschiedene Perspektiven und Schicksale, die ihre Wendungen nehmen. Vor allem die Charakterentwicklung stand im Vordergrund und jeder hat mit seinen eigenen Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen. Die Charaktere waren sehr vielseitig gestaltet und es wurde viel Diversität in die Geschichte eingebaut, wie unterschiedliche Hautfarben oder Sexualitäten, was mir sehr gefallen hat. Besonders gut war auch die Verknüpfung der einzelnen Wege der Charaktere, die langsam zueinander gefunden haben, Wege sich gelungen kreuzten und das große Ganze langsam erkennbar wurde. Oft gab es jedoch Stellen, an denen sich die Geschichte extrem in die Länge gezogen hat und allgemein wenig Spannung beinhaltet hat, dadurch hat es für mich auch sehr lange gedauert das Buch beenden zu können und es war teilweise echt anstrengend sich durch die ersten 250 Seiten zu kämpfen. Danach gewann es ein wenig an Spannung, aber es konnte mich dennoch nicht komplett fesseln und in den Bann ziehen, was ich sehr gehofft habe. Das Ende verspricht schlussendlich doch eine epische Geschichte, die sich langsam entwickelt und in den Folgebänden noch entfalten kann. Für mich war „The Age of Darkness“ ein angenehmer, leider aber auch langatmiger Einstieg in eine komplexe Welt, die so viel mehr Potenzial besitzt, das hoffentlich noch stärker ausgearbeitet wird.

Dieses Buch ist ein anspruchsvolles High-Fantasy-Buch, das ich nicht unbedingt Anfängern empfehlen würde, da die Weltentwicklung doch sehr komplex und gewöhnungsbedürftig ist. Katy Rose Pool verbindet spannende neue Elemente und interessante Charaktere mit einer typischen Fantasywelt, die man auch aus anderen Büchern kennt. Es ist definitiv nichts Neues, aber trotzdem ganz gut umgesetzt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2020

Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln

Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln
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Titel: Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln
-
Autorin: Adriana Popescu
-
Genre: Jugendbuch
-
Verlag: cbt
-
Erscheinungsdatum: 14. September 2020
-
Seitenzahlen: 464


Klappentext:
Drei Jugendliche, die ...


Titel: Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln
-
Autorin: Adriana Popescu
-
Genre: Jugendbuch
-
Verlag: cbt
-
Erscheinungsdatum: 14. September 2020
-
Seitenzahlen: 464


Klappentext:
Drei Jugendliche, die Spuren der Vergangenheit und die Frage nach der Zukunft.
Irgendwas hat dieser Neue, Samuel, an sich, das Marie von Anfang an fasziniert. Und Samuel geht es genauso. Wie Magnete bewegen sie sich aufeinander zu, stoßen einander aber auch immer mal wieder ab, wenn sie sich von der falschen Seite nähern. Und mitten in diesem Spannungsfeld bewegt sich Theo, Maries jüngerer Bruder, der seit einem schrecklichen Ereignis vor über einem Jahr immer noch mit seinen Ängsten ringt – und in der Schule mit seinem Mobber Andi. Marie, Samuel, Theo – ihr Aufeinandertreffen bedeutet für alle drei einen Neubeginn, aber auch, sich den Geschehnissen ihrer Vergangenheit zu stellen, denn Samuel trägt ein Geheimnis mit in diese neue Freundschaft ...


Rezension:

"Er kann mir nicht wehtun. Er kann auch nichts kaputt machen, aber das weiß er nicht, weil er ohnehin nicht wirklich hinschaut. Wie will man etwas kaputt machen, das schon längst in Scherben liegt?" - Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln

Aufbau/ Schreibstil:
Man lernt in diesem Buch Samuel, Marie und Theo kennen, drei Teenager, die unterschiedlicher nicht sein können und doch verbindet sie etwas – die Frage nach der Zukunft. Alle drei Sichten haben mir sehr gut gefallen, weil sie eben so vielfältig, interessant, informativ und unglaublich authentisch waren. Der Schreibstil von Adriana Popescu ist einfach toll gewesen und da es mein erstes Buch von ihr war, konnte es mich sehr überzeugen. Sie schreibt sehr bildhaft und detailliert, aber dennoch bleibt das Hauptthema im Fokus und ist immer verständlich und flüssig geschrieben. Dank der ständigen Sichtwechsel hatte man einen tieferen Einblick in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten und besonders der Wandel jeder einzelnen Figur war dadurch gut erkennbar.



Protagonisten:
Samuel ist der Neue an der Schule und versucht sich im Hintergrund zu halten, möglichst nicht aufzufallen und vor allem sich nicht in fremde Angelegenheiten einzumischen. Das funktioniert nicht sehr gut, denn seine Vergangenheit holt ihn immer wieder ein – seine alten Freunde, von denen er sich nicht fernhalten kann, seine alte Heimat, zu der er immer wieder zurückfindet und alte Muster, in die er droht zu rutschen. Samuel ist im ersten Moment geheimnisvoll und mutig, er setzt sich für diejenigen ein, die sich nicht selbst wehren können und schon früh findet man heraus, was es damit auf sich hat. In Samuels Leben gab es schon einige einschneidende Momente und eine Zeit, die er am liebsten hinter sich lassen möchte. Man vermutet bereits, dass etwas geschehen sein muss, was ihm die Augen geöffnet hat und weshalb er sich ändern möchte. Er lebt jetzt bei seiner Mutter, hat einige Einschränkungen und muss sich an einige Regeln halten, denn davon hängt so einiges ab. Er wirkt durch das gesamte Buch hin selbstbewusst und mutig, aber auch auf ihm lastet ein Schatten und eine verletzliche Seite, die er mithilfe von Gedankenspaziergängen versucht hinter sich zu lassen – wenigstens für einen kurzen Moment.

Marie und Theo sind Geschwister, während Marie sehr liebevolle, verständnisvoll, hilfsbereit und selbstbewusst ist, ist ihr Bruder Theo sensibel, in sich gekehrt, traumatisiert und ängstlich. Beide sind wahnsinnig authentisch und mir während des Lesens immer mehr ans Herz gewachsen. Es ist offensichtlich, dass in dieser Familie nicht alles richtig läuft, Marie fühlt sich ausgeschlossen, nicht beachtet und die ganze Aufmerksamkeit dreht sich immer nur um Theo. Obwohl sie ihren Bruder bedingungslos liebt und seine Situation nachvollziehen kann, erdrückt sie die momentane Familienlage doch sehr, sodass sie sich nur nach wenigen Minuten Freiheit sehnt, denn ihre Welt steht schon seit langem still. Marie belügt auf Wunsch von Theo ihre Eltern, wahrt dem Schein, dass alles in Ordnung ist und verliert dadurch immer mehr sich selbst. Sie muss mit 17 sehr viel Verantwortung übernehmen und sehr viel unter einen Hut bringen, aber nichts ist mehr, wie es vor dem Vorfall war. Erst durch Samuel erwacht ihre Freude am Leben erst wieder und sie beginnt sich Gedanken über ihre Zukunft zu machen.

Theo kämpft mit seinen Erinnerungen, die ihm ständig Panikattacken verursachen und Ängste auslösen. Seine Dämonen verfolgen ihn und lassen ihn an allem Zweifeln – am Leben, am Glücklichsein, am Normalsein. Am liebsten verbringt er Zeit in seinem Zimmer, schließt die Welt aus und versucht einfach durch den Alltag zu kommen, ohne Opfer einer weiteren Mobbingattacke seiner Mitschüler zu werden. Er hat es nicht leicht, aber er kann sich auch nicht dagegen wehren, weshalb Marie seine größte Unterstützung ist. Seit neustem ist da aber auch Samuel, der sich für ihn einsetzt und seit langem der Erste, der Theo versteht und akzeptiert so, wie er ist.



Story:
Drei Teenager, drei schlimme Schicksale, drei unterschiedliche Leben, drei Charaktere, die ihren Platz in der Gesellschaft suchen und die Hoffnung auf eine Zukunft haben, in der sie sein können, wer sie wirklich sind.

Alles beginnt ziemlich unscheinbar, es wird der typische Schulalltag beschrieben, man lernt Samuel kennen und es entwickelt sich schon langsam eine zarte Liebesgeschichte zwischen ihm und Marie. Sie versucht ihr letztes Jahr an der Schule zu bewältigen, was nicht sehr einfach zu sein scheint, weil sie eine große Last auf ihren Schultern trägt. Man erwartet von ihr, dass sie immer funktioniert und das Richtige tut, aber nie erfährt man etwas über ihre eigentlichen Interessen oder Pläne, nie hört man davon, dass sie sich mit Freunden trifft oder ihren eigenen Weg geht, was ich ziemlich schade fand. Schnell wird deutlich, dass das Ganze eine andere Richtung annimmt und viel mehr Tiefgang beinhaltet als man auf den ersten Blick vermuten würde. Denn alle Protagonisten haben eine mehr oder weniger unschöne Vorgeschichte, die immer noch auf ihnen lastet und unglücklicherweise hängen einige Dinge unweigerlich miteinander zusammen. Viele Geheimnisse stecken hinter der unscheinbaren Fassade, die langsam ans Licht kommen. Es ist eine Teufelsspirale, die nie endet, äußere Einflüsse, Menschen, die einen beeinflussen und Mobbing, das Menschen verändert und im Inneren komplett zerstört, sowie unsichtbare Narben hinterlässt, die nie heilen. Vor allem das Ende hat eine dramatische Wendung genommen und so einiges offenbart. Trotzdem hätte ich gerne noch einige Einblicke in das Leben der drei bekommen, nachdem sich alles aufgelöst hat. Das Buch ist einfühlsam, authentisch und nachvollziehbar geschrieben und hat mich sehr berührt. Es werden wichtige Themen behandelt, wie Mobbing, toxische Freundschaften, Kriminalität, Familie und die Frage nach der Zukunft. Sie alle wollen einen Neuanfang, einen Ausweg und sind auf der Suche nach einer zweiten Chance.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2020

Royal Lies

Royal Lies
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Titel: Royal Lies (Bd. 9)
-
Buchreihe: Royals-Saga
-
Autorin: Geneva Lee
-
Genre: Erotik
-
Verlag: Blanvalet
-
Erscheinungsdatum: 15. Juni 2020
-
Seitenzahlen: 416


Klappentext:

Claras und Alexanders ...

Titel: Royal Lies (Bd. 9)
-
Buchreihe: Royals-Saga
-
Autorin: Geneva Lee
-
Genre: Erotik
-
Verlag: Blanvalet
-
Erscheinungsdatum: 15. Juni 2020
-
Seitenzahlen: 416


Klappentext:

Claras und Alexanders Liebe wurde auf eine harte Probe gestellt. Clara weiß nicht, ob sie Alexander all die Lügen und Geheimnisse verzeihen kann. Sie ist schon lange nicht mehr das unschuldige Mädchen von damals, als sie sich kennenlernten und verliebten. Sie ist jetzt eine Königin und muss nicht mehr beschützt werden. Doch jede Familie hat ihre Geheimnisse, die königliche mehr als alle anderen. Und eines davon könnte dem jungen Paar endgültig zum Verhängnis werden ...


Rezension: (enthält eventuell Spoiler!)

"Weil du mein Herz bist. Meine Seele. Ohne dich bin ich nichts. Du hast mich zu dem gemacht, was ich bin. Du bist meine bessere Hälfte. Du bist mein Glaube." - Royal Lies (S.331)

Aufbau/ Schreibstil:

Weiter geht es mit den Royals, denn mit dem Titel "Royal Lies" sind wir mittlerweile bei dem 9. Band der Saga angekommen und auf uns warten mehr Spannung, mehr Geheimnisse und noch viele weitere königliche Intrigen. Auch dieses Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Clara und Alexander erzählt, dabei lernen wir ihre tiefsten Gefühle, Bedürfnisse, sowie Gedanken noch besser kennen und haben einen tieferen Einblick in die Beiden, was mir sehr gut gefallen hat. Der Schreibstil war wie bei den Vorgängern einfach toll - flüssig, fesselnd, prickelnd und detailreich. Ich bin geradezu durch die Seiten geflogen und war gebannt von der Geschichte, die sich im Verlauf immer weiter aufbauen und an Spannung gewinnen konnte.



Protagonisten:

Clara ist für mich eine der tollsten Charaktere überhaupt. Ich bewundere sie sehr für ihre vielen Eigenschaften, sie ist mutig, tough und weiß, was sie will, aber auch liebevoll, mitfühlend und besorgt um ihre Freunde und Familie. Man merkt, dass sie erwachsener geworden ist und sich weiterentwickelt hat. Obwohl es für sie nicht immer leicht war und sie mit Alexanders Lügen zu kämpfen hatte verhielt sie sich stark und ließ sich nichts gefallen, trotzdem zeigte sie eine Reife und versuchte stets zu ihm zu halten. Im Verlauf bewältigte sie viele Hürden und meisterte einige Schwierigkeiten. Es gab viele Momente, in denen mir Clara leidtat, denn auch sie musste mit einer großen Last kämpfen, die sie Alexander nicht anvertraut hat, aber es ist ein Geheimnis, dass alles auf den Kopf stellen könnte. Doch für sie gibt es einen großen Grund, um zu Kämpfen und stark zu bleiben!

Alexander ist immer noch impulsiv, düster und ein Frauenmagnet, wie wir ihn kennen, nur ist das Monster in ihm mittlerweile teilweise gebändigt. Die Liebe zu Clara und seiner Tochter sind zu einem Anker in seinem Leben geworden. Seine Vergangenheit droht jedoch ihn einzuholen und die Geheimnisse, die ans Licht kommen, könnten alles zerstören, was ihm wichtig ist. Alexander ist jetzt ein König und muss dementsprechend seine Pflichten erfüllen, doch was ist der Preis dafür? Auf einmal kommen Sachen ans Licht, die alles verändern können und alte, sowie neue Rivalen planen bereits etwas. Auch die "neuen" Familienmitglieder machen es ihm nicht gerade einfach und stellen seine Selbstkontrolle stark auf die Probe. Er springt über seinen Schatten, schenkt Clara Vertrauen und lässt sie ihre eigenen Entscheidungen treffen. Endlich öffnet er sich und realisiert, dass Ehrlichkeit und Vertrauen ein wichtiger Bestandteil ihrer Ehe sind.




Story:

Ich fiebere schon seit dem ersten Band mit unseren zwei Protagonisten mit und bin seitdem von der Handlung mitgerissen. Ich liebe gute Storys über Royals und finde die vielen durchdachten und spannenden Handlungsstränge von Geneva Lee einfach brillant ausgearbeitet. Zwischendurch hatte ich jedoch die Befürchtung, dass sich die Geschichte zieht und auch langatmig werden kann, was zum Glück größtenteils nicht der Fall war. Ich muss gestehen, dass es einige Kapitel im Buch gab, vor allem am Anfang, die nicht sehr spannend waren, aber es wurde immer besser. Das lag womöglich auch daran, dass ich Anfangsschwierigkeiten hatte in das Buch reinzukommen, nachdem ich die Vorgängerbände vor einigen Monaten gelesen habe. Es war ziemlich interessant auf neue Charaktere zu treffen und deren Entwicklung zu sehen, aber auch die alten Charaktere habe ich gerne wiedergetroffen, vor allem Edward und Belle sind mir doch stark ans Herz gewachsen und konnten mich an der ein oder anderen Stelle zum Schmunzeln bringen. Wohingegen ich auf ein Treffen mit Pepper und den anderen royalen Rotznasen gerne verzichtet hätte. Das Buch hat einen schnell wieder in den Bann gezogen und man war mittendrin in dem königlichen Leben von Clara und Alexander, was keineswegs nur friedlich, langweilig und luxuriös war, sondern voller Leidenschaft, Liebe und einem dunklen Verlangen. Aber auch vor Lügen, Intrigen und Machenschaften waren niemand sicher. Die Dynamik zwischen den Beiden konnte mich total überzeugen, es war schön zu sehen, wie tief die Liebe zwischen Alexander und Clara mittlerweile geworden ist und wie die Beiden zu einer starken Einheit geworden sind. Es gab zwar Momente, in denen auch ihre Beziehung drohte in die Brüche zu gehen, aber trotzdem haben sie einen Weg gefunden ihre Liebe zu retten – mit ihrer eigenen Art der Kommunikation. Es gab so einige Momente des Zweifels und beide haben sich teilweise in ihren Emotionen und Ängsten verloren, was ihre Menschlichkeit und Verletzlichkeit hervorgeholt hat. Schlussendlich sind sie, wie zwei Magnete, die sich immer wieder aufs Neue anziehen. Es ist so viel Neues passiert und viele Veränderungen sind eingetreten. Man hat immer mal wieder Einblicke aus dem alltäglichen Leben bekommen, aber auch einen Blick hinter die Fassade, wo nicht immer alles perfekt ist. Im Gesamten ein weiterer gelungener Band voller erotischer Momente, einem Gefühl von Zusammenhalt, sehr viel Spannung und düstere Geheimnissen, die zu einem Ende mit einem nervenzerreißenden Cliffhanger geführt haben.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2020

Berühre mich. Nicht.

Berühre mich. Nicht.
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Titel: Berühre mich. Nicht.
-
Autorin: Laura Kneidl
-
Genre: New Adult
-
Verlag: Lyx
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Erscheinungsdatum: 26.10.2017
-
Seitenzahlen: 464


Klappentext:

Band 1: Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie ...

Titel: Berühre mich. Nicht.
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Autorin: Laura Kneidl
-
Genre: New Adult
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Verlag: Lyx
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Erscheinungsdatum: 26.10.2017
-
Seitenzahlen: 464


Klappentext:

Band 1: Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts - kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint, und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt dies ihr Herz gefährlich schneller schlagen ...


Rezension:


"Sie zog ihren Kopf aus dem Wagen und sah mich an.

„Bitte sag mir, dass du nicht in deinem Auto lebst.“

„Ich lebe nicht in meinem Auto.“

„Was das eine Lüge?“


„Ja.“ "


Schreibstil: Die Geschichte ist in einem flüssigen, lockeren, aber auch emotionalen Schreibstil aus der Sicht unserer Protagonistin Sage geschrieben. Trotz der Leichtigkeit steckt so viel Intensität und schonungslose Ehrlichkeit in den Worten, dass es einem den Atem raubt. Zwischen den Zeilen existieren so viele ungesagte Worte, die einen zu Tränen rühren und einen durch die Seiten fliegen lassen.


Protagonisten: Sage hat eine schreckliche Vergangenheit hinter sich und daher große Ängste vor männlichen Berührungen. Um sich selbst nicht zu verlieren bastelt und designed sie ihren eigenen Schmuck und verkauft ihn sogar auf Etsy, um sich ein wenig Geld dazu zu verdienen. Sage hat extreme Geldprobleme, ist auf sich alleingestellt, lebt in ihrem alten Wagen und aus stets gepackten Kartons. Ihr fehlt der Halt und die Unterstützung im Leben, obwohl sie nicht weit genug von zuhause entfernt sein kann, fällt es ihr schwer einen Anschluss zu finden. Sie ist mir im Verlauf der Geschichte sehr ans Herz gewachsen, ständig musste ich mit ihr mitfiebern, mitfühlen und auch mitweinen, wenn sie an einem weiteren Tiefpunkt angelangt ist. Sage ist ein unglaublich starker Charakter und beweist dies auch oft, anstatt sich zurückzuziehen und unsichtbar zu werden. Sie legt viel Wert darauf eigenständig zu sein und für sich selbst zu sorgen. Oft fällt es ihr schwer fremde Hilfe anzunehmen und Menschen bedingungslos zu vertrauen, was man aber sehr gut nachvollziehen kann. Nie versteckt sie sich vor der Wahrheit oder leugnet Geschehnisse, aber auch sie hat einige schwache Momente, in denen die Emotionen aus ihr hinausbrechen. Ihre Ängste und das schlimme Trauma wurden unfassbar realistisch, glaubhaft und schonungslos rübergebracht und immer wieder thematisiert, ohne den Rahmen zu sprengen.


Luca ist vielleicht nach außen hin der Bad Boy, aber in Wirklichkeit hat er nur eine harte Schale und einen umso weicheren Kern. Obwohl seine Familie viel Geld hat ist er keineswegs überheblich und steht lieber auf eigenen Beinen. Zu seiner leiblichen Mutter hat er ein angespanntes Verhältnis, da er unter dem hohen Druck ihrer Ansprüche leidet und andere Ziele im Leben verfolgt. Anstatt Makler zu werden möchte er am Liebsten Bibliothekar werden, da er ein absoluter Buchliebhaber ist und, wie Sage in der Campus Bibliothek arbeitet. Die Beziehung zu seiner Schwester ist einfach toll und man merkt, wie nahe sich die beiden stehen. Luca verbringt meistens nur eine Nacht mit anderen Frauen und lässt sich auf nichts langfristiges ein, weshalb er einen gewissen Ruf hat, doch seine Bindungsängste haben einen tieferen Beweggrund, als auf den ersten Blick zu erahnen ist. Ich konnte ihn total ins Herz schließen, da er liebenswert, freundlich, zuvorkommend, geduldig und verständnisvoll ist, außerdem steht er für seine Wünsche ein und respektiert die von anderen Menschen. Er hat so viele Facetten an sich, mit denen ich mich gut identifizieren kann, aber auch so anfangs gar nicht erwartet hätte. Aber auch Luca hat seine Geheimnisse und Fehler, die ihn wiederum noch spannender und mysteriöser wirken lassen.

Story: Nachdem mir „Someone New“ überhaupt nicht gefallen hat und auch „Das Flüstern der Magie“ mich nicht komplett überzeugen konnte, wollte ich Laura Kneidl doch noch eine Chance geben. Ziemlich spontan kam mir dann diese Dilogie in die Hände und so viel kann ich schonmal sagen: Ich bin unendlich froh darüber diese zwei Schätze gelesen zu haben. Über diese Dilogie habe ich schon sehr viel Gutes gehört, trotzdem bin ich ohne jegliche Erwartungen ans Lesen gegangen, da auch der Klappentext nicht allzu vielsagend war. Aus diesen Gründen wurde ich doppelt und dreifach überrascht, wie unfassbar toll ich diese Bücher finde.

Am Anfang der Geschichte wusste ich nicht wirklich, was mich erwarten wird, aber man ist schnell in der Handlung drinnen und bekommt einen Einblick in die Gefühlswelt von Sage, ohne dabei zu viel zu verraten. Es war total spannend zu sehen, wie sich die Handlung langsam aufgebaut, eins zum andern kommt und die Geschichte langsam Form angenommen hat. Relativ schnell erfährt man auch etwas über die Nebencharaktere und es entwickelt sich eine tolle, sowie starke Freundschaft zwischen Sage und Lucas Schwester April, die übrigens echt ein Goldstück ist, welche Sage hilft und immer unterstützt. Die kleinen Rückblicke in die Vergangenheit von Sage tragen viel zur Spannung bei und sind teilweise echt schockierend. Es gab ständig vage Andeutungen und ich konnte mir zwar denken, was ihr passiert ist, aber ich wollte unbedingt wissen, ob ich mit meiner Vermutung richtig lag. Es wurde nie langweilig und die Szenen bzw. Kapitel hatten immer interessante und neue Aspekte parat, obwohl die Bücher jeweils um die 500 Seiten hatten. Auch die Dialoge sind immer gelungen, manche emotional, manche spielerisch und humorvoll, für mich eine perfekte Mischung. Diese Geschichte ist einfach absolut emotional und berührt mich zutiefst. Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen, da es mich wahnsinnig gefesselt hat. Der überlieferte Schmerz und die Hilflosigkeit waren unglaublich greifbar. Die Thematik ist spannend und ich habe noch nichts Vergleichbares gelesen. Sie war ziemlich tiefgründig und auch stark ausgeprägt es wurden verschiedene Aspekte ziemlich genau beschrieben und natürlich auch die Auswirkungen auf den Alltag, die Sage nicht loslassen, egal wie sehr sie es auch versucht. Meiner Meinung nach wirkte dies zu keinem Zeitpunkt übertrieben oder gespielt. Aber auch die Liebesgeschichte zwischen Luca und Sage darf man nicht vergessen. Es war wundervoll, wie sich die Beziehung zwischen den beiden entwickelt, aber auch stark verändert hat. Das Vertrauen und die Zuneigung waren deutlich spürbar und für mich haben die Beiden einfach perfekt harmoniert und sich gegenseitig ergänzt. Es war nicht immer einfach, dennoch hat keiner der Beiden aufgegeben, sondern weiter für die Liebe gekämpft. Mir hat es auch gut gefallen, dass es eher langsam vorangeschritten ist und die Kleinigkeiten gezählt haben, als die großen Gesten und Liebesgeständnisse. Alles andere wäre aber auch unrealistisch gewesen aufgrund der Situation. Freundschaft, Familie, Ängste und Misshandlung spielen in diesem Buch eine wichtige Rolle, sind dabei gut und verständlich verpackt und einfach atemberaubend rübergebracht. Diese Emotionen! Es gab einfach so viele Momente, in denen ich gelacht habe, aber auch welche, die mich traurig oder sprachlos gemacht haben, mich schockiert haben, für eine Gänsehaut und für Herzrasen sorgten, doch schlussendlich auch nachdenklich gestimmt hat. Eine ganz große Leseempfehlung von mir. Berühre mich. Nicht. & Verliere mich. Nicht. sind ganz große Herzensbücher von mir geworden und haben sich einen Platz in meinem Herzen verdient.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2020

Wie die Stille unter Wasser

Wie die Stille unter Wasser
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Titel: Wie die Stille unter Wasser (Band 3)
-
Buchreihe: Romance Elements
-
Autorin: Brittainy C. Cherry
-
Genre: New Adult
-
Verlag: LYX
-
Erscheinungsdatum: 26. Januar 2018
-
Seitenzahlen: 400



Inhalt:
Momente.
Die ...

Titel: Wie die Stille unter Wasser (Band 3)
-
Buchreihe: Romance Elements
-
Autorin: Brittainy C. Cherry
-
Genre: New Adult
-
Verlag: LYX
-
Erscheinungsdatum: 26. Januar 2018
-
Seitenzahlen: 400



Inhalt:
Momente.
Die Menschen erinnern sich vor allem an Momente.
Denn das Leben ist eine Summe aus einer unendlichen Anzahl von Momenten. Manche sind grausam und voller Erinnerung an nicht vergangenen Schmerz. Manche sind unglaublich schön und voller Versprechen, die auf einen besseren Morgen hoffen lassen. Ich habe in meinem Leben viele solcher Momente erlebt. Momente, die mich veränderten, die mich herausforderten. Momente, die mir Angst machten und mich in die Tiefe rissen. Doch die größten Momente - die, die mir das Herz brachen und den Atem raubten - habe ich alle mit ihm erlebt. Alles begann mit einem Nachtlicht, das aussah wie eine Rakete, und einem Jungen, der mich nicht lieben wollte.



Rezension:
Das Cover passt, wie seine Vorgänger hervorragend in die Romance Elements Reihe und begeistert mit einer weiteren atemberaubenden und berührenden Geschichte. Dieses Mal ist es in einem schönen Blauton, der den Bezug zum Wasser aufbaut und abgebildet ist außerdem unser Protagonist Brooks.

„Wie die Stille unter Wasser“ ist der dritte Band der Romance Elements Reihe. Brittainy C. Cherry hat so eine unglaublich tolle Art zu schreiben. Man fliegt über die Seiten und kann sofort in die Geschichte eintauchen. Auch Emotionen werden sehr glaubhaft beschrieben und an den Leser vermittelt, selbst, wenn man sich nicht in die Situation hineinversetzen kann wird man von Brittainy C. Cherrys Worten in den Bann gezogen. Es gibt so viele Momente, in denen man die Verzweiflung und Trauer zwischen den Worten regelrecht spüren kann.

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, die in verschiedenen Lebensabschnitten der Charaktere spielen. Die Kapitel sind, abwechselt aus der Ich-Perspektive von Maggie und Brooks geschrieben. Dabei konnte ich mich sehr intensiv in die beiden Protagonisten hineinversetzen.

Maggie May liebt Bücher und die Musik, beides spielt eine große Rolle in ihrem Leben und hat eine sehr besondere Bedeutung in der Geschichte. Maggie war ein aufgewecktes, lebensfrohes und lautes Mädchen, dass genau wusste, was es möchte. Jetzt hat Maggie mit sehr viel zu kämpfen, sie verlor ihre Stimme, kann das Erlebte weder erzählen noch verarbeiten, was dazu führt, dass sie ständig unter Angst leidet, das Haus nie verlässt und kein richtiges Leben führen kann. Und trotzdem kämpft sie sich durch jeden einzelnen Tag, egal, wie schwierig es sein kann. Trotz der Stille hat sie so viel zu sagen, denn auch ohne Worte kann man kommunizieren. Sie macht im Verlauf so viel durch und durchlebt einen Wandel nach dem Anderen. Aus einem fröhlichen Kind wird eine traumatisierte junge Frau, die in sich gekehrt, traurig und einsam wirkt. Maggie zeigt, dass es durchaus in Ordnung ist, anders zu sein und trotz der Ecken und Kanten richtig zu sein, so wie man eben ist.

Brooks mochte ich unfassbar gerne, er war nicht nur der beste Freund von Maggies Bruder, sondern auch ein ständiger Begleiter von ihr. Eine Konstante, die immer geblieben ist, nie hat er sich von Maggie abgewendet, kümmerte sich aufopferungsvoll um sie und begleitete sie auf ihrem Weg, glaubte daran, dass sie einst alles schaffen kann. Brooks versteht Maggie auch ohne Worte. Ich mochte ihn sehr gerne und auch seine Entwicklung in der Geschichte von dem kleinen Jungen zum erwachsenen Mann, der stets seinen Träumen folgt. Er ist sympathisch, liebevoll und lustig. Aber auch Brooks kommt das Leben ordentlich in die Quere und auf einmal steht er selbst vor einer gewaltigen Veränderung, die Spuren hinterlässt.

Die Beziehung zwischen Maggie und Brooks war unglaublich emotional und herzerwärmend. Es war faszinierend zu sehen, wie nah die zwei sich stehen und welch intensive Verbundenheit zwischen ihnen herrscht. Die beiden verstehen sich ohne Worte, ergänzen sich in ihren Eigenschaften und Hobbys und lieben sich bereits eine Ewigkeit mit dem Wissen, dass es nie jemand anderen geben könnte. Egal durch welches Alter und welche Phase, die beiden gehen, eins bleibt immer gleich – sie durchstehen es gemeinsam, egal wie viele Kilometer zwischen ihnen liegen.

In dieser Geschichte spielt auch die Familie eine große Rolle, denn dort lief auch nicht immer alles perfekt. Maggies Vater ist ein liebevoller Charakter, der sich ständig um das Wohl seiner Tochter sorgt, aber auch Maggies Stiefmutter liebt sie, wie ihre eigene Tochter. Im Verlauf der Geschichte merkt man, was Maggies plötzliche Stille bei allen auslöst. Ihr Vater verliert sein Lächeln, ihre Stiefmutter versinkt in Schuldgefühlen und verhält sich in vielen Situationen falsch, da sie denkt Maggie so zu beschützen. Ihre Stiefgeschwister Cheryl und Calvin mochte ich im Verlauf sehr gerne, da zwischen den Dreien eine tolle Verbindung entsteht.

Ein Buch, das fesselt und berührt. Fast auf jeder Seite findet man mehrere Zitate, die wunderschön sind und zeigen, was das Leben wirklich bedeutet. Momente. Momente machen so viel aus. Momente verändern manchmal alles. Momente behält man in Erinnerung, gute, aber auch schlechte. Momente gibt es unzählige, man muss sie nur greifen und leben. Man lernt, dass das Leben einen in den schönsten Momenten hart treffen kann. Die Menschen, die einem wirklich etwas bedeuten, bleiben jedoch in jedem Moment an deiner Seite. Momente sind nur kleine Abschnitte im Leben…

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere