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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Wie weit würdest du gehen?

Woman Down
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Zu Beginn hat sich die Story meiner Meinung nach etwas gezogen. Die Thematik rund um den Shitstorm zur Buchverfilmung und die daraus resultierende Schreibblockade der Autorin hat mich nicht wirklich interessiert. ...

Zu Beginn hat sich die Story meiner Meinung nach etwas gezogen. Die Thematik rund um den Shitstorm zur Buchverfilmung und die daraus resultierende Schreibblockade der Autorin hat mich nicht wirklich interessiert. Für mich war letztlich nicht entscheidend, aus welchen Gründen die Autorin unter einer Schreibblockade leidet.
Colleen Hoover erwähnt zwar im Vorwort, dass die Einbindung dieser Thematik nichts mit ihrem eigenen öffentlichen Gegewind zu tun hat, dennoch wirkte die sehr realitätsnahe Darstellung auf mich nicht ganz zufällig. Da ich bereits die Kurzgeschichte Saint gelesen hatte, wirkte diese Ergänzung auf mich etwas konstruiert und hinterließ einen faden Beigeschmack. Vielleicht waren ihre Gründe ja, dass sie selbst einen Shitstorm hatte und sich nun bestens vorstellen kann, wie sich Petra Rose in Woman Down gefühlt hat und sich nun in ihre Situation und Gefühlslage hineinversetzen kann - iykyk ;)

Nichtsdestotrotz hat es Colleen Hoover mal wieder geschafft mich in ihren Bann zu ziehen. Ich mag ihren Schreibstil sehr. Die Geschichte ließ sich leicht und zügig lesen. Die Charaktere sind als "morally grey" einzustufen. Man muss sich bewusst sein, dass sich die Protagonisten nicht "gesellschaftskonform" verhalten und insbesondere der Cheating Trope eine zentrale Rolle spielt. Das muss man definitiv mögen und sollte sich dessen vorab bewusst sein.
Ab der Mitte nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf. Es schwingt eine unterschwellige Spannung mit, die einen durch die Seiten fliegen lässt. Den Plot Twist habe ich nicht erahnt, was wieder für ihre spannende Erzählstrategie spricht. Das Ende hingegen fand ich leider zu vorhersehbar.

In Hinblick auf die Kurzgeschichte Saint muss ich sagen, dass ich eher zu dieser tendiere, da sie ohne die Thematik des Shitstorms auskommt und sich eher auf das Wesentliche konzentriert. Die Kurzgeschichte unterhält einen mit knappen 160 Seiten super und das ist auch die ungefähre Seitenanzahl von Woman Down, die mich in den Bann gezogen hat.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Schwarzer Kater

Spookily Yours
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Das Cover versprüht cosy Autumn Vibes mit Hexen, Dämonen und vielen Kürbisleckereien. Die Idee, dass sich hinter dem Kater ein verfluchter Dämon verbirgt, fand ich super cute. Leider kam mir die eigentliche ...

Das Cover versprüht cosy Autumn Vibes mit Hexen, Dämonen und vielen Kürbisleckereien. Die Idee, dass sich hinter dem Kater ein verfluchter Dämon verbirgt, fand ich super cute. Leider kam mir die eigentliche Handlung zu kurz und wurde insgesamt zu schnell und einfach aufgelöst. Ich hätte es spannender gefunden, wenn sich die Umwandlung des Dämons als schwieriger gestaltet hätte und gegebenfalls der Hexenzirkel miteinbezogen wäre. Von diesem hat man leider kaum etwas mitbekommen, was ich ein bisschen schade fand.

Im Allgemeinen fand ich, dass das Buch eher einfach geschrieben war ohne großes Drama. Die Story ist ziemlich schnell sehr spicy geworden, was ich für eine Geschichte, die eine gemütliche Atmosphäre in einer Kleinstadt, die nur von Hexen bewohnt wird, nicht unbedingt gebraucht hätte und ich so auch nicht erwartet habe.

Mir hat die herbstliche Stimmung gut gefallen und mich auf den bevorstehenden Herbst eingestimmt. Es ist eine kurzweilige Geschichte, die aber eine ordentliche Portion Spice enthält. Sie bedient alle gängigen Klischees, die ein Buch, welches auf den Herbst einstimmen soll, erfüllt. Wer sich dem bewusst ist, für den ist Spookily Yours von Jennifer Chapman eine gelungene Wahl.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Vier Dates, ein Kuss und dann Schluss

Just for the Summer
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Ich liebe die Bücher von Abby Jimenez. Bislang hat mich noch kein Buch von ihr enttäuscht, so wie auch dieses nicht. Just for the Summer ist ein toller Roman, der durch tiefgründige Themen und authentische ...

Ich liebe die Bücher von Abby Jimenez. Bislang hat mich noch kein Buch von ihr enttäuscht, so wie auch dieses nicht. Just for the Summer ist ein toller Roman, der durch tiefgründige Themen und authentische Charaktere besticht.

Justin ist der Inbegriff eines Golden Retriever Boyfriends. Besonders mochte ich, wie aufmerksam und einfühlsam er auf Emmas Bedürfnisse eingeht. Die Telefonate zwischen Emma und Justin in ihrer Kennlernphase sind einfach zuckersüß und man spürt ihre gegenseitige Anziehung.
Emmas beste Freundin, Kollegin und Pflegeschwester Maddy wirkt anfangs etwas übergriffig, vor allem in Bezug auf Emmas Mutter Amber, die Emma in ihrer Kindheit stark vernachlässigt hat. Maddy tritt sehr beschützend auf. Zunächst auch gegenüber Justin, doch das legt sich schnell, als sie merkt, dass er es ernst mit Emma meint.

Ich hätte mir gewünscht, dass man noch mehr in den Alltag im Royaume Krankenhaus miteinbezogen wurde. Das Krankenhaus hat leider kaum eine Rolle gespielt, was ich ein bisschen schade finde, da mir das Setting sehr gefällt. Besonders erfreut haben mich dagegen die versteckten Easter Eggs, die sich auf Part of your world und Yours truly, die vorherigen Bücher von Abby Jimenez, beziehen. Den Schreibstil der Autorin finde ich mitreißend, emotional und trotz der ernsten Themen humorvoll.

Alles in allem ist Just for the Summer ein wunderbares Buch für den bevorstehenden Sommer mit interessanten und liebenswerten Charakteren und einer berührenden, tiefgründigen Geschichte.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Spicy Eishocky Romance

Body Check
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Elle Kennedy hat wahrlich das Eis zum Schmelzen gebracht. Die Story sprüht nur so von spicy Szenen. Mir persönlich war es teilweise zu spicy und es hätten weniger explizite Szenen ausgereicht. Dafür hätten ...

Elle Kennedy hat wahrlich das Eis zum Schmelzen gebracht. Die Story sprüht nur so von spicy Szenen. Mir persönlich war es teilweise zu spicy und es hätten weniger explizite Szenen ausgereicht. Dafür hätten andere Handlungsstränge in den Vordergrund gerückt werden können, die dem Buch mehr emotionale Nähe zu den Figuren verleiht hätten. Mir fehlten die tiefgründigen Charaktere, die nur oberflächlich angekratzt wurden. Ich mochte Hayden und Brody als Paar, jedoch ist nicht wirklich ihre Leidenschaft auf mich übergesprungen. Für mich wäre es ansprechender gewesen, die beiden auf der persönlicheren, vielschichtigeren Ebene kennenzulernen. In Hayden steckt als Kunstprofessorin eine faszinierende Persönlichkeit, deren emotionale Facetten leider nur angedeutet blieben. Ebenso bei Brody, der eine nicht so unbeschwerte Kindheit durch finanzielle Schwierigkeiten erlebt hat.

Trotz dessen, dass das Buch bereits vor 20 Jahren von Elle Kennedy geschrieben wurde, finde ich es erstaunlich, wie passend sich Body Check in den aktuellen Sport Romance Trend einfügt. Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr. Die Story lässt sich flüssig lesen. Für mich gibt es von der Autorin emotional stärkere Bücher, wie beispielsweise die Off-Campus Reihe. Trotzdem ist Body Check eine unterhaltsame Story, die sich kurzweilig lesen lässt. Das Buch ist perfekt für Lesende, die Lust auf eine lockere, leichte und sehr prickelnde Eishockey Romance haben, die keine tiefgründige Backgroundstory erwarten.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Tödliches Urlaubsparadies

The Surf House
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Die Story rund um das Model Bea spielt in Marokko. Zu Beginn befindet man sich in der pulsierenden Stadt Marrakesch, dessen Medina berühmt berüchtigt für die verwinkelten Gassen ist, in denen man sich ...

Die Story rund um das Model Bea spielt in Marokko. Zu Beginn befindet man sich in der pulsierenden Stadt Marrakesch, dessen Medina berühmt berüchtigt für die verwinkelten Gassen ist, in denen man sich leicht verirren kann. Das wird auch Bea zum Verhängnis, die im Zuge dessen auf Marnie trifft, die ihr aus einer auswegslosen Situation hilft und sie kurzerhand mit zu sich in einen kleinen verschlafenen Küstenort nimmt. Dort betreibt Marnie mit ihrem Partner Ped das Surf House. Ein kleines Hostel, welches vor allem bei den Surfern beliebt ist, da es direkt an der Steilküste liegt.

Die ersten Seiten fühlen sich wie ein entspannter Urlaubsroman an und man glaubt kaum, dass in diesem idyllischen Ort möglicherweise ein Verbrechen begangen wurde. Doch vor einem Jahr war eine junge Frau namens Savannah im Surf House zu Besuch, die sich auf einer Durchreise nach Afrika befand. Nach ihrem Aufenthalt verliert sich ihre Spur und ihr Bruder reist ins Surf House, um sie zu suchen. Bea, die mittlerweile im Hostel aushilft, um ihre Geldprobleme zu lösen, hilft Savannahs Bruder bei der Spurensuche, da sie auf das Geldangebot angewiesen ist. Doch es bleibt unklar, ob Savannah bewusst untergetaucht ist oder ob ein schreckliches Verbrechen geschehen ist.

Der lockere, lässige Schreibstil ermöglicht einen mühelosen Einstieg in die Geschichte. Der Thriller lässt sich flüssig lesen und durch das schnelle Handlungstempo entstehen keine Längen. Ich konnte es gar nicht zur Seite legen. Das Buch hat für mich eine Sogwirkung, ähnlich wie die Kraft des Meeres.
The Surf House überzeugt durch seine unvorhersehbaren Wendungen und die unterschwellige Bedrohung, die in dem vermeintlichen Urlaubsparadies lauert. Die Charaktere und Surferclique stellen eine interessante Mischung dar, die die Frage aufwirft, in welcher Beziehung sie zu Savannah standen und ob sie möglicherweise in Verbindung mit dem Verschwinden stehen.

Mich konnte The Surf House von Lucy Clarke vollends begeistern. Der Thriller fesselt mit einer Mischung aus Spannung und einer einzigartigen Kulisse, die perfekt für die Sommermonate geeignet ist. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen – besonders jetzt, wo der Sommer vor der Tür steht!

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