Lebensklug, tiefgründig, hoffnungsvoll – Eine Geschichte, die mitten ins Herz trifft und den Blick aufs Leben verändern kann
Die MitternachtsreiseWilbur Budd hat sein Leben gelebt, gerade ist er gestorben. - Was wie das Ende klingt, ist der Beginn einer fantastischen Reise, die Wilbur durch sein Leben unternimmt. Er hat die einmalige Chance, auf ...
Wilbur Budd hat sein Leben gelebt, gerade ist er gestorben. - Was wie das Ende klingt, ist der Beginn einer fantastischen Reise, die Wilbur durch sein Leben unternimmt. Er hat die einmalige Chance, auf ganz besondere Art und Weise Schlüsselmomente nochmal zu erleben – und sich die Frage zu stellen, wie er hätte entscheiden, was anders tun sollen, um ein erfüllteres Leben zu leben.
Eine gute inhaltliche Einleitung zu diesem Buch zu schreiben, ohne zu viel über seinen Inhalt zu verraten, ist ein schwieriges Unterfangen, an welchem ich womöglich gescheitert bin 😅 Daher lest gerne direkt weiter, wie es mir gefallen hat.
Lebensklug, warmherzig, traurig, intelligent und voller Fantasie – Matt Haig hat mit „Die Mitternachtsreise“ ein absolut fantastisches Buch geschaffen, das mich zutiefst berührt.
In eingängiger und in weiten Teilen leicht zugänglichen Sprache widmet sich der Autor einem Thema, das uns letztlich alle im Innersten betrifft: Welcher Mensch will ich eigentlich sein? Wer bin ich im Laufe der Zeit geworden? Und was ist mir in meinem Leben wirklich wichtig?
Die Geschichte lehnt sich dabei sehr unaufdringlich an den Bestseller „Die Mitternachtsbibliothek“ an und schafft es, dessen Idee um weitere, berührende Perspektiven zu ergänzen.
Matt Haig versteht es auf einmalige Weise, eine zutiefst traurige Ausgangslage in etwas Hoffnungsvolles zu verwandeln und die Leserinnen und Leser ab der ersten Seite bedingungslos mitzunehmen.
Unterwegs begegnet man zahlreichen wunderschönen, klugen Sätzen. Ich habe beim Lesen selten so viel herausnotiert wie hier, weil mir die transportierten Fragen und Gedanken so gut gefallen und mich emotional so intensiv erwischt haben. Das Buch lädt auf zahlreichen Seiten dazu ein, innezuhalten und das eigene Dasein zu hinterfragen. – Eine wunderschöne Reise auch für Leser:innen, die mit sich in den Dialog treten möchten. Sicherlich nicht immer einfach oder angenehm, dafür umso wichtiger.
Fazit: „Die Mitternachtsreise“ ist ein wundervolles, berührendes Werk, das noch lange nachhallt. Es ist eine unbedingte Leseempfehlung für jeden von uns – insbesondere aber für all jene, die ihr Leben nicht nur auf der Überholspur verbringen, sondern eine mit sich selbst im Einklang befindliche Art und Weise des Seins finden wollen.
Eine absolute Leseempfehlung!