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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2020

Wahnsinnig Spannend

Dry
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Neal Shusterman ist mir bereits mit seiner "Vollendet" Reihe positiv im Gedächtnis geblieben, deshalb musste ich nach dem Klappentextes auch "Dry" unbedingt lesen!
Es beginnt alles mit einem Wasserhahn, ...

Neal Shusterman ist mir bereits mit seiner "Vollendet" Reihe positiv im Gedächtnis geblieben, deshalb musste ich nach dem Klappentextes auch "Dry" unbedingt lesen!
Es beginnt alles mit einem Wasserhahn, der statt Wasser nur noch komische Töne herausbringt. Der 16 Jährigen Alyssa und ihrer Familie ist schon länger klar, das Wasser gespart werden soll, da momentan eine Knappheit herrscht, doch das es dann plötzlich so schlimm steht, damit haben sie wohl nicht gerechnet. Schnell neigen sich auch die Vorräte in den Einkaufszentren dem Ende zu. Innerhalb kürzester Zeit wird der Wert von Wasser den des Goldes übersteigen.

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Gelesen wird aus verschiedenen Sichten. Alyssa ist dabei unsere Protagonistin. Ihr Nachbar Kelton ist der Sohn eines vorbereiteten Mannes, er hat sich Jahrelang auf genau solch eine Situation vorbereitet und dafür sogar einen Fluchtbunker errichtet. Kelton wirkt zu Beginn sehr nerdig, Besserwisserlich und auch etwas arrogant. Ich finde, das er im Laufe der Story die größte Verwandlung durchmachen wird. Nach und nach kommen noch ein paar mehr Personen hinzu, die sich notgedrungen zusammenschließen müssen, als klar wird wie ernst die Lage ist. Jacqui ist eigentlich eine Einzelgängerin, die sich scheinbar gegen alle Regeln auflehnt und gerne die Zügel in die Hand nimmt, trotz der anfänglichen Skepsis, erweist sie sich als nützliches Mitglied. Später trifft die Gruppe noch auf den verwöhnten Henry, der jede Situation zu seinen Gunsten zu drehen scheint.

Gemeinsam versuchen die Jugendlichen einen Weg zum Wasser zu finden. Doch schon nach ein paar Tagen wird deutlich, wie sehr sich Menschen verändern, wenn ihnen etwas genommen wird, was sie immer für Selbstverständlich gehalten haben. In ihrer Not gehen sie dabei die krassesten Wege. Mich hat diese Story sehr mitgenommen. So unwahrscheinlich ist die Vorstellung ja nicht, das so eine Situation Realität wird. Zwischendrin gibt es einige Snapshots, die einen kurzen Teil aus anderen betroffenen Regionen mit Wasserknappheit wiedergeben, so gibt es ein klareres Bild, zumindest für den Leser, wie schlimm die Situation ist.

Was mich an dem ganzen ein bisschen gestört hat war die Art und Weise, wie die Autoren die Eltern der Protagonisten aus der Handlung genommen haben. Das war in meinen Augen einfach zu "leicht". Ich glaube nicht das beide Elternteile in einer solchen Situation die Kinder einfach Zuhause lassen. Irgendwie war mir dieser Part ein Dorn im Auge aber das ist ja Geschmackssache.

Im großen und ganzen hat Neal mit seinem Sohn eine wahnsinnig fesselnde Dystopie auf die Beine gestellt, die einem mal wieder vor Augen führt, das der Mensch nur einen schmalen Weg zwischen Mensch und Monster geht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2020

Die Suche nach der Wahrheit

Trügerisch
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Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin gelesen und finde ihre Geschichten immer sehr ansprechend. Der Schreibstil ist auch in "Trügerisch" wieder sehr angenehm und lässt sich leicht und flüssig weglesen. ...

Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin gelesen und finde ihre Geschichten immer sehr ansprechend. Der Schreibstil ist auch in "Trügerisch" wieder sehr angenehm und lässt sich leicht und flüssig weglesen. Gelesen wird aus der Sicht der Protagonistin Jessa. Zu Beginn des Buches ist Jessas Exfreund schon gestorben, ihn lernen wir nur in Rückblenden etwas kennen. Er hatte einen Autounfall und nun soll Jessa, auf Wunsch der Mutter des Verstorbenen, sein Zimmer ausräumen, da die Familie wegziehen möchte. Hier war direkt zu Beginn der Punkt, der mir seltsam vorkam. Warum sollte die Mutter das Zimmer ihres Verstorbenen Sohnes von seiner Ex Freundin ausräumen lassen? Sie begründet das mit den Worten..

"Das Zimmer ist voll von dir, Jessa"

Damit meint sie die vielen Fotos, die Caleb an der Wand hängen hat. Dennoch kam mir dieser Teil sehr unrealistisch und unverständlich vor. Im Verlauf des Buches wird aber ersichtlich, warum die Mutter wollte, das Jessa das Zimmer räumt.

Solche eher unrealistisch Wirkende Szenen sind in Megan Mirandas Büchern öfters zu finden, so fängt man als Leser sehr schnell an Fragen zu stellen und vermutet hinter jeder Aktion einen Hinterhalt. So auch hier. Das tolle ist dann aber, dass man trotz der Hinweise die man bekommt nicht zu schnell durchblickt und so trotzdem bis zum Schluss versucht herauszubekommen was wirklich passiert ist. Jessa hat ebenfalls Zweifel am Unfall von Caleb und ihr fallen beim durchsehen seiner Sachen mehrere Dinge auf, die sie misstrauischer werden lassen.

Das Ende hat mich dann nicht komplett umgehauen da meine Vermutung in die gleiche Richtig ging, aber dennoch hat alles einen Sinn ergeben und man kann es als gelungen beschreiben. Der ganze Ablauf den Jessa ergründen muss, ist sehr umfangreich, somit wurde es nicht langweilig als es in die vollen ging. Ein bisschen schleppend ging es eigentlich nur anfangs vorran, als man mit Jessa beim durchsuchen von Calebs Sachen immer wieder Rückblicke zu lesen bekam. Manche schienen teils unwichtig zu sein und zogen sich daher etwas.

Fazit: Mit ein paar leicht schleppenden Rückblicken entwickelt sich gegen Ende hin eine spannende Story mit allerhand Lügen, Intrigen, einer starken Protagonistin und einem trügerischen Ex Freund.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2020

Ein Must Read für Märchenfans

Land of Stories: Das magische Land 1 – Die Suche nach dem Wunschzauber
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Wow, vom Cover bis zur Story. Dieses Buch ist definitiv ein MUST READ. Ich habe mich zwar fast ein Jahr damit rumgeschlagen es zur Hand zu nehmen, da mich die Seitenzahl etwas abgeschreckt hat, aber kaum ...

Wow, vom Cover bis zur Story. Dieses Buch ist definitiv ein MUST READ. Ich habe mich zwar fast ein Jahr damit rumgeschlagen es zur Hand zu nehmen, da mich die Seitenzahl etwas abgeschreckt hat, aber kaum das ich angefangen habe zu lesen, konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand nehmen.

Die Geschwister Alex und Conner bekommen zum Geburtstag das alte Märchenbuch ihres Vaters. Alle Geschichten die sich zwischen den Buchdeckeln bewegen, sind auch uns bekannt. Denn von Schneewittchen über Goldlöckchen zu der kleinen Meerjungfrau ist allerlei bekanntes zu finden. Eines Tages werden die Geschwister in die Buchdeckel gezogen und wissen nicht wie man dort wieder herauskommt. Der einzigste Anhaltspunkt ist der Wunschzauber, der allerdings nur mit ein paar besonderen Artefakten aus der Märchenwelt gesprochen werden kann. Diese müssen die Geschiwister suchen. Auf ihrer Suche erleben sie eine Menge Abenteuer. Nicht alle Bewohner der Märchenwelt sind nett, und auch nicht alle benehmen sich so, wie es Alex, die Märchenliebhaberin, erwartet hätte.

Der Schreibstil ist wirklich absolut magisch und mitreißend. Die Seiten fliegen förmlich an dem Leser vorbei. Ich bin wirklich sehr begeistert, und das obwohl die Handlung ab und an sehr unspektakuläre Wendungen hatte. Das die Geschwister auf ihrer Suche ständig fiesen Wesen in die Hände fallen ist ja klar, aber sie kommen immer wieder sehr flott und irgendwie auch zu einfach aus den Situationen heraus. Das hat mich aber nicht so gestört als das es mich im Lesefluss behindert oder die Lust auf die weitere Handlung genommen hätte. Wie der Autor die verschiedenen Märchen in eine Welt gepackt hat, hat mir wirklich sehr gut gefallen. Die Figuren wirken zwar nicht immer so wie man es sich vorgestellt hat, aber es wird einfach nicht langweilig. Es war wie ein Blick hinter die Kulissen oder nach dem Happy End. Das zusammensetzen der einzelnen Puzzelteile während der Story führt nicht nur die Geschwister näher zur Wahrheit.

Auch der Aufbau des Buches hat mir gut gefallen. Die Kapitelanfänge sind mit einem Bild versehen und weder zu lang noch zu kurz gehalten. Am Ende befindet sich die Karte, die das magische Land zeigt. Das Ende des Buches hat mich sehr zufrieden zurückgelassen. Es kam nicht zu holprig oder überstürzt, macht aber trotzdem sehr neugierig auf den nächsten Band. Ich freue mich sehr auf das zweite Buch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2020

Der kleine Entschleunigungshelfer

100 Tage voller Ausgeglichenheit
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Jeder wird es kennen. Schon Morgens wenn der Wecker klingelt beginnt der Stress, weil man sich den Tag meistens einfach viel zu voll gepackt hat. Wenn man Familie hat, ist die Belastung meist doppelt so ...

Jeder wird es kennen. Schon Morgens wenn der Wecker klingelt beginnt der Stress, weil man sich den Tag meistens einfach viel zu voll gepackt hat. Wenn man Familie hat, ist die Belastung meist doppelt so groß und man hat das Gefühl keine Zeit mehr für sich zu haben. Auch ich fühle mich an manchen Tagen ordentlich gestresst und habe mir gedacht ich schaue mir mal das kleine Eintragbuch von ArsEdition an. Es kommt in einem winzigen Taschenbuchformat daher, was es leicht macht, das Buch auch einfach mal in die Handtasche wandern zu lassen. Mit dem praktischem Lesebändchen hilft es, den aktuellen Tag anzuzeigen.

Im großen und Ganzen geht es einfach darum, ab und an mal eine Pause zu machen, oder die Sicht auf spezielle Dinge zu richten, quasi aus dem Alltag zu entkommen, ohne dabei 3 Monate Urlaub zu nehmen, da dies ja eher nicht machbar ist. Mit leichten Tagesaufgaben wie sich etwas zu notieren, was am heutigen Tag toll und schön war oder einfach mal in der Mittagspause einen Spaziergang zu machen, hilft dieses Buch uns dabei, unsere Gewohnheiten zu unterbrechen und den Blick auf etwas anderes zu fokussieren. Das kann dabei helfen, sich weniger gestresst zu fühlen und den Tag nicht zu doll zu beladen. Mir gefallen die Aufgaben zum Teil echt gut, weil sie auf jede Situation passen. So soll man an einem Tag einfach mal 2 Stunden vor dem zu Bett gehen nicht mehr aufs Handy oder den Fernseher schauen um seine Schlafqualität zu verbessern. Im Selben Atemzug erreicht man damit einen weiteren positiven Effekt, nämlich das man sich unterhält oder ein Gemeinschaftsspiel mit den Kindern spielt. Es geht nicht darum diese Aufgaben jeden Tag zu erfüllen, sondern einfach darum sich manchmal aus der Routine zu flüchten und seinen Weg ein kleines bisschen zu verändern um für andere Dinge einen Blick zu haben.

"Welcher Tag war diese Woche der schönste und warum?"

Mit Kleinigkeiten bewusst machen, das man nicht 24 Stunden lang Stress hatte, sondern auch viel Zeit mit schönen Dingen verbracht hat. Ich denke, das dieses kleine Buch ein ideales Geschenk für die wuseligen Menschen ist, die viel Zeit mit dem Stress verbringen, den sie sich manchmal auch selbst machen und diejenigen, die einfach mal ihren Alltag positiver und vielleicht auch bewusster wahrnehmen wollen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 01.03.2020

Herzwärmende Märchenadaption

Der Fluch der sechs Prinzessinnen (Band 4): Eispalast
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Mit dem 5 Band der verfluchten Prinzessinnen, treffen wir auf Genevieve und Penelope. Die Zwillinge wurden von der Bösen Stiefmutter Rania an den selben Ort gebracht. Doch die beiden scheinen sich aus ...

Mit dem 5 Band der verfluchten Prinzessinnen, treffen wir auf Genevieve und Penelope. Die Zwillinge wurden von der Bösen Stiefmutter Rania an den selben Ort gebracht. Doch die beiden scheinen sich aus den Augen zu verlieren und trennen ihre Wege. Während sich die eine mit einer finsteren Macht auseinander setzen muss, schlittert die andere direkt in die Eiswüste.

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Eis und Schnee, sowie ein kalter Herrscher spielen in diesem Band eine große Rolle. Zusammen mit den Schwestern taucht der Leser in die eisigen Winde ein. Ich war froh selbst vor dem Ofen sitzen zu können, denn die Umgebung hat die Autorin wieder sehr gut wiedergegeben. Ich war mir zu Anfang nicht sicher, welche der Schwestern ich mehr mag. Zuerst dachte ich dass ich dem Team Genevieve angehöre, doch je mehr ich gelesen habe. desto sympathischer wurde mir Penelope. Trotz das die beiden sich sehr ähnlich sind (was bei Zwillingen ja meistens so ist XD) hat jede ihre besonderen Charakterzüge, die es nie langweilig werden lassen.

Es wird aus den verschiedenen Perspektiven beider Schwestern gelesen. Ich fand das mal gut und mal eher weniger, denn wenn es gerade bei der einen Spannend wurde, so spielte das nächste Kapitel erstmal bei der anderen. Trotzdem waren beide Seiten sehr interessant und mitreißend. Langeweile oder unangenehme Längen hatte ich bis auf den Anfang überhaupt nicht.

Gerade das Geschehen im Schloss des Eiskönigs hat mein Herz höher schlagen lassen, hier zeigt sich eine etwas romantisch, tragische Geschichte die mich ein wenig an "Selection" hat denken lassen.

Dieser Band hat mir wirklich sehr gut gefallen und mein Herz trotz der Inhaltlichen Kälte, schmelzen lassen....und dieses Ende arrrghhhh. Ich freue mich nun schon sehr auf den Finalen Band "Märchenkrone" und gebe weiterhin eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
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