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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2026

Mann in den Wechseljahren

Wir Freitagsmänner
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Henri fühlt sich in den besten Jahren, jung, attraktiv, unwiderstehlich. Bei einem Date wird er auf den Boden der Tatsachen runtergeholt, denn er bekommt gesagt, dass er viel zu alt aussieht. Als er dann ...

Henri fühlt sich in den besten Jahren, jung, attraktiv, unwiderstehlich. Bei einem Date wird er auf den Boden der Tatsachen runtergeholt, denn er bekommt gesagt, dass er viel zu alt aussieht. Als er dann wegen gesundheitlicher Probleme bei seinem Hausarzt vorbeischauen muss, bekommt er von diesem die Diagnose: Wechseljahre. Ja, auch Männer kommen in die Wechseljahre. Nach dem ersten Schock, will er jedoch dagegen ankämpfen und hat so einige Ideen.

Das Hörbuch wird von Christoph Maria Herbst gesprochen, was wie die Faust aufs Auge passt. Er erzählt die Geschichte so unfassbar lustig und mit verschiedenen Stimmen, dass ich mit dem hören kaum aufhören konnte. Man hat dadurch das, was er liest, direkt vor dem Auge. Die Geschichte beinhaltet viel Situationskomik und auch die Nebencharaktere tragen dazu bei, dass das Buch durchweg unterhaltsam ist. Bei allem Humor bleiben aber einige nachdenklich stimmende Gedanken nicht aus. Ein rundum gelungenes Hörbuch, das mir viel Freude beim Hören bereitet hat.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Entführt

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Luisa Menkhoff sieht vor der Uni ein Flugblatt, auf dem eine verschwundene Frau gesucht wird. Sie kennt die Frau, sie war die Partnerin ihres Entführers Lichner, als sie ein kleines Mädchen war. Hauptkommissar ...

Luisa Menkhoff sieht vor der Uni ein Flugblatt, auf dem eine verschwundene Frau gesucht wird. Sie kennt die Frau, sie war die Partnerin ihres Entführers Lichner, als sie ein kleines Mädchen war. Hauptkommissar Ramin Brunner wurde mit diesem jetzigen Fall betraut und Luisa wendet sich umgehend an ihn und hofft, der Polizei helfen zu können. Sie hat die besondere Begabung, die ihnen von Nutzen sein könnte. Die Entwicklungen lassen jedoch nicht darauf schließen, dass Lichner nun wieder zugeschlagen hat. Wer steckt hinter der Entführung?

Der Auftakt zu einer neuen Reihe ist dem Autor sehr gelungen. Die Spannung ist von vorne bis hinten spürbar. Die Entwicklungen kann man gut mitverfolgen. Ich hatte mir zwar gedacht, wer der Täter sein könnte, aber der Weg bis zur Auflösung ist voller Wendungen. Man muss nicht unbedingt das Buch gelesen haben, wo es um Luisas Vater und Lichner ging, Luisa teilt die wichtigsten Details im Verlauf der Geschichte der Polizei mit. Das Team Luisa und Ramin hat mir sehr gut gefallen. Die beiden harmonieren wunderbar. Ich bin gespannt, ob es nächstes Mal um richtige Cold Cases gehen wird. Das war ein sehr packendes Lesevergnügen!

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Der Vermisste

Wie Schiffe auf stürmischer See
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Grace zieht nach ihrer Scheidung zurück auf die Farm ihres Vaters Jack. Dieser hat mit seiner Demenz zu kämpfen und Grace gibt alles, um für ihn da zu sein. Seit ihr Bruder Michael vor vielen Jahren auf ...

Grace zieht nach ihrer Scheidung zurück auf die Farm ihres Vaters Jack. Dieser hat mit seiner Demenz zu kämpfen und Grace gibt alles, um für ihn da zu sein. Seit ihr Bruder Michael vor vielen Jahren auf See gestorben ist, haben die beiden nur noch sich. Gemeinsam versuchen sie den Alltag zu meistern, als plötzlich eine junge Frau auftaucht und behauptet, dass Grace Bruder noch leben würde. Die Hoffnung stirbt zuletzt. So machen sich die drei auf Spurensuche. Kann es wirklich wahr sein?

Die Autorin erzählt die Geschichte sehr einfühlsam. Vor allem das Thema Demenz ist stets präsent, denn Jack ist schlimmer als ein Sack Flöhe zu hüten. Stets setzt er sich etwas in den Kopf und führt es unverzüglich aus. Man kann mitfühlen, wie überfordert Grace ist. Dazwischen erfährt man immer wieder, wie es Michael ergangen ist. So kann man mitverfolgen, was sich alles zugetragen hat und was auf See passiert ist. Ich bin der Geschichte sehr gerne gefolgt, da sie so wunderbar ehrlich geschrieben wurde. Vor allem das Ende hat mich ziemlich überzeugt. Die Autorin hat es geschafft, die Spannung bis zum Ende zu halten. Eine wirklich gelungene, liebevoll erzählte, tragische Familiengeschichte!

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Inselsturm

Fünf Fremde
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Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen geht es ins Jahr 1995 zurück, wo einige Jugendliche im Schullandheim ihre Klassenfahrt verbringen, bis zwei der Kinder verschwinden. In der Gegenwart ...

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen geht es ins Jahr 1995 zurück, wo einige Jugendliche im Schullandheim ihre Klassenfahrt verbringen, bis zwei der Kinder verschwinden. In der Gegenwart treffen auf der Insel Neuwerk mehrere Personen aufeinander, die schon damals anwesend waren. Wer hat da was zu verbergen? Von der Insel kann keiner mehr flüchten, weil ein Orkan naht und so spitzen sich die Dinge schnell zu. Der Roman ist sehr vielschichtig. Es gibt zu Beginn mehrere lose Fäden, wo die Verbindung erst hergestellt werden muss. Die Zusammenhänge werden Stück für Stück aufgedeckt, bis es am Ende in einem Sturm der Erkenntnisse endet. Die Autorin schafft es, die Spannung bis zum Ende zu halten. Mir hat gut gefallen, dass aus mehreren Sichtweisen erzählt wird. So bekommt man einen Rundumblick der Lage. Wie zufällig sich die Charaktere auf der Insel treffen, wird sehr gut dargestellt. Denn bei der Anreise ahnt noch niemand, was sich da zusammenbraut. Die Stimmung auf der Insel wurde gut eingefangen, vor allem als der Orkan angebraust kam. Da ich schon öfter Urlaub auf Nordseeinseln gemacht habe und im Herbst eine Sturmflut miterlebt habe, konnte ich mich sehr gut in die Situation hineinversetzen. Ich habe mich sehr gut von der Geschichte unterhalten gefühlt!

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Spion

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Die kurzweilige Spionagegeschichte besticht durch nur wenige Akteure. Dieter Germeshausen ist Doppelagent und stolpert in Rom bei einer Gartenparty über den jungen Dichter Jakob Dreiser. Er ködert ihn ...

Die kurzweilige Spionagegeschichte besticht durch nur wenige Akteure. Dieter Germeshausen ist Doppelagent und stolpert in Rom bei einer Gartenparty über den jungen Dichter Jakob Dreiser. Er ködert ihn damit, dass er auch mal Spion spielen darf und zieht mit ihm einen großen Coup in Kasachstan auf. Es läuft aber nicht alles so, wie er sich das ausgemalt hatte. Die politische Lage zur handelnden Zeit, fand ich sehr gut dargestellt. Für mich hat sich der Beginn sehr lange gezogen und ich wusste nicht, in welche Richtung es gehen soll. So richtig spannend und interessant wurde es erst ganz am Schluss, wo sich die Ereignisse dann aber regelrecht überschlagen. Man sollte den Roman als Spionagegeschichte nicht so ganz ernst nehmen, denn vieles wirkte auf mich eher improvisiert und überstürzt, wie in einem Klamauk. Meinen Humor hat die Geschichte leider nicht so ganz getroffen. Insgesamt ist es eine unterhaltsame Geschichte, in der in verschiedene Länder gereist wird und die Charaktere auch so einiges erleben. Mir blieb das Geschehen aber zu sehr an der Oberfläche. Insgesamt wird mir die Geschichte nicht lange in Erinnerung bleiben.

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