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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2026

Alleingang

Minnesota
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Jo Nesbo bringt einen neuen Ermittler ins Rennen. Bob Oz, traumatisiert und voller Kummer um seine verstorbene Tochter. Ich finde, er hat schon viel Ähnlichkeit mit Harry Hole. Er tut viel im Alleingang ...

Jo Nesbo bringt einen neuen Ermittler ins Rennen. Bob Oz, traumatisiert und voller Kummer um seine verstorbene Tochter. Ich finde, er hat schon viel Ähnlichkeit mit Harry Hole. Er tut viel im Alleingang und lässt sich keine Vorschriften machen. Der Fall ist knifflig. Jemand hat wohl sehr stark was gegen die Waffenlobby und Drogenbosse in Minneapolis und hinterlässt Leichen. Die Polizei wird an der Nase rumgeführt und das vermeintliche, finale Ziel ist schwer auszumachen. Zugegeben, tat ich mir zu Beginn der Geschichte unheimlich schwer, in das Geschehen reinzukommen. Es ist nicht immer klar definiert, aus wessen Sicht gerade geschildert wird, da mitten im Kapitel die Sichtweisen wechseln. Mich hat das Buch erst im letzten Drittel packen können. Da wurden mir die Zusammenhänge klar und viele rätselhafte, vorangegangene Szenen ergaben plötzlich Sinn. Ich mag den Schreibstil des Autors sehr, denn er beschreibt in kurzen, prägnanten Sätzen alles Wesentliche, was man wissen muss. Ich kann mir gut vorstellen, dass so wie aus Harry Hole, auch aus Bob Oz ein Ermittler wird, von dem wir noch einiges lesen können.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Maria, die Berghebamme

Die Berghebamme – Zeit der Kinder
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Maria ist glücklich mit ihrem Georg verheiratet. Nur ein Kind fehlt ihnen noch zu ihrem Glück. Für eine Hebamme ist das natürlich tragisch, denn jeden Tag hat sie es mit Schwangeren zu tun und wird ständig ...

Maria ist glücklich mit ihrem Georg verheiratet. Nur ein Kind fehlt ihnen noch zu ihrem Glück. Für eine Hebamme ist das natürlich tragisch, denn jeden Tag hat sie es mit Schwangeren zu tun und wird ständig dran erinnert, dass sie nicht schwanger wird. Um sich abzulenken und Gutes zu tun, eröffnet das Ehepaar ein Wohnheim für ledige Schwangere und will dies zu einem Findelhaus ausbauen, damit die Mütter eine Perspektive haben. Das stößt in Brannenburg nicht gerade auf Begeisterung. Schnell wird der Hass zu Straftaten und Maria zweifelt, ob das alles richtig ist, was sie tut. Der dritte Band der Reihe schließt nahtlos an den vorherigen Band an. Man kann ihn zwar unabhängig lesen, aber die Zusammenhänge sind besser verständlich, wenn man die ganze Reihe kennt. Mir gefällt der Schreibstil der Autorin sehr gut, da die Autorin immer gut im Geschehen mitnimmt. Es wurde an keiner Stelle langweilig. Die Autorin verarbeitet in dieser Reihe die Ansichten der damaligen Zeit in der Gesellschaft und in der Kirche, was ledige Schwangere und überhaupt den Umgang mit Frauen betrifft. Ich fand die ganze Reihe sehr fesselnd und kann sie sehr weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Ausgegrenzt

Die Riesinnen
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Liese lebt im kleinen Schwarzwalddorf Wittenmoos, wo ihr immer wieder gezeigt wird, dass sie hier nicht willkommen ist und dazu passt. Allem Widerstand zum Trotz lebt sie ihr Leben und muss nach dem Tod ...

Liese lebt im kleinen Schwarzwalddorf Wittenmoos, wo ihr immer wieder gezeigt wird, dass sie hier nicht willkommen ist und dazu passt. Allem Widerstand zum Trotz lebt sie ihr Leben und muss nach dem Tod ihres Mannes Verantwortung für die familiär geführte Metzgerei und ihre kleine Tochter Cora übernehmen. Diese ist ein eher rebellisches Mädchen und versucht ihr Glück außerhalb von Wittenmoos zu finden. Am Ende kehrt sie jedoch heim, mit vielen Erlebnissen aus mehreren Ländern im Gepäck, um dann ihrer Tochter Eva eine Heimat zu geben. Diese ist sehr naturverbunden und versucht ihren eigenen Weg zu finden, zwischen Wald und Leuten, die ihrer Familie nicht sonderlich wohl gesinnt sind. Man kann die einzelnen Wege der Frauen gut mitverfolgen. Teilweise fand ich es etwas langatmig beschrieben. Vor allem die kurzen, stakkatoartigen Sätze, haben bei mir eine gewisse Distanz zu den Frauen bewirkt, die bis zum Ende keine Nähe aufkommen ließ. Dadurch haben mich die drei Lebensgeschichten nicht wirklich berührt. Ich fand es aber fesselnd, wie jede der drei Protagonistinnen ihren eigenen Weg gefunden hat, um mit der jeweiligen Situation umzugehen. Am besten hat mir Eva gefallen, sie war am ehesten noch nahbar. Das Ende ist versöhnlich und rundet die Geschichte gut ab.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Wendungsreich

Wem du traust
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Sofia ist öfter mal als Babysitterin bei Eva und Daniel zu Gast. Sie ist die Tochter von Evas bester Freundin Susanne. Nachdem sie einen Abend auf den kleinen Sohn aufgepasst hat, will sie von Daniel spät ...

Sofia ist öfter mal als Babysitterin bei Eva und Daniel zu Gast. Sie ist die Tochter von Evas bester Freundin Susanne. Nachdem sie einen Abend auf den kleinen Sohn aufgepasst hat, will sie von Daniel spät nachts noch nach Hause gefahren werden. Am nächsten Morgen bemerkt ihre Mutter jedoch, dass sie nie daheim angekommen ist. Was ist mit Sofia geschehen? Hat Daniel was damit zu tun?

Die Geschichte wird äußerst spannend erzählt. Die Autorin wirft nicht zu viele Charaktere ins Spiel, so dass man gut den Überblick behalten kann. Die Polizei versucht den Hergang Stück für Stück nachzuvollziehen und verdächtigt dadurch die Personen aus Sofias näherem Umfeld. Es gibt zahlreiche Verdächtige und genauso viele Wendungen in der Geschichte, so dass es bis zum Ende spannend bleibt, was geschehen ist. Der Thriller ist von Anfang bis Ende spannend und man wird durch einen alten Mordfall, der neu aufgerollt wird, in die Vergangenheit mitgenommen, die am Ende eine gelungene, nachvollziehbare Auflösung bietet. Ein empfehlenswerter, spannender Thriller!

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Geerbtes Anwesen

Die verlassene Tochter
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Rose erfährt nach dem Tod ihrer Mutter, dass sei ein riesiges Anwesen in Argentinien geerbt hat. Auf anraten ihrer besten Freundin reist sie dorthin, um zu erfahren, ob es der Wahrheit entspricht. Dort ...

Rose erfährt nach dem Tod ihrer Mutter, dass sei ein riesiges Anwesen in Argentinien geerbt hat. Auf anraten ihrer besten Freundin reist sie dorthin, um zu erfahren, ob es der Wahrheit entspricht. Dort lernt sie Benjamin kennen, der sich um die Polopferde der Ranch kümmert und ihr hilft, nach ihren Wurzeln zu forschen. Wie passen das Kästchen und dessen Inhalt, das sie vor längerer Zeit aus einem Londoner Frauenhaus erhalten hat, mit dem Erbe zusammen? Wer war ihre Urgroßmutter?

Wer die Reihe von Soraya Lane kennt, weiß, dass am Anfang immer ein Kästchen steht, dessen Inhalt Rätsel aufgibt. So ist es auch in dieser Geschichte. In diesem Band geht es nach Argentinien auf eine weitläufige Ranch, wo das Polospiel groß geschrieben wird. Leider erfährt man recht wenig über die Ranch, das Leben dort und wer das ganze am Laufen hält. Die Autorin konzentriert sich auf sehr wenige Charaktere und so bleibt alles außen herum sehr blass. Man erfährt nicht mal von der Oma und der Mutter von Rose die Namen. Das macht alles sehr unpersönlich. Ich hätte mir viel mehr Tiefgang in der Geschichte gewünscht, manchen Stellen hätte es gutgetan, wenn sie ausführlicher behandelt worden wären. Insgesamt hätten dem Buch ein paar Seiten mehr gutgetan. Die Auflösung über den Inhalt des Kästchen, kam dieses Mal recht früh. Es gibt sehr emotionale und schöne Szenen in der Geschichte, aber viel zu oft kam mir die Handlung unglaubwürdig vor. Mich hat dieser Band leider nicht so abgeholt, wie es die vorherigen Bände getan haben. Ich hoffe, dass der nächste Band mich wieder mehr überzeugen kann.

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