Profilbild von Leseratte2007

Leseratte2007

Lesejury Star
offline

Leseratte2007 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Leseratte2007 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.07.2021

Interessantes Abenteuer, leider schwächelte ein wenig die Umsetzung...

Keeper of the Lost Cities – Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1)
0

Nach einem ziemlich holprigen Start hat sich die Geschichte zum Glück doch noch in ein angenehmes Jugendbuch verwendet, das ich gerne gelesen habe. Ob ich es jetzt mit Hogwarts und Harry Potter vergleichen ...

Nach einem ziemlich holprigen Start hat sich die Geschichte zum Glück doch noch in ein angenehmes Jugendbuch verwendet, das ich gerne gelesen habe. Ob ich es jetzt mit Hogwarts und Harry Potter vergleichen würde, weiß ich nicht, aber die Zauberschulen Vibes waren auf jeden Fall da.
Der Schreibstil war angenehm. In diesem Fall vielleicht sogar ein bisschen zu kindlich. Ich gehöre nicht zur Zielgruppe, aber ein bisschen mehr Spannung und Tiefe hätte es durchaus haben können. Der holprige Einstieg machte es mir nicht unbedingt einfach in die Geschichte einzutauchen. Sophie war mir zu naiv und gutgläubig und na ja, Fitz mag ich einfach nicht. Ob ich jetzt einem Fremden bedingungslos vertrauen würde, dass alles was ich kenne, eine Lüge ist und einfach mit ihm mitgehen würde, weiß ich nicht, aber okay... Sophie ist ein typisches klischeebehaftetes Mädchen. Schlimm in der Pubertät und die Gefühle extremst in den Vordergrund gestellt. Wenn sie fühlt dann richtig. Ich muss wirklich sagen, dass mir das an manchen Stellen einfach zu viel wurde. Neben Sophie und Fitz mochte ich die Nebencharaktere, aber unglaublich gerne. Sie geben der Geschichte einen angenehmen Wohlfühlcharakter, besonders Dex, Sophies besten Freund, und den Heiler mag ich unglaublich gerne. Die Autorin hat in dieser Hinsicht auf jeden Fall ein Händchen bewiesen.
Nach einem nicht so gelungenen Einstieg und Übergang in die andere Welt, ist die Geschichte ganz spannend zu lesen. Zauberschule, Elfen, viele Geheimnisse und Intrigen und Sophie, die sich zurechtfinden muss. Ich hätte mir noch mehr Schulvibes gewünscht, ganz besonders mehr Unterricht. Sehr viel Unterricht wird nicht beschrieben, sondern der Fokus liegt auf Sophies Gefühlen und ihrer Interaktion mit den anderen. Die Grundidee an sich ist ziemlich cool. Nur an den "Plottwists" und den gefühlsmäßigen Tiefpunkten für unsere Protagonistin sollte die Autorin noch arbeiten. Ich weiß nicht, teilweise waren sie an den Haaren herbeigezogen und passten nicht wirklich in die Situation. Erst am Ende kam noch ein wenig Spannung auf, das mir hochdramatisch doch Lust auf Band 2 macht. Shannon Messenger hat ein spannendes Jugendbuch geschrieben, das in der Zielgruppe (11/12 Jahre) bestimmt für so manchen ein großer Hit ist. Es hat alles, was eine gute Geschichte braucht, aber für mich war die Geschichte leider ein wenig unrund, ganz besonders bedingt durch den holprigen Einstieg, die pubertierenden Kinder und den teils nicht passenden Plottwists. Trotzdem vergebe ich 3,5/5 Sterne und hätte durchaus Lust weiterzulesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2021

Eine unschuldige Frau wird zur Gejagten

WATCH – Glaub nicht alles, was du siehst
0

Michael Meisheit ist kein Unbekannter für mich. "Wir sehen dich sterben" war ein Highlight für mich - packend, spannend und eine Geschichte, die ich an einem Abend inhaliert habe. Mit "Watch" sieht es ...

Michael Meisheit ist kein Unbekannter für mich. "Wir sehen dich sterben" war ein Highlight für mich - packend, spannend und eine Geschichte, die ich an einem Abend inhaliert habe. Mit "Watch" sieht es leider etwas anders aus. Zunächst hatte ich ganz andere Erwartungen, suggeriert durch den Klappentext, ganz klar, habe ich nichts mit Gangkriminalität und Interpol erwartet. Ich bin trotzdem drangeblieben, aber leider konnte ich mich auch nicht wirklich mit den Charakteren identifizieren, ganz besonders nichts mit Christina, die unglaublich unsympathisch und kindisch auf mich wirkte. Die Thematik an sich ist ein wenig ernster, sehr interessant, beunruhigend, aber vor allem wird eine ernste Spannung aufgebaut, in die Tina nicht wirklich hineinpasst. Die männlichen Charaktere wie Adem oder Nael haben mir deutlich besser gefallen. Um auf das Thema zurückzukommen. Ich mag es generell, dass sich der Autor mit aktuellen Themen wie Kameras und Überwachung auseinandersetzt sowie mit den Vor- und Nachteilen. Es war gut recherchiert, aber irgendwie konnte mich die Geschichte nicht wirklich packen. Ich habe mehrere Wochen zum Lesen benötigt, konnte mich teils nicht wirklich aufraffen. Wie gesagt, es war nicht uninteressant, aber es war einfach nicht meine Geschichte. Am besten fand ich tatsächlich die Interpol Kapitel und das Ende. Besonders das Ende hat alles schön abgerundet.
Insgesamt eine gut geschriebene Geschichte, die mich leider nicht mit ihren Charakteren und der Handlung überzeugen konnte. Die hochaktuelle Thematik und das Enden konnten in meinen Augen jedoch Punkten. Ich vergebe 3/5 Sterne und bin ein wenig traurig, dass es nicht an seinen 1. Thriller herangekommen ist...

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2021

Dunkle Magie, unheimliche Ritualmorde und eine junge Frau, die ihren Weg finden muss

Knochenblumen welken nicht
0

Knochenblumen welken nicht ist eine sehr besondere Geschichte. Es beginnt bereits mit dem Schreibstil. Anfangs habe ich zugegebenermaßen ein paar Seiten zum Reinkommen benötigt, der Stil wirkte sehr altertümlich ...

Knochenblumen welken nicht ist eine sehr besondere Geschichte. Es beginnt bereits mit dem Schreibstil. Anfangs habe ich zugegebenermaßen ein paar Seiten zum Reinkommen benötigt, der Stil wirkte sehr altertümlich und komplex. Aber danach habe ich es kaum noch bemerkt.
Die Geschichte ist sehr geradlinig, neben dem besonderen Schreibstil schnörkellos, ruhig und fokussiert sich auf die Charakterentwicklungen. Ich möchte ehrlich sein. Ich hatte ganz andere Erwartungen. Erwartet habe ich eine düstere, actiongeladene Handlung, die mich kaum Luft holen lässt. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob die Geschichte genau richtig war oder zu ruhig. Ich mag Aurelia und Marius sehr gerne. Zwei Persönlichkeiten, die nicht unterschiedlicher hätten sein können, sich trotzdem gefunden haben. Nicht auf romantische Weise, denn eine Liebesgeschichte gibt es nicht, aber der Fokus lag auch auf Aurelias Entwicklungen. An sich mochte ich die Geschichte, ganz besonders die Charaktere, aber wirklich zufrieden mit der Auflösung bin ich nicht. Es war zu...einfach. Ich hätte gerne noch mehr über Marius und sein Heimatland erfahren bzw. auch generell mehr über die Politik und die Auswirkungen der Unterdrückung und Diskriminierung.
An diesem Punkt möchte ich gerne noch einmal einhaken. Ich mag es, dass die Autorin so ungeschönt an die Geschichte herangeht. Es gibt nicht nur schwarz und weiß, gut und böse, sondern noch so viele Schattierungen dazwischen. Sie glorifiziert nicht den Krieg oder Mord, sondern stellt auch die Schattenseiten, die Gräuel heraus, ohne sich irgendwie aufzudrängen. Sie geht locker mit LGBTQ+ Elementen und Transsexualität um sowie mit anderen Themen bei denen bestimmten Leuten bestimmt die Haare im Nacken stehen würden. Ich fand es nur eines - sehr erfrischend und interessant einen neuen Blick, eine neue Perspektive, geboten bekommen zu haben. Genau dafür bin ich der Autorin sehr dankbar und hoffe sehr, dass es evtl. noch einen zweiten Band geben wird. Viele Fragen sind noch offen und ich hoffe, dass sie noch geklärt werden. Ein bisschen mehr Action könnte die Geschichte noch vertragen, aber die Protagonisten, die Nebencharaktere, die Ideen und der Schreibstil waren großartig. Ich vergebe 4/5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.07.2021

Mächtige Dynastien, ein rachsüchtiger Geist und ein undurchsichtiger Verbündeter

Witchghost
0

Lynn Raven überzeugt gewohnt mit einer interessanten Prämisse und Charakteren, die einen eins ums andere Mal überraschen können.
Ihr Schreibstil ist besonders und hebt sich von den anderen Schreibstilen ...

Lynn Raven überzeugt gewohnt mit einer interessanten Prämisse und Charakteren, die einen eins ums andere Mal überraschen können.
Ihr Schreibstil ist besonders und hebt sich von den anderen Schreibstilen deutlich ab.
Sie spielt mit unterschiedlichen Perspektiven, Zeiten, Motiven und kreiert eine wunderbar düstere Geschichte, die mir manchmal eine Gänsehaut beschert hat.
Auf der einen Seite magisch, düster und bezugnehmend auf das patriarchalische System gesellschaftskritisch, webt sie eine Geschichte mit einer taffen Protagonistin, die sich nicht auf der Nase herumtanzen lässt, ihren eigenen Kopf und einen sehr sarkastischen Humor hat. Cass ist eine Protagonistin nach meinem Geschmack, die viele Ecken und Kanten, aber auch ein warmes Herz hat.
Die Liebesgeschichte wird die meiste Zeit eigentlich nur angerissen und bleibt im Hintergrund. Für meinen Geschmack vllt. ein bisschen zu sehr, sodass die Verbindung zwischen den beiden ein wenig untergeht bzw. auch der junge Mann selbst. An dieser Stelle wäre auf jeden Fall noch mehr Potenzial gewesen.
Die Handlung an sich war durch die Perspektivwechsel, die düstere Atmosphäre und den Zeitenwechsel sehr interessant, abwechslungsreich und vielversprechend, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich bin durch die Seiten geflogen.
Die Auflösung an sich hat mir gefallen, aber an dieser Stelle verlor sich leider auch ein wenig der rote Faden. Viele Twists am Ende sind sehr verwirrend, in sich unschlüssig und erschlossen sich mir nicht. Ein paar mehr Erläuterungen und Seiten wären schön gewesen, um der Geschichte einen runden Showdown zu verleihen.
Der "Epilog" hingegen hat mir ein Lächeln auf die Lippen gezaubert, sodass ich das Buch zufrieden schließen konnte.
Lynn Raven konnte mich wieder ein paar Stunden aus der Realität entführen und ich bin sehr dankbar dafür. Ich hoffe, dass ihr nächstes Buch nicht mehr so lange auf sich warten lässt wie beim letzten Mal. Ich vergebe 4/5 Sterne und eine Empfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2021

Zwischen Realität und Fiktion...

Eine Geschichte, die uns verbindet
0

Musso hat eine ungewöhnliche Art Geschichten zu schreiben. Meist geheimnisvoll, verwirrend und unerwartet zieht er seine Leser*innen in seinen Bann bis sie leicht verwirrt, aber mit einem Lächeln den Buchdeckel ...

Musso hat eine ungewöhnliche Art Geschichten zu schreiben. Meist geheimnisvoll, verwirrend und unerwartet zieht er seine Leser*innen in seinen Bann bis sie leicht verwirrt, aber mit einem Lächeln den Buchdeckel schließen.
In seinem neuesten Werk spielt er sehr viel mit Realität und Fiktion, verwischt die Grenzen, manipuliert die Figuren, die Perspektiven und offenbart nach reichlich Verwirrung die Hintergründe, die ganz anders sind als sie auf den ersten Blick scheinen. Es beginnt mit einem verschwundenen Mädchen und einer jungen Frau, die verzweifelt einen Ausweg sucht, aber letztendlich landen wir irgendwo ganz woanders. Es war nicht immer leicht. Musso reißt sehr viel an, lässt es, aber sehr schnell wieder fallen. Erzählt in Ausschnitten Floras und Romains Geschichten, baut Zeitsprünge ein, Plottwists, Zeitungsausschnitte, Romananfänge, philosophische Gedanken zum Schreiben (die ich übrigens sehr inspirierend finde) bis sich die Gedanken wild drehen. Dann bleibt alles stehen wie eingefroren bevor sich die Gedanken um 180° drehen und alles anders ist. Ich gebe zu, dass ich ganz andere Erwartungen hatte, mich förmlich die Hälfte durchbeißen musste, keine Ahnung hatte, was Musso von mir wollte, aber im letzten Drittel hatte er mich endlich in seinen Bann geschlagen, sodass ich durchaus froh bin die Geschichte gelesen zu haben. Besonders die Weisheiten zum Schreiben haben mir sehr gut gefallen und haben meine Motivation wieder mehr selbst zu schreiben, angestachelt. Mein liebster Musso ist diese Geschichte leider nicht, aber dennoch hatte ich Spaß beim Lesen und vergebe 3,5/5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere