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Veröffentlicht am 24.09.2022

Konnte leider nicht ganz meine Erwartungen erfüllen...

Interspace One
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SciFi, ein Team aus Underdogs, eine Leiche, Sabotage, viele Intrigen, technikaffine Begriffe und ein lebensfeindlicher Planet erwarten euch hier in der neuen Geschichte von Andreas Suchanek.
Wie gewohnt ...

SciFi, ein Team aus Underdogs, eine Leiche, Sabotage, viele Intrigen, technikaffine Begriffe und ein lebensfeindlicher Planet erwarten euch hier in der neuen Geschichte von Andreas Suchanek.
Wie gewohnt ließ sich der Schreibstil hervorragend lesen. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Der Anfang war so vielversprechend und die kurzen Kapitel und die stetigen Perspektivwechsel haben ihr übriges getan und dann...Ach man, es ärgert mich einfach, dass ich der Geschichte keine 5☆ geben kann, aber nach dem coolen Anfang ging der Reiz verloren.
Die Geschichte hat Spaß gemacht, aber es war nicht, wie gewohnt, innovativ. Ich wusste schon relativ früh, wer der Saboteur war, aber diese Erkenntnis hatte gar keine Relevanz für die Story.
Ein "Plottwist" kam mir sogar namentlich aus einem anderen seiner Bücher bekannt vor, die nichts thematisch miteinander zu tun haben...Hinzukommen die Charaktere. Prinzipiell liebe ich alle und ihre Dynamik, besonders Liam und Miguel, aber die Geschichte war einfach zu kurz und durch die Erzählstruktur nicht darauf ausgelegt, sie wirklich kennenzulernen.
Ganz schwierig zu beschreiben.
Diese Geschichte hatte einfach so viel Potential, wenn ich nicht entweder übelst verwirrt oder enttäuscht gewesen wäre. Ich hatte ganz andere Erwartungen, die in den ersten Seiten noch erfüllt wurden, aber ab der Hälfte? Die Entwicklungen waren prinzipiell gut, aber bitte nicht auf unter 200 Seiten mit so vielen Erkenntnissen und Technikbegriffen um sich werfen. Ich war maximal überfordert. Und das Ende? Uff...Das altbekannte Problem - zu viel Inhalt auf zu wenigen Seiten und es gab ein flaches Ende, das an eine Zusammenfassung erinnert.
Mir fehlte einfach der letzte würdige Knall. Wo ist Andis Pfeffer geblieben???
Prinzipiell hat mir die Geschichte gefallen, besonders die Grundidee und die Charaktere, aber die Erzählstruktur hat mir leider nicht wirklich gefallen, weil sie Distanz zwischen dem Lesenden und allem anderen aufbaut.
Sehr schade, ich habe schon bessere Geschichten in dem Genre gelesen. 3 - 3,5/5☆

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Veröffentlicht am 16.09.2022

Poesie zwischen den Zeilen

Verlorene der Zeiten
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Dieses Buch ist Kunst und Poesie in seiner reinsten Form.
Die Seiten haben nach mir gegriffen, mich nicht mehr losgelassen und mich immer tiefer in diesen besonderen Briefroman fallen lassen.
Ehrlich...zuerst ...

Dieses Buch ist Kunst und Poesie in seiner reinsten Form.
Die Seiten haben nach mir gegriffen, mich nicht mehr losgelassen und mich immer tiefer in diesen besonderen Briefroman fallen lassen.
Ehrlich...zuerst war ich etwas stutzig. Briefroman?
Really?
Ich hatte sofort Flashbacks zu Goethes Werther.
Cliffhänger.
Rennt.
Aber: hier?
Wunderschön.
Wir begleiten zwei Zeitreisende, Feindinnen, die zwei verschiedenen Institutionen angehören - Garden und die Agentur - die die Zeiten genau so beeinflussen möchten, um die größtmögliche Macht zu generieren. Rot und Blau sind nicht unbedingt Menschen, sondern etwas Anderes, etwas Größeres und Kleineres.
Es ist ganz schwer zu erklären, ohne zu spoilern, aber was ich schreiben kann, ist, dass es trotz der Kürze so eine unglaubliche Schlagkraft hatte. Ich war gefesselt von dem Witz, von den Metaphern, von der Philosophie, von der Nachdenklichkeit, von dem Einfallsreichtum.
Es ist ein Roman, der leisen Töne, der zarte Ranken wachsen lässt, dich zum Lachen, Weinen und Grübeln bringt.
Wenn du die leisen Töne liebst, Zeitreisen, Metaphern, Nachdenklichkeit, dann kann ich dir dieses kurze Büchlein sehr ans Herz legen.
Einen Stern musste ich leider abziehen, weil mich die Geschichte kurzzeitig verloren hatte, aber das könnte auch sehr gut daran liegen, dass ich das wunderbar vertonte Hörbuch gehört habe und dabei eingeschlafen bin. Ich vergebe 4/5☆.

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Veröffentlicht am 07.08.2022

Düsteres Shangai, Gangs, ein Monster und eine verbotene Liebe treffen aufeinander...

Welch grausame Gnade
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Romeo und Julia, 1926, Shanghai und verfeindete Gangs. Chloe Gong hat sich an einer weiteren Adaption versucht, die einen tollen Schreibstil hatte, aber für mich eigentlich wenig mit der beliebten und ...

Romeo und Julia, 1926, Shanghai und verfeindete Gangs. Chloe Gong hat sich an einer weiteren Adaption versucht, die einen tollen Schreibstil hatte, aber für mich eigentlich wenig mit der beliebten und bekannten Inspirationsquelle zu tun hatte. Die Namen passen: Juliette und Roma und die verfeindeten Gangs, aber ansonsten lag der Fokus größtenteils nicht auf der Liebesgeschichte, sondern auf den fantastischen/ökologischen Aspekten/dem Kriminalfall.
Besonders der Anfang hat mir richtig gut gefallen - die düstere, bedrückende Stimmung der Stadt, Juliette, die nach Jahren und echt Badass, scheinbar gefühlskalt und grausam aus der USA zurückgekehrt ist, mit ihren kurzen Haaren und dem Flipper Kleid. Ihr Gegenüber Roma, mit dem sie eine gemeinsame Vergangenheit verbindet, beruhend auf Schuld, Liebe und Verrat. Ihre Dynamik fand ich wirklich stark, besonders, dass Juliette eher das Bad Girl war, Roma zwar auch sehr geübt im Töten, aber immer noch ein gewisses Unbehagen überwinden muss. Ihre Gedanken waren teilweise wirklich berührend und traurig zu lesen...
Mein Liebling in der Geschichte war definitiv Marshall. Ahh und seine Interaktion mit Benedikt. Ich habe es geliebt...
Ansonsten hat die Geschichte im Mittelteil etwas nachgelassen. Sie plätschert vor sich hin. Ein Gemetzel da, ein Gemetzel dort, Leichen über Leichen. Dazwischen haben wir Juliette, Roma, Marshall, Benedikt, Kathleen und Rosalind Content, der alles etwas aufgewertet hat.
Das Ende hingegen holt einiges wieder raus, etwas dramatisch, trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen - das Setting, die Kommunistenaufstände, das Monster, die Angst, Waffen, Gewalt, die Blutfehde, Schimmer von Hoffnung. Das letzte Kapitel und der Epilog...
Richtig cool gemacht. Ich bin trotzdem nicht der allzu größte Fan von dem Monster. Richtig widerlich...
Insgesamt eine coole Idee. Ich habe es genossen in eine andere Zeit und eine Stadt einzutauchen, über die ich bisher vllt. ein Buch gelesen habe. Der Mittelteil hat sich etwas gezogen, aber ansonsten hat es Spaß gemacht. 3,5/5 ☆ und ich bin gespannt auf Band 2.

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Veröffentlicht am 19.06.2022

Wichtige Message!

Loveless (deutsche Ausgabe)
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Von Alice Oseman kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt nur "Heartstopper", deswegen war ich sehr neugierig, ob sie mich auch mit ihren Romanen begeistern kann.

Der Schreibstil ist...ungewöhnlich, nicht so ...

Von Alice Oseman kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt nur "Heartstopper", deswegen war ich sehr neugierig, ob sie mich auch mit ihren Romanen begeistern kann.

Der Schreibstil ist...ungewöhnlich, nicht so flüssig zu lesen wie erhofft. Ich hatte ein paar Probleme, in die Geschichte einzusteigen. Ich bin nicht so der Fan von Teeniedrama, dafür mochte ich die Dynamik zwischen Georgia, Pip und Jason umso lieber, genauso wie die Message.

Ich habe unglaublich viel markiert. Alice Oseman bringt es mit einfachen Worten auf den Punkt - ungeschminkt, authentisch, aber trotzdem mit einer "Herzlichkeit" und Sensibilität, dass ich mich sehr wohl in der Geschichte gefühlt habe.

Ja, es gab auch viel Drama, persönliche Konflikte, viele "Georgia-was-machst-du-da???" Momente, aber ich finde alleine für die sensible Auseinandersetzung mit Asexualität und allgemein LGBTQ+ muss man seinen Hut vor Alice heben. Leider gibt es das noch viel zu wenig, ohne erhobenen Zeigefinger.

Georgia und ich sind bis zum Ende keine Freundinnen geworden, ich habe leider einfach keinen Zugang zu ihren Gedanken, Gefühlen und Handlungen gefunden, aber ich habe sie trotzdem gerne auf ihrer Reise zu sich selbst, ihrer Identität und Sexualität begleitet. Zu der Handlung möchte ich eigentlich nicht so viel sagen, lasst euch einfach in die Geschichte fallen, seid offen und lernt, was Asexualität bedeutet (Alice Oseman ist in dieser Hinsicht scheinbar eine Own Voice Autorin).

Ich kann die Geschichte auf jeden Fall empfehlen, bezogen auf die Message, die Sensibilität und wie wohl ich mich in der Geschichte gefühlt habe, das ganze Teenie-/Unidrama hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht. Ich vergebe 3,5/5 Sterne und werde auf jeden Fall noch ein paar andere Romane von Alice lesen. "Heartstopper" ist sehr große Liebe (ich kenne bisher alle erschienen Graphic Novels).

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Veröffentlicht am 19.06.2022

Für alle Rachel Morgan, Hidden Legacy und Hex Files Fans!

Sense of Danger
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Ihr mögt Rachel Morgan, Hidden Legacy und Hex Files? Dann solltet ihr euch Sense of Danger auf jeden Fall näher angucken. Es ist nicht nur die neuste Erscheinung von Jennifer Estep (Autorin der Mythos ...

Ihr mögt Rachel Morgan, Hidden Legacy und Hex Files? Dann solltet ihr euch Sense of Danger auf jeden Fall näher angucken. Es ist nicht nur die neuste Erscheinung von Jennifer Estep (Autorin der Mythos Academy Reihe) auf dem Markt, sondern es hat es ganz schön in sich.
Wir bekommen eine unglaublich intelligente, gewitzte, leicht zu unterschätzende (von ihr gewollt 😂) Protagonistin und einen jungen Mann, der gerade seinen besten Freund auf einer Mission verloren hat und Rache möchte, zudem ist er unglaublich mächtig, sexy, nervtötend (allein die Kombi liebe ich 😏🤤🥵) und genauso wie Charlotte darauf bedacht, niemanden an sich heranzulassen, außer um ihn auszunutzen. Daraus ergibt sich eine explosive Hochstimmung.
Keine Seite ist langweilig, ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Die Actionszenen sind gut geschrieben, genauso wie die Informationen verteilt und Leute wir haben slow burn! Hach, ich habe es an einem seehr langen Abend, hust 2 Uhr morgens, inhaliert. So gut!
Besonders Charlotte hat es mir angetan. Ich liebe kluge Badass Protagonistinnen, die nicht mit ihrer Macht angeben müssen, um ganz vorne mitzumischen. Ihre Pläne waren richtig genial, auch wenn sie dadurch sehr gefährlich lebt und es nicht jedem schmeckt hereingelegt zu werden. Ihre Oma ist in dieser Hinsicht auch ein Prachtexemplar. Ich hätte sie gerne kennengelernt 😂
An sich bekommt ihr starke Charaktere, slow burn, einen moralisch grauen "BF" (Gabriel 🥵🥵🥵), eine actiongeladene Handlung, spicy Dialoge und ganz viel "Charlotte lässt alle blöd aussehen, weil sie immer, aus Prinzip, unterschätzt wird" Content. Den Humor liebe ich sowieso... 😂😂😂
In der Mitte gab es eine Entwicklung, die ich nicht ganz mochte bzw. Drama, aber ansonsten eine große Empfehlung. Ich hoffe, dass wir bald mehr über Charlotte, Des und Gabriel lesen werden. 4,5/5☆

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