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Veröffentlicht am 06.04.2022

Eine außergewöhnliche Geschichte mit Suchtfaktor...

Die Stadt aus Messing
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Dünen, Wüste, Dschinn, Magie, Mythologie, Intrigen, gesellschaftliche Unterschiede und viele Kämpfe - Willkommen in Daevabad, in dem Nichts so ist wie es scheint...
Ich habe mich bereits ab der ersten ...

Dünen, Wüste, Dschinn, Magie, Mythologie, Intrigen, gesellschaftliche Unterschiede und viele Kämpfe - Willkommen in Daevabad, in dem Nichts so ist wie es scheint...
Ich habe mich bereits ab der ersten Seite sehr wohl in Daevabad gefühlt bzw. bereits in Kairo, in dem wir uns ganz am Anfang mit Nahri befinden. Nahri ist eine junge Frau, eine Diebin/Betrügerin, die alle Sprachen sprechen kann und um eine besondere Gabe verfügt. Sie ist ein moralisch grauer Charakter, klug, gewitzt und dafür dass es im 18. Jahrhundert spielt ziemlich emanzipiert als alleinstehende Frau, die bereits als junges Mädchen auf sich alleine gestellt war. Dies ändert sich, nachdem sie auf Dara, einen Afshin, der sich als grumpy, nicht bösartig, aber durchaus sexy herausstellt. Ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen, seine Handlungen waren zwar an manchen Stellen ein wenig grenzwertig, besonders am Ende, aber ansonsten habe ich seine Dynamik mit Nahri geliebt. Über seiner Vergangenheit schwebt immer noch ein riesiges Fragezeichen, aber das macht ihn nur mysteriöser, genauso wie Nahri, die gar nicht existieren dürfte. Ich hoffe auf jeden Fall, dass die Folgebände noch ein wenig Licht ins Dunkle bringen, ganz besonders wünsche ich mir auch mehr Aktivität von Nahris Seite. Bevor sie in Daevabad eintrifft, habe ich ihre Selbstständigkeit geliebt, aber danach rutschte sie immer mehr in die Passivität, machte sich abhängig, ließ andere über sich bestimmen. Ich war nicht enttäuscht, aber ich hätte mir mehr Initiative ihrerseits gewünscht.
Meckern auf hohem Niveau. Denn ansonsten hatte die Geschichte einfach alles. Eine coole, abwechslungsreiche Handlung, tolle Charaktere, neben Nahri und Dara habe ich auch Ali sehr schnell in mein Herz geschlossen, und eine Stadt, die sich verändert, in Bewegung ist, alle sind gegeneinander gestellt, die Streitigkeiten kochen hoch, jederzeit könnte ein Krieg losbrechen, etc. Besonders das Ende hat mich mit einem lachenden und weinenden Auge zurückgelassen. Alles überschlägt und verändert sich. Ich bin geschockt, traurig, wütend, neugierig und weine innerlich, weil es weh tut. Ich habe noch so viele Fragen, möchte noch so viel entdecken, kennenlernen, erfahren, sodass ich es kaum erwarten kann weiterzulesen. Zu Band 2 soll es scheinbar einen riesigen Zeitsprung geben, ich bin mal gespannt. Ich vergebe 4,5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Eine schöne, märchenhafte, atmosphärische Geschichte mit ein paar Schwächen...

Die sechs Kraniche (Die sechs Kraniche 1)
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"Ein Kleid aus Seide und Sternen" war ein absolutes Highlight für mich, deswegen war es natürlich offensichtlich, dass ich auch Elizabeth Lims neue Geschichte lesen muss.
Ein "grausamer" Fluch, ein dunkles ...

"Ein Kleid aus Seide und Sternen" war ein absolutes Highlight für mich, deswegen war es natürlich offensichtlich, dass ich auch Elizabeth Lims neue Geschichte lesen muss.
Ein "grausamer" Fluch, ein dunkles Geheimnis, Intrigen, Drachen und eine kaiserliche Familie treffen aufeinander, verschmelzen miteinander und erschaffen diese schöne Geschichte in einem asiatisch angehauchten Setting, Mythologie und Charakteren, die sich weiterentwickeln können.
"Die sechs Kraniche" hat wieder einen unglaublich märchenhaften, atmosphärischen Schreibstil, sodass ich sehr gerne in die Geschichte eingetaucht bin.
Sehr schade, dass es für mich letztendlich nicht mit "Ein Kleid aus Seide und Sternen" mithalten konnte. Mein hauptsächlicher Kritikpunkt bezieht sich auf die Umsetzung. Besonders am Anfang werden sehr viele Zeitsprünge und -raffungen verwendet, sodass ich nicht wirklich eine Verbindung zu Shioris Entwicklung aufbauen konnte und dadurch Komplexität, Tiefgründigkeit und Plastizität in meinen Augen verloren gegangen sind. An sich die Grundidee und den Schreibstil mochte ich gerne, genauso wie die Charaktere. Manche wirkten ein wenig blass, aber Shiori, Takkan, Seryu und Raikama waren gut ausgearbeitet. Ein paar Sachen liegen noch im Dunkeln, aber ich freue mich darauf, mehr zu erfahren, besonders über Seryu. Shiori macht von allen die größte Entwicklung durch. Am Anfang verwöhnt, neunmalklug und verzogen, wird sie zu einer jungen Frau, die genau darüber nachdenkt, wie sie handeln kann/soll, mutig ist und weiß, was sie will. Bei ihren Brüdern ist das scheinbar noch nicht so angekommen, aber sie haben ja noch einen Band um sich an diesen Gedanken zu gewöhnen.
Handlungstechnisch ist es eher eine ruhige Geschichte, die sich manchmal auch ziehen kann, aber wer allgemein gerne Märchen liest, ist hier auf jeden Fall richtig aufgehoben.

Insgesamt eine ruhige Geschichte, die nicht ganz meine Erwartungen erfüllen konnte, aber ich hatte durchaus Spaß und freue mich auf den 2. Band. Ich vergebe 3,5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Ein Mädchen auf der Flucht. Ein gefallener Hollywood-Star. Eine unmögliche Liebe.

Emerdale 1: Two Sides of the Dark
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"Wir wollen es so sehr glauben, Jo, aber die Wahrheit ist, wir haben nicht annähernd so viel Zeit, wie wir denken. Eigentlich haben wir nicht viel mehr als kurze Momente, winzige Zeitsplitter in der großen ...

"Wir wollen es so sehr glauben, Jo, aber die Wahrheit ist, wir haben nicht annähernd so viel Zeit, wie wir denken. Eigentlich haben wir nicht viel mehr als kurze Momente, winzige Zeitsplitter in der großen Unendlichkeit." (S. 175)


Genmanipulation meets Uni, Superkräfte, Action, Verfolgungen, aber noch so viel mehr. Ganz viele Tay und Jo Momente, tiefe Gespräche, Versteckspiel, Spannung, Atemlosigkeit, Gefühlschaos. Meine Gefühle fuhren Achterbahn und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Bereits der Prolog lässt kaum Zeit zum Luftholen, sondern steigt sofort mitten in der Handlung ein. Wir begleiten Tay - taff, zerbrochen, traurig, stark, kämpferisch, verschlossen - und Jo - verletzt, am Boden, Träume verweht, aber trotzdem mental stark, neugierig, stark, mit dem Herz auf dem rechten Fleck. Ihre Dynamik hat mir so gut gefallen. Ich liebe es, wenn ich in Geschichten merke, dass sich zwei so richtig guttun, sich ergänzen, eine tiefere Verbindung aufbauen, die über die erste Schwärmerei hinausgeht. Ich habe sie sehr gerne begleitet, als ich förmlich durch die Geschichte geflogen bin. Der Schreibstil lässt sich wunderbar lesen. Die Kapitel sind nicht zu lang. Auf den Punkt gebracht. Auch das Setting war wunderbar beschrieben. Ich hatte das Gefühl, mit den Beiden in L.A. und in dem Nationalpark zu sein, meinen Blick in die Ferne schweifen zu lassen.
Das Ende endet mit einem kleinen Knall, aber so schlimm fand ich den Cliffhänger nicht. Ich habe schon ganz andere à la Sarah J. Maas und Julia Dippel gelesen. Dann kennt man den wirklichen Schmerz.
Insgesamt eine gut durchdachte, gut geschriebene Geschichte, mit der ich sehr viel Spaß hatte. Ich freue mich sehr auf Band 2 und vergebe 5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Eine schöne Geschichte für Zwischendurch...

In all seinen Farben
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Vor ein paar Tagen ging es mir leider gesundheitlich nicht so gut, deswegen habe ich nach einem Buch gesucht, das auf meinem Next Read Stapel liegt und bei Bookbeat als Hörbuch verfügbar ist. Na ja und ...

Vor ein paar Tagen ging es mir leider gesundheitlich nicht so gut, deswegen habe ich nach einem Buch gesucht, das auf meinem Next Read Stapel liegt und bei Bookbeat als Hörbuch verfügbar ist. Na ja und tada, hier war "In all seinen Farben".
In all seinen Farben hat nicht nur einen locker leichten Schreibstil, sondern thematisiert auch sehr wichtige Themen, u.a. Homosexualität, Outing, Dragqueens, Identität, Mobbing, Diskriminierung und Zukunftsängste. Es ist breit gefächert, aber genau richtig.
Robin war ein toller Protagonist, der ins Straucheln gerät, weil seine Träume von der Schauspielschule platzen, niedergeschlagen ist, aber trotzdem weitermacht. Er kämpft, entdeckt neue Möglichkeiten und lässt auch Dinge/Menschen hinter sich, die ihm nicht guttun. Es ist nie leicht, aber leichter, wenn man geliebt und unterstützt wird. Seine Clique, seine Mum und Seth waren toll. Besonders Seth hat es mir angetan. Ich liebe Charaktere, die äußerlich hart und unnahbar wirken, aber Innendrin butterweich sind.
Manche Plotpoints waren vielleicht ein wenig übertrieben, melodramatisch und überzogen dargestellt, aber das passte perfekt zu Robins Art, die sehr häufig auch etwas darüber, too much war, genauso wie seine Freunde, die zum Ende auch alle Register gezogen haben, um den Leser*innen einen "dramatischen" Showdown zu liefern. Für meinen Geschmack zu darüber, aber vielleicht bin ich auch einfach zu alt oder habe zu viel gelesen, um durch solche Art Drama angesprochen zu werden, hätte ich jetzt eher nicht gebraucht. Manche Situationen wirkten an den Haaren herbeigezogen und hätten durch mehr Kommunikation leicht gelöst werden können.

Insgesamt hatte ich viel Spaß, mochte die Geschichte, Robin und die ganze Thematik mit den Dragqueens. Vorher hatte ich absolut gar keine Berührungspunkte mit ihnen, aber neugierig bin ich auf jeden Fall geworden. Wer eine lustige, ernste, kurzweilige Geschichte sucht, wird hier definitiv fündig. 4/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Sie will ihn nicht mehr lieben. Er will nichts anderes als sie zurückzugewinnen.

Midnight Chronicles - Seelenband
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Ella und Wayne - ihre Geschichte war... süß, aber ehrlich gesagt nicht das, was ich erwartet habe. Nach Band 3 (und omg diesem Cliffhänger), habe ich viel erwartet. Keine Auflösung, natürlich nicht, aber ...

Ella und Wayne - ihre Geschichte war... süß, aber ehrlich gesagt nicht das, was ich erwartet habe. Nach Band 3 (und omg diesem Cliffhänger), habe ich viel erwartet. Keine Auflösung, natürlich nicht, aber etwas Ähnliches, das mich aus den Socken haut, ich das Buch nicht mehr weglegen kann, wie in den Bänden davor die Buddyread Abschnitte außer Acht lasse und gefühlt 300 Seiten am Stück lese...
Der Schreibstil war gut (wie immer), aber mir persönlich passierte zu wenig. Ellas und Waynes Beziehung wurde primär nur über die Rückblicke erzählt, was ich sehr schade finde. Dadurch konnte ich es nicht zu 100 % mitfühlen. Die allgemeine Idee Rückblenden zu verwenden, finde ich sehr intelligent, um ihre Geschichte in die Reihe einzubinden (spielt teilweise parallel mit Band 2/3). Die übergeordnete Handlung macht zwei Schritte vor, aber wirklich viele Kampfszenen gibt es nicht. Der Fokus liegt auf Ellas und Waynes mental health, ihren Emotionen, ihren Päckchen, die sie zu tragen haben. Sie sind schlimm und es tut mir leid, aber ich hatte einfach höhere Erwartungen...Ich mag die beiden, besonders Wayne. Sie hätten einfach mehr verdient, mehr Liebe, mehr epische Kampfszenen, mehr Momente, um zu zeigen, was für tolle Jäger*innen sie sind. Ich weiß nicht. Ich hatte definitiv Spaß, aber ich wollte einfach noch mehr haben. Denn sie definieren sich ja nicht nur über ihre Schmerzen/Wunden.
Besonders das Ende...Was war das? Alles wurde binnen 30/40 Seiten abgehandelt. Wo war der Rest - das Drama, die Toten, die ugly cry Momente?

Insgesamt wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Es fühlte sich eher wie ein Übergangsband an, der auf die letzten beiden Bände vorbereiten sollte und näher auf die Folgen des Jägerdaseins eingeht, aber um ehrlich zu sein, wurde mir ihr durchgängiges Gejammer etwas zu viel. Nichtsdestotrotz hat es sich wieder wie nach Hause kommen angefühlt und ich freue mich schon sehr auf die letzten beiden Bände, die hoffentlich wieder besser werden. Ich vergebe 3,5/5 Sterne.

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