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Veröffentlicht am 21.04.2024

Wenn der schöne Instagram Schein Risse bekommt

Das Funkeln einer Winternacht
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Bo und Zac sind ein erfolgreiches Paar das durch die Welt reist, immer den neusten und spannendsten Ort und Kick sucht, um so ihre Follower auf Instagram mit täglichen Bildern und kleinen Videos bei Laune ...

Bo und Zac sind ein erfolgreiches Paar das durch die Welt reist, immer den neusten und spannendsten Ort und Kick sucht, um so ihre Follower auf Instagram mit täglichen Bildern und kleinen Videos bei Laune zu halten und um die 10 Millionen Follower Marke zu knacken. Gerade noch in Samoa geht es für Dezember und bis Weihnachten ab ins winterliche Norwegen. Dort zeigt sich immer öfter, das Bo nicht zufrieden ist, immer alles und zu jeder Zeit öffentlich zu machen und so mehr Likes und Follower zu erhalten. Klar dadurch bekommen sie immer bessere Werbedeals und können sich so das Leben leichten, aber irgendwann muss es doch auch mal private Zeit mit ihrem Freunde geben, oder nicht? In Norwegen haben sie sich in einer sehr abgelegenen Alm ein gebucht, die der älteren Signy gehört, die dort immer noch lebt. Ihr Enkel Anders bringt die Gruppe zu ihrer neuen Unterkunft auf Zeit und wird auch ihr Tour-guide. Mit ihm kann Bo endlich mal wieder ganz normale Gespräche führen und erkennt, was ihr in letzter Zeit nicht mehr passt.

Also als Weihnachtsroman würde ich diesen hier nicht bezeichnen. Weihnachtsgefühl kommt hier für mich überhaupt nicht auf, dafür werden mir auch zu viele sehr ernste Themen behandelt. Es spielt im Dezember, es gibt Schnee, man hat auch Weihnachtsbaumschlagen und dann Schmücken und einen Weihnachtsmarkt. Das sind für mich aber die einzigen weihnachtlichen Punkte in diesem Roman.

Wir haben 2 Handlungen die vorkommen. Zum einen erfahren wir was 1936 in dem Tal passiert und was die junge Signy erlebte, dann haben wir 2018 wo die Instagram Truppe einfällt. Bo lässt sich extrem von ihrem Freund Zac und ihrem Fotografen/Manger Lenny beeinflussen. Die beiden entscheiden und wenn Bo etwas nicht passt, dann ist sie das Problem. Das hat mich extrem gestört anfangs und ich konnte nicht verstehen, warum sie das alles mit sich machen lässt. Zac hatte ich irgendwie nie das Gefühl, da er Bo wirklich liebt. Für ihn geht es nur um den nächsten Kick, tolle Kulissen, ungebunden zu sein, die Welt zu sehen und tolle Werbedeals zu bekommen, damit er sich das Leben finanzieren kann. Er will der beste und tollste sein und wenn es mal nicht so läuft wie er will ist er bockig und eingeschnappt wie ein kleines Kind. Er ginge mir echt auf die Nerven. Lenny hat mir vom ersten Augenblick an ein extrem komisches Gefühl gegeben und ich könnte keine 24/7 mit dieser Person verbringen. Am meisten stört mich das Zac und Lenny immer meinen alles besser zu wissen, Leute einfach beurteilen obwohl sie diese nicht kennen und glauben mehr Ahnung über die Umgebung zu haben, als Einheimische die sich dort auskennen. Das fand ich sehr anstrengend an den beiden und hat sie mehr sehr unsympathisch gemacht.
Signy fand ich super spannend. Vor allem zu erfahren was im Sommer als sie 14 Jahre alt war passiert und die heutige alte Dame zu lesen fand ich sehr spannend. Sie sieht alle, bekommt die Dinge mit und durch ihr bisheriges Leben ist sie weiße. Die alte Dame habe ich sehr gemocht. Ihr Enkel Anders ist für mich sehr spannend angelegt. Er verschließt sich, mag Zac und Lenny vom ersten Moment an nicht. Die Gespräche die er mit Bo führt fand ich super.

Abzug gibt es von mir, da ich dachte einen ruhigen, kitschigen Weihnachtsroman hier zu haben. Das ist nicht der Fall.
Es werden sehr ernste Themen behandelt und schnell ist klar, dass die Scheinwelt die für Instagram erschaffen wird nichts mit der realen Welt zu tun hat. Diesen Teil finde ich gut heraus gearbeitet, weil es genau das ist, was mich bei der Inszenierung dieser Gruppe von Leuten so extrem nervt.
Mehrheitlich waren mir die Leute einfach nur unsympathisch in ihrer Art und wie sie sich anderen gegenüber verhalten haben. Das Bo sich hat so lange unterdrücken lassen, immer alles mitgemacht hat fand ich anfangs auch anstrengend. Als sie anfängt dagegen anzugehen habe ich einen Zugang zu ihr bekommen. Daher fand ich den Roman spannend und er spricht einige wirklich tolle Themen an und auch wie teilweise mit Vorurteilen umgegangen wird, das man nicht die ganze Geschichte kennt und dann über jemanden urteilt, wie nach Likes und Followern hier gegeifert wird und alles dafür gemacht wird, … finde ich einen tollen Spiegel für unsere heutige Zeit.

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Veröffentlicht am 21.04.2024

Eine Baufirma und Einwohner von Notting Hill, die sich zur Wehr setzen

Winterzauber in Notting Hill
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Isla lebt mit ihrer im Rollstuhl sitzenden Schwester in ihrem Elternhaus in Notting Hill. Nachdem ihre Eltern bei einem Autounfall starben und sich das Laben ihrer Schwester Hannah so stark veränderte, ...

Isla lebt mit ihrer im Rollstuhl sitzenden Schwester in ihrem Elternhaus in Notting Hill. Nachdem ihre Eltern bei einem Autounfall starben und sich das Laben ihrer Schwester Hannah so stark veränderte, halten die Schwestern eng zusammen. Das gilt auch für die anderen Bewohner ihres Viertels.
Isla arbeitet für eine Immobilienfirma und hat sich in all den Jahren nach oben gearbeitet. Neben einem wichtigen neuen Krankenhausprojekt ist sie wie die letzten Jahre auch für die Weihnachtsfeier der Firma verantwortlich. Nun hat sich der neue CEO auf Amerika angekündigt und Isla wird dazu abgestellt seine Assistentin zu sein. Als sei das nicht schon schlimm genug, hat sie ihren unbekannten Chef und dessen Töchter schon getroffen und keinen guten Eindruck hinterlassen. Als sei das nicht schon genug für Isla muss sie erfahren, dass ihre Firma erschreckende Pläne für Notting Hill hat, die sie auch persönlich betreffen.

Dieser Roman der Autorin konnte mich leider nicht wirklich überzeugen und die Handlung hat mich auch nicht so ganz mitgenommen.
Isla fand ich so lala. Klar macht sie sie mega Sorgen um ihre Schwester, die ist aber eine junge Frau und möchte und braucht auch gewisse Freiheiten in ihrem Leben. Chase hat mich mehrheitlich einfach nicht überzeugen können. Mir ist überhaupt nicht klar, warum er als neuer CEO, der so ein wichtige neues Projekt der Firma in London vorstellen soll, seine beiden kleinen Töchter mitbringt und sich wohl keine Gedanken darüber gemacht hat, wer sich um die kümmern soll, während er in Meetings ist. Er hat große Probleme in der Vergangenheit, aber dann öffnet er sich Isla gegenüber und plötzlich ist alles leicht, sind überall Lösungen zu finden. Das konnte mich so nicht überzeugen. Hannah fand ich OK. Ich hatte den Eindruck das sie von Isla so zurückgehalten wird, das daher ihr Drang kommt immer alles alleine machen zu wollen und beweisen zu müssen, dass sie es schafft und auf niemanden angewiesen ist.
Begeistert hat mich der Postbote Raj fand ich witzig und vor allem die alte Nachbarin Mrs. Edwards hat mich begeistert. Anfangs meint man die alte Dame sei nicht mehr ganz auf dem Damm, dann ist sie es aber die die richtigen Schlüsse zieht.
Die Handlung konnte mich in vielen Punkten nicht so ganz überzeugen, teilweise fand ich manch eine Aktion eher unrealistisch.
Notting Hill wurde wunderbar beschrieben, Weihnachtsgefühl kam auch etwas auf und daher vergebe ich noch 3 Sterne hierfür. Ich hatte andere Romane der Autorin gelesen, die mich mehr überzeugt haben. Diesen Roman werde ich nicht noch einmal lesen.

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Veröffentlicht am 21.04.2024

Mal eine andere Adventskalendergeschichte nicht nur für Kinder und Jugendliche

Der magische Adventskalender
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Wir sind in Ravenhagen. Jonas lebt mit seiner kleinen Schwester Sonja und seinem Vater zusammen. Jones leidet noch immer unter dem Tod der Großmutter und hat sich sehr zurückgezogen. Da passiert es am ...

Wir sind in Ravenhagen. Jonas lebt mit seiner kleinen Schwester Sonja und seinem Vater zusammen. Jones leidet noch immer unter dem Tod der Großmutter und hat sich sehr zurückgezogen. Da passiert es am 1. Dezember, dass er im Rinnstein vor dem Haus einen Holzkasten findet. Bei genauerer Betrachtung stellt er fest, dass es sich um einen Adventskalender handelt. Leider lassen sich die Türchen nicht einfach so öffnen. Schnellt entdeckt Jonas, das er passend zur Zeichnung herausfinden muss, wenn er aufsuchen muss, damit dies passende Person das Türchen öffnet.

Für mich ist dieser Adventskalenderoman etwas ganz wunderbares.
Die Geschichte von Jan Brandt finde ich eine nette Abwechslung und mit ganz wunderbaren Aussagen und sehr passend für die Adventszeit.
Ganz toll beschrieben finde ich, wie zurückgezogen Jonas nach dem Tod der Großmutter war und wie er sich dann täglich mit dem Adventskalender im Ort zu den passenden Personen aufmacht, damit die Türchen geöffnet werden. Was er über sich oder die Einwohner Ravenhagens so erfährt fand ich wunderbar erzählt.
Passend zu der Geschichte haben wir tolle Illustrationen von Daniel Faller, die die Geschichte sehr passend untermalen.
Also für mich ein wirklich gelungener Roman. Die Geschichte ist nicht langweilig, da es einige Geheimnisse zu lüften gibt, jemand der den magischen Adventskalender für sich möchte und daher so einiges passiert und die Frage des Erbauers des Adventskalenders uns durch die Geschichte begleitet.

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Veröffentlicht am 21.04.2024

Eine Schmiedin mit Magie, ihre Schwester, ein Student der Magie und ein Söldner

Sisters of the Sword - Wie zwei Schneiden einer Klinge
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In diesem ersten Band lernen wir die 18 jährige Ziva kennen. Sie ist eine bekannte Schmiedin, da sie in ihre Waffen Magie fließen lässt. Nachdem ihre Eltern ermordet wurden hat diese Gabe geholfen das ...

In diesem ersten Band lernen wir die 18 jährige Ziva kennen. Sie ist eine bekannte Schmiedin, da sie in ihre Waffen Magie fließen lässt. Nachdem ihre Eltern ermordet wurden hat diese Gabe geholfen das Ziva sich um ihre 2 Jahre jüngere Schwester kümmern kann und sie so deren Unterhalt durch ihre Arbeiten bestreiten kann. Als eine mächtige Kriegsherrin ein mächtiges Schwert geschmiedet haben möchte, übertrifft sich Ziva selbst was die Fähigkeiten ihrer magischen Waffe anbelangen. Sie muss er kennen, dass dieses Schwer auf keinen Fall in die falschen Hände fallen darf durch seinen unglaubliche Schlagkraft. So beschließen Ziva und ihre Schwester zu fliehen. Zum Schutz heuern sie einen Söldner an und auch ein Student der Magie, der mehr über Ziva´s Fähigkeiten herausfinden möchte schließt sich der Gruppe auf der Flucht an.

Die Grundidee finde ich toll.
Super fand ich auch, das Ziva über magische Fähigkeiten verfügt, ansonsten aber zurückhaltend und eher schüchtern ist, sich in der Gegenwart von Menschen einfach nicht wohl fühlt. Daher ist sie eine spannende und untypische Heldin. Mir gefällt auch sehr, das sie trotzdem bzw. gerade deshalb das Interesse des gutaussehenden Mannes erlangt, der hinter ihre Fassade schaut. Ihre Schwester Temra ist das genaue Gegenteil. Gutaussehend, offen und weiß wie man mit Männern umgehen muss. Das sie es nicht schafft die Männer ihrer Gruppe einfach um ihren Finger zu wickeln finde ich super. Auch welche Rolle der stumme Bücherwurm hier spielt fand ich eine nette Abwechslung.
Trotzdem konnte mich die Umsetzung dann leider nicht überzeugen. Teilweise sind mir die Hauptpersonen zu flach und ich kam nicht immer mit ihrem Verhalten klar bzw. konnte es teilweise nicht verstehen. Irgendwie hat sich für mich alles gezogen und war oft dann doch sehr vorhersehbar, was passieren wird. Dadurch kam für mich keinerlei Spannung auf.
Die Flucht kam für mich nicht wie eine Flucht rüber, da man dann zu viel Zeit damit verbracht hat Liebesgeschichten mit einfließen zu lassen. Auch wirklich durchdacht ist die Flucht fast den ganzen Band über nicht. Wenn man einer so mächtigen Feindin gegenüber steht, die über so einen Menge an Leuten die für sie arbeiten verfügt, muss man meiner Meinung nach einen guten Plan haben um zu überleben. Das hat mir hier gefehlt.
Ich habe den ersten Band zu Ende gelesen, da ich hoffte da es besser wird. Für mich wurde es das leider nicht und daher werde ich den zweiten Band nicht lesen.

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Veröffentlicht am 21.04.2024

Nachfahren mystischer Wesen leben unter uns

Legend Academy, Band 1 - Fluchbrecher
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Die adoptierte Graylee wird nach der ein oder anderen nicht ganz so legalen Aktion an ihrer Schule an die Swanlake Academy for Specil Needs geschickt. Dort angekommen erfährt sie, dass auf dieser Schule ...

Die adoptierte Graylee wird nach der ein oder anderen nicht ganz so legalen Aktion an ihrer Schule an die Swanlake Academy for Specil Needs geschickt. Dort angekommen erfährt sie, dass auf dieser Schule Nachfahren mystischer Wesen unterrichtet werden. Man vermutet, dass Graylee auch übernatürliche Kräfte besitzt und möchte bestimmen, von wem sie abstammt. Daneben geschehen einige eigenartige Dinge, die Rede ist von einem alten Fluch, aber über den möchte niemand in der Schule wirklich reden.

Also ich hatte mir sehr viel von dem Roman erhofft, da sich der Klappentext für mich spannend angehört hatte. Leider wurde ich total enttäuscht und hatte mir so viel mehr erhofft, da ich die Grundidee toll fand. Die Geschichte konnte mich leider nicht begeistern und hat sich meiner Meinung nach nur unnötig in die Länge gezogen, ohne das wirklich etwas passiert ist.
Graylee kann ich nicht wirklich verstehen. Sie kommt an die Schule, erfährt das es mystische Wesen gibt von denen alle Schüler abstammen, will es anfangs nicht glauben und nimmt es dann für mich einfach recht schnell hin. Für mich fragt sie einfach nicht genug nach, lässt sich die für sie unbekannte Welt nicht erklären oder liest die Infos nach. Von Anfang an ist klar, das in der Schule nur von sieben Wesen gesprochen wird, in ihrem Zimmer aber ein Stern mit acht ist. Das wirft keinerlei Fragen auf, sie stolpert zwar drüber, aber bis zum Ende des Romans kommt das nicht weiter vor. Das konnte ich schon nicht verstehen. Dann ist von Anfang an die Rede von den gutaussehenden, häufig oberkörperfreien Jungs und in wen sie sich wohl verlieben kann. Das hat mich auch gestört.
Über den Fluch wird so ein Getöse gemacht, es wird nicht darüber geredet, aber bis zum Ende des Romans ist man genauso schlau, wie am Anfang.
Ich habe den Roman bis zum Ende gelesen da ich dachte, es muss doch endlich mal etwas passieren, Spannung muss kommen. OK, am Ende haben sich die Ereignisse dann schnell überschlagen, viele neue Fragen sind entstanden, aber richtig Spannung kam für mich leider überhaupt nicht auf.
Die Geschichte ist locker und leicht geschrieben, den Witz darin finde ich auch gut, aber wie gesagt für mich plätschert die Handlung einfach so vor sich hin, ohne das für mich wirklich etwas passiert und teilweise ist mir das rumgezicke der Mädels einfach zu viel und ich hätte mir gewünscht, das man in der Handlung voran kommt, mehr passieren würde.

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