Jäger, die die Menschheit vor übernatürlichem retten
Midnight Chronicles - SchattenblickIn diesem ersten Band der Reihe lernt man die Hunter kennen. Eine Gruppe von Menschen, die Jagd auf alles übernatürliche machen, das die Menschheit gefährdet. Wir sind im Quartier in London und lernen ...
In diesem ersten Band der Reihe lernt man die Hunter kennen. Eine Gruppe von Menschen, die Jagd auf alles übernatürliche machen, das die Menschheit gefährdet. Wir sind im Quartier in London und lernen Roxy kennen, die keine besonderen Gaben hat, aber durch die Entführung ihres Zwillingsbruders in die Welt des Übernatürlichen geraten ist und bereit ist, den Kampf gegen diese Wesen aufzunehmen. Als ihre Mentorin, eine Magic Huntres, also eine Person die mit magischen Amuletten kämpft, stirbt öffnet Roxy bei dem Versuch das mächtige Amulett zu zerstören, damit es nicht in falsche Hände gelangen kann, ungewollt ein Höllentor. Dadurch können 449 Seelen von dort fliehen. Das erzürnt einen Todesboten so sehr, dass er sie nicht sofort tötet, sondern einen Deal anbietet. Sie hat 449 Tage Zeit die 449 entflohenen Seelen zurück in die Hölle zu befördern. Gelingt es ihr nicht, werden Höllenhunde sie holen. Seit diesem schicksalhaften Tag konzentriert sich Roxy darauf die entflohenen Seelen zu finden. Als wäre das schon nicht genug, geht eines Abends etwas gehörig schief, als sie einen Geist aus einem besessenen jungen Mann austreibt. Der Geist wird ausgetrieben, aber der Körper stirbt. Sie schafft ihn zu reanimieren, aber der Mann hat keinerlei Erinnerung mehr. Roxy bekommt die Aufgabe sich um den jungen Mann zu kümmern, der sich sehr schnell bei den Huntern einlebt und ihnen helfen möchte, beim Kampf gegen die gefährlichen Mächte.
Also die Grundidee finde ich wirklich spannend. Die Idee das es unterschiedlich begabte Hunter gibt, teilweise die Fähigkeiten vererbt werden, aber auch eine normale Person lernen kann sich am Kampf gegen gefährliche Wesen zu beteiligen finde ich spannend. Auch auf welche Wesen hier jagt gemacht wird fand ich toll.
Der Roman lässt sich leicht und locker lesen. Roxy er bekannt ist, wann ihre Zeit abläuft und trotzdem nicht bereit ist aufzugeben und hofft die Aufgabe des Todesboten doch irgendwie zu schaffen finde ich spannend. Sie ist witzig, schlagfertig, gibt nicht so leicht auf, auch wenn sie nach all den Jahren immer noch nach ihrem Zwillingsbruder sucht. Trotzdem hat mir persönlich etwas die Herausarbeitung ihrer Person gefehlt. Finn als ihr Kampfpartner ist spannend, aber von ihm erfährt man fast nichts und daher kann ich ihn nach dem Band immer noch nicht ganz greifen. Shaw ist der große Unbekannte. Mich verwundert, wie schnell er sich bei den Huntern einlebt. Ich meine keiner hat eine Ahnung, wer er überhaupt ist, wird aber mit offenen Armen aufgenommen. Ihn finde ich spannend angelegt, zumal eine Erinnerung vermuten lässt, dass seine vergessene Vergangenheit wohl die eine oder andere Überraschung bereithalten könnte.
Das Potential ist da, wurde aber meiner Meinung nach nicht ganz ausgeschöpft. Viele Dinge wurden angeschnitten, aber für mich zu wenig ausgearbeitet. Trotzdem hat es Spaß gemacht den Band zu lesen und ich gebe dem zweiten Band eine Chance.