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Veröffentlicht am 08.11.2025

Eine mutige Frau, die nicht bereit ist sich klein machen zu lassen

Bernadette Swifts Gespür für Bücher
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Der Roman spielt 1963 in New York. Bernadett Swift ist eine junge Frau, die als erste Frau als Juniorlektorin bei dem Verlag Lenox & Parker Publishing arbeitet. Sie hat nur einen großen Traum. Sie möchte ...

Der Roman spielt 1963 in New York. Bernadett Swift ist eine junge Frau, die als erste Frau als Juniorlektorin bei dem Verlag Lenox & Parker Publishing arbeitet. Sie hat nur einen großen Traum. Sie möchte es an die Spitze des Verlags schaffen.
Das ist leichter gesagt, als getan, da sie mit ihren männlichen Kollegen und vor allem ihrem männlichen Chef so einiges durchmachen muss. Die halten nicht viel davon, dass nun eine Frau in ihre heiligen Hallen eingezogen ist und so muss Bernadett einiges aushalten.
Die einzige Ausnahme bildet da Graham Reynolds aus der Programmleitung. Er sieht, welches Gespür Bernadette nicht nur für Grammatik und Rechtschreibund und Wörter hat, sonder auch durch ihren Stil viel für den Verlag leistet.
Daneben gibt es eine Gruppe von Frauen, die sie in einem Buchclub trifft mit denen gemeinsam sie die Ungleichheit was Bezahlung und Gleichberechtigung anbelangt nicht mehr länger hinnehmen möchte.
Nicht zu vergessen ist ihr treuer Begleiter Frank, die deutsche Dogge, die immer für sie da ist.


Ich bin von dem Roman begeistert!
Mir gefallen sowohl der Schreibstil und die verwendete Sprache, aber auch der Witz und Humor trifft meinen Geschmack.

Spannend fand ich zu lesen, wofür die Frauen sich 1963 so sehr eingesetzt haben und sich einfach nicht haben unterkriegen lassen. Obwohl die Handlung vor so vielen Jahren spielt, kommt einem das ein oder andere leider doch bekannt vor. Man merkt, dass das Thema heute immer noch aktuelle ist und fand schön zu lesen, wie die Frauen auf kluge Art für ihre Rechte einstehen.

Die Geschichte wird erzählt indem wir erfahren was Bernadett alles erlebt, aber auch aus Sicht ihres Hundes Frank. Seine Kapitel hatte ich nicht erwartet und es war für mich eine nette Überraschung. Die Dinge aus seiner Sicht zu lesen, wie er nicht nur Bernadett, sonder auch seine Nachbarschaft beschützt fand ich ganz wunderbar und oft schön humorvoll erzählt.

Bernadett gefällt mir ganz wunderbar und sie zu begleiten, wie sie für sich, ihre Wünsche und Ziele einsteht und trotz der teilweise fiesen Aktionen ihrer Kollegen einfach nicht unterkriegen lässt finde ich ganz wunderbar erzählt. Sie gibt nicht klein bei, lässt sich nicht erniedrigen und klein halten.
Frank finde ich einen netten und als Ausgleich für die fiesen männlichen Charaktere in diesem Buch einfach eine herrliche Idee. Der Humor des Hundes spricht mich an und hat mich zum Schmunzeln gebracht und auch das ein oder andere Mal zum Lachen.
Graham ist ein Mann, der sich nicht aufspielen muss, der Frauen ganz normal behandelt und auch der Meinung ist, Gleichberechtigung ist richtig und diese voll unterstützt. Seine Art ist ein netter Ausgleich zu manch einem Mann im Verlag.

Für mich ein rundum gelungener Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Nette Geschichte, wo recht schnell Probleme überwunden werden

Winterzauber in den Highlands
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Holly Fraser hofft auf einen Neuanfang in einem kleinen Ort in Schottland. Was ihr in Glasgow in ihrem alten Job und mit ihrem Verlobten passierte möchte sie hinter sich lassen und durch die Organisation ...

Holly Fraser hofft auf einen Neuanfang in einem kleinen Ort in Schottland. Was ihr in Glasgow in ihrem alten Job und mit ihrem Verlobten passierte möchte sie hinter sich lassen und durch die Organisation des Weihnachtsmarktes sich selbst beweisen, dass sie alles Schlechte hinter sich lassen kann.
Alles ist organisiert und der Aufbau startet sehr gut bis das schlimmste eintrifft. Der Weihnachtsmann hatte einen Unfall und kann unmöglich auftreten! So knapp gibt es eigentlich keine Chance jemand qualifiziertes zu finden. So erfährt Holy von Angus MacRae, einem ehemaligen Feuerwehrmann, der bei einem Einsatz durch eine Rauchvergiftung seinen Lungen dauerhaft geschädigt hat und so nicht mehr aktiv arbeiten kann. Seitdem hat er sich von alles und jedem zurückgezogen.
Sie versucht ihn dafür zu gewinnen, als Weihnachtsmann einzuspringen und seine ganz wunderbar geschnitzten Holzornamente, die sie bei ihm sieht, als Geschenke für die Kinder zu nutzen.
Wie wird Weihnachten für beide werden?


Das ist eine nette Weihnachtsgeschichte mit Tiefe. Unsere beiden Hauptpersonen haben beide auf ihre Weise etwas Schreckliches und Lebensverändertes erlebt und versuchen damit umzugehen. Jeder der beiden auf seine Art.
Holly sieht in den wundervollen Schnitzereien so viel und wie Angus wirklich ist und versucht ihn wieder dazu zu bringen sich zu öffnen und im Ort blicken zu lassen. Das finde ich ganz wunderbar beschrieben.
Daneben ging mir persönlich einiges zu schnell in den wenigen Tagen, in denen diese Handlung spielt. Das ist wohl der Länge des Romans geschuldet.
Ich bin mir nicht so sicher, ob Menschen, die sich so abkapseln, so schwer verarbeiten was ihnen passierte, wirklich so schnell öffnen können und bereit sind sich auf eine neue Beziehung einzulassen.

Es gibt für mich hier wirklich einige ganz wunderbar beschriebenen Szenen, vor allem wie sehr sich die Kinder auf den Besuch des Weihnachtsmannes freuen.

Abzug gibt es von mir, da ich mir nicht sicher bin, welche Fehler es nur in meinem Rezensionsexemplar gab, und die es möglicherweise nicht in der finalen geben wird. Teilweise haben einige Übersetzungen nicht gestimmt, Satzstellung und Grammatik war fehlerhaft und manch ein Ablauf war fehlerhaft. Das hat den Lesefluss beeinflusst.

Ansonsten habe ich den Roman gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Menschen und Fae müssen ihr Friedensabkommen erneuern

To Carve a Fae Heart - Fair Isle 1
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Als ich den Anfang gelesen habe war ich total begeistert und wollte unbedingt den Roman lesen.
Den Schreibstil fand ich ansprechend und von Evie und ihren Ansichten war ich begeistert.

Die Grundidee finde ...

Als ich den Anfang gelesen habe war ich total begeistert und wollte unbedingt den Roman lesen.
Den Schreibstil fand ich ansprechend und von Evie und ihren Ansichten war ich begeistert.

Die Grundidee finde ich spannend, dass es einen Friedensvertrag zwischen Fae und Menschen gibt und dieser durch einen Heirat regelmäßig erneuert wird.
So ganz konnte mich die Umsetzung dann leider nicht überzeugen, da mir eigentlich von Anfang an fast alles klar war und es kaum Überraschungen für mich gab.
Am meisten hat mich aber Evie gestört. Sie kam mir am Anfang so selbstbewusst, stark, zielstrebig vor und im Laufe der Geschichte empfand ich sie dann oft als naiv, da sie Dinge einfach akzeptiert und nicht hinterfragt hat.
Aspen wird als brutal, kalt und herablassend dargestellt, aber ich empfand ihn nicht so. Für mich war er der beste Charakter. Er ist ehrlich und seine Handlungen sind für mich schlüssig.
Amelie kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen. Erst ist sie weinerlich ohne Ende, dann liebt sie den Luxus im Schloss und ich konnte ihr Verhalten nicht nachvollziehen.
Cobalt hatte ich von Anfang an richtig eingeschätzt, was ich fast enttäuschend fand, da s hier für mich keinerlei Überraschungen gab.
Super überrascht war ich von zwei Angestellten im Schloss, die ich wirklich nett geschrieben fand und die Unterhaltung in die Handlung für mich gebracht haben.
Die Liebesgeschichte Evie und Aspen konnte mich nicht überzeugen. Evie hat nach der extremen Ablehnung dann zu schnell sich auf alles eingelassen. Irgendwie konnten die beiden mich nicht wirklich als Paar abholen.

Eine Prüfung wird noch eingebaut, was für ich eine Überraschung war, da ich nicht davon ausging diese Thematik in diesem Band zu finden.

Mit dem Cliffhanger habe ich schon gerechnet, auch wenn man in diesem Band nicht versteht warum es dazu kommt.
Auch ist klar angedeutet, dass in Evie mehr steckt, als man vermutet und das wurde bisher nicht weiter ergründet. Also das ist auch noch eine Auflösung, die in den nächsten Bänden zu klären ist.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Auftakt in einer Welt mit Menschen, Magie und Drachen

These Ancient Flames 1: Awake
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Spannender Auftakt!
Mir gefällt, das wir uns in einer Welt bewegen, in der es Menschen mit technologischen Fortschritten gibt, aber dann auch magisch begabte die ihre Macht von Drachen haben und mit denen ...

Spannender Auftakt!
Mir gefällt, das wir uns in einer Welt bewegen, in der es Menschen mit technologischen Fortschritten gibt, aber dann auch magisch begabte die ihre Macht von Drachen haben und mit denen sie einst sich auch teilweise verbunden haben.
Auf der einen Seite tragen die Protagonisten Messer und Schwerter, auf der anderen Seite nutzen sie Handy und Laptop. Diesen Kontrast finde ich anfangs gewöhnungsbedürftig, aber bald schon fand ich diese Vermischung spannend.

Das ist kein rosaroter Roman, sonder er ist düster, es geht um politische Intrigen, Verrat, Mord und dunkle Geheimnisse.
Das ist für mich sehr gelungen in eine magische Welt gepackt worden, wo langsam der magische Strom abnimmt, manch ein Reich nicht mehr die Drachen von einst verehrt und sie eher in Vergessenheit geraten sind während andere die Verehrung immer noch hoch halten.

Besonders gefallen mir in diesem Band die Charaktere.
Zum einen sind sie so unterschiedlich, aber vor allem gefällt mir hier sehr gut, wie sie sich im Laufe dieses Bandes entwickeln, welche teils schweren Entscheidungen getroffen werden müssen.
Mei finde ich eine tolle, starke, selbstbewusste und sehr erfolgreiche weibliche Hauptfigur. Seit sie ein Kind war kannte sie ein Ziel und hat das eisern verfolgt. Wie nah sie und Tao sich privat sind, obwohl sie seine Leibwächterin ist fand ich sehr schön beschrieben.
Tao ist auf der einen Seite der Sohn der Königin und daher eher etwas viel auf seinen Spaß fokussiert, aber er kann auch Kämpfen und steht für sein Reich und seine Freundin ein. Diesen Mix fand ich gut gelungen.
Raven finde ich sehr gelungen. Seine Geschichte im Laufe dieses Bands zu erfahren, zu sehen welche Entscheidungen er trifft finde ich gut umgesetzt.
Cole der gemeinsam mit Raven auf diese Mission geht finde ich einen tollen Ausgleich zu Raven und wie er und Tao miteinander umgehen, das sie für Witz und Leichtigkeit sorgen hat mir gut gefallen.
Mei und Raven ist keine romantische Liebe und das finde ich eine nette Abwechslung. Beide sind gute Kämpfer, gehen ihrer Lust nach aber dann ganz langsam und ohne das beide es wollen kommen weitere Gefühle dazu. Mir hat die Reise der beiden bisher gut gefallen.

Ein spannendes Ende, das einen mit so manch einer Frage zurück lässt und auf jeden Fall Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Wenn man plötzlich erkennt, dass es Magie gibt

Das vergessene Museum
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Liam wuchs im Waisenhaus auf. Er hat die ärmlichen Verhältnisse und auch die schlechten Erlebnisse von einst hinter sich gelassen und schlägt sich heute als Fahrradkurier in London durchs Leben.
Eines ...

Liam wuchs im Waisenhaus auf. Er hat die ärmlichen Verhältnisse und auch die schlechten Erlebnisse von einst hinter sich gelassen und schlägt sich heute als Fahrradkurier in London durchs Leben.
Eines Abends übernimmt er noch einen Auftrag, der sein ganzes Leben verändern wird. Er liefert ein Päckchen an ein etwas verstecktes Gebäude und wird dann Zeuge, wie der Bewohner Mr. Bradford angegriffen und tödlich verwundet wird. Und so kommt es, das Liam zum neuen Kurator des geheimen Museums wird, eines Museums voll mit Artefakten, die eine besondere Prägung haben. Er soll nun für die Niederlassung in London zuständig sein des international agierenden Museumsnetzwerks. Da es dunkle Mächte nicht nur auf den alten Kurator abgesehen hatten, steckt Liam mit seinem Mitbewohner bald tief in geheimen Machenschaften.


Ich habe diesen spannenden Auftakt genossen.
Ich fand den Schreibstil sehr angenehm und vor allem wurde mein Humor hier genau getroffen, weshalb ich die Lektüre auch recht unterhaltsam fand.
Die Idee mit den geheimen Museen, die magisch Artefakte sicher verwahrt finde ich spannend und gelungen umgesetzt. Die Idee was die Artefakte können, wie sie eingesetzt werden fand ich gut ausgearbeitet. So ganz klar ist die Organisation noch nicht, ich denke aber für den ersten Band sind die momentan gelieferten Erklärungen ausreichend und machen Lust weiter in diese Welt und die Geheimnisse einzutauchen. Vor allem da nach diesem Band noch so viele Fragen offen sind, es so einiges gibt, was noch zu Ergründen und Klären ist.

Liam hat keine Ahnung über seine Abstammung, hat die Jahre im Heim hinter sich gebracht, wohnt nun mit einem guten Freund zusammen und schlägt sich als Fahrradkurier durch. Mir gefällt, wie er in diese magische Welt geworfen wird, sich darauf einlässt und versucht das Richtige zu tun. Vielleicht hätte er etwas mehr Tiefe bekommen können, aber ich denke für einen ersten Band passt es.
Harry, sein Mitbewohner und guter Freund, finde ich sorgt für eine angenehme lockere Art und als Techniknerd macht er sich für mich ganz hervorragend.
Mr. Bradford finde ich das perfekte Gegengewicht zu den beiden und ich finde toll beschrieben, wie sie zusammen arbeiten.
Auch die anderen Charaktere finde ich gut gelungen.

Für mich eine spannende magische Geschichte, mit tollem Humor, gelungen Charaktere und viel Action, die uns neben London auch nach Berlin entführt.

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