Eine mutige Frau, die nicht bereit ist sich klein machen zu lassen
Bernadette Swifts Gespür für BücherDer Roman spielt 1963 in New York. Bernadett Swift ist eine junge Frau, die als erste Frau als Juniorlektorin bei dem Verlag Lenox & Parker Publishing arbeitet. Sie hat nur einen großen Traum. Sie möchte ...
Der Roman spielt 1963 in New York. Bernadett Swift ist eine junge Frau, die als erste Frau als Juniorlektorin bei dem Verlag Lenox & Parker Publishing arbeitet. Sie hat nur einen großen Traum. Sie möchte es an die Spitze des Verlags schaffen.
Das ist leichter gesagt, als getan, da sie mit ihren männlichen Kollegen und vor allem ihrem männlichen Chef so einiges durchmachen muss. Die halten nicht viel davon, dass nun eine Frau in ihre heiligen Hallen eingezogen ist und so muss Bernadett einiges aushalten.
Die einzige Ausnahme bildet da Graham Reynolds aus der Programmleitung. Er sieht, welches Gespür Bernadette nicht nur für Grammatik und Rechtschreibund und Wörter hat, sonder auch durch ihren Stil viel für den Verlag leistet.
Daneben gibt es eine Gruppe von Frauen, die sie in einem Buchclub trifft mit denen gemeinsam sie die Ungleichheit was Bezahlung und Gleichberechtigung anbelangt nicht mehr länger hinnehmen möchte.
Nicht zu vergessen ist ihr treuer Begleiter Frank, die deutsche Dogge, die immer für sie da ist.
Ich bin von dem Roman begeistert!
Mir gefallen sowohl der Schreibstil und die verwendete Sprache, aber auch der Witz und Humor trifft meinen Geschmack.
Spannend fand ich zu lesen, wofür die Frauen sich 1963 so sehr eingesetzt haben und sich einfach nicht haben unterkriegen lassen. Obwohl die Handlung vor so vielen Jahren spielt, kommt einem das ein oder andere leider doch bekannt vor. Man merkt, dass das Thema heute immer noch aktuelle ist und fand schön zu lesen, wie die Frauen auf kluge Art für ihre Rechte einstehen.
Die Geschichte wird erzählt indem wir erfahren was Bernadett alles erlebt, aber auch aus Sicht ihres Hundes Frank. Seine Kapitel hatte ich nicht erwartet und es war für mich eine nette Überraschung. Die Dinge aus seiner Sicht zu lesen, wie er nicht nur Bernadett, sonder auch seine Nachbarschaft beschützt fand ich ganz wunderbar und oft schön humorvoll erzählt.
Bernadett gefällt mir ganz wunderbar und sie zu begleiten, wie sie für sich, ihre Wünsche und Ziele einsteht und trotz der teilweise fiesen Aktionen ihrer Kollegen einfach nicht unterkriegen lässt finde ich ganz wunderbar erzählt. Sie gibt nicht klein bei, lässt sich nicht erniedrigen und klein halten.
Frank finde ich einen netten und als Ausgleich für die fiesen männlichen Charaktere in diesem Buch einfach eine herrliche Idee. Der Humor des Hundes spricht mich an und hat mich zum Schmunzeln gebracht und auch das ein oder andere Mal zum Lachen.
Graham ist ein Mann, der sich nicht aufspielen muss, der Frauen ganz normal behandelt und auch der Meinung ist, Gleichberechtigung ist richtig und diese voll unterstützt. Seine Art ist ein netter Ausgleich zu manch einem Mann im Verlag.
Für mich ein rundum gelungener Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.