Unausgesprochenes, Schuld und gibt es eine zweite Chance?
Die Reise der verlorenen WorteJanne ist 33 Jahre alt und arbeitet bei der Post in der intern bezeichneten Abteilung für die Entschlüsselung magischer Briefgeheimnisse. Deren Job ist es unzustellbare Briefe versuchen an den Empfänger ...
Janne ist 33 Jahre alt und arbeitet bei der Post in der intern bezeichneten Abteilung für die Entschlüsselung magischer Briefgeheimnisse. Deren Job ist es unzustellbare Briefe versuchen an den Empfänger weiterzuleiten auch indem das Briefgeheimnis nicht für sie gilt und sie die Briefe öffnen und nach Hinweisen prüfen. Sie liebt diesen Job und geht darin auf. Das ist ihr Lichtblick in einem ansonsten einsamen Leben.
Ihr Leben ändert sich, als eines Tages ein Brief auf ihrem Tisch landet, der für ihren Großvater gedacht ist mit dem Hinweis er sei unbekannt verzogen. So muss sich Janne ihrer Vergangenheit stellen. Nach dem Tod ihrer Eltern kam sie zu ihrem Großvater und jahrelang lebten sie zusammen. Bis es zu einem Streit vor vielen Jahren kam und sie seitdem keinen Kontakt mehr zu ihm hat. Nun begibt sie sich auf die Suche nach ihm und ist bereit sich ihrer Vergangenheit und hoffentlich auch ihrer Zukunft zu stellen.
Eine tolle Idee, die nett geschrieben ist und die ich gerne gelesen habe.
Wir wechseln zwischen der Gegenwart in der wir Janne begleiten und Rückblicken in ihre Vergangenheit.
Die Briefe die hier eingebaut wurden und die Schicksale dahinter haben mir sehr gefallen.
Janne ist ein spannender Charakter, der schon so unglaublich viel durchgemacht hat. Trotzdem konnte ich keine richtige Nähe zu ihr aufbauen, habe sie als außenstehende auf ihrer Reise begleitet. Toll hat mir gefallen, wie sie bei jedem Brief versucht ihn an den Empfänger zu bringen und nicht aufgeben möchte, wie sie teilweise die Schicksale berührt haben.
Den Großvater fand ich sehr spannend, da er sehr wenig gesprochen hat, man ihm aber seine Gefühle angemerkt hat. Diesen Auszug aus dem Roman finde ich sehr passend: „Der alte Mann, der schweigsam war, aber mit kleinen Gesten all das sagte, was er mit Worten nicht vermochte. Der alte Mann, der von Trauer und Schicksalsschlägen gezeichnet war, doch nicht von Gram und Verbitterung.“
Ein schöner Roman, der sich teilweise vielleicht etwas gezogen hat, der für mich aber eine schöne Geschichte über Verlust, Schuld, ungesagtes und hoffentlich eine zweite Chance erzählt.