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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2021

Allgäukrimi –leider bisschen langweilig und die Audiofassung nicht gut

Tote brauchen kein Shampoo - Folge 01
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Luisa übernimmt den Friseursalon ihrer Tante, während die sich in der Weltgeschichte herumtreibt und eine Auszeit nimmt. Beim Joggen im Wald entdeckt sie einen Toten… keinen geringeren als den überall ...

Luisa übernimmt den Friseursalon ihrer Tante, während die sich in der Weltgeschichte herumtreibt und eine Auszeit nimmt. Beim Joggen im Wald entdeckt sie einen Toten… keinen geringeren als den überall beliebten Bürgermeister Erich Niederegger. Die Polizei ermittelt und stellt fest: es war Mord. Doch nicht nur die Polizei ermittelt – auch Luisa will den Mörder finden, steht sie doch sogar zeitweise selbst unter Verdacht. Dabei ist es zunächst peinlich, im Lauf der Zeit aber durchaus hilfreich, dass der leitende Kommissar ausgerechnet ihr verkorkstes kürzliches Blind-Date ist… Raphael Weber. Luisa ermittelt in Obertanndorf und in Lindau und gerät bald selbst unter Verdacht bzw. in Gefahr. An ihrer Seite als moralische Unterstützung: Mary Anne – eine Freundin von Luisas Tante und Urgestein aus Obertanndorf.

Der Prolog aus Sicht einer Katze hat mich anfangs furchtbar neugierig auf das Buch gemacht. Habe ich doch erwartet, einen lustigen Krimi mit Katze als wenn nicht Haupt-, dann doch wenigstens tragender Nebenfigur vor mir zu haben. Zumal auch das bunte Cover mit Katze dies vermuten lässt. Auch bin ich von einem typischen Regionalkrimi ausgegangen, einem Allgäu-Krimi mit gehörig Lokalkolorit. Doch beides weit gefehlt – leider. Katzen spielen hier gar keine Rolle außer einer kurzen Erwähnung und eben dem Prolog und vom Allgäu selbst bekommt man auch nicht viel mit. Leider liest die Sprecherin, die an und für sich eine angenehme Stimme hat, das Buch auf hochdeutsch – also nix mit Allgäuer Mundart, die dem ganzen dann eine urige Atmosphäre verliehen hätte. In einem Printexemplar habe ich natürlich auch keinen Dialekt, doch den könnte ich mir dann wenigstens vorstellen. Auch liest Sarah Liu eher emotionslos und neutral – für mich kommt da keine rechte Stimmung auf und ich kann mich mit den gesprochenen Charakteren nicht identifizieren.

Die Handlung bzw. Aufbau, Fortgang und Lösung des Falles ist für meinen Geschmack zu unglaubwürdig und in großen Teilen leider arg vorhersehbar. Hinzu kommt, dass der eigentliche Fall, also die Stelle, als der Tote im Wald gefunden wird, sehr lange auf sich warten lässt. Das Vorgeplänkel rund um Luise und den Friseursalon ist mir einfach zu langatmig und unterinteressant. Auch der weitere Fortgang war für mich persönlich einfach nicht fesselnd, ich habe schlicht keinen Zugang zur Story gefunden. Die Charaktere blieben blass. Ich habe mich immer wieder gefragt, ob ich mit der Printausgabe nicht wesentlich mehr Freude gehabt hätte, weil ich mir da alles selbst hätte vorstellen können – Kopfkino quasi – was durch die für mich leider nicht passende Sprecherin völlig verloren ging.

Ich tue mich mit einer Sternebewertung gerade sehr schwer, da vieles eben nicht am Buch, am Schreibstil liegt, sondern an der für mich nicht guten Audio-Ausgabe. Ich möchte hier keinesfalls die schriftstellerische Leistung in Abrede stellen, das liegt mir fern. Doch für mich persönlich geht das Hörbuch einfach nicht, da nicht fesselnd, sondern eher langatmig. Die Story betreffend hätte ich mir mehr Lokalkolorit gewünscht, mehr Humor, mehr Authentizität und eine nicht ganz so vorhersehbare, teils recht realitätsferne Geschichte. Unter Berücksichtigung all dieser Punkte kann ich nur 2,5 Sterne geben – also nicht schlecht, aber auch nicht richtig gut.

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  • Erzählstil
  • Sprecherin
  • Handlung
  • Cover
Veröffentlicht am 03.09.2021

Zucker, Aluminium, Wasser – zum Nachdenken anregendes Sachbuch mit wenig überraschenden Infos

Stupid ways to die
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Dieses Sachbuch ist angefüllt mit allerlei zusammengetragenem Wissen über die drei Säulen Zucker, Aluminium und Wasser. Diese drei Themengebiete werden hier behandelt. Alle drei werden ausführlich beleuchtet, ...

Dieses Sachbuch ist angefüllt mit allerlei zusammengetragenem Wissen über die drei Säulen Zucker, Aluminium und Wasser. Diese drei Themengebiete werden hier behandelt. Alle drei werden ausführlich beleuchtet, mit Angaben von Studien/wissenschaftlichen Arbeiten/Literatur/etc. untermauert. Dies hat übrigens auch einen Anhang von immerhin 22 Seiten voller Quellen/Links/weiterführender Literatur zur Folge.

Für meinen Geschmack ist das ein bisschen zu viel des Guten. Impliziert der Titel des Buches doch: mit drei EINFACHEN Schritten länger leben. Hier hätte ich mir mehr Alltagsbezug und weniger Wissen aus Fremdquellen gewünscht. Das Wissen ist interessant, keine Frage. Doch neutralisiert der Autor aufgestellte Theorien relativ oft mit einer Bemerkung wie: „bis irgendwann genauere Methoden dieses evtl. doch aufzeigen“ oder „doch aktuell gibt es dazu keine wissenschaftliche Studie“. Das sind für mich einfach zu viele Könnte-seins und Wäre-möglichs.

Die Kapitel Zucker und Wasser waren für mich noch logisch, beim Kapitel Aluminium gab es für meinen Geschmack zu viele Vielleichts. Und der Satz „Davon abgesehen ist es höchst interessant festzustellen, dass die Häufigkeit von Brustkrebs mit dem Einkommen zu steigen scheint – böse Zungen schließen daraus, dass man sich die teuren aluminiumhaltigen Deos schließlich erst einmal leisten können muss“ klingt für mich sehr zynisch (zumal ich die Erfahrung gemacht habe, dass Deo ohne Alusalze meist teurer ist – also genau andersrum; aber das nur nebenbei).

Es gab vieles, was einen zum Nachdenken bringt, aber auch einiges, was einfach nicht so stimmig für mich war. Zu lesen ist das Buch Dank des sehr lockeren, für ein Sachbuch fast flapsigen Schreibstils sehr gut und flüssig. Jedoch wäre hier ein professionelles Lektorat angezeigt. Mir sind doch viele Fehler aufgefallen – keine Schreibfehler, sondern Satzbau, Aufbau etc. Das stört den Lesefluss ein wenig.

Für mich hat sich durch das Buch kein lebensverlängernder AHA-Moment ergeben. Auf Zucker versuche ich ohnehin weitestgehend zu verzichten und trinken tue ich den ganzen Tag über ausschließlich Leitungswasser. Pfannen mit zerkratzter Beschichtung fliegen bei mir raus. Um Aluminium in Medikamenten und Impfstoffen komme ich schlecht drumherum, wenn ich darauf angewiesen bin. Doch das hat natürlich keinen Einfluss auf meine Bewertung, weil diese Tatsache ja nichts an der Qualität des Buches ändert.

Fazit: ein Sammelsurium von Wissen über die drei Themen Zucker, Aluminium und Wasser; teils interessant, teils bekannt. Für mich persönlich jedoch nichts wirklich Neues und ich glaube, ich bin mit falschen Erwartungen an das Buch rangegangen. Für Neulinge, die sich noch nicht so mit diesen Themen befasst haben, sicherlich eine gute Grundlage, um sich selbst Gedanken zu machen und einiges an interessantem Wissen für sich herauszuziehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 31.08.2021

Ein Fantasy-Abenteuer zum Hindurchrauschen – sehr fesselnd und mitreißend

Falkenreiter - Flucht aus Luma
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Alex wird von ihren Eltern als Baby in die Hände einer Fremden gegeben – zu ihrem eigenen Schutz. Außer einem Satz Zauberkarten hat sie nichts, was sie an ihr früheres Leben erinnert. Doch Magie ist verboten ...

Alex wird von ihren Eltern als Baby in die Hände einer Fremden gegeben – zu ihrem eigenen Schutz. Außer einem Satz Zauberkarten hat sie nichts, was sie an ihr früheres Leben erinnert. Doch Magie ist verboten und auch das Verstecken eines Magiers steht unter schwerster Strafe. Sie wächst als Pflegekind bei Mirram und deren drei leiblichen Kindern auf und wird mehr schlecht als recht geduldet. Eines Tages verrät ihre Pflegeschwester Zerra sie, ihre Mutter und den kleinen Bruder Louie an die Schildwachen. Alex kann mit Louis und dem Haustier Pockel fliehen. Doch sie ist ein Magier-Kind und daher ständig in Gefahr, vom Falken des Königs gefunden und eliminiert zu werden. Und nicht nur von ihm! Eine Prophezeiung besagt, dass der König eines Tages durch die Hand eines Magier-Kindes sterben wird. So hat er sich von seinem damaligen Zauberer alle möglichen magischen Wachen schaffen lassen, die Zauberkraft aufspüren und eliminieren können. Die Flucht von Alex und Louie ist voller Gefahren. Und dann ist auch noch der Falkenreiter Danny mit seinem königlichen Spion hinter ihnen her… oder ist alles doch ganz anders, als es scheint?

Hach… ein tolles Buch. Richtig zum Abtauchen. Der absolut fesselnde und überaus locker zu lesende Schreibstil, die rasante Story mit den vielen fantasievollen Wesen, der Humor, der immer wieder durchblitzt und mich zu Lachen gebracht hat (ich sage nur: Pockel und seine durch Honigrosinen verursachten Verdauungsprobleme) – das alles ergibt in Verbindung mit den so lebendig gezeichneten Figuren und dem Setting eine Abenteuerwelt, die einfach Spaß macht.

Das Cover mit dem großen Falken und den gedeckten Farben sieht sehr düster aus – doch ist es keine düstere Geschichte. Es ist ein vor Fantasie sprühendes Abenteuer, dass nie wirklich brutal wird und ohne große Gewalt auskommt. Nichtsdestotrotz ist es super spannend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Freundschaft, Familie, Vertrauen, Mut sind die Themen, die hier zur Sprache kommen und verpackt sind in eine vor Lebendigkeit und Leichtigkeit flirrende Geschichte voller packender Szenen und viel Witz.

Für mich ein sehr gelungener Auftakt dieser Reihe, die wohl aus 2 Büchern bestehen wird. Und eins ist klar: Band 2 wird auf jeden Fall bei mir einziehen! Ich muss wissen, wie es mit Alex/Bubu, Louie, Hagos, Danny, Zerra, Mirram, Benn und wie sie alle heißen, weitergeht.

Fazit: für jeden Fantasy-Fan ein Must-Have. Nicht nur für Kinder ab 11 Jahren, sondern für alle Semester.

Die ausführliche Rezension inkl. Leseprobe und mehr bekommt ihr wie immer in meinem Blog LESEZAUBER_ZEILENREISE: https://lesezauberzeilenreise.blogspot.com/2021/08/falkenreiter-flucht-aus-luma-von-angie.html

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Veröffentlicht am 30.08.2021

Schwierige Themen sehr anspruchsvoll umgesetzt – sicher nicht für jedes Kind ab 11 Jahren geeignet

Wie man einen Tiger fängt
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Lily wird irgendwie immer übersehen, sie nennt das ihre Magie, unsichtbar zu sein. Ganz im Gegenteil zu ihrer Schwester Sam, die immer sofort auffällt und jeden für sich einnimmt. Nach dem Tod ihres Vaters ...

Lily wird irgendwie immer übersehen, sie nennt das ihre Magie, unsichtbar zu sein. Ganz im Gegenteil zu ihrer Schwester Sam, die immer sofort auffällt und jeden für sich einnimmt. Nach dem Tod ihres Vaters ist alles anders und jetzt ziehen sie auch noch weg aus Kalifornien in den kleinen Ort Sunbeam. Als sie ihrer Omi von dem Tiger erzählt, reagiert diese erst abweisend, erzählt ihr dann aber die Geschichte, sie hätte dem Tiger vor langer Zeit Geschichten gestohlen und versteckt. Diese möchte er nun wiederhaben. Oma hat schon immer Geschichten erzählt, koreanische Märchen. Doch zurzeit verhält sie sich sehr seltsam, was an einem Hirntumor liegt, wie die Mädchen irgendwann erfahren. Ihre Omi wird sterben. Lily will sie retten und muss dazu den Tiger finden/fangen. Als ihr das mithilfe des neuen Freundes Ricky gelingt, geht sie mit der Tigerin einen Deal ein: sie gibt ihr die gestohlenen Geschichten, im Gegenzug sorgt die Tigerin dafür, dass es Halmoni besser geht. Doch kann man einem Tiger trauen? Noch dazu einem magischen?

Es fällt mir irre schwer, eine Zusammenfassung des Buches wiederzugeben. Jedes Wort ist hier eigentlich ein Wort zu viel, weil man es ganz schlecht schafft, den Inhalt zu erzählen, ohne zu viel zu spoilern. Fangen wir beim Cover an: es passt zum Inhalt (Tiger, Sternenhimmel), impliziert aber eher ein Kinderbuch, also eine einfache Lektüre. Und das ist „Wie man einen Tiger fängt“ ganz und gar nicht. Ich persönlich bin mit der Altersempfehlung ab 11 Jahren nicht einverstanden, da m.M.n. Kinder in dem Alter noch nicht alles erfassen können, was und wie es hier passiert. Es geht um Tod, um Verluste, um Familie, um Glaube, Liebe und Hoffnung. Teilweise sehr locker erzählt und leicht verständlich, dann wieder sehr tiefgründig, fast philosophisch und nicht gerade einfach. Nebenbei wird auch Homosexualität thematisiert.

Für mich durchaus ein gutes, berührendes Buch, toll geschrieben mit bildhaften Charakteren. Doch irgendwie auch schlecht greifbar und wie gesagt: für jüngere Leser wohl eher überfordernd. So auch das Nachwort der Autorin, in dem Themen angesprochen werden, die Kinder so sicher nicht verstehen (Kolonialismus, Trostfrauen, ursprüngliche, koreanische Mythen, die soziale Bedeutung des Weiblichen, etc.).

Ich selbst würde dem Buch 4,5 von 5 Sternen (sehr gut) geben. Da ich es aber auch aus Sicht der Zielgruppe sehen muss und es da in meinen Augen einfach nicht passt, werden es nur 3 Sterne (gut). Ich hoffe, meine Begründung ist nachvollziehbar und verständlich. Es liegt mir fern, das Buch schlecht zu bewerten (wobei 3 ja nicht schlecht ist). Mir ist nur wichtig, dass Leser, die meine Rezension evtl. zum Anlass nehmen, das Buch für ein Kind zu kaufen, wissen, was sie erwartet und es besser einschätzen können.

Meine ausführliche Rezension findet ihr wie immer in meinem Blog LESEZAUBER_ZEILENREISE: https://lesezauberzeilenreise.blogspot.com/2021/08/wie-man-einen-tiger-fangt-von-tae-keller.html

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Veröffentlicht am 27.08.2021

Ein Buch über Einsamkeit, Verlassenwerden, Vertrauen und die grenzenlose Schönheit der Natur – nicht umsonst überall hoch gefeiert

Der Gesang der Flusskrebse
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1952, North Carolina, irgendwo in den Marschen: Kya, gerade einmal 6 Jahre alt, sieht zu, wie ihre Mutter sie verlässt. Tage-, wochen-, monatelang wartet sie auf deren Rückkehr. Doch stattdessen gehen ...

1952, North Carolina, irgendwo in den Marschen: Kya, gerade einmal 6 Jahre alt, sieht zu, wie ihre Mutter sie verlässt. Tage-, wochen-, monatelang wartet sie auf deren Rückkehr. Doch stattdessen gehen auch alle ihre älteren Geschwister weg und lassen sie mit dem jähzornigen, alkoholkranken Vater allein zurück. Bis auch er später verschwindet. Auf sich allein gestellt, ohne Schulbildung und erst 9 Jahre alt lebt sie nun vom Verkauf von Muscheln und kommt damit mehr schlecht als recht über die Runden. Die Bewohner der Küstenstadt behandeln sie wie eine Aussätzige, schließlich ist sie nur eine ungebildete Sumpfbewohnerin. Nur Tate, ein alter Freund ihres Bruders, besucht sie und bringt ihr das Lesen und so viel mehr bei. Als sie 15 ist, ist er ihre erste Liebe. Dann verlässt auch er sie. Chase taucht auf, der Vorzeigejunge von Barkley Cove. Und obwohl Kya es nicht will, hängt sie ihr Herz nun an ihn.
1969: Chase wird tot am Fuße des Feuerwehrturms in den Marschen aufgefunden. Der Verdacht fällt schnell auf Kya, kein Wunder bei den vielen herrschenden Vorurteilen gegen sie. Die Todesstrafe droht.

Kya über die vielen Jahre von ihrem 6. Lebensjahr an zu begleiten ist einerseits wunderschön, andererseits furchtbar traurig. Aber IMMER sehr berührend!
Ihre tiefe Verbundenheit mit dem Marschland, geboren aus der Not heraus, sich – verlassen von allen, die doch verdammt nochmal für sie hätten da sein müssen – nicht einsam zu fühlen ist so greifbar beschrieben. Ihre Ängste und Sorgen, die Kontakte zu den Menschen, die sie nicht gleich von sich stoßen, ihre Beziehung zu Tate, die Art und Weise, wie sie sich völlig der Natur verschrieben hat – großartig!

Der Aufbau ist schlicht brillant: ich erfahre zuerst von Chases Tod im Jahr 1969 und springe dann zwischen diesem Jahr und den stattfindenden Mordermittlungen und den früheren Jahren hin und her, um dann letztlich wieder im Jahr 1969 und später zu landen. Es ist kein Krimi. Der Mordfall ist zwar Mittelpunkt der Story, die Ermittlungen werden aber durch die Geschichte von Kyas Leben in den Schatten gestellt, bis am Ende dann alles zusammenläuft. Die Figuren sind authentisch und lebendig und eindrücklich geschrieben, das zusammen mit der berührenden Story, dem wundervollen Setting, den so bildhaften Naturbeschreibungen ergibt einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte.

Fazit: ein Buch für Krimifans, für Naturliebhaber, für Fans von Dramen und Liebesgeschichten und für alle, die sich von einer Geschichte mal wieder so richtig über die Gefühlsachterbahn jagen lassen wollen. Ein intensives, anrührendes Buch und ganz sicher ein Lesehighlight!

Die ausführliche Rezension inkl. Leseprobe und noch VIEL mehr findet ihr in meinem Blog LESEZAUBER_ZEILENREISE: https://lesezauberzeilenreise.blogspot.com/2021/08/der-gesang-der-flusskrebse-von-delia.html

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