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Veröffentlicht am 04.04.2021

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle

All This Time – Lieben heißt unendlich sein
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„Was, wenn du morgen aufwachen würdest und ich bin weg und jeder erzählt dir, es hätte mich nie gegeben? (…) Würdest du dann aufhören, mich zu lieben (…)?“

Das Jugendbuch „All This Time – Lieben heißt ...

„Was, wenn du morgen aufwachen würdest und ich bin weg und jeder erzählt dir, es hätte mich nie gegeben? (…) Würdest du dann aufhören, mich zu lieben (…)?“

Das Jugendbuch „All This Time – Lieben heißt unendlich sein“ von Mikki Daughtry und Rachael Lippincott ist ein an sich abgeschlossenes Buch.
Es handelt von Kyle und Marley, die beide schwere Verluste in ihrem Leben erlitten haben. Nach einem Autounfall verliert Kyle seine Freundin Kimberly, die sich kurz davor in einem riesigen Streit von ihm getrennt hat. Auch Marley hat eine große Last auf ihren Schultern sitzen. Auf dem Friedhof lernen sich die beiden kennen und was zuerst als Freundschaft begonnen hat, wird zu mehr. Jedoch kommen beide nicht mit ihren Schuldgefühlen und ihrer Trauer zurecht und haben Zweifel, ob mehr als nur Freundschaft zwischen ihnen, angebracht wäre.
Die Geschichte wird aus Kyles Perspektive erzählt, was eine sehr gute Abwechslung zu anderen Jugendbüchern ist. Man kann dadurch sowohl Kyles als auch Marleys Gefühle sehr gut erkennen und nachvollziehen. Die Charaktere sind gut beschrieben und man kann sich wunderbar in der Geschichte zurechtfinden. Der Schreibstil ist fantastisch. Die Geschichte ist sehr leicht zu lesen und man will gar nicht mehr aufhören.
Vor allem die Balance aus Trauer und Freude gefällt mir. Es ist regelrecht eine Achterbahnfahrt der Gefühle! Es wird nie langweilig und es gibt einen nicht vorhersehbaren Plot Twist, der die Geschichte um so vieles besser macht. Mir ist regelrecht die Kinnlade runtergeklappt!

Fazit:
Das Buch gehört ab jetzt zu meinen Lieblingsbüchern. Der Schreibstil ist fantastisch, die Geschichte ist fesselnd und der Plot Twist ist einfach genial. Gefühle sind vorprogrammiert und man sollte auf jeden Fall ein Taschentuch parat haben. Wer außergewöhnliche Liebesgeschichten mit traurigem Hintergrund mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen!
Es gibt auf jeden Fall fünf von fünf Sterne von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.03.2021

Grausam und wunderbar zugleich

Das Lied der Nacht
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Das High-Fantasy Buch „Das Lied der Nacht“ von der Autorin C.E.Bernhard ist der erste Band der Wayfarer-Saga.
Es handelt von dem Wanderer Weyd und seinen Gefährten. In dem Königreich Schur, wo sie leben, ...

Das High-Fantasy Buch „Das Lied der Nacht“ von der Autorin C.E.Bernhard ist der erste Band der Wayfarer-Saga.
Es handelt von dem Wanderer Weyd und seinen Gefährten. In dem Königreich Schur, wo sie leben, ist es verboten Feuer in der Nacht zu entzünden und zu singen. Jedoch wird ein nahegelegenes Dorf von menschenabschlachtenden Schatten befallen, welche nur durch das Lied der Nacht zu besiegen sein scheinen.
Es gibt Bonusmaterial, welches man durch die App „Dein AR Viewer“ entdecken kann. An sich ist dies eine schöne Idee, aber meiner Meinung nach ist dieses Bonusmaterial relativ langweilig und man hätte daher mehr VR Inhalte einbauen können, die den Leser mehr interessieren und das Buch vielleicht sogar verbessern könnten.
Der Schreibstil ist zuerst gewöhnungsbedürftig. Es wird sehr detailreich in der dritten Person erzählt. Über den Erzähler selbst weiß man nichts, nur, dass er die Geschichte an einem Lagerfeuer erzählt. Die Charaktere sind ebenfalls sehr geheimnisvoll und man bekommt leider viel zu wenig Einblick in ihr Inneres gewährt.
Die Idee des Buches ist jedoch sehr originell und einzigartig. Durch die detaillierten Beschreibungen kann man sich die ganze Geschichte, die Landschaften und Charaktere sehr gut vorstellen, jedoch ist dies nicht das Einzige, was ausführlich beschrieben wird. Denn auch äußerst grausame Massaker und eine Vergewaltigung werden haarklein dargestellt.
Was mir dennoch besonders gut an dem Buch gefällt, ist die Vorstellung, dass man mit allem und jedem kommunizieren kann, wenn man dessen Sprache beherrscht. So kann man mit dem Feuer, Wasser, Tieren, Klängen, usw. reden und sie gegebenenfalls auch darum beten, sich zu verstärken.

Insgesamt ist es eine schöne Geschichte, die jedoch an manchen Stellen zulange gezogen wirkt. Die detailreichen Beschreibungen machen das Buch wunderbar und grausam zu gleich. Deshalb kann ich ihm auch nur drei von fünf Sternen geben. Wer Probleme mit blutreichen Massakern und Vergewaltigungen hat, sollte dieses Buch nicht lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.12.2020

Eine fabelhafte LGBTQ+ Geschichte!

The Music of What Happens
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,,Aber die Nähe zu Max macht mich besoffen.“

In dem Jugendbuch ,,The Music of what Happens“ von Bill Konigsberg aus dem One Verlag, geht es um Max und Jordan. Max spielt gerne Sport und Videospiele und ...

,,Aber die Nähe zu Max macht mich besoffen.“

In dem Jugendbuch ,,The Music of what Happens“ von Bill Konigsberg aus dem One Verlag, geht es um Max und Jordan. Max spielt gerne Sport und Videospiele und hängt mit seinen Freunden (den Amigos) ab, wohingegen Jordan eher introvertiert ist, Gedichte schreibt und sich mit seinen besten Freundinnen (den Ehefrauen) in der Mall trifft. Zufällig bekommt Max ein Gespräch zwischen Jordan und seiner Mutter mit, in dem es, um ihre hohen Schulden geht. Daraufhin beschließt er zusammen mit Jordan in dessen Food-Truck zu arbeiten und die beiden lernen sich schnell besser kennen.

Meinung
Das Cover ist schon mal sehr süß. Max und Jordan sind darauf abgebildet und schauen sich in die Augen und halten Händchen. Auch die kleine Illustration des Food-Trucks am Anfang jeden Kapitels ist sehr hübsch.
Die Kapitellänge ist auch perfekt und der Spannungsbogen zieht sich durch das ganze Buch.
Die Geschichte von Max und Jordan hat mich gefesselt und ich bin von ihr beeindruckt. Man liest selten eine so schöne Liebesgeschichte. Zudem ist es gut, dass es auch andere Themen, als LGBTQ+ gibt. Der Food-Truck steht die ganze Zeit im Vordergrund und auch die Amigos, Ehefrauen und Mütter von Max und Jordan spielen eine wichtige Rolle.
Das Buch ist sehr schön geschrieben. Humor- und Gefühlvoll. Was will man mehr?
Auch die Charaktere sind vielseitig.
Max, der Sportler, wird einfach nicht als das gesehen, was er ist. Die meisten aus der Schule sehen ihn als einen Bro-Typen, jedoch hat er ganz andere Seiten, die er durch Jordan ausleben kann. Vor allem seine Vorgeschichte hat mich gerührt und ich war ziemlich erschreckt darüber.
Jordan, der Dichter, ist auch nicht nur der schwule Beste Freund von Pam und Kayla. Er kann so viel mehr als das sein. Er ist lustig, ernst und muss so viel Last auf den Schultern tragen. Seine Mutter macht ihm sein Leben dabei auch nicht viel erträglicher. Deshalb ist es auch so schön, dass Max und Jordan sich gefunden haben, denn sie ergänzen sich perfekt und helfen sich gegenseitig mit ihren Lasten.
Pam und Kayla mag ich jedoch nicht so gerne. Sie nehmen Jordan nicht richtig ernst und lassen ihn nicht wirklich ausreden. Sie fokussieren sich nur auf sich und Jordan muss deshalb einiges einstecken.
Auch Jordans Mutter ist mir sehr unsympathisch. Sie ist keine große Hilfe für ihn und ist egoistisch.

Fazit
Das Buch ist einfach fantastisch. Es bringt einem zum Weinen, Lachen und Kopfschütteln. Eine fabelhafte LGBTQ+ Geschichte! Max und Jordan sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich bin davon überzeugt, dass ihr sie auch lieben werdet.
Wer also gerne eine rührende Liebesgeschichte liest, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 26.10.2020

Eine wunderbare Liebesgeschichte

Cinder & Ella
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In dem Jugendbuch geht es um ein achtzehnjähriges Mädchen namens Ellamara, das nach einem schweren Autounfall ein neues Leben beginnen muss. Ella-so wird sie von allen genannt-verliert ihre Mutter durch ...

In dem Jugendbuch geht es um ein achtzehnjähriges Mädchen namens Ellamara, das nach einem schweren Autounfall ein neues Leben beginnen muss. Ella-so wird sie von allen genannt-verliert ihre Mutter durch einen Autounfall und muss zu ihrem Vater ziehen, der sie vor zehn Jahren für eine neue Familie verlassen hat. Dazu kommt auch noch, dass Ella schwere Komplexe wegen ihrer Narben hat, die sie durch den Autounfall bekommen hat. Doch durch all diese Probleme hilft ihr Cinder, ein Internetfreund, der im wahren Leben ein berühmter Schauspieler ist, was Ella aber nicht weiß.
Die Geschichte von Cinder und Ella hat mich von Anfang an gefesselt. Die Spannung steigert sich das ganze Buch bis zum Ende hin durch und durch die authentischen Figuren zieht die Geschichte einen in ihren Bann. Man kann sich sehr gut in Ella und auch in Cinder hineinversetzen, da es Kapitel sowohl aus Ellas als auch aus Brians (Cinders) Sicht gibt. Vor allem der Schreibstil macht es einem leicht, die beiden zu lieben, da das Buch genau mit dem richtigen Maß an Humor geschrieben wurde. An manchen Stellen musste ich lachen, an anderen wiederum weinen und die ganze Zeit habe ich mit Ella mitgefiebert und mich riesig gefreut, wenn ihr etwas Gutes widerfahren ist.
Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, da es zu einem meiner Lieblingsbücher geworden ist, was wirklich nicht leicht zu schaffen ist. Wenn ihr auf der Suche nach einer wunderbaren Liebesgeschichte seid, die humorvoll und spannend geschrieben ist und euch auf jeden Fall zum Schmunzeln bringt, kann ich euch dieses Buch nur ans Herz legen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2020

Gelungene Fortsetzung

Cinder & Ella
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In dem zweiten und somit letzten Band der Dilogie geht es um Brians und Ellas Probleme, die durch ihren Ruhm entstehen. Denn jetzt ist Ella nicht nur die Freundin des berühmten Schauspielers Brian Oliver, ...


In dem zweiten und somit letzten Band der Dilogie geht es um Brians und Ellas Probleme, die durch ihren Ruhm entstehen. Denn jetzt ist Ella nicht nur die Freundin des berühmten Schauspielers Brian Oliver, sondern ist selber zur Berühmtheit geworden und hat nun einen großen Einfluss in Hollywood. Doch das Rampenlicht ist nicht Ellas einziges Problem, denn zu dem ganzen Alltagsstress kommt es auch noch zu vielen familiären Problemen, die Ellas und Brians Liebe auf die Probe stellen.
Nachdem ich das Buch beendet habe, war ich unsagbar traurig, da die Geschichte von Cinder und Ella nun vorbei ist, doch ich war auch glücklich darüber, dass es so eine schöne und gut geschriebene Geschichte ist. Die Spannung bleibt immer noch das ganze Buch über erhalten und der Schreibstil macht es einem leicht mit den Charakteren mitzufiebern. Es gibt genauso wie im ersten Band, Kapitel, die aus Brians Sicht geschrieben sind und Kapitel, die aus Ellas Sicht geschrieben sind. So lässt sich die Geschichte viel leichter und aus allen Blickwinkeln verfolgen.
Ich muss hiermit ein großes Lob auf die Autorin aussprechen, da sie so eine wunderbare Geschichte erschaffen hat und das zweite Band mindestens genauso gut wie das erste geschrieben hat, was viele nicht schaffen.
Die Cinder & Ella Reihe zählt nun zu meinen Lieblingsgeschichten und ich freue mich schon darauf mehr von Kelly Oram zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere