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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2020

Schnelle, einfache Rezepte, die schmecken.

Pinch of Nom
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Ich habe dieses schöne Kochbuch als Leseexemplar erhalten und daher gleich einige Rezepte ausprobiert um eine Bewertung dazu abgeben zu können.

Alle Rezepte sind wirklich sehr einfach und im großen und ...

Ich habe dieses schöne Kochbuch als Leseexemplar erhalten und daher gleich einige Rezepte ausprobiert um eine Bewertung dazu abgeben zu können.

Alle Rezepte sind wirklich sehr einfach und im großen und ganzen schnell nachgekocht. Jedes Rezept beinhaltet eine Angabe zu Vorbereitungs- und Kochzeit. Das ist sehr praktisch wenn man gerne zu einer bestimmten Zeit fertig sein möchte und so wie ich gerne mal spontan ein Rezept sucht das einfach und schnell geht.

Die Einteilung der Kapitel nach Frühstück, Fake away, schnelle Mahlzeiten, Suppen und Eintöpfe, heiß aus dem Ofen, Snacks und Beilagen sowie süße Versuchungen finde ich ebenfalls sehr gelungen.

In der Einleitung wird erklärt, das zu den Rezepten neben einer Kcal-Angabe auch die Info angegeben wird ob dieses für "jeden Tag", "1x pro Woche" oder nur für "besondere Anlässe" geeignet ist - wenn man abnehmen möchte, denke ich. ;)

Hier ist mir allerdings aufgefallen das verhältnismäßig viele Rezepte für 1x pro Woche und besondere Anlässe enthalten sind. Was es gerade Käufern, die an Gewicht verlieren wollen ev. schwierig macht abwechslungsreiche Gerichte in dem Buch zu finden. Erwartungsgemäß finden sich unter den süßen Versuchungen fast ausschließlich Speisen der letzten Kategorie.

Positiv zu bemerken ist hierbei jedoch das es den Nutzer vielleicht dann doch etwas darauf sensibilisiert worauf er /sie bei der Auswahl von Speisen achten muss wenn er/sie abnehmen möchte. Und wie wir alle wissen schmecken eben die Dinge meist am Besten, die wir uns nur ab und zu gönnen sollten. ;)

Was könnte man an diesem Buch noch verbessern?
1) Die Rezepte sind sehr fleischlastig, eine vegetarische alternative dazu wäre nett.
2) Viele Rezepte enthalten fertige Teige, Brötchen oder Tortilla-Wraps. Macht Sinn wenn es schnell gehen muss. Allerdings würde mir eine alternative besser gefallen wo mir ein Rezept mit gegeben wird wo ich diese Teige, Brötchen, Wraps ev. selbst zubereiten kann.
3) Fettarmes Kochspray ist bei den meisten Rezepten in Verwendung. Dieses ist bei uns in Österreich nicht sehr verbreitet. Meiner Meinung nach zu recht, da ich ernsthaft daran zweifle das man so ein Produkt in einer gesunden Variante hinbekommt.

Im Großen und ganzen aber ein sehr gelungenes Buch, das sogar meinen Mann dazu veranlasst hat ein-zwei Rezepte zu versuchen Weil sie eben wirklich einfach sind.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 22.09.2019

Viele Geschichten laufen in Beckomberga zusammen

Die einzige Zeugin
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Die Geschichte

Eva hat ihre 17-jährige Ehe mit Svante beendet. Nun da er sich ein neues Leben mit einer neuen Partnerin aufbaut zweifelt Eva jedoch an ihrer Entscheidung und möchte ihren Ex-Mann gerne ...

Die Geschichte

Eva hat ihre 17-jährige Ehe mit Svante beendet. Nun da er sich ein neues Leben mit einer neuen Partnerin aufbaut zweifelt Eva jedoch an ihrer Entscheidung und möchte ihren Ex-Mann gerne wieder zurück haben.

Deshalb kontaktiert sie ihn immer wieder und beobachtet ihn sogar heimlich. Er lebt seit kurzem in einer exklusiven Siedlung in einem neu erschlossenen Wohngebiet, welches auf dem Grund einer ehemaligen Nervenheilanstalt gebaut wurde.

Eines Abends als Eva ihn wieder einmal verfolgt wird er jedoch ermordet und der Verdacht fällt auf Eva. Nun ist es an ihr ihre Unschuld zu beweisen, doch die einzige Person die den Mord gesehen haben könnte, eine rumänische Bettlerin, ist Spurlos verschwunden.

Auf den Spuren der Zeugin gelingt es Eva wieder Kontakt zu ihrem Sohn herzustellen, der der kapitalistischen Welt den Rücken gekehrt hat. Eva erhält einen Einblick in die Welt der Roma und lernt die "autonome" Szene kennen.

Wird es ihr gelingen die Bettlerin aufzuspüren und mit denen Hilfe der Polizei die nötigen Informationen zu liefern?

Unterdessen werden noch weitere Mordopfer auf dem Gelände der neuen Wohnsiedlung entdeckt, was die Bewohner verunsichert und dazu veranlasst eine Sicherheitswache aufzustellen. Der Gedanke daran, das auf dem Gebiet in der Vergangenheit die größte psychiatrische Einrichtung Europas gelegen hatte, trägt nicht unbedingt zum Wohlfühlfaktor bei.


Die Bewertung

Die Gegenüberstellung der unterschiedlichen Lebensweisen verschiedener kultureller und ideologischer Gruppen machen diesen Krimmi zu etwas einzigartigem.

Die Sprünge in die Vergangenheit der psychiatrischen Behandlungsmethoden und zurück in die Gegenwart mit der Situation der Wohnungsknappheit in Schweden, gepaart mit dem Luxusbedürfnis der Mittelschicht, geben einen interessanten Kontrast ab.


Die Empfehlung

Ich empfehle das Buch besonders jenen Krimmi-Lesern die Geschichten mögen in denen es mehrere Handlungsstränge gibt die am Ende das Gesamtbild formen. Ein Interesse an anderen Kulturen und Weltanschauungen trägt zum Lesevergnügen bei.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 14.07.2019

Ist das Optimum wirklich das Beste das wir erreichen können?

Die Unvollkommenen
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Wenn Menschen und Roboter gleichwertig nebeneinander leben und alle miteinander verbunden sind. Über die totale Überwachung und dem Wunsch nach dem ewigen Leben.

Die Geschichte

Lila, eine Systemkritikerin ...

Wenn Menschen und Roboter gleichwertig nebeneinander leben und alle miteinander verbunden sind. Über die totale Überwachung und dem Wunsch nach dem ewigen Leben.

Die Geschichte

Lila, eine Systemkritikerin und Revolutionsanführerin erwacht im Jahr 2057 nach 5 Jahren nach ihrer Verurteilung aus dem künstlichen Koma im Internat.

Das Internat hat in der herrschenden Optimalwohlökonomie alle bisherigen Gefängnisse abgelöst. Verbrecher werden entweder dort oder im Koma, weggesperrt um die Bevölkerung zu schützen.

Den Bewohnern des Internats fehlt es jedoch an nichts, hervorragendes Essen, unterhaltsames Freizeitprogramm und attraktive Weiterbildungsprogramme stehen an der Tagesordnung. Einzig jeglicher Kontakt zur Außenwelt sind verwehrt.

Lila schafft es jedoch nicht ihre Prinzipien über Board zu werfen und findet im Internat einen Verbündeten mit dem sie eine Flucht in Erwägung zieht.

In den letzten 5 Jahren ist jedoch viel passiert das Lila noch nicht weiß. Die Roboter haben sich weiterentwickelt und leben quasi gleichberechtigt mit den Menschen zusammen. Um das Optimalwohl zu erhalten werden Menschen sowie Roboter komplett überwacht. Subjekte die das Optimum gefährden werden ermahnt und wenn nötig weggesperrt oder ausgeschalten.

Die Bewertung

Das Buch beginnt im Internat wo man nach und nach Details über Lila und die Welt im Jahr 2057 erfährt.
Lila ist eine sympathische Frau Mitte 30 der 5 Jahres ihres Lebens gestohlen wurden. Fast jeder dem sie begegnet schein ein doppeltes Spiel mit ihr zu spielen. Es ist spannend wie sie mit dieser Tatsache und dem Wechselspiel an Gefühlen, das in ihr im Verlauf der Handlung in ihr statt findet zurecht kommt und dabei versucht trotzdem die "richtigen" Entscheidungen zu treffen.

Themen wie "die totale Überwachung", "Menschen vs. Maschine" und "der Wunsch nach dem ewigen Leben" werden in diesem Buch behandelt und regen zum nachdenken an.

Im Verlauf der Geschichte gibt es immer wieder Wendungen in der Handlung die den Leser überraschen und es wird immer schwerer das Buch aus der Hand zu legen.

Das dem Buch "Die Unvollkommenen" "Die Optimierer" voran gehen, stört weder das Lesevergnügen noch das Verständnis der Handlung.

Die Empfehlung

Sience Fiction Fans kommen in diesem Buch – das gar nicht so weit in der Zukunft stattfindet – voll auf ihre Kosten.

Heavy User von Social Media und Technikfans werden an der ein oder anderen Stelle vielleicht etwas zum Nachdenken angeregt, ob alle Entwicklungen in diesen Bereichen immer nur gutes mit sich bringen!?!

Nach "The Circle", wieder einmal ein Buch das es geschafft hat, das Thema "totale Überwachung" so aufzubereiten, das einem ein kleiner Schauer über den Rücken läuft.

  • Cover
  • Idee
  • Geschichte
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 09.06.2019

Denk NICHT daran.

THINK - Sie wissen, was du denkst! - Folge 1
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Geschichte.

Think, heißt eigentlich Kathy, sie mag ihren Spitznamen eigentlich nicht, aber sie hat gelernt ihn zu akzeptieren. Denn er beschreibt was sich jeden Tag tut. In den Gedanken ihrer Probanden ...

Geschichte.

Think, heißt eigentlich Kathy, sie mag ihren Spitznamen eigentlich nicht, aber sie hat gelernt ihn zu akzeptieren. Denn er beschreibt was sich jeden Tag tut. In den Gedanken ihrer Probanden "mithören" um schlimme Dinge zu verhindern und sie bei ihrem neuen Leben nach dem Knast zu unterstützen.

Dabei hat sie selbst noch nicht alles aus ihrer Vergangenheit überwunden. Mit ausgiebigen Partynächten versucht sie sich, neben ihrem Job vom grübeln über das was war abzuhalten.

Kann es sein das ihr dabei etwas entgangen ist? Nein. Clay ihr neuester Proband ist unschuldig, dessen ist sie sich sicher. Aber wie kann sie das beweisen? Oder irrt sie sich und er hat die schreckliche Tat doch begangen?

Bewertung

Der Perspektivenwechsel beim Erzählen bringt dem Leser nahe wie es sein muss nicht nur seine eigenen Gedanken, sondern auch die von drei weiteren Personen, im Kopf zu haben.

Die Geschichte ist originell und spannend erzählt. Wie würde eine Zukunft mit der technischen Möglichkeit des Gedankenlesen wohl tatsächlich aussehen? Wofür würde diese Technologie als erstes eingesetzt werden?

Ein Plot der zum Nachdenken anregt und eine Detektiv-Geschichte der etwas anderen Art.

Ich empfehle dieses Buch für Krimifans die gerne auch mal ein bisschen Science Fiction lesen.

  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Spannung
Veröffentlicht am 04.06.2019

Lüge, Lüge und Intrige.

Mutter Seelen Allein
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Eine Mutter die mit all ihren Pflichten heillos überfordert ist. Ein Stalker. Ein Vater der sich aus der Verantwortung zieht. Eine Leihoma die einfach nur geliebt werden möchte. Und eine verständnisvolle ...

Eine Mutter die mit all ihren Pflichten heillos überfordert ist. Ein Stalker. Ein Vater der sich aus der Verantwortung zieht. Eine Leihoma die einfach nur geliebt werden möchte. Und eine verständnisvolle Freundin die immer ein offenes Ohr hat. - Und dann gibt es da noch diese Mutter, die nicht für ihr Kind da sein konnte, als es sie am dringendsten gebraucht hätte.

Die Geschichte

Katharina ist die Mutter des 5-jährigen Timo. Sie liebt ihren Sohn über alles. Sie kann sich glücklich schätzen mit ihrem erfolgreichen Ehemann Patrick in einem so wunderbaren Haus mit Garten zu leben. Darum tut sich auch alles um die perfekte Ehefrau und Mutter zu sein, auch wenn das nicht immer einfach ist. Zum Glück gibt es da Adele, sie hat selbst keine Kinder, und ist über jede Minute froh, die sie mit Timo verbringen darf.

Patrick ist als Arzt in seinem Beruf sehr gefordert. Doch mit einem kleinen aufgeweckten Kind im Haus kommt er nur schwer zur Ruhe. Da braucht er auch ab und an mal Zeit für sich alleine. Was für ein Glück das Katharina das versteht und ihm seinen Freiraum gibt.

Als Timo plötzlich verschwindet wird Katharina mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontiert. Sie weiß das sie jetzt stark sein muss. Sie wird ihre gesamte Kraft zusammen nehmen und alles tun um ihren Sohn zurück zu bekommen und ihre Familie, für die sie alles gegeben hat, wieder zu vereinen.

Bewertung

Jeder der Charaktere hat seine eigenen Geheimnisse, die nach und nach gelüftet werden. Dadurch wird die Geschichte immer Vielschichtiger. Als Leser wird man richtig gefesselt, von der Frage was mit dem kleinen Timo nun tatsächlich passiert ist.

Trotz des mehrfachen Wechsels zwischen der Erzählperspektive und der Zeit in der Handlungsverläufe kann man dem Plot mühelos folgen.

Empfehlung

Ich empfehle dieses Buch für alle Leser die verworrene Geschichten mögen und auch gerne aufdecken, was in den einzelnen Personen schlummert und die Beweggründe für deren Handlungen sind.

Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, so dass sich das Buch auch für "Kurzstrecken-Leser" gut eignet. Obwohl man ab einem gewissen Punkt das Buch einfach nicht mehr zuklappen möchte, um zu erfahren wie es weiter geht.