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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2021

Leider gar nicht mein Fall .... Schreckliche Hauptprotagonstin, aber toller Schreibstil

What if we Drown
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Ich sage es gleich: Das war nicht mein Buch….
Obwohl mir der Einstieg in die Geschichte richtig gut gefallen hat und Sarah Sprinzs toller Schreibstil mich sofort fesseln konnte, war die Geschichte von ...

Ich sage es gleich: Das war nicht mein Buch….
Obwohl mir der Einstieg in die Geschichte richtig gut gefallen hat und Sarah Sprinzs toller Schreibstil mich sofort fesseln konnte, war die Geschichte von Laurie und Sam leider überhaupt nicht mein Fall. Grund für: Laurie. Aber fangen wir von vorne an.

Ich habe das Buch ziemlich schnell durchgelesen, was vor allem an Sarahs tollem Schreibstil und dem fantastischen Setting lag. Wer selbst schon mal in Kanada war weiß, wie toll die Landschaft dort ist und wie sympathisch die Mentalität der Kanadier sein kann. Sarah Sprinz hat beides wahnsinnig toll umgesetzt und wirklich gut beschrieben, sodass ich oft die Szenen direkt vor Augen hatte. Ich mochte ihren Schreibstil wirklich gerne. Er ist locker und erfrischend, dabei aber auch emotional und zwischendurch sogar tiefgründig-poetisch. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Mischung aus deutsch und englisch zwischendrin. Ich bin kein Fan von Denglisch und finde es gerade bei einem kanadischen, amerikanischen oder englischen Setting auch total unnötig.

Die Charaktere waren mir anfangs noch sehr sympathisch. Ich mochte die Idee von Lauries Neuanfang und fand die erste Begegnung mit Sam wirklich süß. Beides war nicht neu, aber gut umgesetzt und darauf kommt es für mich schlussendlich an. Aber dann erfährt Laurie wer Sam wirklich ist und es geht – für mich – bergab. Ihr Verhalten war einfach schrecklich und ich kann nicht verstehen, wie man so sein kann. Klar, sie trauert und das tut mir auch wirklich leid für sie, denn ihre Emotionen sind wirklich bei mir angekommen, aber was sie da mit Sam tut ist einfach nur kindisch, schrecklich, egoistisch und gemein. Dabei weiß sie von Anfang an, dass ihr Verhalten falsch ist und trotzdem beißt sie sich an ihrer Idee fest wie ein Hund an seinem Knochen. Ich habe mich die meiste Zeit einfach schrecklich über sie aufgeregt, was ich echt schade fand, denn es gab auch schöne Momente im Buch. Ich konnte Lauries Schmerz durchaus nachvollziehen und habe mir für sie gewünscht, dass es ihr bald besser geht. Nichtsdestotrotz war sie schrecklich zu Sam und hat ihre Trauer ständig als Ausrede genutzt, was ich einfach nicht nachvollziehen kann.
Sam fand ich toll, weshalb ich Laurie noch weniger mochte. Denn wer nur ein einziges Gespräch mit ihm führt, weiß, dass er ein herzensguter Mensch ist, der unter den Ereignissen jener schrecklichen Nacht leidet und alles versucht, um es wieder gut zu machen. Die Liebesgeschichte konnte ich demnach auch nicht fühlen. Ich fand sie echt süß, aber da mir Laurie so unsympathisch war, hätte ich mir für Sam eine bessere Frau gewünscht.


FAZIT

What if we Drown war leider überhaupt nicht mein Fall. Obwohl mich sowohl der Schreibstil als auch das tolle Setting begeistert haben, kam ich einfach nicht mit der weiblichen Hauptfigur klar. Laurie hat eine Entscheidung getroffen, die für mich absolut nicht nachvollziehbar war. Ihr Umgang mit Sam ist kindisch, schrecklich und egoistisch und ich wollte oft ins Buch springen und ihr das auch ins Gesicht sagen. Zudem fand ich die Mischung aus deutsch und englisch bei einem kanadischen Setting unnötig. Aber das ist reine Geschmackssache. Grundsätzlich hat mir der Schreibstil wirklich gut gefallen, ebenso wie die Nebencharaktere. Da aber vor allem Amber – um die es im zweiten Teil geht – immer wieder ins denglische Verfällt und das stilistisch nicht wirklich meinen Geschmack trifft, bin ich unsicher, ob ich die anderen Teile der Reihe lesen werde. Band 3 mit Hope spricht mich inhaltlich noch am ehesten an. Band 1 der Reihe kann ich inhaltlich leider nicht weiterempfehlen, finde ihn aber sehr gut geschrieben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2021

Geniale, spannende Fortsetzung mit zwei Schwierigen Charakteren

Sister of the Moon
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[ACHTUNG: Spoiler für Band 1] !!!!!!!!!!!!!

Sister of the Moon schließt (zum Glück!) nahtlos an das Ende von Teil 1 an. Vianne und ihre Schwestern befinden sich mitten im Dämonenangriff und versuchen, ...

[ACHTUNG: Spoiler für Band 1] !!!!!!!!!!!!!

Sister of the Moon schließt (zum Glück!) nahtlos an das Ende von Teil 1 an. Vianne und ihre Schwestern befinden sich mitten im Dämonenangriff und versuchen, Hilfe aus dem Chateau zu holen. Auf der Flucht vor dämonischen Kreaturen gelangen sie nach Glamorgan, landen dann aber nicht wie geplant im Chateau, sondern in Kerys und damit in Regulus‘ Reich. Die Schwestern werden zu Gefangenen des Hochkönigs und zu seinen Versuchtskaninchen im Bezug auf seinen Plan, magiebegabte Dämonenkinder zu erzeugen. Um sich und ihren Schwestern dieses Schicksal zu ersparen, muss Vianne für Regulus drei Artefakte aus Glamorgan beschaffen und ihm damit die Macht verleihen, selbst Magie anzuwenden. Ob sie dieses Risiko eingehen wird?

Wow… also das war …. wow! Mir gefiel der erste Teil bereits richtig gut, aber Band 2 hat mich wirklich umgehauen. Die Spannung steigt mit jeder Seite, die Charaktere entwickeln sich authentisch und die Twists, die Marah Woolf hier eingebaut hat, sind einfach genial umgesetzt. Immer wenn man denkt, dass man weiß, worauf das Ganze hinausläuft, passiert etwas unvorhergesehenes und man sitzt mit offenem Mund vor dem Buch. Irgendwann zweifelt man an allen. Wem kann man vertrauen? Wer ist Freund und wer ist Feind? Man weiß es einfach nicht.

Die Charaktere sind unglaublich gut ausgearbeitet und mit vielen authentischen Details gestaltet. Mit Vianne hatte ich ja ein paar Probleme im ersten Teil, die auch hier nicht ganz verschwunden sind. Sie ist einfach ein wahnsinnig naiver Charakter, der sich in der „Liebe“ zu Ezra völlig verloren hat. Ich setze Liebe hier unter Anführungszeichen, weil ich finde, dass das, was die beiden da verbindet toxisch und definitiv keine Liebe ist. Trotzdem ist sie im Vergleich zum Vorgängerband reifer und aktiver geworden. Sie nimmt die Dinge endlich selbst in die Hand und agiert als die Hauptprotagonistin, die sie ja ist. Zwischendurch fällt sie immer wieder in alte Muster, wird unsicher und quengelig. In diesem Momenten wollte ich sie oft ganz fest schütteln, damit sie sich daran erinnert, dass sie eigentlich stärker ist. Vianne ist für mich auf jeden Fall ein schwieriger, aber interessanter Charakter mit Potenzial. Es ist oft hart, ihren Gedanken zu folgen bzw. diese nachzuvollziehen. Ihre Fixierung auf Ezra ist definitiv nicht gesund und einige Aussagen waren schon sehr grenzwertig und bedenklich, sodass ich ihr immer noch zu einer Therapie raten würde. Ihre Gefühle für diesen Kerl sind einfach nicht nachvollziehbar. Ezra behandelt sie wirklich respektlos und spielt mit ihr. Ständig macht er ihr Hoffnungen und handelt dann doch wieder wie ein Arsch. Er verletzt sie und hält sie sich gleichzeitig warm. Ich habe im Laufe des Buches einen regelrechten Hass auf ihn entwickelt. Sein Verhalten geht einfach gar nicht und ich hätte mir wirklich gewünscht, dass bei Vianne dieser „AHA-Moment“ kommt, wo sie merkt, dass Liebe anders aussieht. Aber naja …

Zum Glück bekommt noch eine weitere männliche Figur die Chance, um Viannes Aufmerksamkeit zu kämpfen: Fürst Aarvand von Coralis, Calebs Bruder und ehemaliger Verbündeter von Ezra. Diesen Love Interest fand ich um einiges spannender – und gesünder. Ich will hier nicht zu viel verraten, aber ich habe jede Emotion gefühlt und mit Aarvand mitgefiebert. Zeitweise hat er mich an Rhysand aus ACOTAR erinnert, was natürlich Extrapunkte gab. Aarvand und einige andere Nebencharaktere gleichen den zweifelhaften Charakter von Vianne und Ezra auf jeden Fall aus und bringen die nötige Spannung und Vielfalt in die Geschichte. Die Szenen mit Aarvand und Vianne habe ich wirklich genossen, denn man merkt sofort, dass da etwas großartiges entstehen kann.


FAZIT

Sister of the Moon ist eine wirklich spannende Fortsetzung, die besonders durch den rasanten Spannungsbogen punktet. Intrigen, Geheimnisse und jede Menge Gefühlschaos mischen sich hier mit authentischen Nebencharakteren, die die Schwächen der Hauptprotagonisten zwar nicht ganz ausgleichen, aber definitiv erträglicher machen. Viannes Gedanken und ihre Fixierung auf Ezra machen es schwierig, sie als Hauptperson zu begleiten und sich emotional auf sie einzulassen. Diese „Liebe“ ist toxisch und nicht leicht zu ertragen, weil gewisse Aussagen wirklich grenzwertig sind. Wäre sie meine Tochter, Schwester oder Freundin, würde ich sie zu einer Therapie zwingen, weil ihr Verhalten definitiv nicht gesund ist. Gegenüber Ezra habe ich sogar einen regelrechten Hass entwickelt, weil sein Verhalten einfach unentschuldbar ist. Fürst Aarvand von Coralis fand ich dafür vom ersten Moment an toll! Er ist diese Mischung aus „harte Schale, nicht ganz so harter Kern“ und hat mich zeitweise ein bisschen an Rhysand aus ACOTAR erinnert, wofür es natürlich Extrapunkte gab. Ihn und Vianne zu begleiten hat wirklich Spaß gemacht und ich bin schon jetzt ein Fan von diesem Love Interest. Aufgrund der Spannung, der unvorhergesehenen Twists und der tollen Nebencharaktere gibt es von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2021

Tolles Finale und bester Band der Reihe

Diamond Empire - Forbidden Royals
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[Achtung: Spoiler für Band 1+2]!!!!!

Das Buch beginnt einige Monate nach den Ereignissen von Teil 2. Emilia ist nun Königin und immer noch traumatisiert vom Bombenanschlag und dem plötzlichen Tod ihres ...

[Achtung: Spoiler für Band 1+2]!!!!!

Das Buch beginnt einige Monate nach den Ereignissen von Teil 2. Emilia ist nun Königin und immer noch traumatisiert vom Bombenanschlag und dem plötzlichen Tod ihres Vaters. Carter, Chloe und ihre Vertrauten hat sie aus dem Palast geworfen, was ihr ebenfalls schwer zusetzt. Sie wird von Schlafproblemen, PTBS, Gewissensbissen und Zweifeln heimgesucht und verlässt kaum noch den Palast. Das Volk aber liebt seine Königin, wodurch Emilia sich letztendlich mit ihrer neuen Rolle auseinandersetzt und diese akzeptiert bzw. sie endlich bewusst annimmt.
Emilias Wandel fand ich wahnsinnig spannend und authentisch. Sie hat sich im Vergleich zum ersten Teil einfach gewaltig entwickelt und ist reifer, verantwortungsbewusster und vor allem stärker geworden. Besonders ihre Stärke hat mich immer wieder beeindruckt. Denn obwohl sie nie Königin sein wollte, tut sie alles für ihr Volk und setzt sich sogar für Veränderungen ein. Dadurch wirbelt sie ordentlich Staub im Land auf und macht sich mehr Feinde denn je.

Die ganzen Intrigen, Machspiele und Anfeindungen haben mich zeitweise an eine dramatische Telenovela erinnert, was – wie ich zugebe – nicht immer meinen Geschmack getroffen hat. Zwischendurch hätte ich mir einfach eine kleine Drama-Pause gewünscht, wo nicht jede Handlung zu neuen Problemen und/oder Dramen führt. Apropos Drama: Die Beziehung zu Carter ist auch im Finale alles andere als einfach. Als Königin muss Emilia einen einflussreichen Mann heiraten, der ihr und dem Land von Nutzen ist. Carter Thorne, Stiefbruder, Playboy und Aristokratieverächter ist hier natürlich kein „guter Fang“ für die junge Frau und würde sie den Thron kosten. Trotzdem können die beiden nicht die Finger voneinander lassen und verletzen sich dabei gegenseitig immer und immer wieder. Auch hier war mir das Drama ab einem bestimmten Punkt etwas zu viel. Toll fand ich aber, dass die Beziehung der beiden in diesem Band mehr Spielraum bekam. Meine größte Kritik von Teil 2 war ja, dass Carter kaum anwesend war, was hier zum Glück nicht der Fall war. Es gab Szenen zwischen den beiden, die mir das Herz zerrissen haben. Ich konnte die Sehnsucht, den Schmerz und die Lust der beiden wirklich fühlen!

Julie Johnsons Schreibstil ist einfach toll. Man kann sich richtig in die Zeilen fallenlassen und spürt trotzdem jede Emotion. Auch thematisch gefiel mir das Buch unglaublich gut. Emilia setzt sich für Gleichberechtigung im Land ein, sie kämpft gegen ihre PTBS und wächst langsam in ihre königliche Rolle und die damit verbundene Verantwortung hinein. Alles schwierige Themen, aber durch Emilia unglaublich authentisch umgesetzt!
Nichtsdestotrotz habe ich auch ein bisschen Kritik, die ich loswerden muss. Abgesehen vom Drama, das mir zum Teil etwas zu viel war, wurden einige Fragen am Ende nicht beantwortet. Owen zum Beispiel wurde nach einem kurzem Auftritt gar nicht mehr erwähnt, obwohl er Emilias bester Freund ist. Das fand ich wirklich schade, weil es interessant gewesen wäre, Emilias „altes“ Leben mit ihrem neuen zu verschmelzen. Auch die Sache mit Carter wurde am Ende nicht wirklich erklärt. Warum gab es die ursprünglichen Probleme auf einmal nicht mehr? Die Monarchiegegner scheinen auch nicht mehr zu existieren. Warum? Das sind so Kleinigkeiten, die man in einem Abschlussband meiner Meinung nach geklärt haben sollte.

FAZIT

Diamond Empire ist für mich der stärkste Band der Reihe. Emilias Entwicklung fand ich unglaublich spannend und authentisch und auch thematisch punktet das Buch mit Authentizität. Die Liebesgeschichte ist emotional, heiß und definitiv prickelnd, mir persönlich aber etwas zu dramatisch. Generell gibt es sehr viel Drama im Buch, aber das kennt man ja bereits aus den Vorgängerbänden und weiß somit, worauf man sich hier einlässt. Das Buch ist definitiv ein Auf und Ab der Gefühle und liest sich trotz seines Umfangs sehr schnell. Julie Johnsons toller Schreibstil, zusammen mit dem krassen Plot sorgen hier definitiv für einige Wow-Momente. Das Ende konnte ich bereits erahnen, habe es in diesem Rahmen aber nicht kommen sehen. Hier gibt es einen Extrapunkt für den Überraschungseffekt! Obwohl einige Fragen am Ende nicht beantwortet wurden, gibt es von mir eine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2021

Toller Reihenauftakt!

Sister of the Stars
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Wow, wow, wow, was für ein Buch! Für mich war der erste Band der Hexenschwestern-Trilogie ein wirklich starker Einstieg in erstklassige Romantasy. Obwohl ich beim Prolog noch nicht wusste, ob mir gefällt, ...

Wow, wow, wow, was für ein Buch! Für mich war der erste Band der Hexenschwestern-Trilogie ein wirklich starker Einstieg in erstklassige Romantasy. Obwohl ich beim Prolog noch nicht wusste, ob mir gefällt, wohin das Ganze steuert, so wurde ich mit jedem Kapitel mehr und mehr in die Handlung hineingezogen und habe mich in das Setting, die Charaktere und die Magie verliebt. Insbesondere die Charaktere fand ich toll, da jede noch so „kleine“ Figur einen Daseinszweck im Buch hatte und die Handlung vorantrieb. Es gibt keine unwichtige Figur, niemanden, der lediglich als Lückenfüller fungiert oder den man „überlesen“ kann. Marah Woolf hat es geschafft, dass mir jeder Charakter im Gedächtnis geblieben ist. Die guten, wie die bösen.

Die Liebesgeschichte ist tragisch herzzerreißend, konnte mich aber nicht ganz überzeugen. Vianne und Ezra sind mir teilweise einfach zu naiv mit der Situation umgegangen. Besonders Ezra hat Vianne für meinen Geschmack etwas zu oft und unnötig verletzt. Die beiden sind aber grundsätzlich etwas schwierig, wie ich finde. Vianne bleibt sehr lange inaktiv und lässt sich treiben. Dieses Verhalten und ihre Naivität haben sie mir nicht gerade sympathisch gemacht. Es dauert ziemlich lange, bis sie endlich in eine aktive Rolle schlüpft und zu einer stärkeren Persönlichkeit wird. Ezra war dagegen von Anfang an stark, dafür aber wahnsinnig unsympathisch. Ich habe lange gehofft, dass sein Verhalten nur Show ist und dass er seine Gefühle für Vianne irgendwann akzeptiert und dementsprechend handelt. Da ich hier nicht allzu viel verraten möchte, nur so viel: Ich habe lange gewartet….

Die Nebenfiguren fand ich dafür umso stärker. Besonders Viannes Schwestern und Caleb haben sich in mein Herz geschlichen und ich kann es nicht erwarten, mehr von ihnen zu lesen. Auch die Spannung im Buch fand ich großartig! Die Seiten sind nur so dahingeflogen und durch Marahs schönen Schreibstil war die Geschichte für mich leider viel zu schnell zu Ende. Und oh mein Gott, dieses Ende! Wie kann man das einfach so stehenlassen? An dieser Stelle gibt es einen absoluten Cliffhanger Alarm von mir.

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Der Weltenaufbau, das Magiesystem und die vielen Personen sind anfangs zwar etwas viel, aber man liest sich sehr schnell in alles hinein. Die Mischung aus Altertum und Moderne, die Marah Woolf hier als Setting kreiert hat, ist einfach fantastisch und wahnsinnig faszinierend. Es hat wirklich viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und ich freue mich auf den Rest der Reihe!


FAZIT

Ein gelungener Fantasy Reihenauftakt, der mit Spannung, Magie und tollen Charakteren punktet. Wegen Ezras Verhalten, Viannes Naivität und der Liebesgeschichte, die nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat, ist das Buch kein Highlight geworden, kann sich aber durchaus bei meinen Lieblingsbüchern sehen lassen. Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2021

Spontankauf, der sich wirklich gelohnt hat!

Matching Night, Band 1: Küsst du den Feind?
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Als ich das Buch bei mir in der Buchhandlung gesehen habe, hat mich zuerst das schöne Cover angezogen. Beide Teile der Dilogie passen perfekt zusammen und ergeben ein Gesamtbild, was mein Coveropfer-Ich ...

Als ich das Buch bei mir in der Buchhandlung gesehen habe, hat mich zuerst das schöne Cover angezogen. Beide Teile der Dilogie passen perfekt zusammen und ergeben ein Gesamtbild, was mein Coveropfer-Ich natürlich sofort getriggert hat. Band 1 musste also gleich mit, obwohl ich weder den Klappentext gelesen noch mich über das Buch informiert habe – was ich normalerweise immer mache, um Fehlkäufe zu vermeiden. Aber wisst ihr was? Dass ich an dieses Buch so spontan und unvoreingenommen herangegangen bin, war genau richtig. Ich wusste nicht, was mich erwartet und wurde bei jedem Kapitel mehr und mehr überrascht. Das Buch hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen und der tolle Schreibstil von Stefanie Hasse hatte eine unglaubliche Sogwirkung auf mich. Am Anfang begleiten wir Cara, wie sie von Kurs zu Kurs hetzt und versucht, ihren Collegealltag zu meisten. Sie hat kein Wohnheimzimmer und muss in einem Hostel schlafen, dass viel zu weit weg vom College ist, sodass sie die meiste Zeit damit verbringt, im Stau zu stehen und einen Parkplatz auf dem überfüllten Campus zu suchen. Nebenbei jobbt sie in einem Diner, um sich den Alltag finanzieren zu können, da ihre Familie alle Ersparnisse in ihre Ausbildung gesteckt hat. Sie ist überfordert und verzweifelt, deshalb kommt das Angebot, sich den Ravens anzuschließen genau richtig. Die Verbindung lockt nämlich nicht nur mit einer gratis Unterkunft, sondern auch mit einem Stipendium, was Cara und ihrer Familie den finanziellen Druck nehmen würde. Um aufgenommen zu werden, ist Cara bereit, die fragwürdigen Aufgaben der Ravens über sich ergehen zu lassen. Mehr will ich euch über den Inhalt nicht verraten, denn je unvoreingenommener ihr euch auf dieses Buch einlasst, desto besser wird es euch gefallen. Versprochen!

Matching Night 1 ist eine Mischung aus Romantik, Spannung, Humor, Geheimnissen und Intrigen. Ich hatte so etwas in der Art noch nicht gelesen und war wirklich überrascht, wie sehr es mir gefallen hat. Cara ist ein spannender Charakter. Sie ist mutig, nett und loyal, kann aber auch ziemlich sarkastisch und ängstlich sein. Diesen Mix mochte ich sehr und er hat mich toll unterhalten. Manche ihrer Entscheidungen und Denkweisen konnte ich nicht ganz nachvollziehen, was ich aber auf ihr Alter und ihre Vorerfahrungen schiebe. Kommen wir aber zu den beiden Jungs im Buch: Josh und Tyler.
Beide waren mir anfangs nicht wirklich sympathisch, was eigentlich keine guten Voraussetzungen sind, um ein Buch zu lieben. Aber Stefanie Hasse hat es geschafft, diese Antipathie in Faszination zu verwandeln und mir beide Jungs im Laufe der Geschichte schmackhaft zu machen. Josh wirkt am Anfang wie ein Bad Boy, aber man merkt schnell, dass er ein bestimmtes Ziel verfolgt. Mir gefiel es, wie er und Cara sich gegenseitig provozieren und sich dabei näherkommen. Tyler war mir zu Beginn etwas zu stereotyp und ich habe ihn ziemlich schnell in eine Kiste gesteckt. Das hat sich im Laufe des Buches aber geändert, denn Tyler hat einiges zu verbergen und lässt sich nicht in eine Klischee-Kiste bannen. Obwohl ich beide Jungs anfangs ziemlich misstrauisch betrachtet habe, fand ich sie dennoch sehr spannend. Ich wusste nicht, wem Cara vertrauen kann und wer ein falsches Spiel mit ihr treibt. Beide oder keiner? Man weiß es nicht. Genau das ist es aber, was dieses Buch so unglaublich toll macht. Man fiebert die ganze Zeit mit den Charakteren mit und will einfach wissen, was das alles zu bedeuten hat.
Wer ist Freund und wer ist Feind? Was hat dieser Wettkampf zu bedeuten? Wozu das Match? Wo soll das Ganze hinführen? Wenn ihr das erfahren wollt, dann haltet den zweiten Teil bereit, denn das Ende von Band 1 lässt uns mit einem fiesen Cliffhanger sitzen….


FAZIT

Matching Night: Küsst du den Feind? ist ein Pageturner, der mit seinem Genre-Mix für tolle Lesestunden sorgt! Stefanie Hasse hat hier wirklich einen tollen Start für diese Dilogie hingelegt und konnte mich absolut begeistern. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin, die Charaktere überzeugen durch kleine Macken und Fehler und der Plot ist ebenso originell wie spannend. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und den Tipp, auf jeden Fall Band 2 bereitliegen zu haben. Das Ende lässt einen wirklich in der Luft hängen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere