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Veröffentlicht am 30.05.2025

Ein merkwürdiges Buch

Shark Heart
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Nach dem Lesen des Klappentexts habe ich eine spannende Geschichte über einen Mann, der sich in einen weißen Hai verwandelt, erwartet. Bekommen habe ich eine zähe Aneinanderreihung teilweise loser Episoden ...

Nach dem Lesen des Klappentexts habe ich eine spannende Geschichte über einen Mann, der sich in einen weißen Hai verwandelt, erwartet. Bekommen habe ich eine zähe Aneinanderreihung teilweise loser Episoden der Leben von unsympathischen Leuten. Die originelle Idee wurde denkbar langweilig umgesetzt.

Lewis und Wren lernen sich Anfang/Mitte 30 kennen und heiraten, kurz darauf bekommt Lewis die Diagnose, dass er sich in einen weißen Hai verwandelt. In der Geschichte werden solche Mutationen (zu Haien, Reptilien, Vögeln etc.) als recht alltäglich hingenommen, es gibt spezielle Abteilungen im Krankenhaus, die sich um die Menschen in den unterschiedlichen Verwandlungsstadien kümmern. Das ist ja schon merkwürdig genug, mir war aber das ganze Buch lang schleierhaft, ob das nur eine große Metapher für bestimmte Krankheiten sein soll?! Lewis vergisst nach und nach immer mehr seiner menschlichen Eigenschaften, soll das Demenz darstellen?

Als Charakter fand ich vor allem Lewis unerträglich. Er wollte mal Schauspieler in New York werden, daraus ist aber nichts geworden. Jetzt ist er Lehrer an einer High School, denkt aber die ganze Zeit, er sei etwas Besseres als alle anderen, ein verkanntes Genie und ach, so besonders. Das soll durch die eingeschobenen "Szenen" eines Theaterstücks verdeutlicht werden, das er geschrieben hat, die aber wirklich nicht bahnbrechend waren.

Wren konnte ich auch gar nicht greifen, und was sie an Lewis fand, wurde auch nicht deutlich. Sie ist quasi das Gegenteil von ihm, analytisch und rational. Dass sie angeblich eine so tiefe Liebe zueinander haben, war nicht spürbar, dazu ist der Schreibstil zu distanziert. Sie opfert sich eigentlich nur für ihn auf und muss die ganze Zeit gucken, dass alles so läuft, wie er es will/braucht.

Plötzlich wechselt die Erzählebene zur Kindheit von Wrens Mutter und erzählt super fragmenthaft und mit großen Zeitsprüngen, wie sie schwanger wurde und vom Verlauf von Wrens Kindheit. Dadurch versteht man Wrens Hintergründe natürlich besser, die ganze Passage fügt sich aber gar nicht in den Haupttext ein, das hätte man auch anders lösen können.

Auch mit dem Teil, in dem Lewis Leben im Meer beschrieben wird, konnte ich wenig anfangen. Er vergisst immer mehr und ist irgendwie in seiner eigenen Welt (was wieder zur Demenz passen würde). Ich verstehe auch, dass damit grundsätzliche philosophische Fragen wie "Was bedeutet Menschsein?" behandelt werden, gleichzeitig wird aber sein Blutdurst beschrieben und wie er andere Lebewesen bis hin zu einem frischgeborenen Walkalb frisst, als sei das total normal - hier ist für meinen Geschmack die Verbindung von Fiktion und Realität nicht nachvollziehbar.

Es ist kein Fantasybuch, aber auch keine realitätsnahe Erzählung. Bei mir bleiben einfach zu viele Fragezeichen zurück.

Am Ende des Buchs wird nochmal verdeutlicht, dass es allgemein um Verlust und Trauer geht, und wie man trotz allem wieder glücklich sein kann. Bis dahin zog sich das Buch aber, ich habe teilweise den Text seitanlang nur überflogen, weil der Inhalt so nichtssagend war. Und so bahnbrechend waren die "Weisheiten" jetzt auch nicht. Was mich persönlich gestört hat, war, dass Wren natürlich ausgerechnet schwanger war und nur durch ihre Tochter wieder glücklich werden konnte. Also nee.

Mein Eindruck war, dass das Buch sowohl sprachlich als auch inhaltlich irgendwie künstlerisch erscheinen wollte, mich hat diese Art der Erzählung aber gar nicht abgeholt. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, wenn eine Geschichte eher als Metapher verstanden werden soll. Hier fand ich es aber einfach nicht gut gelöst und der Schreibstil hat mir nicht gefallen.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Ein toller Thriller!

Der Buchhändler
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So sollte ein Thriller sein, spannend und mit unerwarteten Wendungen!
Ein Mann zieht neu in eine Kleinstadt und übernimmt die örtliche Buchhandlung. Schnell kommt er mit den anderen Bewohner:innen in Kontakt, ...

So sollte ein Thriller sein, spannend und mit unerwarteten Wendungen!
Ein Mann zieht neu in eine Kleinstadt und übernimmt die örtliche Buchhandlung. Schnell kommt er mit den anderen Bewohner:innen in Kontakt, erste Freundschaften entstehen. Doch er hat ein Gehemnis, das niemals ans Licht kommen sollte. Dann verschwindet plötzlich die Tochter eines Freundes ...

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Interessant konzipierter Krimi mit einigen Länger

Die Entführung
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Der Krimi hat mir an sich gut gefallen - Gerade zum Schluss war es mir aber zu viel "Gerede" und zu wenig Krimi.

Die Hälfte der Handlung spielt im Jahr 2000, als die Freundinnen Lena und Ronja an ihrem ...

Der Krimi hat mir an sich gut gefallen - Gerade zum Schluss war es mir aber zu viel "Gerede" und zu wenig Krimi.

Die Hälfte der Handlung spielt im Jahr 2000, als die Freundinnen Lena und Ronja an ihrem letzten Urlaubstag am Chiemsee entführt werden. Diesen Teil des Buches fand ich zum Großteil wirklich spannend, da abwechselnd aus der Sicht der Mädchen sowie der zwei Ermittler:innen Jakob und Eva erzählt wird, die sich um die Familien der Mädchen kümmern. Allerdings kam mir auch da schon die eigentliche "Krimi"-Handlung etwas zu kurz. Jakob und Eva sind mehr oder weniger "Babysitter" und versuchen, Lenas reichen Vater auf die Verhandlungen mit den Entführern vorzubereiten und den Familien beizustehen. Von der eigentlichen Ermittlungsarbeit der Polizei erfährt man kaum etwas.

Die zweite Hälfte spielt 17 Jahre später. Ohne zu viel zu spoilern - eines der Mädchen hat überlebt, die Leiche des zweiten wurde nie gefunden. Plötzlich wird aber doch eine Leiche in der Nähe des Hofes, wo sie damals festgehalten wurden, gefunden ...

In diesem zweiten Teil wurde es dann teilweise sehr undurchsichtig. Sehr viele Namen, die Protagonisten wurden verwirrenderweise oft entweder mit ihrem Vor- oder Nach- oder Spitznamen benannt, sodass man sich für manche der (nicht wenigen) Figuren auch noch mehrere Namen merken musste. Und dieser Teil bestand überwiegend aus Gesprächen, in denen immer mehr herauskam, wer (eigentlich alle) wie in die damaligen Ereignisse verwickelt war, wer was wusste, wann wo war, wem was gesagt hat etc.

Das Ende fand ich dann wiederum ganz gut gelöst, nur die letzten 100 Seiten waren recht mühsam zu lesen - hier hätte man insgesamt kürzen und generell ein paar Leute weglassen können, um das Ganze etwas dynamischer zu machen.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Gar nicht mein Fall

Der fürsorgliche Mr. Cave
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Der Autor wird für einige Bücher hochgelobt, dies war als erstes Werk von ihm vielleicht nicht die beste Wahl. Anstrengend geschrieben und es geht im Prinzip um den - zäh geschriebenen - Versuch eines ...

Der Autor wird für einige Bücher hochgelobt, dies war als erstes Werk von ihm vielleicht nicht die beste Wahl. Anstrengend geschrieben und es geht im Prinzip um den - zäh geschriebenen - Versuch eines Psychopathen, sich in Briefform vor seiner Tochter für seine Taten zu rechtfertigen. Er kontrolliert und schränkt sie ein, wird dabei immer drastischer.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Eine gute Sommerlektüre

Funny Story
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Wer nach einer netten Lektüre sucht, sich sich entspannt und flüssig lesen lässt, aber nicht zu viel Denkleistung erfordert, ist hier richtig.

Ich habe zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt, mich letztendlich ...

Wer nach einer netten Lektüre sucht, sich sich entspannt und flüssig lesen lässt, aber nicht zu viel Denkleistung erfordert, ist hier richtig.

Ich habe zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt, mich letztendlich aber für 4 entschieden, weil das Buch zwar keinen wirklich spannenden Momente enthält, aber insgesamt auch nie langweilig wurde. Gefallen hat mir, dass die Protagonist:innen die ganze Zeit recht ehrlich miteinander reden und die ganze Story nicht (wie sonst leider oft in Büchern dieser Art) auf einem Missverständnis beruht, was durch normales miteinander reden schnell gelöst wäre.

Miles und Julia fand ich total sympathisch, die eigentliche Hauptfigur Daphne wirkt neben den exzentrischeren anderen Figuren leider etwas blass, vielleicht soll genau das sie aber authentisch machen.

Die Message ist letztendlich, dass Glück nicht ein (nach außen hin) 'perfektes' Leben ist, sondern die kleinen Momente, die tagtäglich passieren und auch im eigentlichen Chaos gefunden werden kann.

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